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Autor Thema: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?  (Gelesen 657 mal)

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Offline Lumpi99

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Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« am: 16. Juli 2019, 13:27:11 »
Kennt ja meine Story: https://hartz.info/index.php?topic=119151.0

Suche jetzt seit gut drei Wochen intensiv was neues und es ergibt sich einfach nichts:(

Ich gucke alle möglichen Portale durch und schaue sogar in die Zeitung, bewerbe mich auch initiativ oder rufe an.
Bin nicht wählerisch habe schon Bewerbungen für Mini - und Helferjobs raugeballert als auch für meinen ursprünglich erlernten Beruf. Waren bis jetzt bestimmt 30 Bewerbungen und es meldet sich einfach keiner!

Muss natürlich ein wenig sondieren: Muss einigermaßen in der Nähe (max. 30km) und/oder gut mit dem Rad oder Öffis zu erreichen sein (da keinen Lappen). Außerdem ne Tätigkeit, in der ich recht schnell eingearbeitet werden kann, die aber trotzdem nicht beliebig ersetzbar ist und wo ich klar komme.

Da ich nicht zum Amt will und ich ja meine KV irgendwie bezahlen muss (190€) brennt es so langsam. Habe zwar noch einige Ersparnisse, will die aber natürlich nicht komplett auf den Kopf hauen. Außerdem ist natürlich die Frage, wie lange meine Freundin und meine Mom das mitmachen, die ich ja einerseits von Mutters Seite Geld für meine KV dazu bekomme, ich aber auch gleichzeitig bei meiner Freundin und ihren Eltern im Haus lebe und defacto keine Miete zahle ("nur" 100€ Kostgeld).

Habe jetzt natürlich Schiss, das ich jetzt ewig nichts ergibt.
Bis August/September kann ich noch so durchhalten, dann wird es schon schwierig.

Klar, ich könnte zum Amt gehen, aber Geld würde ich keines bekommen, solange ich: Offiziell bei bei meinen Eltern wohne (zu viel Geld in der BG) bzw. ich dann offiziell zu meiner Freundin ziehe (auch zu viel Geld in der BG). Außerdem hat die keinen Bock, sich für mich vorm Amt nackig machen zu müssen.
Außerdem habe ich keinen Bock auf Amtschikane, MAGs, Gammelmaßnahmen und sonstigen sinnlosen Bullshit, den ich natürlich auch schon durch habe.

Einzige Möglichkeit wäre, mir ne komplett eigene Wohnung zu suchen, aber habe ich ja gar nicht vor; meine bessere Hälfte und ich leben ja defacto seit 2 Jahren zusammen und ich werde nicht "ausziehen", nur um Hartz IV zu bekommen.
Klar, ich müsste ja nur in der neuen Wohnung gemeldet sein und dann ein mal am Tag die Post holen, aber
1. Muss man dann auch erstmal ne Bude finden
2.Je nach dem wo die ist, wäre das mit dem Rad dann doch ein ziemlicher Aufwand
3.Hat meine Freundin schon gesagt, das sie diese "Scharade" nicht unterstützen würde und ich dann
alleine zusehen kann, wie ich das aufrecht erhalte.

Man hat mir ja auch schon vorgeschlagen, noch ne Ausbildung zu machen und an sich ist das ja auch keine miese Idee, nur stellt sich dann wieder die Frage: Was bzw welche? Habe meine alte Ausbildung ja auch nur gemacht, weil es die einzige war, die man mir angeboten hat.
Und dann hätte ich schon am besten gestern Bewerbungen rausballern müssen, um noch dieses Jahr anfangen zu können.

Studium wäre theoretisch auch möglich, aber das könnte ich nur im Wirtschaftsbereich machen (da Fachabi) und der ist halt völlig überlaufen und damit schlag ich mich ja schon jetzt mit meiner Kaufmannslehre rum; das ich viel Konkurrenz habe. Außerdem traue ich mir das auch nicht so recht zu, außerdem müsste ich ja um das zu finanzieren eh arbeiten geheh, womit wir wieder am Anfang meines Problems wären....

Hat hier irgendwer Tipps für mich, was ich noch machen könnte bzw. anders machen sollte?
Oder Ratschläge, wie ich vllt. doch was mit dem Amt regeln könnte?

P.S.
Auch habe ich die Befürchtung, das die mich erstmal sperren könnten, da ich mich ja vor nem Jahr, als ich meine letzte SV-Pflichtige Stelle verloren habe nicht gemeldet habe und ich die letzte natürlich auch selbstverschuldet und "ohne Grund" aufgegeben habe.Außerdem werde ich dann wohl fragen beantworten müssen, wovon ich die ganze Zeit gelebt habe und die knapp 1000€ aufm Konto finden die mit Garantie auch recht interessant......
Life is pain

Offline maiqi

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #1 am: 16. Juli 2019, 14:27:03 »

Studium wäre theoretisch auch möglich, aber das könnte ich nur im Wirtschaftsbereich machen (da Fachabi) und der ist halt völlig überlaufen und damit schlag ich mich ja schon jetzt mit meiner Kaufmannslehre rum; das ich viel Konkurrenz habe. Außerdem traue ich mir das auch nicht so recht zu, außerdem müsste ich ja um das zu finanzieren eh arbeiten geheh, womit wir wieder am Anfang meines Problems wären....

Irrtum  :bye: du hast einen Zugang (theoretisch) zu jeder Fachhochschule in ALLEN Studiengängen (ausgenommen zulassungsbeschränkte SG) ODER an Universitäten mit Einschränkung der fachlichen Richtung (in deinem Fall Wirtschaft) - ich gehe mal davon aus dass du mit Fachabi auch dieses meinst und nicht Fachhochschulreife (wird gerne verwechselt). Mit letzterer wäre Uni tabu erstmal  :nea:

_____________________________________________________________________________________________

Ansonsten, ganz ehrlich: Zum Amt marschieren (auch wenn es schmerzt) und erstmal abwarten ob es wirklich kein Geld gibt. Theoretisch ändert sich ja nix zum aktuellen Zustand dann, maximal tritt eine Verbesserung (zusätzliches Geld) ein.
Von den Ersparnissen Führerschein machen und dadurch Chancen verbessern.

ODER Wenn du vorhast zu studieren: Nebenjob bis 450,- suchen (als Student einfacher weil AG keine Sozialabgaben leisten muss) - Ausserdem kannst du je nach Alter weiterhin familienversichert sein (bis 24 Jahre glaube ich)
Aber ich weiss nicht ob du aufgrund deiner Vorgeschichte überhaupt in der Lage bist, ein Studium durchzustehen ...
« Letzte Änderung: 16. Juli 2019, 14:49:06 von maiqi »

Online Sheherazade

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #2 am: 16. Juli 2019, 16:25:35 »
Waren bis jetzt bestimmt 30 Bewerbungen und es meldet sich einfach keiner!

Wundert dich das? Es ist Urlaubszeit und die jetzt fertigen Azubis sind auf den Arbeitsmarkt gekommen. Wer Leute brauchte, hat jetzt welche.
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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #3 am: 16. Juli 2019, 18:13:43 »
Wenn du ganz dringend Geld brauchst und ordentlich Dampf im Kessel ist, dann bewirb dich umgehend persönlich bei Zeitarbeitsfirmen für Stellen in der Produktion. Dann hast du erstmal den finanziellen Druck weg und kannst dich weiterhin auf Stellen bewerben, die dich interessieren.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline Hartzer_Käse

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #4 am: 17. Juli 2019, 07:53:18 »
Hallo Lumpi99,

ich habe deine letzten Beiträge gelesen. Bist du denn jetzt bereit für einen Job? Den letzten hast du ja nach 3 Stunden bereits aufgegeben. Und das ist ja noch nicht lange her.

Was dir vielleicht zum Verhängnis werden kann, falls du diese Stellen im Lebenslauf hast: Potentielle neue Arbeitgeber rufen auch gerne schon mal bei den letzten Firmen an und erkundigen sich über den Bewerber...

Glaubst du, dass du es diesmal schaffst?

Gruß

Hartzer Käse


Offline sery

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #5 am: 17. Juli 2019, 08:53:34 »
Mach das Abi nach auf einem Kolleg.
Dann  bekommst Du erst einmal elterunabhängiges Bafög und hast einen besseren Abschluß

Offline Der Friese

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #6 am: 17. Juli 2019, 10:50:35 »
Dann denk doch einmal über die Bundeswehr nach. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Von Ausbildung bis hin zum Studium. Auch nur kurz zum reinschnuppern, als freiwillig Wehrdienstleistender. Das Einkommen ist von Beginn an sehr ordentlich. Sich mal einen Termin zur Beratung zu machen kostet nichts. Früher war das gang und gäbe sich so Zeit zu verschaffen, um seinen beruflichen Weg zu finden.

Online Sheherazade

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #7 am: 17. Juli 2019, 11:41:57 »
Der TE ist 25 Jahre alt, hat seit 06/2017 eine abgeschlossene Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und ist seitdem mit kurzen Unterbrechungen arbeitslos. Zudem macht er eine psychische Erkrankung geltend. Damit wird man zumindest bei der Bundeswehr nichts.

Er hätte schon längst bei seiner Jobsuche an seine abgeschlossene Ausbildung anknüpfen sollen, jetzt wieder von vorne anzufangen mit einer anderen Ausbildung macht wenig Sinn und erhöht seine Chancen auf eine Arbeitsstelle nicht im geringsten.
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Offline Der Friese

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #8 am: 17. Juli 2019, 12:27:44 »
Eine neue Ausbildung macht immer Sinn. Gerade wenn man in seinem erlernten Beruf keine Arbeit bekommt. Zudem ist es bei der BW nicht zwingend erforderlich noch einen neuen Beruf zu erlernen. Es soll sogar etliche Menschen geben, die den Beruf des Soldaten bis zu ihrer Pensionierung ausüben.  :zwinker: Ob man aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen dienstfähig ist, entscheidet meiner Kenntnis nach immer noch die ärztliche Eignungsuntersuchung und nicht die User eines Forums. Sofern es diese Krankheit denn wirklich gibt und nicht einfach nur zu Schutzzwecken vorgeschoben wird.

Aber sicherlich hast du recht, dass man mit 25 mal so langsam die A..backen zusammenkneifen sollte und nicht bei jedem kleinen Gegenwind das Weite suchen kann.

Online Sheherazade

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Re: Jobsuche hat keinen Erfolg - Wie angehen?
« Antwort #9 am: 17. Juli 2019, 13:12:48 »
Ob man aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen dienstfähig ist, entscheidet meiner Kenntnis nach immer noch die ärztliche Eignungsuntersuchung und nicht die User eines Forums.

Ich schrieb NICHT von körperlichen gesundheitlichen Einschränkungen. In erster Linie entscheiden die entsprechenden Fragebögen, die der Bewerber im Auswahlverfahren wahrheitsgemäß auszufüllen hat und da wird explizit nach Psychotherapien (laufend und/oder beendet) innerhalb der vergangenen 2 oder 5 Jahre gefragt (genau weiß ich es nicht mehr). Ob es dann überhaupt noch zu einer Eignungsuntersuchung kommt, lassen wir mal dahin gestellt.

Zitat von: Der Friese am 17. Juli 2019, 12:27:44
Es soll sogar etliche Menschen geben, die den Beruf des Soldaten bis zu ihrer Pensionierung ausüben.
Ist mir bekannt, mein Vater zum Beispiel.


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