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Autor Thema: Arbeitsstelle  (Gelesen 961 mal)

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Offline Moonlightsonata

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Arbeitsstelle
« am: 13. Juli 2019, 20:28:10 »
nein, ich habe keine Langeweile...
Zur Zeit arbeite ich seit ca. 3 Jahren auf einem Gestüt. Leider besteht die Arbeit inzwischen fast nur noch aus Pferdeboxen ausmisten - und da ich das im Akkord erledigen muss, habe ich mir tatsächlich meine vorher schon lädierte Wirbelsäule kaputt gemacht. Wie im anderen Posting erklärt, bin ich aus diesem Grund bis Mitte August AU geschrieben. Hilft mir aber gar nichts, weil, wenn ich nicht zur Arbeit antanze, dann bekomme ich auch kein Geld, ganz gleich, was die Gesetze sagen, unsere Chefin zahlt nur für tatsächlich geleistete Arbeit...
Mein Schwiegersohn ist selbständig, meine Tochter hat eine 50 % Arbeitsstelle, 2 Kinder von 4 und 6 Jahren und erledigt noch die gesamte Geschäftskorrespondenz ihres Mannes.
Jetzt hat sie mich gefragt, wie das wäre, wenn ich bei ihr - oder ihm - arbeiten würde...
Bei zweimal wöchentlich 6 Stunden a 15 Euro brutto käme ich auf, pi mal Daumen 720 Euro brutto pro Monat, das entspräche laut ihrer Tabelle 600 und ein paar gequetschte Euronen.
Die Fragen sind:
1.) wird das als offizielle Arbeitsstelle anerkannt? Ohne dass es da mit dem Amt Probleme gibt?
2.) Hatte mir meine SB erklärt, dass ich schon allein auf Grund meines Alters (ich werde diesen Monat 61 Jahre alt) schwer vermittelbar bin - und von daher der Arbeitgeber, der mich altes Weib einstellt, eine Förderung erhalten würde.
3.) Wenn ich ja damit sozialversicherungspflichtig und steuerpflichtig angestellt wäre (auch wenn das Gehalt zu gering und von daher keine Steuern abgeführt werden müssten) ... könnte ich ja immer noch nicht davon leben.
Müsste ich dann weiterhin beim JobCenter bitte bitte sagen - oder bekäme ich dann einfach Wohngeld, also Miete und Nebenkosten von anderer Stelle... Gemeinde oder so???
Weiß einer von euch verlässliche Einzelheiten und kann mir hier weiterhelfen?
Lieben Dank im Voraus

Offline coolio

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #1 am: 13. Juli 2019, 20:41:36 »
Wenn die Selbständigkeit des Schwiso das trägt - zugreifen!
SV pflichtig, Renteneinzahlung,usw. statt Ausbeutung an der Mistgabel ?
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
Wer redet oder telefoniert, der verliert!
I'm with intelligents - hopefully!

Offline crazy

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #2 am: 13. Juli 2019, 21:29:20 »
Rechne doch einfach mal aus was Du noch brauchst. Wohnen und Regelsatz 424 Euro. Ist natürlich knapp dann,kannst Du dich so einschränken? Es gibt entweder Wohngeld oder Zuschuss vom Jobcenter.
Deinen AG musst Du beim Arbeitsgericht verklagen auf Lohn. Da gehst Du hin,der Verfahrenspfleger schreibts auf. Ist kostenlos!

Offline NevAda

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #3 am: 14. Juli 2019, 06:43:11 »
Wie hoch ist Dein aktueller (Durchschnitts-)Lohn?
Doch, Du wirst Steuern zahlen, aber nur gaaaanz wenig.
Kann die Ärztin, die Dich gerade AU geschrieben hat, Dir vielleicht kurz bescheinigen, dass ein Bürojob Deiner Gesundheit zuträglicher ist als was Körperliches?

Natürlich solltest Du das Angebot annehmen (Wenn Du mit Deiner Tochter zusammen arbeiten kannst...)!

Offline Moonlightsonata

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #4 am: 14. Juli 2019, 09:52:43 »
zur Zeit, da Sommer ist, sind eben die Pferde größtenteils auf den Wiesen, das bedeutet, dass wir insgesamt 3 Leute, jeder 10 mal eine Stunde arbeiten kommen darf. In dieser Stunde hat man dann Arbeit, die eigentlich 2 Stunden locker füllen würde, aber es war die einzige Arbeit, die ich überhaupt in meinem zarten Alter vor 3 Jahren finden konnte.
Sie wird mich eher rausschmeißen, als dass sie irgendjemandem Stunden bezahlt, die die Person nicht geleistet hat. Wenn man Urlaub haben möchte, dann ist das das Problem desjenigen, der den Urlaub haben will, es gibt keinen bezahlten Urlaub und auch keinerlei bezahlten Krankheitstage.

Die Frage war ja nun auch, ob diese Förderung, die mir von meiner SB ans Herz gelegt wurde, um mich besser zu verkaufen und als Sklave anbieten zu können, ob die eben auch mein Schwiegersohn im Falle einer Einstellung bekäme.  Oder gibt es eine Mindeststundenzahl,, die man dafür arbeiten müsste. Mir ist zwar so, dass sie sagte, in dem Augenblick, wo man steuerpflichtig sei....  hat einer eine Ahnung, oder kennt jemanden, der einen kennt, der weiß? Euch allen einen wunderschönen, wenn auch viel zu kalten, Sonntag :-)

Offline NevAda

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #5 am: 14. Juli 2019, 10:05:40 »
Du darfst nicht eine Stelle kündigen und sie tauschen gegen eine schlechter bezahlte. Deswegen meine Frage nach der Bezahlung. Wenn sie Dich aber kündigt, bist Du doch eh fein raus. Dann kannst Du Dir den fehlenden Lohn (Krankenfortzahlung, Urlaubsabgeltung) einklagen, kriegst ALG1, kannst Stellen annehmen, auf die Du Bock hast.

Mit SKLAVENTUM hat das übrigens nichts zu tun. Falls es Dich interessiert - es gibt ausreichend Literatur darüber.

Dein Schwiegersohn weiß, dass Du nicht Auto fahren kannst (es aber tust), dass Du zweimal in der Woche für mehrere Stunden beim Arzt bist, die Fahrten da hin aber nicht bezahlen kannst?

Offline Moonlightsonata

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #6 am: 14. Juli 2019, 11:02:59 »
hallo NeVada, leider beantwortet dieses Posting meine Frage nicht...

Meine Frage war: Bekäme mein Schwiegersohn diese Förderung, falls er mich einstellt?

"Du darfst nicht eine Stelle kündigen und sie tauschen gegen eine schlechter bezahlte. Deswegen meine Frage nach der Bezahlung. Wenn sie Dich aber kündigt, bist Du doch eh fein raus. Dann kannst Du Dir den fehlenden Lohn (Krankenfortzahlung, Urlaubsabgeltung) einklagen, kriegst ALG1, kannst Stellen annehmen, auf die Du Bock hast. "
-
wer spricht denn davon, eine Stelle gegen eine schlechter bezahlte Stelle zu tauschen?   
 
"Dein Schwiegersohn weiß, dass Du nicht Auto fahren kannst (es aber tust), dass Du zweimal in der Woche für mehrere Stunden beim Arzt bist, die Fahrten da hin aber nicht bezahlen kannst?"
-
Nein, weiß er nicht - und was hat das mit meiner Frage bitte zu tun? Da ich ja wohl auf eigene Kosten zum Orthopäden fahren muss, kann ich doch wohl genauso gut oder schlecht  ebenfalls 2mal pro Woche zum arbeiten fahren, wo ich ja vielleicht dann das Geld erarbeiten würde, mit dem ich letztendlich den Sprit für die Fahrten zum Orthopäden bezahlen könnte, nicht wahr?

Es geht in Bezug auf die Fahrten zum Orthopäden schlicht und ergreifend darum, dass ich mir die von meinem Geld gar nicht leisten kann...  die Rechnung ist doch wohl ganz einfach nachzuvollziehen:
10 mal 70km (für in- und zurück) = 700km - mein 17 Jahre altes Auto braucht ca. 9L auf 100 km
bedeutet ca. 105 Euro allein für Benzin zusätzlich, wobei ich bei meinem derzeitigen Job, wie bereits erwähnt, monatlich 100 Euro bekomme, davon ja aber auch noch die Fahrten zu eben dieser Arbeitsstelle bezahle. Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol und lebe bestimmt nicht in Saus und Braus, aber mir tut jeder Cent weh, den ich ausgeben muss.
...
Meine Frage war:
Bekäme mein Schwiegersohn diese Förderung, falls er mich einstellt?

Offline NevAda

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #7 am: 14. Juli 2019, 11:05:02 »
Zitat von: Moonlightsonata am 14. Juli 2019, 11:02:59
Nein, weiß er nicht - und was hat das mit meiner Frage bitte zu tun?
Du benimmst Dich verantwortungslos. Das sollte ein Arbeitgeber wissen, bevor er mit so jemandem eine Verbindung eingeht, die ihn teuer zu stehen kommen kann.

Offline Sheherazade

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #8 am: 14. Juli 2019, 11:14:27 »
Meine Frage war: Bekäme mein Schwiegersohn diese Förderung, falls er mich einstellt?

Die Frage hattest du zuvor noch nicht gestellt. Aber um sie mal zu beantworten: Eher nein, aber einen Versuch wäre es wert. Du bist ja auch noch nicht wirklich langzeitarbeitslos, nur schwerer vermittelbar. Außerdem ist derzeit kein Grund vorhanden, für dich irgendwelche Fördergelder rauszutun, du hast ja Arbeit.

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Offline Fettnäpfchen

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #9 am: 14. Juli 2019, 12:51:56 »
Moonlightsonata

Zitat von: Moonlightsonata am 14. Juli 2019, 11:02:59
wer spricht denn davon, eine Stelle gegen eine schlechter bezahlte Stelle zu tauschen?   
Sorry hab die Antwort als Frage gelesen und meinen falschen Beitrag wieder gelöscht.

Wenn das mit dem Job beim Schwiegersohn klappt sichere dich vorher ab nicht dass das JC der Meinung ist du hättest den anderen Job nicht kündigen dürfen.
Also Abklären mit dem SB und ein evtl. Attest vom Arzt dazu.

MfG FN
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Offline Sheherazade

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #10 am: 14. Juli 2019, 13:03:33 »
Wenn das mit dem Job beim Schwiegersohn klappt sichere dich vorher ab nicht dass das JC der Meinung ist du hättest den anderen Job nicht kündigen dürfen.
Also Abklären mit dem SB und ein evtl. Attest vom Arzt dazu.

Das ist ja wohl mal Behördenhörigkeit der ersten Güte.  :wand:

Man hat als Arbeitnehmer das Recht, seine Arbeitsstelle zu wechseln. Der ergänzende ALGII-Bezug bringt alleine die Verpflichtung mit sich, nicht weniger als vorher zu verdienen. Wenn diese Voraussetzung vorliegt ( gleicher oder mehr Verdienst), braucht es weder die Zustimmung des Jobcenters noch ein Attest vom Arzt für den Jobwechsel.
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Offline Fettnäpfchen

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #11 am: 14. Juli 2019, 13:10:21 »
Sheherazade

Zitat von: Sheherazade am 14. Juli 2019, 13:03:33
Das ist ja wohl mal Behördenhörigkeit der ersten Güte.  :wand:
Du kannst dann ja bei der Anhörung oder der Sanktion weil keine Anhörung gemacht wurde helfen wenn der Tipp so überflüssig ist und nur auf meiner Behördenhörigkeit beruht. Überflüssiger smilie :wand:

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Offline Moonlightsonata

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #12 am: 14. Juli 2019, 14:09:50 »
Zitat von: Moonlightsonata am 14. Juli 2019, 11:02:59
Nein, weiß er nicht - und was hat das mit meiner Frage bitte zu tun?
Du benimmst Dich verantwortungslos.....
Ich möchte doch darum bitten, solche Aussagen zu unterlassen!
Ich habe hier lediglich um Hilfe und Information gebeten, habe wohl mit keinem Wort gesagt, dass ich, sollte es dann tatsächlich irgendwann zu einem Arbeitsverhältnis kommen, wichtige Informationen für mich behalten würde! 
Es geht um eine Idee, die meine Tochter hatte - und ich möchte einfach mal wissen, was für Rechte und Pflichten von Seiten des JC bestehen. Meine eigenen Pflichten, glaubt mir, die kenne ich sehr wohl

Offline NevAda

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #13 am: 14. Juli 2019, 16:48:32 »
Zitat von: Moonlightsonata am 14. Juli 2019, 14:09:50
Meine eigenen Pflichten, glaubt mir, die kenne ich sehr wohl
Und Du glaubst wirklich, Du hast das Recht, 700km allein im August allein für Arztbesuche am Steuer zu sitzen?

Offline The Witch

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Re: Arbeitsstelle
« Antwort #14 am: 14. Juli 2019, 21:19:08 »
Zitat von: Moonlightsonata am 14. Juli 2019, 09:52:43
Die Frage war ja nun auch, ob diese Förderung, die mir von meiner SB ans Herz gelegt wurde, um mich besser zu verkaufen und als Sklave anbieten zu können, ob die eben auch mein Schwiegersohn im Falle einer Einstellung bekäme.  Oder gibt es eine Mindeststundenzahl,, die man dafür arbeiten müsste.

Ja, es gibt eine Mindeststundenzahl: 15 Stunden pro Woche. Grundsätzlich kann auch dein Schwiegersohn die Förderung (Eingliederungszuschuss heißt das übrigens) erhalten, aber es wird sehr genau geprüft werden, ob die Stelle nur dir zuliebe geschaffen wurde - dann gibt es nichts. Und dein Schwiegersohn wird begründen müssen, dass und in welcher Form du Leistungsdefizite hast, die aufgefangen werden müssen.