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Autor Thema: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???  (Gelesen 640 mal)

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Offline Luzie0162

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Hallo und ich grüße Euch nach langer Zeit mal wieder.

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, da ich das noch nie gehört habe, was mir gestern gesagt wurde.
Deswegen wende ich mich an Euch.

Ich habe seit einem Jahr einen soz.-vers-pfl. Midijob, bekomme also noch etwas vom JC sowie die Miete.

Dafür gibt es ja den Vorläufigen Bewilligungsbescheid. Juli-September18 hatte das JC nachberechnet und einen neuen fiktiven Satz festgelegt. Mir den Rest ausbezahlt.
Ab Januar ging es dann eigentlich los. Ich habe jeden Monat wie angeordnet meinen Lohnzettel geschickt zur Berechnung, nichts geschah. Der fiktive Satz war auch zu gering und ich bat um Neuberechnung.

Diese erhielt ich dann nach unzähligen Mails und Anrufen im März19.
Wieder mit dem gleichen fiktiven Einkommen und der Restauszahlung. Nun habe ich seit Monaten schon weniger als mir zustände :weisnich:

Seit dem nichts mehr.

Gestern habe ich das Kundenreaktionsmanagement erreicht und mich in Erinnerung gebracht, das mir nun mittlerweile fast 120 Euro fehlen, da ich nicht neu berechnet werde und da kam für mich der Hammer:

Die Dame vom KRM wollte sich erkundigen bei der Teamleiterin und mich zurück rufen, was Sie auch tat!

Die Teamleiterin teilte ihr mit, das ich ja einen Vorläufigen Bewilligungsbescheid hätte, das würde ausreichen
und die Neuberechnung findet erst nach Ablauf des Vorl. Bewilligungszeitraumes statt!!! Aus!

Das heißt jetzt für mich, das ich jeden Monat 50,- E weniger hab, als mir eigentlich zustehen.

Ja schön, ich bekomme das im November nachgezahlt, aber da nützt es mir nichts, ich brauche das im lfd Monat, ich muss auch mit jedem Cent rechnen.

Die Dame meinte auch, wäre es andersrum, also ich bekäme zuviel, würde das auch erst am Ende berechnet und ich würde die Rückforderung kriegen. :schock: gleichmal n Haufen Schulden? Klasse!!!!

Meine Frage : Ist das rechtens? Denn es gibt ja jetzt auch Vorl. Bewilligungen die ein ganzes Jahr dauern. Sollte ich da mal reinfallen, muss ich ein Jahr auf meine Restzahlung warten?????

Das ist mir total schleierhaft, ich hab das noch nie gehört und ich bin echt fassungslos und traurig.

Mein Lohn ist von 605,- brutto auf 495,- von April bis Juli gefallen, weil es auch immer weniger Arbeit wird. :sad:

Danke fürs Lesen und eventueller Antworten!

LG Luzie
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Offline coolio

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #1 am: 07. August 2019, 05:56:19 »
Hast Du schon mal einen abschliessenden Bescheid (z.B. nach 6 Monaten)  beantragt?
Anrechnung von fiktiven Einkommen ist eh rechtswidrig - meist ist die Vorabschätzung gnadenlos überhöht.
Nach 6  Monaten ist auch das Durchschnittseinekommen aus den letzten 6 Monaten als "fiktiv" heranzuziehen.
Hier evtl.
Ratgeber Einkommensanrechnung

Ohne das aktuell belegen zu können:
Vorläufige Bescheide müssen immer über (nur) 6 Monate laufen - müsste ich aber  suchen
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Offline Luzie0162

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #2 am: 07. August 2019, 06:12:15 »
Hallo und danke Dir, für die schnelle Antwort.

Ich habe einen Vorl. Bewillgsbesch. über 6 Monate, beginnend ab April 19.
Der letzte war bis März und ist mit einem Durschnitt der ersten 3 Monate berechnet worden, also Juli bis Sept18.

Danach hat sich nichts geändert, nur das im Nov 18 nochmal nachberechnet wurde und im März 19. Also restzahlung.

Dann habe ich nach 6 Monaten einen abschließenden Bescheid bekommen im März 19, doch immer noch
mit dem Durschnitt der ersten 3 Monate. Also ja, habe ich bekommen.

Doch nun wird ja der Lohn immer geringer, muss ich wirklich warten bis September und eh die endlich berechnen Okt?Nov.? eh ich den Rest bekomme???

Das kann doch nicht sein? Oder?

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Online SantanaAbraxas

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #3 am: 07. August 2019, 06:32:15 »
Das vorläufige Durchschnittseinkommen ist aus den Lohn-Beträgen der letzten sechs Monate zu bilden (Einmalzahlungen ausgenommen).

Außerdem - aus den Fachlichen Weisungen der BA zu § 41a:

"Auf ausdrücklichen Antrag des Leistungsberechtigten ist eine monatlich abschließende Entscheidung unter Berücksichtigung des im jeweiligen Kalendermonat tatsächlich erhaltenen Einkommens vorzunehmen. Die schlichte Übersendung von Gehaltsabrechnungen stellt keinen Antrag auf Durchführung einer Spitzabrechnung, sondern die Erfüllung einer Mitwirkungsobliegenheit dar.

Wird während des Bewilligungszeitraumes festgestellt, dass das Einkommen zu hoch prognostiziert wurde, ist vornehmlich das Einkommen nach § 48 Absatz 1 SGB X anzupassen. Diese Entscheidung ist wiederum vorläufig zu treffen. Mit der leistungsberechtigten Person ist zu klären, ob wegen der Anpassung auf eine monatliche Berechnung verzichtet wird."

Offline Luzie0162

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #4 am: 07. August 2019, 07:40:30 »
Aha, und genau das habe ich von Beginn ab der arbeit gesagt, das mein Einkommen so sehr schwankt, das ich monatlich berechnet werden will.

Dies schreibe ich auch immer in die Mails rein, das ich berechnet werden will, da sich das Einkommen verringert hat.

Also schreibe ich jetzt wieder direkt einen Antrag zur Berechnung des monatlich seit April erhaltenen Lohnes und berufe mich auf die BA Anweisung.

Wäre das so korrekt?
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Offline blaumeise

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #5 am: 07. August 2019, 10:26:16 »
Zum Formalen: Nicht "sagen", keine Mails, sondern nur noch nachweislich schriftlich in dieser Sache mit dem JC kommunizieren. Und zwar mit dem Hinweis, dass dein Bedarf nicht mehr gedeckt ist durch die zu hohe Einkomensprognose/Einkommensanrechnung des Jobcenters.

Offline Butterfly

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #6 am: 07. August 2019, 10:32:12 »
Zitat von: Luzie0162 am 07. August 2019, 07:40:30
Also schreibe ich jetzt wieder direkt einen Antrag zur Berechnung des monatlich seit April erhaltenen Lohnes und berufe mich auf die BA Anweisung. Wäre das so korrekt?

Ja, du muss einen offiziellen Antrag darauf stellen.

Ungefähr so: Hiermit beantrage ich die monatl. Berechnung meines Bedarfes da mein Erwerbseinkommen schwankt und eine Durchschnittsberechnung zu einer Unterdeckung meines Regelbedarfes führen kann.

MfG

Den gibt´s du dann gegen eine Eingangsbescheinigung beim JC ab!

Offline Luzie0162

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #7 am: 07. August 2019, 10:39:31 »
OK Danke Euch, hab ich erledigt!

Nun auf Antwort warten, sag Euch dann bescheid  :bye:
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Offline Luzie0162

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #8 am: 17. August 2019, 06:36:53 »
So meine lieben, vorläufiger Stand von gestern, wo ich dachte, jetzt gehts los! :wand:

Ich habe den Antrag so wie von  Butterfly übernommen und am 7.8 hin geschickt.

Gestern bekomme ich Post, das ich angeblich am 30.7.19 per Mail einen Antrag auf Überprüfung gestellt hätte zu dem Bew.besch. vo 14.3.19, was ich nicht habe, sondern nur um Berechnung der Monate April bis Juni!

Dieser " Ü-Antrag" wurde abgewiesen, wie man sich denken konnte!!!
Sie berufen sich auf § 44,1 Satz1 SGB 10

Begründung: sie haben zur Berechnung des Durschnittseink. die Monate Juli-Sept.18 herrangezogen und die Bewilligung geht auf §41a,1 SGB2 zurück. Entgültige Bewilligung erst nach Vorlage aller notwendigen Unterlagen,( die sie alle haben!!!! )Die Höhe ist nicht zu beanstanden....da mtl Bedarf gedeckt ist, dabei kann nach §11b,1 Satz1 Nr 6 der Absetzbetrag ganz oder teilweise unberücksichtigt bleiben. :weisnich:

Die Mails vom 7.8.19 wurden gar nicht mit einbezogen, wo ich den Antrag gestellt habe.

Ich sehe nun gar nicht mehr durch, bzw weis nicht, was ich hier jetzt machen soll
Diesen Monat habe ich auch wieder nur 410 euro netto verdient.

Ich verstehe hier gar nichts mehr. Die wollen einfach nicht die Monate ordentlich nachberechnen, die warten wirklich bis die vorläufige Bewilligung ausläuft.

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Offline mousekiller

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #9 am: 17. August 2019, 07:18:34 »
Du solltest nachweisbar beim Jobcenter eingehend bereits Widerspruch bei dem vorläufigen Bewilligungsbescheid einlegen.
Mit der Begründung: Denen ist dein durchschnittliches Monatseinkommen bekannt, so dass sie einen annähernden Durchschnitt für die Berechnung bilden können.

Achte dabei auf die Frist, die du für den Widerspruch hast und auch die Widerspruchsbearbeitungsfrist (3 Monate). Danach sollte das Thema dann durch sein für dich.
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Online Angie69

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #10 am: 17. August 2019, 08:36:24 »
Hast du den Antrag unterschrieben?
Oft denkt man bei Email nicht daran

Eine Bekannte hatte ein ähnliches Problem. Vielleicht hilft dir die Argumentation die mir Ottokar geschrieben hat

https://hartz.info/index.php?topic=119462.msg1357405

Es hatte sofort Erfolg.(hoffe der Link geht)
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Online NevAda

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #11 am: 17. August 2019, 08:42:28 »
Zitat von: Angie69 am 17. August 2019, 08:36:24
(hoffe der Link geht)
Könntest Du testen vorm Veröffentlichen.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Luzie0162

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Re: Keine neue Berechnung innerhalb des Vorl.Bewilligungsbesch.???
« Antwort #12 am: 17. August 2019, 11:42:55 »
Danke Euch Ihr Lieben!

Ich habe mich nun nochmal durchgewirtschaftet.

@mousekiller: der Zug mit dem Widerspruch zu dem vorläufigen Bescheid vom 14.3,19 ist wohl abgefahren!
                     das hätte ich im März sofort machen müssen, soviel steht fest, doch ich war noch mit den Nachzahlungen und Widersprüchen vom Jahr 18 beschäftigt und total durcheinander.
Da lief noch ein Antrag vom 15.8.18 und einer vom 10.11.18 und einer vom 15.2.19
auf den ersten habe ich erst im Januar19 einen Bewilligungsbescheid bekommen mit ner saftigen Nachzahlung aus 2018.

Ich habe weiter meine Lohnzettel ordentlich mit Berechnung des jeweiligen Monats gebeten, geschickt.

Im März kam dann der vorläufige BBs der ja nunmehr immer noch gilt.

und am 17.6.19 habe ich eine entgültige Bewilligung für die Monate Januar -März 19 bekommen mit Nachzahlung!!!,da sie immer wieder den Durschnitt von Juli18-Sept18 herranziehen, der hat sich in keinem Bescheid geändert, außer den mit der Nachzahlung.

Und was ich jetzt erst gesehen habe, so doof bin ich!!!, der vorläufige Bescheid vom 14.3.19 der jetzt noch aktuell ist,
da steht echt geschrieben ich zitiere:
" Sie erziehlen Erwerbseinkommen,was unterschiedlich hoch ist. Für die Berechnung der Leistung im Zeitraum vom 01.4.19 bis 30.09.19 wird das Einkommen der Monate Juli18 bis (haltet euch fest!) September 2019  :schock:als Durschnittseinkommen zugrunde gelegt, da dies bisher das höchste Einkommen ist. Die Gewährung erfolgt gemäß §41a,1 Nr2 SGB2 i.V.m. §41a,2 SGB2 vorläufig aufgrund der unterschiedlichen Höhe Ihres Einkommens.

Die meinten wohl September 18???? Ansonsten frag ich mich was das soll, ist mir aber wie gesagt erst jetzt aufgefallen.

Somit wird mir nunmehr nichts anderes bleiben,als einen Antrag auf abschließende Leistung zu stellen, den die dann auch ganz nett übergehen werden, denn bis 30.919 ist ja nich mehr so lange und das ziehn die hin, bin ich mir sicher!!!!

@ Angie69: Danke für den Link, der ist gespeichert und kommt mit Sicherheit beim nächsten Bescheid,egal welcher Art, zur Anwendung, bin ich mir total sicher!!!

Ansonsten weiß ich hier nun auch nicht mehr weiter, aus Fehlern lernt man. Gürtel immer enger schnallen wird ja normal in diesem Land.

Danke Euch nochmal ganz sehr!!!!
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