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Autor Thema: Bewerbungsgespräch abgesagt wg. Krankheit/Ferien, wie gehe ich danach vor?  (Gelesen 1631 mal)

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Offline Fylou

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Auch bei Leihbuden verdient man Geld und kann somit langfristig auch aus ALG2 rauskommen.

Und wenn z.B. jemand wegen Krankheit oder Schwangerschaft ausfällt, fragen auch seriöse AG mal nach einem sehr kurzfristigen Termin.
Wenn er nicht passt, fragt man eben nach ob er sich verschieben lässt  :weisnich:

Ein Job wird einem nur nicht zufliegen.
Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit mehr, sie zu übertreten.  :blum:
___Johann Wolfgang von Goethe___

Online Seepferdchen

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Zitat von: Fylou am 11. August 2019, 11:21:12
Und wenn z.B. jemand wegen Krankheit oder Schwangerschaft ausfällt, fragen auch seriöse AG mal nach einem sehr kurzfristigen Termin.

Zwar gibt es keinen Paragrafen, der eine angemessene Vorankündigungsfrist für Angestellte aller Art regelt, doch gilt das Urteil vom Arbeitsgericht Berlin hier als wegweisend (Urteil vom 5. Oktober 2012, Az. 28 Ca 10243/12). Dieses erachtet eine Vorankündigungsfrist von vier Tagen als angemessen und bezieht sich dabei auf die gesetzliche Vorwarnfrist für Teilzeitangestellte, die „Arbeit auf Abruf“ leisten (§ 12 Abs. 2 Gesetz für Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge).

Online NevAda

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Zitat von: Seepferdchen am 11. August 2019, 12:27:51
doch gilt das Urteil vom Arbeitsgericht Berlin hier als wegweisend
Das gilt auch und vor allem für Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. @Seepferdchen weiß es genau!
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Sheherazade

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Zwar gibt es keinen Paragrafen, der eine angemessene Vorankündigungsfrist für Angestellte aller Art regelt

Dann kannst du doch sicher den Paragraphen zitieren, der eine angemessene Vorankündigungsfrist für Arbeitslose aller Art nennt.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Online Seepferdchen

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Zitat von: Sheherazade am 11. August 2019, 12:30:34
Dann kannst du doch sicher den Paragraphen zitieren, der eine angemessene Vorankündigungsfrist für Arbeitslose aller Art nennt.

Ich muss hier keinen Paragraphen zitieren, ist es schlichtweg eine Frage des Respekts, jemanden nicht von jetzt auf gleich einzuladen.

Offline Sheherazade

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 :mocking: :mocking: Der war gut.

Respekt muss man sich verdienen, den bekommt man nicht automatisch für den Status erwerbslos. Ich sehe da kein Problem mit dem Versuch einer kurzfristigen Einladung. Wenn man nicht kann, sagt man das und bittet um einen etwas späteren Termin - wir sind doch alles erwachsene Menschen.

Aber du kaufst sicher auch für dich dringende Sachen aus Respekt vor den VerkäuferInnen erst 3-4 Tage später.
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Offline Fylou

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Man kann natürlich Ausreden und Gründe finden...oder einfach mal machen! Und wenn spontan Not am Manne ist, lädt man eben schneller ein als bei einem Job, der erst in 4 Wochen frei wird.

Hier geht es auch nicht um Arbeit auf Abruf! Vielleicht mal die Urteile zusammenhängend lesen und verstehen. Und nur weil EIN Arbeitsgericht irgendwas von 4 Tagen schreibt, ist das sicherlich nicht für alle bindend oder "wegweisend". Wenn ich bei kurzfristigen Änderungen meinem Chef sagen würde "aber Berlin sagt, du musst mir das 4 Tage vorher sagen" wäre ich schon längst arbeitslos.
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Zitat von: Seepferdchen am 11. August 2019, 13:09:30
ist es schlichtweg eine Frage des Respekts, jemanden nicht von jetzt auf gleich einzuladen.
"Guten Tag, hätten Sie morgen Zeit für ein Vorstellungsgespräch?" ist respektlos? Glaubst Du das wirklich?
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Hartz4Zeuge

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Das ist respektlos! Auch noch abends in der Freizeit anrufen!

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Das ist respektlos! Auch noch abends in der Freizeit anrufen!


Entschuldige ich muss gerade etwas schmunzeln. Wann haben wir allg2 Bezieher keine Freizeit?

Ich denke nicht das die zwei mögliche Arbeitgeber abends nach zb 20 Uhr angerufen haben.
Wäre großer Zufall.

Die Frage der TE ist aber nicht beantwortet, denke sie meint in Bezug auf das Jobcenter. Wobei es das einfachste wäre die beiden AGs anzurufen und neue Termine zu vereinbaren. Dann gibt es keine Probleme mit dem JC und vielleicht evtl.auch nen Job
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline Hartz4Zeuge

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Niemand muss telefonisch erreichbar sein! Schon vergessen?

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Sie war es aber doch und hat die Absage begründet.

Also ich würde neue Termine ausmachen bevor es Ärger mit dem.jc gibt
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Online NevAda

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Zitat von: Angie69 am 11. August 2019, 20:01:43
Also ich würde neue Termine ausmachen bevor es Ärger mit dem.jc gibt
Also, ich würde neue Termine ausmachen, um meine Chance auf den Job, für den ich mich beworben habe, zu erhalten.
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Zitat von: Angie69 am 11. August 2019, 20:01:43
Also ich würde neue Termine ausmachen bevor es Ärger mit dem.jc gibt
Also, ich würde neue Termine ausmachen, um meine Chance auf den Job, für den ich mich beworben habe, zu erhalten.

Auch das hatte ich bereits erwähnt  :zwinker:

[Dann gibt es keine Probleme mit dem JC und vielleicht evtl.auch nen Job
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Offline desch

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Zitat von: Fylou am 11. August 2019, 11:21:12
Und wenn z.B. jemand wegen Krankheit oder Schwangerschaft ausfällt, fragen auch seriöse AG mal nach einem sehr kurzfristigen Termin.

Zwar gibt es keinen Paragrafen, der eine angemessene Vorankündigungsfrist für Angestellte aller Art regelt, doch gilt das Urteil vom Arbeitsgericht Berlin hier als wegweisend (Urteil vom 5. Oktober 2012, Az. 28 Ca 10243/12). Dieses erachtet eine Vorankündigungsfrist von vier Tagen als angemessen und bezieht sich dabei auf die gesetzliche Vorwarnfrist für Teilzeitangestellte, die „Arbeit auf Abruf“ leisten (§ 12 Abs. 2 Gesetz für Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge).
Ich finde dieses Urteil sehr interessant... hat das auch eine Bewandtnis für Festangestellte in Voll und Teilzeit die Arbeitspläne für die nächste Woche zwischen Samstag und Sonntag Abend erhalten? Und das sind einige Firmen die ich kenne.

Und was kurzfristige Vorstellungstermine geht. Selbst bei ''guten'' Firmen kommt das vor. Je nachdem wie dringend die jemanden brauchen oder ob sogar zufällig einfach ein Termin frei geworden ist. Und Fragen kostet ja nix, eventuell ist es ja von beiden Seiten eher ein Vorteil weil durch die schnelle Kommunikation kann die Arbeit schneller aufgenommen werden, oder eben die Firma/der potenzielle Angestellte weiß das es hier nicht passt und beide suchen weiter. Und ein Vorstellungsgespräch zu verschieben ist nun wahrlich kein Aufwand.