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Autor Thema: VV - Zumutbarkeit wenn Qualifikation/geforderter Abschluss nicht vorhanden?  (Gelesen 666 mal)

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Offline SchrödingersCat

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Kurzum: Ich habe einen Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung bekommen. Es sei gesagt dass ich eine abgeschlossene Ausbildung zum Fachinformatiker im Fachbereich Anwendungsentwicklung habe. Im Stellenangebot steht unter "Profil" aber -> Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Beides sind unterschiedliche Ausbildungsberufe mit deutlich unterschiedlichen Themenschwerpunkten und Kenntnissen. Kann ich unter berufung auf: "Gewünschte Qualifikation nicht vorhanden" den VV ablehnen? Es sei gesagt dass mit potentieller Arbeitsaufnahme ebenso ein Umzug anstehen würde da der Ausübungsort zu weit weg ist für mich.

Offline NevAda

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Wäre mir zu viel Aufwand.
Bewirb Dich, schreib, dass Du, was Du nicht weißt/kannst, gerne lernen willst. Gut ist.
Es werden sich reichlich Menschen MIT der erforderlichen Qualifikation bewerben...
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Fettnäpfchen

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SchrödingersCat

Zitat von: SchrödingersCat am 17. August 2019, 16:05:14
Kann ich unter berufung auf: "Gewünschte Qualifikation nicht vorhanden" den VV ablehnen?
Ja kannst du. Dafür ist ja der "Beipackzettel" bei VV`s dabei.

Ein schönes WE
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Offline SchrödingersCat

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SchrödingersCat

Zitat von: SchrödingersCat am 17. August 2019, 16:05:14
Kann ich unter berufung auf: "Gewünschte Qualifikation nicht vorhanden" den VV ablehnen?
Ja kannst du. Dafür ist ja der "Beipackzettel" bei VV`s dabei.

Ein schönes WE
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Ja aber wenn dies nicht als Zumutbarkeitsgrund geltend gemacht wird werde ich sanktioniert.

Offline Sheherazade

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Dann nimm dir Beitrag 1 zu Herzen.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Im Leben braucht man drei Dinge: Die Bescheidenheit, sich anderen nicht überlegen zu fühlen. Den Mut, jede Situation zu bestehen. Und die Weisheit, sich von der Dummheit mancher Menschen nicht beeindrucken zu lassen.

Offline kaykaiser

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Ja aber wenn dies nicht als Zumutbarkeitsgrund geltend gemacht wird werde ich sanktioniert.

Dies solltest Du besser vorab mit Deinem SB abklären. Verlangte Qualifikationen des AG, die nicht vorhanden sind, -speziell in diesem Fall- ermöglichen in den seltensten Fällen auch eine Einstellung in Arbeit. Ansonsten wird wieder mal eine "Blindbewerbung" von Dir verlangt, die dem Arbeitgeber nur unnötig Arbeit auf seinem Tisch macht und nicht gerade förderlich für das JC ist. Sag das Deinem unerfahrenen SB ganz deutlich. Arbeitslose Fachinformatiker für Systemintegration gibt es auch so genug auf dem Arbeitsmarkt, da wird ein AG nicht ausdrücklich auf Dich als "Fremdeinsteiger" warten. :sad:
"Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab’ ich einfach nur verprasst." - George Best

Ich habe nichts gegen Kritiker. Ich komme aus Ironien, das liegt direkt an der sarkastischen Grenze.

Offline Sheherazade

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Fachinformatiker spezialisieren sich in der Regel erst im 3. Ausbildungsjahr, bis dahin ist die Grundausbildung identisch. Von "Fremdeinsteiger" kann hier also nicht die Rede sein.
Zitat
Beide Richtungen haben somit ihre Besonderheiten. Der Unterschied Fachinformatiker Anwendungsentwicklung und Systemintegration liegt somit vereinfacht dargestellt darin: in der Anwendungsentwicklung arbeitest du mehr mit Software, wobei du mit Schwerpunkt Systemintegration eher mit Hardware zu tun hast. Fachinformatiker werden verstärkt gesucht.
Quelle und mehr Infos

Sofern der TE schon länger arbeitslos ist, wäre ohnehin eine längere Einarbeitsungsphase notwendig. Inwiefern der AG genau die genannte Spezialisierung haben MUSS, sollte der Stellenbeschriebung zu entnehmen sein.
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Offline Meph1977

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@Sheherazade das ist eine etwas zu vereinfachte Darstellung.

Der Fachinformatiker Anwendungsentwicklung ist das was man gemeinhin als Programmierer bezeichnet.
Der Fachinformatiker Systemintegration wird eher sowas wie der Systemadministrator oder IT-Support.

Die beiden Berufe unterscheiden sich zwar in ihren Grundlagen nicht wirklich dennoch ist die Spezialisierung schon vom ersten Tag an abhängig von dem Ausbildungsbetrieb. In einer Programmierklitsche wird man halt eher Programmierer und nicht Administrator auch wenn die Wahl formal erst später getroffen wird. Es kommt auch drauf an wann der TE gelernt hat. Als ich die Ausbildung gemacht hab war bereits am 1. Tag in Stein gemeiselt was ich am Ende für eine Prüfung ablege es sei denn ich hätte die Ausbildung abgebrochen und ne neue Ausbildung begonnen. Was ich allerdings auch ziemlich dämlich fand zumal wir mit allen 5 damals existierenden IT Ausbildungsberufen gemeinsam Unterricht hatten über die ganzen 2 Jahre der Umschulung mit gerade mal 4 Wochen getrennten Unterricht.
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline coolio

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Zur Praxis zurück:
Die SB hat "Fachinformatiker"  gelesen und uffs Knöbbsche gedrückt.
Wenn hier schon Diskussionen um die Unterschiede statt finden, muss man ihr ihr Unwissen fast schon wieder nachsehen.
Was aber nicht heisst, daß hier Aufklärung (bzl. Unzumutbarkeit) nicht dringend nötig wäre.
Eigentlich 2-4 Satze mit Quellen?
Εν οίδα οτι ουδέν οίδα (Sokrates) alias: Scio nescire - zu deutsch: null Ahnung
Wer redet oder telefoniert, der verliert!
I'm with intelligents - hopefully!

Offline dobi

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Bewerbe dich sicherheitshalber, bei fehlender Quali wirst du eh nicht genommen. Der AG sieht ja was im Lebenslauf steht.

Ist einfacher so rum, als hinterher mit dem JC zu diskutieren.

Hatte hier auch vor kurzem gelesen, dass das JC eigentlich jeden VV auf Zumutbarkeit vorher prüfen muss...