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Autor Thema: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?  (Gelesen 2623 mal)

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Offline Peter_Lustig

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #15 am: 18. August 2019, 09:41:54 »
Was für ne Unterstellung  :wand: - danke für eure "Unterstützung" gegen diesen Schwachsinn.

Ist ja logisch, dass ich jeden (rechtswidrigen) Mist, den sich ein SB ausdenkt, ohne jede Gegenwehr und ohne nachzudenken einfach mitmache  :wand: :wand: :wand:

Mal so nebenbei zu meinen Minijob. Ich bin keine "einfacher" Putzmann, sondern Maschinenfahrer, wovon es leider auch nicht allzuviele Stellen gibt. Und der Markt im Reinigungsgewerbe ist von Bewerbern überlaufen und 80-90% sind Minijob-Stellen. Dazu bin ich im Moment regelrecht am "kämpfen", dass ich diesen Job behalten darf, weil firmenintern so einiges schief läuft... Nur kurz dazu.

Offline Peter_Lustig

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #16 am: 21. August 2019, 15:10:26 »
Ich schwanke gerade zwischen  :wand:  :teuflisch: und  :lachen:

Termin war um 14:30 - wie seht, ist es kurz nach 3. Es war also ein seeeehr langes Gespräch.  :wand:
Wer es nicht mehr vor Augen hat, bitte nochmal den Einladungsgrund lesen.

Es war ein Einzelgespräch, nicht wie vermutet ein Gruppenmeeting.

Der Ablauf war so ungefähr:
"Guten Tag Herr Peter_Lustig"
"Guten Tag Herr Meier-Müller-Lüdenscheid"
...es folgten zwei Sätze Small Talk, weil wir schonmal miteinander zu tun hatten...
"Ja wie ich sehe, haben Sie ja einen Minijob."
"Ja, 6 Tage/12 Stunden die Woche"
"Mhhh, ich vermittle Stellen nach §16i... Das ist dann für Sie dann wohl nichts. Wie lange arbeiten Sie denn?
"Im Regelfall bis 8 Uhr, bis ich zuhause bin. duschen umziehen,(weil Arbeit ist ja dreckig...ein wenig). Vor 10 kann ich nirgendwo anders sein."
"Ja dann, darf ich mich verabschieden"
"Tschüss und bitte noch den Antrag auf Fahrkosten"
"Jasicherbittschön"
"Tschüss"

Trotzdem Danke für eure Hilfe

Offline Orakel

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #17 am: 21. August 2019, 15:17:47 »
"Im Regelfall bis 8 Uhr, bis ich zuhause bin. duschen umziehen,(weil Arbeit ist ja dreckig...ein wenig). Vor 10 kann ich nirgendwo anders sein."

Soll ich ehrlich antworten?

Nach dieser Ansage hätte ich mich auch verabschiedet!
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Offline Peter_Lustig

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #18 am: 21. August 2019, 15:29:48 »
Warum? Dem ist aber so.

Offline kroetenschleim

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #19 am: 21. August 2019, 15:38:50 »
Hallo,

gestern abend (daher kann ich es auch erst jetzt reinstellen) hatte ich aus dem Briefkasten eine seltsame Einladung nach §59 und 309 bekommen. Diese hat aber für mich  den Anschein, dass dies eine Maßnahme (steht sogar so drin) -zuweisung für Dumme sein soll.

Das "Problem": Der "Termin" ist bereits am Mittwoch, den 21. Daher ist ein wenig Zeitdruck dahinter, da ich einen Widerspruch spätestens Dienstagmorgen abgeben müsste.

Ist dies überhaupt eine güliter Meldegrund - ich vermute nein oder ist dies eine verkappte Maßnahme.

Bitte mal angucken und Bitte um Widerspruchsvorschlag.

Bevor ichs vergesse: Das ist ein Options-JC (AöR), daher auch die komische Formulierung "Die Jobcenter.."  :mocking:
Danke

Dieser JC-Mitarbeiter schreibt in seinem Schreiben "die Jobcenter" - nicht, wie es korrekt wäre, "das Jobcenter". Was ist denn das für ein JC-Mitarbeiter? Er braucht Hilfe - einen entsprechenden Deutschkurs.

Offline CCR

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #20 am: 21. August 2019, 15:58:33 »
Zitat von: Peter_Lustig am 16. August 2019, 11:38:54
"Vermittlungsoffensive".
Zitat von: Ottokar am 16. August 2019, 11:47:07
Als Zuweisung taugt der Inhalt nicht, das ist allerhöchstens eine Meldeaufforderung, wobei der Meldegrund nicht genannt wird, was die Meldeaufforderung wegen fehlender Begründung und Bestimmtheit imho unzulässig macht.

offensive bedeutet ja im Übersetzten Wort Angriff, also sollte man schon mit allen rechnen.
„Ich bin ein großer Anhänger des Rechtsstaates. Aber den großen Lumpen muss  man stärker aufs Hirn hauen als man die kleinen Leute verfolgt.“

„Sagen Sie den Menschen, dass diesmal um unser Schicksal gewürfelt wird. Sagen  sie den Menschen, dass sich keiner mehr dem Felsschlag der Politik entziehen kann. Es gibt kein Glück im stillen Winkel mehr. Sagen Sie es  den Verschlafenen, Verdrossenen, Saumseligen, ‘Lätschernen‘ und  ‘Lappernden‘ in diesem Lande.“

Offline Peter_Lustig

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #21 am: 21. August 2019, 16:14:51 »
@Kroetenschleim.

Doch "die" ist schon korrekt. Zusatz ist AöR (Anstalt öffentlichen Rechts) - also die Jobcenter-Anstalt   :cool:

Offline JamesBond007

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #22 am: 21. August 2019, 18:22:01 »
Ich schwanke gerade zwischen  :wand:  :teuflisch: und  :lachen:

Termin war um 14:30 - wie seht, ist es kurz nach 3. Es war also ein seeeehr langes Gespräch.  :wand:
Wer es nicht mehr vor Augen hat, bitte nochmal den Einladungsgrund lesen.

Es war ein Einzelgespräch, nicht wie vermutet ein Gruppenmeeting.

Der Ablauf war so ungefähr:
"Guten Tag Herr Peter_Lustig"
"Guten Tag Herr Meier-Müller-Lüdenscheid"
...es folgten zwei Sätze Small Talk, weil wir schonmal miteinander zu tun hatten...
"Ja wie ich sehe, haben Sie ja einen Minijob."
"Ja, 6 Tage/12 Stunden die Woche"
"Mhhh, ich vermittle Stellen nach §16i... Das ist dann für Sie dann wohl nichts. Wie lange arbeiten Sie denn?
"Im Regelfall bis 8 Uhr, bis ich zuhause bin. duschen umziehen,(weil Arbeit ist ja dreckig...ein wenig). Vor 10 kann ich nirgendwo anders sein."
"Ja dann, darf ich mich verabschieden"
"Tschüss und bitte noch den Antrag auf Fahrkosten"
"Jasicherbittschön"
"Tschüss"

Trotzdem Danke für eure Hilfe

Also habe ich es richtig verstanden, dass ein 450€ Job vor der Vermittlung/Versklavung des §16 schützt. Ist das generell so, dass Kunden mit geringfügiger Beschäftigung davon verschont bleiben?

Offline pizzaiolo

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #23 am: 21. August 2019, 18:37:59 »
Die §§ des 16 SGB II führen nicht nur in sog. Versklavung, sondern können beispielsweise wie >>> hier ein Leben im überwiegenden Maße ohne den Dunstbereich des JC ermöglichen.
Nur wer seine Rechte kennt, kann sie durchsetzen.

Offline JamesBond007

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #24 am: 22. August 2019, 13:23:15 »
Die §§ des 16 SGB II führen nicht nur in sog. Versklavung, sondern können beispielsweise wie >>> hier ein Leben im überwiegenden Maße ohne den Dunstbereich des JC ermöglichen.

Gibt gemischte Meinungen zu dieser Gesetzgebung.

Es wird in der Regel immer der Mindestlohn gezahlt, defacto kann sich der LE um eine solche Stelle auch selbst kümmern und wird 5 Jahre nicht zwangsbetreut. Es ist davon auszugehen das bereits nach Absenkung der 100% Bezuschussung der LE seinen Job verliert. Das Arbeitsrecht bietet da viele Möglichkeiten einen AN loszuwerden, ein einfacher Verdacht reicht da meistens schon für eine Verdachtskündigung (Diebstahl, Unterschlagung ect) aus, in der Regel wird er aber entlassen bevor Fristen des Kündigungsschutzes greifen. Kommt es im laufe der Beschäftigung dann irgendwann zu einer Kündigung hat der AN keinerlei Ansprüche für das Arbeitslosengeld 1 und landet wieder in diesem Verein Jobcenter. Diese subventionierte Beschäftigung ist nichts anderes als 1€-Job. Aber welcher Arbeitgeber will unmotiviertes Personal mit dem Wissen das LE dazu gezwungen wird und nichts auf Freiwilligkeit basiert.

Es können sich gerne Leute zu Wort melden und von ihrer Zwangs-Eingliederung berichten.

 

Offline NevAda

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #25 am: 22. August 2019, 13:25:34 »
Zitat von: JamesBond007 am 22. August 2019, 13:23:15
defacto kann sich der LE um eine solche Stelle auch selbst kümmern
DANN
MACH
DAS
DOCH
!!!!!!
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline JamesBond007

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #26 am: 22. August 2019, 13:33:30 »
Das Problem ist nicht der Job zum Mindestlohn, dass Problem ist das diese Tätigkeit für diesen Hungerlohn keiner machen will. Und da diese Tätigkeit keiner machen will (berechtigt) kommt dieses Gesetz und degradiert Leistungsempfänger zu Sklaven und Illusioniert diesem die Eingliederung in Arbeit für 6€ Netto....Du kannst mich aber eines besseren belehren und Erfolgsgeschichten von LE's vorlegen.

Offline NevAda

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #27 am: 22. August 2019, 13:38:16 »
Zitat von: JamesBond007 am 22. August 2019, 13:33:30
das Problem ist dass diese Tätigkeit für diesen Hungerlohn keiner machen will.
Ich arbeite für solch einen "Hungerlohn" seit einigen Jahren. Und weißt Du, wovor mich das bewahrt hat? Rate mal.
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline JamesBond007

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #28 am: 22. August 2019, 13:42:46 »
Zitat von: JamesBond007 am 22. August 2019, 13:33:30
das Problem ist dass diese Tätigkeit für diesen Hungerlohn keiner machen will.
Ich arbeite für solch einen "Hungerlohn" seit einigen Jahren. Und weißt Du, wovor mich das bewahrt hat? Rate mal.

Jobcenter?

Offline NevAda

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Re: "Einladung" für 21. bekommen: ist diese zulässig?
« Antwort #29 am: 22. August 2019, 14:00:21 »
In allererster Linie vor Hunger...
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