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Autor Thema: Widerspruch gegen Zinsbescheid Bundesverwaltungsamt einlegen  (Gelesen 427 mal)

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Offline Ukiah

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Widerspruch gegen Zinsbescheid Bundesverwaltungsamt einlegen
« am: 03. September 2019, 10:02:31 »
Hallo zusammen,

wie der Betreff schon sagt, geht es darum, gegen einen Zinsbescheid des Bundesverwaltungsamtes Widerspruch einzulegen. Die ganze Geschichte hat eine etwas komplexe Vorgeschichte, ich versuche mich aber knapp zu fassen:

- Ich bekam im Juli einen Mahnbescheid zwecks Anschriftenermittlung - vollkommen zurecht, ich hatte bei meinem letzten Umzug dusseligerweise vergessen, auch dem Bundesverwaltungsamt meine neue Adresse mitzuteilen (die KfW habe ich immer rechtzeitig informiert, war also keine Bosheit dabei). Diese 25€ habe ich natürlich sofort beglichen, da eigene Blödheit.

- An dem Mahnbescheid zur Anschriftenermittlung hing eine weitere Mahnung aus am Juni bezüglich BAFöG-Rückzahlung, deren erste drei Raten am 31.05.2019 fällig gewesen wären (und mir natürlich der Zahlbescheid nicht bekannt war, da meine Adresse nicht stimmte).

- Da ich jedoch noch einen KfW-Kredit zurückzahle, der Vorrang hat, war ich verwundert und habe dort angerufen. Daraufhin wurde ein Mahnstopp am 22.07.2019 eingetragen zur Klärung des Sachverhalts zwischen KfW und Bundesverwaltungsamt. Ich habe dann a, 27.07.2019 alle Nachweise eingereicht, um zu beweisen, dass ich auch ein Darlehen nach §18 Abs. 7 BAFöG habe und dieses noch nicht bezahlt ist.

- Bisher hatte ich noch keine Rückantwort vom Bundesverwaltungsamt in der Sache bekommen. Daher habe ich vorhin nochmal dort angerufen - denn wenn der Zahlbescheid von Anfang des Jahres irrtümlich erlassen worden ist, muss ich ja gegen den Zinsbescheid von Anfang August Widerspruch einlegen, um (evtl./hoffentlich) den gezahlten Betrag zurückzubekommen. Die Dame am Telefon stimmte meiner Auffassung zu, dass der ursprüngliche Zahlbescheid ein Fehler war und meinte, ich solle einfach einen fristwahrenden Widerspruch erstellen, auch wenn ich noch keine Antwort von meiner Sachbearbeiterin habe - da sei momentan viel los.

Jetzt meine eigentlich bzw. erste Frage für den Anfang: Wann endet denn die Widerspruchsfrist genau? Habe im Folgenden mal die Daten für den Postlauf der Bescheides aufgelistet - bin unsicher, ob die Frist jetzt Freitag schon endet oder etwas später?

03.08.2019 - Erstellungsdatum Zinsbescheid
06.08.2019 - Poststempel
08.08.2019 - Ankunft bei mir

Da ich jetzt zur Arbeit los muss, bitte ich zu entschuldigen, dass ich erst heute Abend wieder antworten kann. Ich hoffe jedenfalls, dass man mir diese Frage beantworten kann - und wenn weitere Infos benötigt werden, reiche ich die heute Abend nach.

Beste Grüße,
Ukiah
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Offline Oberhausener1989

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Re: Widerspruch gegen Zinsbescheid Bundesverwaltungsamt einlegen
« Antwort #1 am: 03. September 2019, 10:47:50 »
Moin,

die Widerspruchsfrist beginnt einen Tag nach Bekanntgabe (Zustellung an dich) und beträgt einen Monat.

Zustellung war der 08.08.2019 - somit endet die Widerspruchsfrist am 08.09.2019. Da der 08.09.2019 ein Sonntag ist, verschiebt sich die Frist auf den nächsten Werktag - den 09.09.2019 (Montag).

Wurde der Bescheid im gelben Umschlag zugestellt? Da steht das Zustellungsdatum im Normalfall drauf.

Ansonsten gilt der Bescheid drei Tage nach Versand per Post als zugestellt. Jedoch ist von der Behörde nachzuweisen, wann die Zustellung erfolgte. Sollte dies nicht durch eine PZU o.ä. erbracht werden können, gilt eben der 08.08.2019 als Zustellung. Bei einem Poststempel vom 06.08.2019 auch nicht ganz unrealistisch.
Gruß,
Oberhausener1989

Offline Ukiah

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Re: Widerspruch gegen Zinsbescheid Bundesverwaltungsamt einlegen
« Antwort #2 am: 03. September 2019, 20:05:20 »
Vielen Dank @Oberhausener1989  :smile: Das hilft mir auf jeden Fall weiter. Habe jetzt den Widerspruch verfasst, der geht dann morgen zur Post - und dann bin ich einfach mal gespannt, was bei der Sache rauskommt, da ich jetzt zwei unterschiedliche Aussagen zu diesem Zinsbescheid habe: Einmal müssen sie zahlen und heute dann "können sie als gegenstandslos betrachten". Da ich den Betrag nach der ersten Aussage schon bezahlt habe, bin ich mal gespannt, wie sich das jetzt letztendlich ausgeht ...
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