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Autor Thema: Kann man Gutachter und/oder Richter ablehnen?  (Gelesen 789 mal)

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Offline Unwissender

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Kann man Gutachter und/oder Richter ablehnen?
« am: 13. September 2019, 10:16:41 »
Guten Abend!

Ein Freund von mir hat folgendes Problem und weiss nicht weiter. Daher frage ich hier für ihn!

Seit eingen Jahren läuft jetzt schon ein Rentenverfahren! Erst vor dem SG, seit zwei Jahren vor dem LSG. Inzwischen hat er schon mehrere Gutachten bzw. Untersuchungen über sich ergehen lassen (müssen), obwohl alles von Fachärzten feststeht.
Die Untersuchungen fanden i.d.R. stets von sogenanten Allgemeinärzten statt, die ständig die Ergebnisse von Fachärzten angezweifelt haben und nie bzw. kaum das untersucht haben, worum es geht. Zum Beispiel leidet er unter Allergien und ist auf viele Erreger sowie auf verschiede Medikamenten und Wirkstoffe allergisch bzw. verträgt diese nicht! Doch statt hier z.b. eine Bronchoskopie zu machen, wurde er nur abgehört und dumm angeredet wie, das ist alles nur Einbildung, das haben viel Menschen und das ist alles gar nicht so, wie es in den Unterlagen steht. (Gefälligkeitsgutachten!)
Da nun auch noch eine unbehandelbare Hypertonie, Herzrhytmus,- und Durchblutungsstörungen hinzugekommen sind, soll er nun wieder zu so einer Allgemeinärztin, die ebenso wie der Richter im bisherigen Schriftverkehr schon andeuteten, das die Diagnosen (von Kardiologen) wieder angezweifelt werden und alles nur psychosomatische Hintergründe hat! Meiner Meinung nach sind beide befangen und haben sich schon ein Urteil gebildet. Daher meine Frage ob man Richter und/oder Gutachterin ablehnen und auf Fachärzte bzw. fachgerechte Untersuchungen bestehen kann!
Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen!

Offline NevAda

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Re: Kann man Gutachter und/oder Richter ablehnen?
« Antwort #1 am: 13. September 2019, 10:24:22 »
völlig OT als NevAda1969
Ich habe diverse Allergiepässe mit vielen, vielen Allergien. Von manchen (Staub, Pollen) habe ich noch nie was gemerkt. Manche sind wieder verschwunden (Kontaktallergien). Manche stehen noch gar nicht drauf (aber der Hals schwillt trotzdem zu). Bei mir waren alles Fachärzte (Haut-/HNO-).
Ja, alles ist (bei mir) psychosomatisch. Ja, vieles ist körperlich objektiv nachweisbar. Und in einem Jahr möglicherweise nicht mehr.
Ich rate, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Und weniger zu leiden, mehr zu machen (der Betroffene kennt ganz sicher Methoden, seine Leiden zu lindern).
« Letzte Änderung: 13. September 2019, 11:12:59 von NevAda »
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Angie69

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Re: Kann man Gutachter und/oder Richter ablehnen?
« Antwort #2 am: 13. September 2019, 11:12:01 »
Selbst wenn es psychosomatisch wäre, was man nicht beurteilen kann, hat man das entsprechende Leiden, Schmerzen usw.

Zudem wenn dieser Verdacht besteht warum wird kein Gutachten eines Psychiaters seitens des Gericht gefordert?

Hat der Betroffene keinen Anwalt? Einen Richter als befangen zu erklären ist sicherlich sehr schwierig. Tut man es ohne Erfolg, kann ich mir vorstellen das dann der Richter einem nicht mehr sehr gesonnen ist. Um es vorsichtig auszudrücken. Gesetzte hin oder her es kommt auch sehr viel auf den jeweiligen Richter an.

Vorurteile
sind herabsetzende Einstellungen gegenüber sozialen Gruppen oder ihren Mitgliedern

Diskriminierung fängt dort an, wo die Achtung vor der Menschenwürde aufhört

Offline Unwissender

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Re: Kann man Gutachter und/oder Richter ablehnen?
« Antwort #3 am: 14. September 2019, 09:25:16 »
Alleine durch den ganzen Schriftwechsel kann man den Eindruck haben, das ihm der Richter von Anfang an nicht wohl gesonnen ist. Seine Anwältin hat, wie es scheint auch keine so rechte Lust mehr. Schleßlich geht das ganze Verfahren schon seit 2014.
Sein Arzt und dessen Praxiskollegin haben eine entsprechende Zusatzausbildung und hätten hier schon entsprechend reagiert, wenn es auch an der Psyche liegen würde. Diese wird von Gutachtern immer nur benutzt, wenn der Krankheitsverlauf untypisch oder für sie nicht nachvollziehber (wie auch, wenn sie den Patienten nicht kennen und nur kurz zu Gesicht bekommen) ist, obwohl eindeutige Atteste und Nachweise von Fachärzten vorliegen und dokumentiert wurden.

Wie schauts den mit der Gutachterin aus? Das waren bislang alles nur Allgemeinmediziner, die von der Materie keine bis wenig Ahnung haben! Kann man diese Ablehnen und z.B. auf einen Facharzt bestehen?
Dumm darf man sein, man muss sich nur zu helfen wissen!