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Autor Thema: Anspruch auf ALG II bei Zweitausbildung  (Gelesen 428 mal)

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Offline drath08

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Anspruch auf ALG II bei Zweitausbildung
« am: 01. September 2020, 20:45:15 »
Hallo zusammen,

ich werde mit größter Wahrscheinlichkeit (Zusage, aber Vertrag ist noch nicht fertig) Ende September/Anfang Oktober eine betriebliche Ausbildung beginnen. Ich befinde mich aktuell in ALG II Bezug und habe keinen Anspruch auf Bafög (bin 31) und ebenso wenig auf BAB, weil es meine Zweitausbildung ist. Nun habe ich herausgefunden, dass Azubis in meiner Lage grundsätzlich Anspruch auf ALG II haben, allerdings liegt das im Ermessen der Sachbearbeiter. Liege ich da richtig? Und gibt es Erfahrungen im Forum, wie wahrscheinlich es ist, dass mein Ausbildungsentgeld durch das Jobcenter aufgestockt wird?
Brutto würde ich rund 750€ bekommen und läge damit netto ungefähr 50€ unter meinem aktuellen Arbeitslosengeld. Danke schon mal für Tipps/Erfahrungen!

Offline crazy

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Re: Anspruch auf ALG II bei Zweitausbildung
« Antwort #1 am: 02. September 2020, 07:38:55 »
Ja, Du würdest aufgestockt werden. Kannst Du auch im Gesetz so nachlesen.
Wenn Du genaues weißt kannst Du auch mal Wohngeld probieren, dann wärst Du das JC los.

Offline drath08

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Re: Anspruch auf ALG II bei Zweitausbildung
« Antwort #2 am: 02. September 2020, 12:30:44 »
Super, danke für die Antwort! Das beruhigt mich schon mal. Wegen Wohngeld müsste ich dann mal durchrechnen, was finanziell sinnvoller wäre. So oder so auf jeden Fall gut, dass es auch das noch als Option gibt.

Online Sheherazade

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Re: Anspruch auf ALG II bei Zweitausbildung
« Antwort #3 am: 02. September 2020, 12:53:32 »
Und falls man dich bei der Wohngeldstelle abschmettern möchte, von wegen Auszubildende haben keinen Anspruch auf Wohngeld:
Zitat
Bei einer zweiten Ausbildung haben Sie nun in der Regel keinen Anspruch mehr auf BAföG und dies kann durchaus zumeist heißen, dass Sie im Grundsatz einen Anspruch auf Wohngeld haben. Freuen Sie sich allerdings nicht zu früh: Dass Sie bei einer Zweitausbildung grundsätzlich Anspruch auf Wohngeld haben, heißt noch lange nicht, dass Sie es dann auch wirklich bekommen. Dies hängt vielmehr von zahlreichen weiteren Faktoren ab.

 
Wohngeld als Mietzuschuss bei einer Zweitausbildung

Anders als zum Beispiel BAföG oder Arbeitslosengeld II (ALG II) ist Wohngeld nicht primär eine Hilfe zum Lebensunterhalt, sondern stellt lediglich einen Zuschuss zur Miete dar. Das bedeutet, dass Sie in der Lage sein müssen, die grundlegenden Mittel für Ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Nur wenn Sie bereits selbst über ein Einkommen verfügen, kann ergänzend dazu Wohngeld ausgezahlt werden.

Dies bedeutet folgerichtig dann auch, dass Sie den größeren Teil Ihrer Miete – also mehr als die Hälfte – selbst finanzieren müssen, wenn Sie dazu Wohngeld beantragen wollen. Genau das kann jetzt aber das Problem sein, denn die Finanzen sind während Ihrer zweiten Ausbildung naturgemäß äußerst knapp. Wenn Sie jedoch zu wenig verdienen oder sogar gar nichts, dann kann es sein, dass Ihr Anspruch abgelehnt wird, obwohl Sie grundsätzlich einen Anspruch hätten.
Quelle
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.