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Autor Thema: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung  (Gelesen 2305 mal)

jpebles und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline Schwester_112

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Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« am: 11. September 2019, 12:49:09 »
Huhu ihr Lieben,

habe vom JC eine "Anhörung und Aufforderung zur Senkung Ihrer Heizkosten" erhalten, weil die Vorrauskostenzahlungen (ab nächsten Monat) zu hoch sind.
Ich habe vor, in dem Antwortbogen folgendes reinzuschreiben, bitte mal überfliegen:
"...bereits die letzte Betriebskostenabrechnung 2018 für 2017 war mit einer Nachzahlung von ca. 300€ erhöht, doch da sie erst im September kam, blieben mir nur 3 Monate bis Jahresende, um am Verbrauch zu sparen. Zudem wurde durch die Erhöhung der Vorrauszahlung in diesen 3 Monaten ja auch nur 55 Euro mehr eingezahlt. Somit ist eine Nachzahlung im nächsten Jahr von ca. 245€ abzüglich eingeleiteter Sparmaßnahmen vorprogrammiert.
Außerdem möchte ich anmerken, dass ich im Wohnblock ganz oben wohne, zudem auch noch giebelseitig und zu allem Unglück wohnt unter mir seit ca. 2 Jahren keiner mehr. Ich habe es also von allen 4 Seiten (4. Seite Flur) bitterkalt und bitte Sie daher dies zu beachten. Es ist nicht meine Absicht auf verschwenderische Weise zu heizen, dies können Sie den Jahren zuvor entnehmen, denn ich wohne schon 10 Jahre hier...."


Frage 1:
Ist das okay so?


Frage 2:
Wenn ja, dann habe ich ja trotzdem ein Problem, denn im § 22 SGB II, welche die mir auch im Schreiben zitieren, steht, dass die erhöhten Kosten selbst bei Berücksichtigung des Einzelfalls nur solange anerkannt werden, wie es mir nicht möglich ist, umzuziehen.
Das heißt also, die Vorauszahlungen werden nur 6 Monate anerkannt. Das ist ja doof, schließlich gelten sie ja immer ein Jahr. Da habe ich doch gar keinen Einfluss drauf. Und dann muss ich laut diesem Gesetz umziehen? Anscheinend ja, denn dem Schreiben hängt auch gleich eine Art Hinweis-Zettel bei "Hinweise für den Fall eines Wohnungswechsels".

Frage 3:
Ich habe ja noch gar nicht zu viel verbraucht. Es geht hier schließlich um hohe Vorauszahlungen für die Zukunft. Also ab Oktober. Man macht mich also wegen etwas fix & fertig, was ich nicht begangen habe. In dem Gesetz steht doch "tatsächlichen Aufwendungen". Im Schreiben geht es aber einzig und allein um die Vorauszahlungen: "dass Ihre monatlichen Vorauszahlungen in Höhe von 87,00 € den Grenzwert für Heizkosten in Höhe von 71,25 € um 15,75 € überschreiten."
Ist das rechtens?

Frage 4:
Im Schreiben UND im genannten Gesetz geht es einzig und allein um Heizkosten. Meine Betriebskostenabrechnung tut aber Heizkosten und Warmwasser zusammenfassen, dort steht:
Vorauszahlung Heizkosten / Warmwasser 87,00 €.
Dummerweise habe ich nur diese Seiten des Vermieters als Kopie eingereicht. Als Anlage lag vom Versorger/Ablesefirma eine detailierte Auflistung bei, die ich nicht als Kopie einreichte. Laut dieser habe ich wie folgt verbraucht:
Heizung komplett (also wirklich nur die Ablesewerte der Heizung + Grundgebühr): ca. 580 €
Warmwasser (Ablesewerte + Grundgebühr): ca. 450 €
Laut deren dem JC-Schreiben darf ich wie folgt verbrauchen: "Für Ihre Bedarfsgemeinschaft ergeben sich dementsprechend jährliche Grenzwerte für die Heizkosten von 855,00 €/Jahr..."

Ich darf also 855 verbrauchen und habe nur 580 verbraucht. Richtig?
Oder wird Warmwasser immer in die Heizkosten eingerechnet?


Frage 5:
Warum wird im o.g. Gesetz kein Warmwasser erwähnt? Zumal das JC mein Warmwasser mit zu Heizkosten zählt. Hätte da nicht im §22 wenigstens ein Mal das Wort Warmwasser fallen müssen? Zudem finde ich kein Gesetz im SGB II was genau um das selbe geht wie § 22 nur eben um Warmwasser statt um Heizung. Es müsste also "SGB II §?? Bedarfe für Warmwasser" heißen.
Ich verstehe die Welt nicht mehr :(

Ich freue mich über jeden Tipp, da ich unter einigen chronischen Krankheiten leide und seit Brieföffnung mein Tinnitus auf Hochtouren läuft, äußerst unangenehm :(

Liebe Grüße, Schwester_112
« Letzte Änderung: 11. September 2019, 13:09:10 von Schwester_112 »

Offline Jasmin

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #1 am: 11. September 2019, 15:13:31 »
Viel helfen kann ich nicht, aber das was ich weiß, schreibe ich dir nun:

Du schreibst warum du erhöhte Heizkosten hast. Das ist gut, und es könnte sogar sein, dass es da auch Gesetzestexte zu gibt. Im Hinterkopf ist da irgend etwas bei mir. Warte mal weitere Antworten ab.

Umziehen MUSST du nicht, du könntest statt dessen die Differenz i. H. v. 15,75 € selbst bezahlen.

Im Gesetz steht tatsächlich „Tatsächliche Aufwendungen“, allerdings mit dem Zusatz „Wenn sie angemessen sind“.

Heizkosten und Warmwasserkosten gehören zusammen zu den sogenannten warmen Betriebskosten.

Ansonsten gute Besserung für deinen Tinnitus (ich weiß, wie sich das anfühlt – seit gut 25 J.)

Offline Schwester_112

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #2 am: 11. September 2019, 16:08:25 »
Huhu mitleidende Jasmin ;)
Danke für die Antwort, habe mich sehr gefreut.
Die sogenannten warmen Betriebskosten mag es ja geben, aber irgendwie nicht in dem Brief vom JC und auch nicht im $22 (klick mich), in beiden wird nur von Heizkosten geschrieben. In dem Gesetz gibt es noch nicht mal die 4 Buchstaben "warm". (Suchfunktion des Browsers (Strg+F) nach "warm" suchen.)

Wenn es aber so ist, wie du schreibst, dann kann ich theoretisch also auch Heizkosten sparen, in dem ich weniger warmes Wasser verbrauche. Richtig?

Also hilft mir nur sparen und dem JC erklären, dass ich 4 kalte Wände habe...

Ich danke dir auf jeden Fall und hoffe, dass mir mit den anderen Fragen noch irgendwer helfen kann  :sad:

Liebe Grüße
Schwester_112

Online coolio

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Offline Schwester_112

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #4 am: 11. September 2019, 16:30:09 »
Huhu coolio,

dort steht "Maßstab zur Beurteilung der Angemessenheit der Heizkosten (ohne Kosten für die Warmwasserbereitung) ist der örtliche, wenn keiner vorhanden der bundesweite Heizzpiegel des DMB."
Also ohne Warmwasser. Was denn nun? Jetzt bin ich ganz verwirrt :(

Dort, im Beitrag von Ottokar, steht aber auch "Die Warmwasserkosten werden ... als Unterkunftskosten mit übernommen, wenn sie in den Heizkosten enthalten sind, indem die Gesamtheizkosten inkl. Kosten der Warmwasserbereitung übernommen werden müssen"
Also doch wieder zusammen, und dort steht "müssen". Aber bis wie hoch müssen sie denn übernehmen??? Der "Heizspiegel für Deutschland", den das JC bei meiner Wohnung anwendet, ist ja ohne Warmwasser, oder? Ich meine dort aber "mit" gelesen zu haben, während Ottokar "ohne" schreibt. Alles total verwirrend und furchtbar ärgerlich. Zu Zeiten wo alles einen Zähler hat, frage ich mich, warum man sowas zusammenfasst..

Online coolio

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #5 am: 11. September 2019, 16:39:16 »
Zitat
Anhörung und Aufforderung zur Senkung Ihrer Heizkosten"
Stell die mal ein...
Wie wird Warmwasser bei Dir erwärmt? (über de Heizung oder hast Du Boiler/Durchlauferhitzer)
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Offline pizzaiolo

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #6 am: 11. September 2019, 16:47:37 »
Laut deren dem JC-Schreiben darf ich wie folgt verbrauchen: "Für Ihre Bedarfsgemeinschaft ergeben sich dementsprechend jährliche Grenzwerte für die Heizkosten von 855,00 €/Jahr...
...
Ich ... habe nur 580 verbraucht


Hast Du auf Grund deines Verbrauchs eine Betriebskosten-Rückerstattung von deinem Vermieter erhalten? Wenn ja, muss das berücksichtigt werden.


Die sog. Anhörung würde ich auch dazu benutzen das JC fragen, auf welcher Grundlage die "genehmigten Grenzwerte" i.H.v. 855,00 Euro stammen. Gerne werden Daten früherer Jahre veranschlagt, obwohl die Kosten Jahr für Jahr steigen.

Mir wollte das JC für die Betriebskosten die Kostenbasis 2014 unterjubeln. Darauf erhielten die von mir eine reale (höher ausfallende) Kostenberechnung auf Basis 2018 - und haben das letztendlich akzeptiert. Das soll auch heißen - wehre Dich!
Nur wer seine Rechte kennt, kann sie durchsetzen.

Offline Schwester_112

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #7 am: 11. September 2019, 17:28:46 »
@ coolio

Plattenbausiedlung^^ mit Zentralheizung.
Im Anhang die 3 Seiten vom JC, wobei S.3 unwichtig ist, aber schon irgendwie drohend wirkt.

@ pizzaiolo
Huhu :)
Nein, eine Nachzahlung, welche auch übernommen wurde. Ein neuer Bescheid kam gleichzeitig mit dem Brief. In dem Bescheid ist alles "gut".
Ja, mit dem Grenzwert hast du in der Tat recht! Denn der Heizspiegel, der momentan online ist, heißt Heizpiegel 2018 (klick) und rechts neben der Tabelle steht, dass er auf Abrechnungen von 2017 anzuwenden ist. Dort steht im übrigen auch, dass er Warmwasser beinhaltet, grrr, schwer zu begreifen...
Demnach habe ich einen Textbaustein für meinen Brief an das JC verfasst, bitte mal überfliegen, danke :)

"Zudem benutzten Sie für Ihre Berechnungen den Heizspiegel 2018, welcher (siehe Info rechts neben der Tabelle) für Abrechnungen des Jahres 2017 anzuwenden ist. Da Sie mich für zu hohe Vorauszahlungen für 10/2019 bis 09/2020 beschuldigen, benötigen Sie den Heizspiegel 2020 und vor allem 2021, welche für 2019 und 2020 anzuwenden sind. Also kam Ihr Brief meines Erachtens nach 2 Jahre zu früh und da jetzt noch kein Heizspiegel 2019 online ist, kommt der sicher erst nächstes Jahr. So wird es auch 2021 sein, dass man dort bis 2022 warten muss. Demnach kam Ihr Brief sogar 3 Jahre zu früh und ich sehe dieses Schreiben als furchtbare Panikmache an, zumal Sie von zu hohen Vorauszahlungen schreiben. Sie und ich können erst 2022 sehen, ob ich von 10/2019 bis 09/2020 zu viel geheizt habe. Ansonsten behalten Sie ja eventuelle Guthaben sowiso ein.
Ich verklage Sie ja auch nicht heute, weil ich jetzt schon weiß, dass Sie mir 2020 gegen mein Schienbein hacken und ziehe eine Schmerzensgeldbemessungstabelle von 2017 als Grundlage heran, um von Ihnen Schmerzensgeld zu fordern.
"


@ all

Im übrigen sehe ich auf Seite 2, kurz vor Nennung der Datumsfrist, dass ich sogar schon in dem Anhörungsbogen erwähnen soll, warum ich mich nicht um die Suche nach einer neuen Wohnung bemüht habe. Hä? Gehts noch? Ich wohne 10 Jahre hier, es kam zum 1. Mal zu einer Nachzahlung, ich kopierte die, warf sie beim JC ein und bekam diesen Brief. Wann und warum sollte ich mich nach einer anderen Wohnung umsehen? Der einzige Grund wäre, weil ich giebelseitig wohne. Ist das denn Hartz  IV Beziehern verboten? Ich meine, irgendwer muss ja da wohnen. Und wann sollte ich mich um eine neue Wohnung kümmern? Zwischen den beiden Briefen? Soll also jeder in Zukunft bei Abgabe der Betriebskostenabrechnung beim JC gleich einen neuen Mietvertrag vorlegen?
« Letzte Änderung: 11. September 2019, 17:44:01 von Schwester_112 »

Offline pizzaiolo

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #8 am: 11. September 2019, 18:26:55 »
Demnach habe ich einen Textbaustein für meinen Brief an das JC verfasst, bitte mal überfliegen, danke :)

 :lachen: Ja, ich verstehe Dich! :mocking:
Dennoch würde ich die eine und andere Bemerkung nicht schreiben, sondern versuchen, so sachlich wie möglich - aber äußerst bestimmt - zu formulieren.



Nur zur Info => Aufforderung zur Kostensenkung erhalten
Auch die Sozialämter machen wegen ein paar Euro KdU die Pferde scheu - und bringen sogar eine 73-jährige mit GdB 80 und Merkzeichen G nebst 2x am Tag Pflegedienst in Aufruhr. Das ist widerlich, widerlich und noch einmal widerlich.


« Letzte Änderung: 11. September 2019, 18:42:02 von pizzaiolo »
Nur wer seine Rechte kennt, kann sie durchsetzen.

Online NevAda

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #9 am: 11. September 2019, 18:35:22 »
Dennoch würde ich die eine und andere Bemerkung nicht schreiben, sondern versuchen, so sachlich wie möglich - aber äußerst bestimmt - zu formulieren.
Und:
Überleg Dir, was Du mit Deinem Schreiben erreichen willst. Und wie das Geschriebene wohl bei den Lesenden ankommt. Und was sie dann machen (wollen). Dass Du witzig und einfallsreich und eloquent bist, hilft Dir hier gar nicht.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Jasmin

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #10 am: 11. September 2019, 18:36:16 »
Nun ja, den 2. Absatz würde ich nicht schreiben.

@ Coolio und pizzaiolo laut TE:
Heizung komplett (also wirklich nur die Ablesewerte der Heizung + Grundgebühr): ca. 580 €
Warmwasser (Ablesewerte + Grundgebühr): ca. 450 €
Macht zusammen 1030,- €

Also ich kenne ja eure Preise nicht, aber ich gehe jetzt mal davon aus, wegen der 45 qm, dass du dort alleine wohnst. Ich habe auch 45 qm, dusche jeden Tag etc., etc. und habe gut 50,- € Warmwasser/Jahr. Dazu kommen 110 ,- Kaltwasser einschl. Knanalgebühren. Ist Wasser bei euch so teuer, oder stimmt vielleicht etwas mit der Wasserabrechnung nicht?  Deine Heizkosten (ohne WW) sind realistisch. Ich wohne in der Mitte, ist sehr gut isoliert und habe je nach Winter 400,- - 450,- €/Jahr Heizkosten. So wie du deine Wohnung beschrieben hast, finde ich die 580,-angemessen.

Wegen einer ganz anderen Sache schreibe ich dir gleich eine PN.





Online coolio

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #11 am: 11. September 2019, 18:46:19 »
Das Schreiben des JC ist sehr ordentlich - hat nur einen Fehler.
Deins solltest Du Dir verbeissen!
Dieses Schreiben erfüllt nur eine "Hinweis und Warnfunktion" - also nur Info für Dich.
Nothing todo derzeit!
Der Fehler: Es sind nicht mehr 45 qm sondern 50 qm zugrunde zu legen. (schon seit Jahren)
DMB ist auch richtig als Anhaltspunkt.
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Offline Seepferdchen

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #12 am: 11. September 2019, 20:29:11 »
Zitat von: coolio am 11. September 2019, 18:46:19
Der Fehler: Es sind nicht mehr 45 qm sondern 50 qm zugrunde zu legen. (schon seit Jahren)

Guckst du hier dazu >> § 9a Satzungsermächtigung für die Bestimmung der Höhe der angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung >>
https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/5209-SaechsAGSGB#p9a

Offline Schwester_112

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #13 am: 12. September 2019, 11:15:54 »
Danke für eure Tipps!!!!  :smile:
-------------------------

@ pizzaiolo
Ja, allein deswegen habe ich eine ganze Bildschirmseite geschrieben, wie ich mich durch dieses Schreiben in meiner Persönlichkeit und Gesundheit angegriffen fühle und das sogar die Bundesregierung nicht mehr will, dass die Bürger Angst vor dem JC haben und das hinter jedem Aktenzeichen ein Mensch steckt usw,,,,blabla
Aber gut, wenn ihr meint, ich soll bei der Sache bleiben^^...  :flag:

@ NevAda
Ok, ok, ich werde bei der Sache bleiben, muss nun die 6 Seiten auf eine kürzen. Mein Ziel ist es immer, so viel wie möglich und so genau wie möglich zu beschreiben und zudem strickt nach dem Motto "Wer mir 3 Seiten schreibt, bekommt 6 zurück", aber werde es mir nun verkneifen.

@ Jasmin
Meine Wohnung ist etwas über 50m² und die ordnen das als 45,00 ein, ja. Und ja, ich wohne allein.
Also ich bin schockiert über deine Werte. Wie kann das sein, dass du jeden Tag duscht und nur 50€ Warmwasser hast? Ich bade nur ein Mal die Woche, ich weiß iiiih, aber was soll ich machen, zum Glück schwitz ich nicht so... Ich wasche früh kurz (täglich) Geschirr und das wars. Waschmaschine ein Mal pro Woche alles zusammen, auf 30°C mal für 25min (Sommer, T-Shirts) mal für eine Stunde. Wie kann ich da das 9-fache haben wie du??? Ich war voriges Jahr schon beim Vermieter, weil ich statt der 40.000 Liter Wasser (9 Jahre lang so) plötzlich 60.000 hatte. Hä? Wo soll ich denn die 20.000 Liter hingemacht haben. Und dieses Jahr wieder so.... laut Wasserzähler stimmt das, habe mal 10L abgezapft und der zählt korrekt. Ulkig.
Oder meintest du, du hat 50€ monatlich? Das komt dann ja hin mit 600€ im Jahr, wenn du jeden Tag duscht. Das harmoniert dann mit meinen 450€.

@ coolio & Seepferdchen
Jaja, ich verbeiß es mir ;)
Das klingt richtig super, danke dafür!!  :ok:
Wo genau steht das mit den 50,00m²? Ich weiß, es ist viel verlangt, aber ich habe Seepferdchens Link angeschaut, da dreht sich mein Kopf. Ich habe es gelesen und gelesen, auch in den dort genannten Links zur Gemeindeordnung und zur Landkreisordnung finde ich nichts mit Quadratmetern  :sad:
Bin momentan nämlich wirklich überfordert, seit März renne ich von Arzt zu Arzt, habe nach einer Fehl-OP beim Zahnarzt drei chronische Tinnitus bekommen, und viele andere sehr ulkige chronische Sachen, die mir nun wohl bis ans Lebensende begleiten werden. Und dazu gab es gestern auch einen Brief der Krankenkasse, der mich höchst aufregt, von daher, ich weiß nicht wo mir der Kopf steht.... aber ich schwöre ich habe das alles durchgelsen und finde nicht mir Quadratmetern und weiß daher nicht wo ich da noch rumklickern soll, für mich ist das alles Chinesisch^^
EDIT: Coolio, irgendwie musst du dich irren, oder??? Denn beim Landkreis auf der Webseite (klick) steht 45,00m².  :sad:
Falls Webseite down, dann vllt. hier im google Cache (klick) )

@ alle

Meine Fragen 2+3 auf Beitrag 1 sind mir sehr wichtig und bereiten mir Sorgen... Weiß dazu vielleicht noch jemand irgendwas? Das wäre prima!!! :)

Und soll ich da nun drauf eingehen, dass die von mir (jetzt schon) wissen wollen, warum ich mich nicht nach einer anderen Wohnung umgesehen habe? Immerhin werde ich dazu ja aufgefordert. (Seite 2 vor Nennung der Frist).
Ich stelle mir meinen Antwort-Textbaustein so vor (bitte wiedermal überfliegen^^ DANKE. Oder ist das wieder zu frech?):
"Ferner weisen Sie in Ihrem Schreiben schon auf einen Umzug in eine andere Wohnung hin und verlangen sogar von mir, zu erklären, warum ich mich noch nicht nach einer neuen Wohnung umgesehen habe. Da muss ich Sie wirklich fragen, wer denn solche Textbausteine im Jobcenter verfasst. Ich habe von der XXX GmbH eine Betriebskostenabrechnung erhalten, Ihnen pflichtbewusst eine Kopie zugesandt und Sie schreiben mir sowas. Wann sollte ich jetzt nach einer neuen Wohnung suchen? Zwischen beiden Briefen? Also hätte ich Ihrer Meinung nach gleich bei Einreichung der Betriebskostenabrechnung einen neuen Mietvertrag beilegen sollen?
Ich habe vor 10 Jahren einen sehr alten recht günstigen Mietvertrag mit 184,28€ Kaltmiete von der Vormieterin übernommen, der Preis ist schätzungsweise von 1993, da ich die Vormieterin seit meiner Kindheit kenne und weiß, dass sie dort "immer" wohnte, zumindest seitdem nach der Wende wegen dem Abriß der Plattenbauten jeder umziehen durfte. Eine neue Wohnung bräuchte ich garnicht zu suchen, denn wie bereits beschrieben steht die Wohnung unter mir leer. Aus sehr sicherer Quelle weiß ich, dass die Miete wohl ca. 230 € betragen wird und auch angemessen ist. Aber lohnt sich ein Umzug in eine Wohnung die jährlich 458,04€ teurer ist als meine?"

« Letzte Änderung: 12. September 2019, 12:18:09 von Schwester_112 »

Offline Jasmin

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Re: Heizkosten-Nachzahlung Anhörung
« Antwort #14 am: 12. September 2019, 11:48:15 »
Rechenfehler/Denkfehler: Ich habe um die 30.000 Liter Wasserverbrauch (kalt und warm zusammen). Deine Waschmaschine geht nicht über Warmwasser, sondern über Strom. Vielleicht solltest du dich mal über die Preise der Wasserkosten schlau machen. Vielleicht stimmt der Zähler, aber die Abrechnung nicht? Oder es ist tatsächlich so teuer bei euch. Vielleicht kannst du auch jemanden fragen, der in deiner Gegend wohnt, aber nicht den selben VM hat.

Ich wasche übrigens öfters als du, und habe wahrscheinlich auch mehr Toilettenwasser (Studentenbläschen  :schaem: ). Meine Spülmaschine läuft in der Regel alle 2 Tage, und ich putze 1 x die Woche. Also was machst du bitteschön, dass du so viel verbrauchst?