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Autor Thema: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung  (Gelesen 3957 mal)

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Offline HulleHolle

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Probleme mit dem Jugendamt hatten wir auch wegen einer Nachbarin. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass alle Behauptungen der Nachbarin unzutreffend waren.
Das Veterinäramt hatten wir auch schon da. Auch wieder, weil eine Nachbarin Lügen über uns erzählt hat.
Vor alle dem hat mich ein Nachbar mit seinem SUV umgefahren. Recht bekommen am Ende habe ich und eine Entschädigung zur Reparatur erhalten.
Bei dieser Nachbarschaft sind wir unten durch und gehen nur noch raus, wenn es unbedingt sein muss. Ein Leben ist das nicht.
Schade, dass man sowas nicht als Umzugsgrund angeben kann. Weil das hat uns über die Jahre auch kaputt gemacht.

Offline Angie69

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Ja das glaube ich dir. Wir waren damals eine gute Hausgemeinschaft und von 6 Wohnungen haben fünf geminderte und versucht etwas zu ändern.

Aber man ist da machtlos letztlich. Ich habe zwar alle Verhandlungen auch gewonnen hatte glaub 7 fristlose Kündigungen in einem Jahr  :lachen: aber einen hohen Preis dafür bezahlt. Es hängt einem.nach.

Daher hoffe ich für euch das ihr den Absprung schafft.

Viel Glück
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline JoJo

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Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 19:23:36
Schonmal Wohnungen gesehen, wo die Hauseingangstür eine normale Wohnungstür mit 1-schichtigem Glas ist?
Ja, in der Tat. Häuser aus den 30er Jahren, deren Türen bislang nicht erneuert wurden. Versicherungstechnisch meist problematisch, aber nicht verboten.
Habe selber jahrelang in einem solchen Haus gelebt.


Offline HulleHolle

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Wenn die Baugenossenschaft / der Vermieter dann am eigenen Baugenossenschafts-Haus + das der engsten Nachbarn selbige Türen gegen moderne, super schwere und dicke Türen austauscht und sofort danach eine 15% Mieterhöhung für alle anderen veranlasst, sollte man den Vermieter eigentlich... lassen wir das.
« Letzte Änderung: 11. September 2019, 23:04:28 von HulleHolle »

Online Fettnäpfchen

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HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Wenn man aber von Stuttgart nach Berlin zieht nicht, da das ein anderer Zuständigkeitsbereich ist? Das wäre bei uns der Fall, da wir weit von hier wegziehen würden.
Von daher musst du darauf achten das die neue Whg in den Angemessenheitskriterien liegt, dann kannst du mit o. ohne Zusicherung umziehen. "Freie Wohnortwahl"

Zitat von: HulleHolle am 11. September 2019, 18:20:03
Das Jobcenter außen vor lassen und irgendwie versuchen es ohne die hinzubekommen, was bei uns ohne Auto und Bekannte schwer werden könnte.
Oder mit Hilfe des Jobcenters und wichtigen Gründen. So wie ich das verstanden habe, hilft da vielleicht Urteil vom 24.11.2011, Az. B 14 AS 107/10 R ?
Ich würde aufgrund der Kaution und da Ihr anscheinend kein Kfz. (was eh nicht geht) und keine Helfer habt mit der Unterstützung des JC (evtl. sogar mit einem Unternehmen) umziehen. und ja das Urteil wäre anzuwenden besonders nach der Beschreibung zur Gesamtsituation.

Frage dazu ist dann:
habt Ihr einen Führerschein der bis 7,49t Fahrerlaubnis hat und würde die Einrichtung in so einen kleinen LKW passen?
bestehen andere gesundheitliche Probleme die die schwere Tätigkeit des Umziehens unmöglich
machen?

MfG FN
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Offline HulleHolle

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Keiner von uns hat einen Führerschein der dazu berechtigt, etwas größeres als einen PKW zu fahren. Klasse B, nicht 3.
Den Umzug könnten wir noch selber organisieren, wenn die Rahmenbedindungen stimmen. Schlimme, gesundheitliche Probleme oder sowas in der Art die sowas unmöglich machen, hat keiner von uns.

Wenn das mit dem Urteil nicht klappt, gilt denn ein Minijob als wichtiger Umzugsgrund? Ich habe schon eine große Zeitarbeitsfirma in der Zielstadt kontaktiert aber bis da was passiert das dauert leider. Das Urteil lese ich mir gleich nochmal genau durch. Gestern habe ich es überflogen und nicht richtig verstanden weil es dort scheinbar um gesundheitliche Beschwerden des Skeletts geht.

Morgen werde ich einen Allergietest (Schimmel) beim Arzt machen. Mal sehen was das ergibt.
Im erstes Gespräch darüber wurde mir aber gesagt, dass man Krankheiten bedingt durch Schimmel nur schwer nachweisen kann, da die Symptome auch durch alles andere versursacht werden könnten.
Wir haben zum Glück noch Fotos vom alten Schimmel.

Offline Sheherazade

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Wenn das mit dem Urteil nicht klappt, gilt denn ein Minijob als wichtiger Umzugsgrund?

Für einen Minijob zahlt das Jobcenter ganz sicher keinen Umzug in eine 630 Kilometer entfernte Stadt, in der auch noch deutschlandweit die höchsten Arbeitslosenquote ist.
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Stuttgart Berlin war nur ein Beispiel :blum: Tatsächliche Entfernung 100-200km. Nach Berlin würden wir im Traum nicht umziehen.

Offline Sheherazade

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Hat sich hier irgendwie anders gelesen.
Wenn man aber von Stuttgart nach Berlin zieht nicht, da das ein anderer Zuständigkeitsbereich ist? Das wäre bei uns der Fall, da wir weit von hier wegziehen würden.

100-200 Kilometer ist ja nun nicht sooo weit weg. Aber ein Minijob ist trotzdem kein wichtiger Umzugsgrund.
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Offline HulleHolle

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Ein Minijob hilft ehrlich gesagt auch nicht viel. Fängt bei der Rente an und geht bei den 150 oder 170€ weiter die man nach allen Abzügen behalten darf.

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Und wie willst du nun vorgehen?
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Online Fettnäpfchen

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HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 12. September 2019, 14:06:14
Keiner von uns hat einen Führerschein der dazu berechtigt, etwas größeres als einen PKW zu fahren. Klasse B, nicht 3.
Den Umzug könnten wir noch selber organisieren, wenn die Rahmenbedindungen stimmen.
Was immer du auch mit Rahmenbedindungen meinst  :weisnich:
Mir wäre das zu unsicher und ohne entsprechende Möglichkeit einen passenden LKW zu fahren würde ich das in Abklärung mit dem JC über ein Unternehmen machen lassen, zumindest es mit Antrag zu versuchen bewilligt zu bekommen.

Zitat von: HulleHolle am 12. September 2019, 14:06:14
Wenn das mit dem Urteil nicht klappt,
Zitat
§ 22 Abs. 1 S. 2 SGB II umfasst auch Fälle, in denen der Umzug zwar nicht zwingend notwendig ist, aber aus sonstigen objektiv sachlichen Gründen erforderlich erscheint. Ausreichend ist, dass ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund für den Wohnungswechsel vorliegt, von dem sich auch ein Nichtleistungsberechtigter leiten lassen würde.
Die neue Wohnung muss geeignet sein, die nicht mehr hinnehmbaren Nachteilen der bisherigen Wohnung abzuwenden.
Wenn ich deine Angaben zur Whg. lese und dann das obere dagegen stelle ist für mich ein Grund zur Zusicherung zu sehen.

Der oben erwähnte Antrag muss halt dem JC begreiflich machen das du es selber in Eigenverantwortung/Regie machen würdest aber aufgrund des nicht passenden Führerscheins und dem Umfang des Umzugsgut ein Umzug mit einem normalen PKW nicht zu machen ist.
Alles was du selber machen kannst solltest du daher mit anbieten (einpacken, ab und Aufbau der Möbel, Tragen helfen) um die Chancen auf eine Zusicherung für ein Unternehmen zu bekommen. Dazu auch gleich drei Kostenvoranschläge von Unternehmen mit zum Antrag dazu legen und auf zeitgleiche Bearbeitung bestehen.

Anbei noch eine Auflistung aus der du dir entsprechend deiner Schimmelsache, der zu geringen qm für drei Personen und der Probleme mit der Nachbarschaft einige Urteile und Anregungen raussuchen kannst.
Dann noch ein Musterschreiben in dem du allerdings einiges ändern müsstest falls du mit einer Firma umziehen willst, falls nicht und du es in Eigenregie machen willst dann ist weniger zu ändern.

MfG FN
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Mir steht mittlerweile ein Probearbeitstag zur Verfügung den ich auch wahrnehmen werde. Am selben Tag werde ich vermutlich noch klären können, ob ich bei der Firma arbeiten kann oder nicht.

Wenn das klappt, dann müsste ich nicht mehr auf das Jobcenter zusammen mit dem o.g. Urteil hoffen. Denn soweit ich weiß ist die Arbeitsaufnahme doch auch einer dieser wichtigen Gründe, einem Umzug stattzugeben. Der Zielort liegt auch außerhalb des Tagespendelbereichs. Am selben Tag hole ich mir auch ein paar Mietangebote direkt vor Ort ein.

Offline Angie69

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Daumen sind gedrückt  :ok:
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Offline HulleHolle

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Bisher lief alles gut. Der erste Probearbeitstag war in Ordnung. Was mich am Ende relativ fertig gemacht hat, waren die Wohnungsbesichtigungen und das damit verbundene Herumgelaufe. An dem Tag bin ich insgesamt 17 Km nur zu Fuß unterwegs gewesen. Mit Gepäck und Blasen an den Fersen.

Nur eine der Wohnungen die ich mir angeguckt habe kommt in die nähere Auswahl. Die Hausverwaltung und der Eigentümer mögen mich schon jetzt.
Demnächst findet noch ein persönliches Treffen statt, damit auch der Eigentümer mich in Person kennengernt.

Ich bin sehr davon überzeugt, dass beides klappen wird.

Für die Arbeit brauche ich aber in Zukunft einen PKW, da der Arbeitsort wechseln wird und nicht fix ist. Bus und Bahn kann man bei diesen wechselnden Arbeitsorten vergessen.
Kann man vom Jobcenter ein Darlehen für einen Gebrauchtwagen bekommen? Ein Kleinwagen so klein wie ein Smart würde schon reichen. Renault und Citroen haben neuerdings solche Kleinwagen wahlweise mit 3 oder 5 Türen. Gebraucht kosten die 3000€ bis 4000€. Manchmal aber auch 5000. Ein Moped, so wie früher, würde ich auch fahren aber bei Schnee und Eis sehe ich das Arbeitsverhältnis damit jetzt schon in Gewahr. Wie zahlt man so ein Darlehen insofern das klappt zurück, wenn man durch Arbeitsaufnahme aus dem Bezug fällt?