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Autor Thema: Vorgehensweise bei Umzug in anderes Bundesland u.a. wegen schlechter Wohnung  (Gelesen 3756 mal)

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Offline Fettnäpfchen

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The Witch

Zitat von: The Witch am 05. Oktober 2019, 16:15:55
(Das ist nicht unbeantwortet - der TE zieht weit weg.)
Naja das hätte man ja nach dem
Zitat von: Fettnäpfchen am 03. Oktober 2019, 14:53:04
War jetzt länger nicht online! Die Frage könnte schon beantwortet sein.
oder dem
Zitat von: Fettnäpfchen am 05. Oktober 2019, 14:21:28
aber das ist (evtl.)unbeantwortet.
ja machen können.
Vllt hätte ich ja darum bitten sollen..... aber darauf sollte man als Hilfesuchender auch selber kommen.

Zitat von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 14:53:31
Ich habe die Hoffnung, dass es sowas gibt wie eine einmalige Zahlung der neuen Miete für den ersten Monat?
Ja in dem Fall hätte ich das selbe wie
Zitat von: The Witch am 05. Oktober 2019, 16:15:55
Wenn tatsächlich das erste Gehalt erst am 01. Dezember kommt, müsstest du tatsächlich beim neuen Jobcenter nochmal einen Antrag stellen.
empfohlen
und zusätzlich je nach Umständen auch eine Übernahme der doppelten Mietkosten wenn es durch eine Kündigungsfrist zu einer Doppelbelastung kommen würde.
Was ich jetzt im Kopf habe ist das im Oktober die alte Whg. gekündigt wird da wäre so etwas auch zu erwarten.
Aber deswegen den kompletten Thread nochmal lesen ist etwas zu viel verlangt wenn es mit einer Antwort des TE geklärt werden könnte.

MfG FN
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Offline HulleHolle

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Zitat
Was ich jetzt im Kopf habe ist das im Oktober die alte Whg. gekündigt wird da wäre so etwas auch zu erwarten.
Aber deswegen den kompletten Thread nochmal lesen ist etwas zu viel verlangt wenn es mit einer Antwort des TE geklärt werden könnte.
So ist es. Die alte Wohnung wird höchstwahrscheinlich im Oktober gekündigt und die neue für 1.11 angemietet.

Die Umzugskosten und die neue Kaution bezahle ich selber. Aber Doppelmieten und sogar eine erste Miete für 1.11 kann ich wirklich nicht zahlen.
Ich hoffe das Jobcenter ist hier einsichtig mit mir und erkennt, dass ich so aus der Arbeitslosigkeit komme!

Ich hoffe ich bekomme das alles hin. Bei meinem SB gehe ich nicht davon aus. Und wenn die erste Miete nicht zum 1.11 bewilligt wird, dann brauche ich den Antrag auch gar nicht erst zu stellen.

Offline SantanaAbraxas

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Es wäre auch ein Antrag auf ein Überbrückungsdarlehen möglich beim jetzt noch zuständigen JC:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/24.html

"(4) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können als Darlehen erbracht werden, soweit in dem Monat, für den die Leistungen erbracht werden, voraussichtlich Einnahmen anfallen. ..."

Offline HulleHolle

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Ein Darlehen wäre eine Notlösung denn der muss im Folgemonat an einem Stück zurückgezahlt werden soweit ich weiß und dann reicht das Geld dann auch wieder nicht.

Ich weiß schon gar nicht mehr was ich als erstes machen soll, weil ich die Situation ein wenig als aussichtslos ansehe.
Termin beim SB? Irgendwelche Briefe? Keine Ahnung womit ich anfangen soll.

Offline The Witch

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Du solltest das tun, was ich dir bereits in #45 geraten habe: Anträge auf Einstiegsgeld und Leistungen aus dem Vermittlungsbudget stellen - und zwar zügig, der Monat ist schneller vorbei als du denkst. Also schnellstmöglichst einen Termin beim Arbeitsvermittler machen.

Zitat von: HulleHolle am 05. Oktober 2019, 16:46:38
Die Umzugskosten und die neue Kaution bezahle ich selber. Aber Doppelmieten und sogar eine erste Miete für 1.11 kann ich wirklich nicht zahlen.

Wenn du so viel Geld hast, dass du das selbst bezahlen kannst, sollte es mithilfe der erwähnten Leistungen eventuell klappen, dass du die erste Miete bezahlen kannst.

Zitat von: SantanaAbraxas am 05. Oktober 2019, 20:57:47
Es wäre auch ein Antrag auf ein Überbrückungsdarlehen möglich beim jetzt noch zuständigen JC:

Auch dafür wäre das neue Jobcenter zuständig. Aber wenn tatsächlich das erste Gehalt erst am 01.12. fließt, ist ein Darlehen gar nicht nötig - dann besteht Anspruch auf Leistungen. Und zwar Regelsatz und Unterkunftskosten.



Offline HulleHolle

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Das verstehe ich alles nicht. Ich kann noch keine Anträge ohne Arbeitsvertrag und Mietvertrag stellen.
Oder kann ich die Anträge stellen mit der Information, dass o.g. in etwa 10 Werktagen nachgereicht wird?

Ich bin erst wieder in fast 2 Wochen in der neuen Stadt, um all das zu festigen.

Zitat
Also schnellstmöglichst einen Termin beim Arbeitsvermittler machen.
Wenn ich bei meinem Vermittler bin und der mir eine neue Eingliederungsvereinbarung verabreichen will, wie gehe ich damit um?

Offline Fettnäpfchen

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HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 06. Oktober 2019, 21:33:59
Das verstehe ich alles nicht. Ich kann noch keine Anträge ohne Arbeitsvertrag und Mietvertrag stellen.
da du keine Umzugskosten beantragst stellst du einen formlosen Antrag auf Übernahme der Mietkosten für die alte Whg. beim alten JC
dann
Stelle im neuen Wirkungskreis bei dem neuen JC einen ALG 2 Anträge mit allem was dazugehört, also EK VM KdU und den üblichen Vers. Unterlagen etc. Dass kannst du vorab alles ausfüllen und per Post dem neuen JC schicken natürlich mit dem (auf einem Beiblatt) Zusatz eine Erklärung dass du zum umziehst und ab xy dort wohnst und dann halt abwarten.
Erfahrungsgemäß zieht das sich etwas auch im Hinblick auf das heutige Datum aber wenn dann bewilligt und nach geleistet wird hast du wenigstens keine Schulden die du abstottern musst sondern ziemlich zeitgleich ausgeglichen werden.
Alles was jetzt nicht hast kannst du auch nachreichen. Der AV geht das JC eigentlich nichts an und uU darfst du diesen auch nicht dem JC vorlegen je nach Datenschutzvereinbarungen in deinem Vertrag.

dann noch
Zitat von: HulleHolle am 06. Oktober 2019, 21:33:59
Wenn ich bei meinem Vermittler bin und der mir eine neue Eingliederungsvereinbarung verabreichen will, wie gehe ich damit um?
Fragst du Ihn wozu wenn du in zwei Wochen dort nicht mehr wohnst oder besser nimmst Ihn zur Prüfung mit, 14 Tagen Prüffrist, mit dann erledigt sich das auch von allein!

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Offline HulleHolle

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Mir willm das einfach nicht in den Lopf gehen, warum ich beim JC in der neuen Stadt vorstellig werden und Anträge stellen muss.
Ich habe dann doch einen Arbeitsvertrag und falle nicht mehr unter die Hilfebedürftigkeit?

Offline Sheherazade

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Ich habe dann doch einen Arbeitsvertrag und falle nicht mehr unter die Hilfebedürftigkeit?

Die Hilfebedürftigkeit wird erst mit Eingang des ersten Lohnes beendet, nicht schon mit dem Arbeitsvertrag.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Ein Spiegelbild der Gesellschaft: "Warum sorgen nicht alle anderen mit all ihren Kräften dafür, dass es MIR gut geht?" Schuld sind immer nur die anderen...

Offline The Witch

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Das ändert aber alles nichts daran, dass die Anträge auf Einstiegsgeld und Leistungen aus dem Vermittlungsbudget (Umzugskosten, ggf. doppelte Haushaltsführung) beim alten Jobcenter gestellt werden müssen, da der TE nach seiner Aussage zeitgleich mit dem Umzug seine Arbeit aufnimmt (ich habe nicht umsonst extra nachgefragt).

Und ja - die Anträge können (und sollten) gestellt werden, auch wenn der Arbeitsvertrag noch nicht vorliegt, der kann nachgereicht werden.

Und nochmals ja - der Arbeitsvertrag muss vorgelegt werden, wenn man die genannten Leistungen begehrt.

Und weiter ja - es wird vermutlich auch eine neue Eingliederungsvereinbarung fällig, in dem die begehrten Leistungen festgelegt werden.

(Sollte sich hingegen der Arbeitsbeginn verschieben, nicht aber der Umzug, entsteht eine neue Situation - aber davon ist bisher ja nicht die Rede.)

Offline HulleHolle

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Ich war gerade auf dem Weg zum Jobcenter und habe dann gemerkt, dass heute natürlich keine offene Sprechstunde ist.
BUis Donnerstag muss ich also schon wieder warten.

Ich lasse mir alle Formulare dort aushändigen und kläre auch dort alles ab. Alleine bekomme ich das nicht hin diese Briefe zu schreiben dafür ist mein Kopf aktuell mit zu viel anderem voll. Ganz besonders der Angst, dass mein Sachbearbeiter wieder alles unternimmt, dass nichts klappt. Das hat der schon einmal gemacht.

Und ich glaube das mit der doppelten Haushaltsführung und Miete wars dann wohl
https://www.elo-forum.org/threads/arbeitsaufnahme-doppelte-haushaltsfuehrung.128372/

Zitat
Nach § 22 Abs 3 Satz 1 SGB II in der hier noch anzuwendenden Fassung des Vierten Gesetzes für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 24.12.2003 (BGBl I 2954) können Wohnungsbeschaffungskosten sowie eine Mietkaution und Umzugskosten bei vorheriger Zusicherung durch den kommunalen Träger übernommen werden.
Wenn da doch nur dieses Wort kann nicht wäre. Denn etwas was bewilligt werden kann wird bei uns so oder so nicht bewilligt.
https://elternbewegung1.jimdo.com/sozialrecht-sgb-i-xii/sgb-ii/wohnungsbeschaffungskosten/

Und wenn ich das richtig verstehe, kann ich Wohnungsbeschaffungskosten auch nicht mehr beantragen, da ich schon eine Wohnung gefunden (aber noch nicht angemietet) habe.

Leute, diese Welt ist doch beschissen  :wand:
Auf der einen Seite gibt es Leute, die für ihren ungererchtfertigt hohen Lohn quasi nichts bzw nichts Bedeutendes tun (Politik) und auf der anderen Seite wird einem Arbeitslosen der aktiv eine Arbeit sucht und letztendlich gefunden hat nicht einmal beim Umzug und der Arbeitsaufnahme richtig geholfen.
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2019, 07:58:52 von HulleHolle »

Offline Fettnäpfchen

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HulleHolle

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
BUis Donnerstag muss ich also schon wieder warten.
Nur wenn dein JC die Anträge der BA nicht akzeptiert was NUR und auch selten bei Optionskommunen vorkommt. Deswegen habe ich einen Direktlink zu den gängigen ALG 2 Anträgen gesetzt.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
und kläre auch dort alles ab. Alleine bekomme ich das nicht hin diese Briefe zu schreiben dafür ist mein Kopf aktuell mit zu viel anderem voll. Ganz besonders der Angst, dass mein Sachbearbeiter wieder alles unternimmt, dass nichts klappt. Das hat der schon einmal gemacht.
Abklären obwohl du dir sicher bist dass es versucht wird deine Anträge zu vereiteln.
Verstehe ich nicht und was das Schreiben angeht habe ich dir mal ein grobes Muster ins Zitatfeld getippt:
Zitat
SgDuH
Hiermit stelle ich Antrag auf Leistungen nach dem SGB 2 um die Dauer von Arbeitsaufnahme und meiner ersten Lohnzahlung zu überbrücken.
Die Hilfebedürftigkeit liegt laut beigefügten und ausgefüllten Anträgen nachweislich vor und dürfte wenn von Seiten des Arbeitgebers, oder anderer unvorhersehbaren Umständen, nichts anderes dazwischen kommt ab der ersten Lohnzahlung wieder entfallen. Fehlende Unterlagen die ich im Moment nicht besitze werde ich selbstverständlich nachreichen.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Und ich glaube das mit der doppelten Haushaltsführung und Miete wars dann wohl
Veralteter Artikel und dann hast du die doppelte Haushaltsführung erfragt es geht aber um die Übernahme der restlichen anfallenden Mietkosten (Doppelmieten) und diese hat das JC nach Antrag zu übernehmen weil das ja nur entsteht weil du in Arbeit kommst und dafür wegziehen musst.
Zitat
Mit freundlicher Genehmigung von Route 66
Die 25. Kammer des Sozialgerichts Schleswig hat sich in seiner Entscheidung vom 26.08.2010 – S 25 AS 185/08 – mit der Frage der Übernahmefähigkeit von Doppelmieten sehr ausführlich auseinander gesetzt.
Zitat :
Das Tatbestandsmerkmal der Wohnungsbeschaffungskosten ist nach Auffassung der Kammer weit auszulegen, so dass nicht nur die eigentlichen Kosten des Umzugs, wie Transportkosten, Kosten für eine Hilfskraft, die erforderlichen Versicherungen, Benzinkosten und Verpackungsmaterial erfasst sind, sondern auch alle sonstigen notwendigen angemessenen Aufwendungen, die mit einem Unterkunftswechsel verbunden sind. Damit fällt auch die hier geltend gemachte doppelte Mietzinszahlungen für die alte Wohnung für den Monat April un­ter das Merkmal der Wohnungsbeschaffungskosten, soweit sie angemessen ist (vgl. auch Lang/Link in Eicher/Spellbrink, Kommentar zum SGB II, 2. Aufl. 2008, § 22 Rn. 83; Berlit in LPK-SGB II, 3. Aufl. 2009, § 22 Rn. 109, 114; BSG, Urteil vom 16.12.2008, B 4 AS 49/07 R; LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 10.01 .2007, L 5 B 1221/06 AS ER, L 5 B 1222/06 AS PKH; SG Frankfurt, Beschluss vom 19.01 .2006, S 48 AS 21/06 ER, jeweils zitiert nach juris).

 Quelle und weiterlesen >>>  http://sozialberatung-kiel.de/2011/07/07/doppelmieten-bei-umzug-in-der-regel-vom-jobcenter-zu-ubernehmen-2/

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Und wenn ich das richtig verstehe, kann ich Wohnungsbeschaffungskosten auch nicht mehr beantragen, da ich schon eine Wohnung gefunden (aber noch nicht angemietet) habe.
Doch kannst du trotzdem du musst halt deine Kosten belegen können. Allerdings kommt es darauf an ob du mit Genehmigung oder ohne Genehmigung umziehst unten im Umzugsratgeber  nachzulesen:
Ratgeber Umzug

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Offline BigMama

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Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Leute, diese Welt ist doch beschissen  :wand:
Auf der einen Seite gibt es Leute, die für ihren ungererchtfertigt hohen Lohn quasi nichts bzw nichts Bedeutendes tun (Politik) und auf der anderen Seite wird einem Arbeitslosen der aktiv eine Arbeit sucht und letztendlich gefunden hat nicht einmal beim Umzug und der Arbeitsaufnahme richtig geholfen.
Jetzt reiß dich mal zusammen und setz um was @The Witch dir schon mehrfach geraten hat. Der User hat dir nun schon mehrfach einen gangbaren Weg erklärt, den du zunächst ignoriert hast und nun wieder auf dem Holzweg bist.
Denn damit ist das hier
Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 07:18:41
Wenn da doch nur dieses Wort kann nicht wäre. Denn etwas was bewilligt werden kann wird bei uns so oder so nicht bewilligt.
unnötig. Du sollst nämlich die Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget gem. § 16 SGB II i.V.m. § 44 SGB III und nicht nach § 22 SGB II beantragen.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline HulleHolle

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Zitat
Nur wenn dein JC die Anträge der BA nicht akzeptiert was NUR und auch selten bei Optionskommunen vorkommt. Deswegen habe ich einen Direktlink zu den gängigen ALG 2 Anträgen gesetzt.
Ist das richtig, dass ich dieses eine Formular brauche und mehr nicht? VÄM zum Arbeitslosengeld (Link). Alle anderen scheinen mir ungeeignet.

Zitat
Umzug in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Leistungsträgers
Die Zustimmung des Leistungsträgers zum Umzug nach § 22 Abs. 4 SGB II ist nicht für die Übernahme der Unterkunftskosten erforderlich, wenn nach dem Umzug ein anderer Leistungsträger zuständig wird. Eine Kürzung nach § 22 Abs. 1 S. 2 SGB II kommt dabei regelmäßig nicht in Betracht, da dort nur verhindert werden soll, dass dem aktuell zuständigen Träger durch einen nicht erforderlichen Umzug höhere Kosten entstehen.
Das stempel ich einfach mal als halb verstanden ab. Generelle Frage, nur interessehalber: warum ist die Zustimmung für einen Umzug notwendig, wenn es derselbe Leistungsträger ist, bei einem anderen aber nicht?

Diese Liste habe ich kopiert. Soweit bin ich:
1. (erledigt, hat lange gedauert und viel gekostet!) Wohnung entsprechend den für den Ort der neuen Wohnung geltenden Angemessenheitskriterien suchen,
2. (hole ich nächste Woche) Mietangebot vom Vermieter erstellen lassen,
3. Mietangebot vom zuständigen Leistungsträger genehmigen lassen,
4. Mietvertrag unterschreiben,
5. neuen Mietvertrag (Kopie) und Veränderungsmeldung bezüglich der neuen Unterkunftskosten beim bisher zuständigen Leistungsträger abgeben; wird ein anderer Leistungsträger zuständig, dort zusätzlich einen neuen ALG II-Antrag stellen, die Abgabe des Mietvertrages beim alten Leistungsträger ist dann überflüssig,
6. umzugsbedingte Kosten beim zuständigen Leistungsträger beantragen (Mietkaution, Umzugskosten).

VÄM und Umzugskosten also erst später beantragen oder jetzt schon?

Meine Schreiben (mit eurer Hilfe)
Zitat
Beantragung von Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget*


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit setze ich Sie fristgerecht darüber in Kenntnis, dass demnächst aufgrund der Arbeitsaufnahme in eine unbefristete Vollzeitstelle ein Umzug von meinem bisherigen Wohnort X nach Y*** notwendig ist.

Ich beantrage Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget gemäß § 16 SGB II i.V.m. § 44 SGB III.

Die notwendigen Nachweise** reiche ich Ihnen zeitnah nach.


Mit freundlichen Grüßen
* Werden mit diesem Schreiben alle Umzugskosten beantragt? Renovierung, Transporter+Benzin usw.?
** Damit sind wahrscheinlich Mietangebot, ununterschriebener Arbeitsvertrag
*** es sind über 100km in ein neues Bundesland

Zitat
Beantragung von anfallenden Kosten zwecks Umzug und Arbeitsaufnahme


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich fristgerecht einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II, um die Dauer von Arbeitsaufnahme und meiner ersten Lohnzahlung zu überbrücken.

Die Hilfebedürftigkeit liegt laut beigefügten und ausgefüllten Anträgen nachweislich*** vor und dürfte, wenn von Seiten des Arbeitgebers, oder anderer unvorhersehbaren Umständen, nichts anderes dazwischen kommt, ab der ersten Lohnzahlung wieder entfallen. Fehlende Unterlagen, die ich im Moment nicht besitze, werde ich selbstverständlich nachreichen.


Mit freundlichen Grüßen
*** ist damit die VÄM gemeint?

Alle Schreiben/Anträge werde ich persönlich und mit gestempelter Kopie abgeben. Das geht schneller als mit der Post.
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2019, 19:25:47 von HulleHolle »

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HulleHolle

So langsam wirds ja was  :ok:

Zu
Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
Ist das richtig, dass ich dieses eine Formular brauche und mehr nicht? VÄM zum Arbeitslosengeld (Link). Alle anderen scheinen mir ungeeignet.
Nein !
du brauchst alles was ich im letzten Post erwähnt habe weil du einen Neuantrag beim neuen JC stellen musst.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
warum ist die Zustimmung für einen Umzug notwendig, wenn es derselbe Leistungsträger ist, bei einem anderen aber nicht?
wegen der Kostenübernahme s. Umzugsratgeber
Zitat
3. man bekommt mit Sicherheit keine Umzugskosten oder Mietkaution.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
1. (erledigt, hat lange gedauert und viel gekostet!) Wohnung entsprechend den für den Ort der neuen Wohnung geltenden Angemessenheitskriterien suchen,
2. (hole ich nächste Woche) Mietangebot vom Vermieter erstellen lassen,
3. Mietangebot vom zuständigen Leistungsträger genehmigen lassen,
hier noch unten etwas zur Bearbeitungsdauer
4. Mietvertrag unterschreiben,
5. neuen Mietvertrag (Kopie) und Veränderungsmeldung bezüglich der neuen Unterkunftskosten beim bisher zuständigen Leistungsträger abgeben; wird ein anderer Leistungsträger zuständig, dort zusätzlich einen neuen ALG II-Antrag stellen, die Abgabe des Mietvertrages beim alten Leistungsträger ist dann überflüssig,
hier dann die VÄM zu deinem Antrag dazulegen
6. umzugsbedingte Kosten beim zuständigen Leistungsträger beantragen (Mietkaution, Umzugskosten).

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
* Werden mit diesem Schreiben alle Umzugskosten beantragt? Renovierung, Transporter+Benzin usw.?
Nein die Kosten musst du extra aufführen
und für den Transporter und Zubehör wie Decken, Kartonagen und sonstiges Zubehör über einen Kostenvoranschlag belegen.
Gerne gesehen wird von den JC das du drei Voranschläge vorlegst.

Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
VÄM und Umzugskosten also erst später beantragen oder jetzt schon?
Beides jetzt schon.

Zum zweiten Schreiben:
Zitat von: HulleHolle am 08. Oktober 2019, 19:05:28
*** ist damit die VÄM gemeint?
Nein, wie oben schon erwähnt wird es ein Neuantrag also komplett alles was nötig ist.

Zur Dauer der Zusicherung:
Von
Zitat von: coolio
Die Zustimmung muss eigentlich vor Ort erteilt werden (Angemessenheitserklärung).
Wenn die nicht vor Ort getroffen wird, schriftliche Aussage fordern mit Begründung, sonst weiter zum Teamleiter / Geschäftsführer, gleich vom SB veranlassen lassen!.
Weil:
Das JC hat eine Treuepflicht und muss Zeit- Fristgerecht entscheiden.
D.H.
Kommt das JC seiner Treuepflicht nicht nach, kann man die Zustimmung bzw. die eigene Entscheidung vorm SG ersetzen lassen - solange die Angemessenheit klar bzw. unstrittig ist.
Die zitierte Treuepflicht ergibt sich aus § 17 Abs. 1 SGB I.

und dann noch im Anhang zwei anzupassende und preislich auch bei dem Muster von User Niendorf zu aktualisieren. Die stelle ich als Orientierungsund Formulierungshilfe für dich gleich mit ein damit du es etwas leichter hast.

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