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Autor Thema: Zwingen in Notunterkunft  (Gelesen 3995 mal)

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Offline Orakel

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #15 am: 13. September 2019, 20:12:52 »
Na so lange er in der Wohnung lebt muss er auch die Miete zahlen.

Eben nicht! Wenn der Mietvertrag rechtswirksam gekündigt ist, fehlt es dafür an einer Anspruchsgrundlage!

Bei verspäteter Rückgabe der Wohnung hat der Vermieter einen Anspruch gegen seinen (ehemaligen) Mieter auf Entschädigung, die an der ortsüblichen Miete zu bemessen ist, also auch höher oder niedriger sein kann als die ursprünglich vereinbarte Miete (§ 546a BGB).
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Offline Benjamin

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #16 am: 13. September 2019, 20:13:06 »
So lange der VM dich in der Wohnung duldet, was sehr entgegenkommend zu sein scheint, hat das JC auch die KdU zu zahlen.

Das JC kann dich nicht aus der Wohnung zwingen!

Vielen Dank!
Ich halte den Gang zum Jobcenter Montag für wenig hilfreich und überlege, ob ich nicht direkt zum Sozialgericht gehen soll.

Offline Orakel

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #17 am: 13. September 2019, 20:14:29 »
Das JC kann dich nicht aus der Wohnung zwingen!

Aber der Vermieter!
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Offline coolio

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #18 am: 13. September 2019, 20:18:30 »
Das JC kann dich nicht aus der Wohnung zwingen!

Aber der Vermieter!
Ach neee?  :wand:
Heute ist mal weder Tag der giftigen Nebelschwaden aus der Felsspalte.....
Wie gut, daß es solche Weisheitsüberbringer gibt. :wand:
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Offline Benjamin

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #19 am: 13. September 2019, 20:18:56 »
Dort die sofortige Wiederaufnahme der Zahlungen fordern.

Auf welcher Grundlage???

Zur Erinnerung:

Weshalb wurde das Mietverhältnis gekündigt?
Wann war die Wohnung an den Vermieter zu übergeben?
Weshalb erfolgte bisher keine Übergabe?

Weshalb wurde das Mietverhältnis gekündigt?
Weil das Jobcenter die Mieterhöhung durch Nebenkostenerhöhung nicht übernommen hat und die Nebenkostenabrechnungen für 2016 und 2017 auch offen sind.
Wann war die Wohnung an den Vermieter zu übergeben?
Also: die 1. Räumungsfrist durch den Vermieter gewährt, war bis 16.08.2019.

Weshalb erfolgte bisher keine Übergabe?
Weil die Suche nach Wohnung sehr schwer ist, auch ich möchte hier ausziehen, aber es ist sehr schwer eine Wohnung zu finden.

Offline zugchef werner

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #20 am: 13. September 2019, 20:19:07 »
Zitat von: Orakel am 13. September 2019, 20:14:29
Aber der Vermieter!
Ja und? Ist mir schon klar.
Such dir bitte jemand anderen zum streiten, ich mach jetzt WE :bye:

Er will den TE evtl. aber nicht auf die Straße setzen und duldet ihn eben weiter.
Die Hintergründe kennt hier niemand und sind auch egal.

Offline Benjamin

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #21 am: 13. September 2019, 20:25:13 »
Zitat von: Orakel am 13. September 2019, 20:14:29
Aber der Vermieter!
Ja und? Ist mir schon klar.
Such dir bitte jemand anderen zum streiten, ich mach jetzt WE :bye:

Er will den TE evtl. aber nicht auf die Straße setzen und duldet ihn eben weiter.
Die Hintergründe kennt hier niemand und sind auch egal.

Das ist auch meine Vermutung. Kann die Mietzahlung dann gesichert sein?

Offline coolio

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #22 am: 13. September 2019, 20:28:06 »
OT:
Hab ganz vergessen: ich soll ja bei Dir nix schreiben - der Zweite im WE... jetzt
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Offline Orakel

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #23 am: 13. September 2019, 20:35:59 »
Weil das Jobcenter die Mieterhöhung durch Nebenkostenerhöhung nicht übernommen hat und die Nebenkostenabrechnungen für 2016 und 2017 auch offen sind.

Damit kommen wir doch der Sache schon näher. Der Mietrückstand beträgt also mehr als zwei Monatsmieten und der Vermieter hat fristlos gekündigt? Hat der Vermieter zugleich fristgemäß gekündigt?

Gegen mich liegt eine Räumungsklage vor, diese liegt seit Monaten vor.

Das klingt aber nicht gerade nach "Duldung" ...
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Offline Benjamin

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #24 am: 13. September 2019, 20:40:01 »
Weil das Jobcenter die Mieterhöhung durch Nebenkostenerhöhung nicht übernommen hat und die Nebenkostenabrechnungen für 2016 und 2017 auch offen sind.

Damit kommen wir doch der Sache schon näher. Der Mietrückstand beträgt also mehr als zwei Monatsmieten und der Vermieter hat fristlos gekündigt? Hat der Vermieter zugleich fristgemäß gekündigt?

Gegen mich liegt eine Räumungsklage vor, diese liegt seit Monaten vor.

Das klingt aber nicht gerade nach "Duldung" ...

Doch! Das ist eine Duldung.

 fristlos gekündigt? Hat der Vermieter zugleich fristgemäß gekündigt?
Ja und Ja.

Ich möchte hier nicht alle Schritte der Räumungsklage schreiben.

Offline Orakel

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #25 am: 13. September 2019, 20:43:47 »
... die 1. Räumungsfrist durch den Vermieter gewährt, war bis 16.08.2019.

Und wie lautet die zweite Frist?
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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #26 am: 13. September 2019, 20:45:24 »
... die 1. Räumungsfrist durch den Vermieter gewährt, war bis 16.08.2019.

Und wie lautet die zweite Frist?

gab es nicht .

Offline Orakel

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #27 am: 13. September 2019, 20:48:42 »
Auf welcher (schriftlichen) Grundlage nutzt du dann die Wohnung weiterhin? Wurden die Mietrückstände zwischenzeitlich ausgeglichen?
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Offline Benjamin

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #28 am: 13. September 2019, 20:57:32 »
Auf welcher (schriftlichen) Grundlage nutzt du dann die Wohnung weiterhin? Wurden die Mietrückstände zwischenzeitlich ausgeglichen?

Ich glaube, dass es keine Rechtsgrundlage dafür gibt. Auch deswegen glaube ich, dass der Vermieter mich dulden möchte.
Die Mietrückstände sind weiterhin OFFEN. Das bricht mir das Herz. Und ich bin dabei eine Lösung zu finden.

Offline Orakel

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Re: Zwingen in Notunterkunft
« Antwort #29 am: 13. September 2019, 21:04:36 »
Die Mietrückstände sind weiterhin OFFEN.

Damit liegt auch weiterhin ein außerordentlicher Kündigungsgrund gem. § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB vor!

Ich glaube, dass es keine Rechtsgrundlage dafür gibt. Auch deswegen glaube ich, dass der Vermieter mich dulden möchte.

Hier geht es trotz Religionsfreiheit nicht um Glauben, sondern um Fakten und die sprechen nun einmal glasklar gegen dich!
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