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Autor Thema: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte  (Gelesen 2931 mal)

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Offline The Witch

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #15 am: 18. September 2019, 06:56:32 »
Zitat von: Sigrid am 17. September 2019, 19:42:13
Ich bin -ehrlich gesagt- schon bissle arg stolz auf mich. Mit 60 Jahren starte ich nun  nochmal ganz neu. 

Das habe ich auch getan - und ich bin auch stolz darauf.

Glückwunsch!

Offline Jasmin

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #16 am: 18. September 2019, 16:22:47 »
Hallo Sigrid,

möchte dir auch zu deinem neuen Job gratulieren.  :sehrgut:

Außerdem hast du mir (60 J.) damit Hoffnung gemacht, dass ich vielleicht auch noch mal in Arbeit komme. Meine 2 Pflichtbewerbungen pro Monat überschreite ich jedenfalls immer.

Viel Erfolg. Vielleicht berichtest du später mal, wie es im neuen Job geklappt hat.

Offline Sigrid

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #17 am: 04. Oktober 2019, 19:58:31 »
ich wollte mal in die Runde fragen wie Ihr darüber denkt:
mein letzter Arbeitstag ist Dienstag, der 29. Oktober. Dann habe ich noch meine 2 Tage Resturlaub. Der AV des neuen Jobs läuft ab 01.11., mein 1. Arbeitstag ist am Dienstag, 05. November (ich Montags immer komplett frei).
Als ich meine KÜ dem neuen GF präsentiert habe sagte er "ja danke, Sie hatten es ja schon angedeutet". Das war ALLES! okay, was hab ich erwartet? Wahrscheinlich, dass er heulend sagt: Sie können uns doch nicht im Stich lassen, oder sowas. Scherz beiseite. Geschockt war ich trotzdem.
So, ich hab nun überhaupt keine Lust mehr, mir dort den Axxx aufzureissen. Meine Arbeit wird eh nicht gewürdigt. Weder von den Kolleginnen, noch vom GF. Ich habe am Montag, 14. Oktober um 11:50 Uhr einen Termin bei dem Nachfolger von meinem Psychiater. Er kennt mich noch nicht, ich kenne ihn noch nicht. Ich werde ihm alles erzählen und sagen, ich brauch ne Auszeit. Jetzt meine Frage: wenn der sagt "okay, ich nehm Sie da raus, bis zum Ende Ihres AV-s". Sollte ich das dann annehmen? Irgendwie ist das ja schon schäbig, oder?
Die Kolleginnen würden sich das Maul zerfetzen und der GF täte auf dem Tisch tanzen vor Wut. Krankheit ist für den ein Unding. Da spinnt der total.
Andererseits: wennich zu dem Psychiater sage: "ach nee,  1 Woche reicht auch". dann kann ich ja gleich mir auf die Stirn schreiben "wissen Sie, ich hab kein Bock mehr, ich brauch nur nen gelben Schein". Oder? Passieren könnte mir ja nichts, bei einer AU bis zum Ende, oder?
Oh Mann, hoffentlich liest diesen Roman überhaupt jemand, sorry. Nen schönen Abend wünsch ich Euch.

Offline Sheherazade

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #18 am: 05. Oktober 2019, 09:04:43 »
So, ich hab nun überhaupt keine Lust mehr, mir dort den Axxx aufzureissen.

Wenn es nur um deine Motivation wegen angeknackstem Stolz geht: Dann machst du eben nur Dienst nach Vorschrift, ohne Axxxx aufreissen.

Ich nehme an, du möchtest ja noch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis von deinem Noch-AG, oder? Da würde ich mich an deiner Stelle nicht angreifbar machen für die paar Tage.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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Offline desch

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #19 am: 05. Oktober 2019, 09:05:36 »
Eigentlich hast du dir diese Frage schon selbst beantwortet. Schließlich hast du ja auch selber, zumindest ein wenig, ein schlechtes Gewissen.
Übrigens, wie du schon sagtest, was soll er denn bei der Kündigung anderes sagen? Wenn man die Kündigung als Drohung benutzen will, dann sucht man ein Gespräch DAVOR und sagt was einen stört. Dann ist es Verhandlungssache. Wenn es dann klappt, super und wenn nicht kündigt man halt. Wenn man mit der Kündigung in der Hand vor dem Chef steht dann hat man sich in aller Regel schon entschieden. Außerdem kündigt man unter normalen Umständen nie ohne schon was anderes zu haben...also warum sollte er jetzt sich noch bemühen? Und ein Chef der dabei dann einen Tobsuchtsanfall bekommt oder sich kindisch benimmt ist dann eh ein Chef wo man besser damit fährt zu gehen...in der Realität passieren wird es aber eher selten...ich meine warum sollte er sich die Blöße geben?

Ich kenne aus meinem bisherigen Arbeitsleben viele solche Beispiele. Manche haben nicht mal den Anschein gewahrt, die meisten sagten..ja klar arbeite ich die letzten Wochen noch...und einen Tag oder oft eine Woche später kam dann die Krankmeldung eingeflattert. Das Beste war dann, das zum Beispiel die Arbeitskleidung und Utensilien per Post zurückgeschickt worden sind weil man sich nicht mehr reintraute. Solange nicht die Gefahr besteht das dein neuer Chef davon Wind kriegt ist es aber aus meiner Erfahrung folgenlos.
Kurz um, aus meiner Sicht ist es eine Charakterfrage. Viele, tun es, und sehr viele Ärzte was ehrlich gesagt der größere Skandal ist, spielen dabei mit.

Aber um deine Frage zu beantworten, wenn du mit Attest krank geschrieben bist, kann dir nichts passieren außer das dein Chef sich am Arbeitszeugnis vergeht. Und selbst das ist ja bekanntlich kein in Stein gemeißeltes Problem. Solange du während der AU nicht schon beim neuen Arbeitgeber oder anderswo arbeitest kann man dir auch nicht wirklich was.
Aber ja, man sollte dann schon soweit planen können das du definitiv nicht mehr in den Betrieb zurück musst...nachher noch eine Woche zurück nach ''Krankheit'' in den Betrieb könnte dann tatsächlich zum Spießrutenlauf werden. Es ist ja auch de facto unkollegial, jemand anderes muss zusätzlich zu seiner Arbeit noch deine machen. Je nach Arbeitsumfeld, Betrieb und Branche mit eh schon dünner Personaldecke heißt das am Ende wird der Rest der Belegschaft verheizt.
Das muss jeder für sich wissen. Ich persönlich würde solange das Arbeitsumfeld professionell ist meine Arbeit verrichten. Aber vielleicht bin ich auch eine aussterbende Spezies.

Offline Sigrid

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #20 am: 05. Oktober 2019, 10:23:33 »
danke Euch beiden! An Desch: ich hatte ihm vorher signalisiert, dass es mir nicht mehr gefällt, ich gab ihm die Chance was zu ändern. Damals meinte er noch: ach, Frau Sigrid, danke für Ihre offenen Worte. Klar, darüber kann man reden, usw. Nachdem aber dann null Reaktion kam hab ich mich eben weiter wegbeworben und jetzt zugeschlagen.
Ich benötige kein qualifiziertes Zeugnis. Wir beide kennen uns noch nicht lange, was soll er über jemand schreiben der ein paar Wochen mit ihm arbeitet? Und zudem legt mein neuer Chef null Wert auf solche Unterlagen. Ich gehe auch davon aus, dass dies die letzte Arbeitsstelle bis zu meinem Renteneintritt ist. Was soll ich dann mit einem qualifizierten Zeugnis, mir ins Clo an die Wand hängen?
---Charactersache, ja, da hast Du absolut Recht. Im Grunde genommen bin ich auch so  jemand. Aber wenn du wüsstest was ich dort gelitten habe, in dieser Firma, dann könntest Du vielleicht ein klitzekleines bisschen verstehen warum ich jetzt irgendwie am Ende bin. 

Offline Sheherazade

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #21 am: 05. Oktober 2019, 10:34:58 »
Dann geh eben zu deinem Arzt und schau, was er für dich tun kann, wichtig ist nur, dass du mit deiner Entscheidung leben kannst.  :zwinker:
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Offline Ottokar

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #22 am: 05. Oktober 2019, 12:12:43 »
Ich habe noch eine Frage, tschuldigung: ist folgende Kombi möglich "ALG I, aufstockend mit ALG II plus Minijob? LG, Sigrid.
Auch wenn es wohl nicht mehr geplant ist:
Das o.g. ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass der Minijob eine Arbeitszeit von weniger als 15 Stunden wöchentlich umfasst, ansonsten gilt man nicht mehr als Arbeitslos und verliert den Anspruch auf ALG I (§ 138 SGB III).
Sollte diese Voraussetzung vorliegen, wird Einkommen ab 165 Euro auf ALG I angerechnet (§ 155 SGB III).
Auf ALG II ohnehin, wobei sich die Minderung des ALG I dann erhöhend auf das ALG II auswirkt.
Meine Beiträge beinhalten oder ersetzen keine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit.
Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline Sigrid

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Re: "selbst herbeigeführte" Altersrente für langjährig Versicherte
« Antwort #23 am: 05. Oktober 2019, 12:50:47 »
vielen Dank, Ottokar. Ja, es ist nun hinfällig.
Ich habe ja nun wieder einen 28 h Job. Bis zur Rente.
Und: ich bin nochmal in mich gegangen. Ich werde mich nur die 3-4 Tage krankschreiben lassen (vom Hausarzt aber, nicht vom Psychiater!!!) wo ich auf die Messe soll, in KW 42. Ich kann wirklich grad wieder kaum mehr laufen und die Kolleginnen wissen das auch. Ich kann nicht durch die endlosen Messehallen flanieren. Der Chef weiss nix von meinem Rheuma. Das muss er jetzt auch nicht mehr mitbekommen. Ich bin dann halt krank, und fertig. Diese Entscheidung fiel nun auch durch den Beitrag von desch   :danke: . Ich bin doch so stolz, dass ich -als einzige vom ganzen Büro- monatelang die ehemalige GF geschnitten habe und es als einzige gewagt habe, mich wegzubewerben und das auch erfolgreich durchgezogen habe. Und jetzt will ich das Handtuch werfen? Nein, das ist wirklich nicht korrekt. Das passt auch nicht zusammen. Ich möchte mir weiterhin ins GEsicht sehen können.
Also werden es nur die paar Tage "Auszeit".
Daran finde ich nix verwerfliches, zumal es ja auch wirklich nicht geht, mit dem laufen.
Oftmals braucht man einfach nen Arxxxxtritt von aussen, nicht wahr?
Schönes Wochenende an alle die hier reinlesen.