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Autor Thema: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz  (Gelesen 2867 mal)

Darkus und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Niti007

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #30 am: 09. Oktober 2019, 19:27:45 »
Ich war der Meinung das ich meine Ausgaben schwärzen darf. Einnahme ist ja nur eine. ADAC und Privathaftpflicht etc geht dich doch null an.

Online Angie69

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #31 am: 09. Oktober 2019, 19:39:09 »
Normalerweise darf man auch schwärzen.
Du kannst auch verlangen dass sie es dir schriftlich mitteilen. Ob sie dann noch auf ungeschwärtzt bestehen  :weisnich:

SG ist auf jeden Fall dringend angesagt. Ich würde da an deiner Stelle gleich morgen hin, bzw erkundige dich ob Zusendung per Fax möglich ist. Falls du selbst einen er hinbekommst
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Online NevAda

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #32 am: 09. Oktober 2019, 19:41:14 »
Ich war der Meinung das ich meine Ausgaben schwärzen darf.
Nicht alle. Und sowieso nur die Texte dazu.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline coolio

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #33 am: 09. Oktober 2019, 19:44:34 »
Nur zur Ergänzung (ungern, weils vom Kern-Thema ablenkt): Ratgeber Kontoauszug
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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #34 am: 09. Oktober 2019, 20:15:29 »
Danke und Asche usw....
Zitat
Eine Schwärzung sei nur bei Buchungstexten von Abbuchungen zulässig, deren Inhalt sehr intim sei, so z.B. bei "rassischer und ethnischer Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit oder Sexualleben", die Beträge müssen aber weiterhin ersichtlich sein.
Also muss sowohl ALDI als auch der Betrag stehen bleiben.
Ich würde dafür streiten, dass die Auskunft, DASS ich bei Aldi einkaufe, was über meine politische Überzeugung aussagt (denn das tut es!). Aber nur, wenn es das wert ist...
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Niti007

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #35 am: 10. Oktober 2019, 02:41:27 »
Mein Bekannter hatte das für mich geschwärzt und mir geschickt. Jetzt hab ich alles ungeschwärzt mit Aldi und ADAC. Mir ging es um mich. In meinem Innern sträubt sich alles gegen diese Art von Offenlegung. Im Prinzip hat man kein Privatleben mehr. Man macht sich nackt, muß sich entblössen. Das widerspricht mir richtig heftig. Aber du kannst dich nicht wehren, bist völlig auf deren Gunst angewiesen. Wie ein Sklave. Die Widersprüche, die sie selbst dabei rüberbringen, egal. Morgen früh bekommen sie die ungeschwärzten Kontoauszüge, aber es wird nichts nutzen. Leider wird die Bestätigung der Bank ein paar Tage dauern. Ohne die kein Geld. Dabei ist es völlig unlogisch, in meinen Kontoauszügen würde ja auch eine Kreditkartenabrechnung zu sehen sein. Für mich ist das reine Willkür und ausbluten lassen. Werde das SG morgen im Anschluss kontaktieren. Übrigens könnte ich ja ADAC schwärzen, wegen CO2....Wer im ADAC ist, der ist FÜR Auto. Das ist politisch ungewollt oder ich könnte bedroht werden. :help:
Danke euch allen!

Online Angie69

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #36 am: 10. Oktober 2019, 07:57:10 »
Ich kann dich durchaus verstehen. Ich selbst schwärze zwar nicht, aber es ist mir auch egal. Zudem denke ich dass ein Sachbearbeiter anderes zu tun hat als sich jede einzelne Ausgabe anzuschauen.
Wenn man es jedoch nicht möchte und wie bei dir gezwungen wird ist das nicht richtig und daher solltest du dich, wenn du dein Geld hast zb an den Datenschutzbeauftragten wenden. Du hast auch die Möglichkeit dich an den Bfdi zu wenden, wenn du dem nachgehen möchtest.
Leider lief zu viel über Telefon so dass du wenige Nachweise hast aber melden kannst es trotzdem..

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Offline Fettnäpfchen

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #37 am: 10. Oktober 2019, 17:43:39 »
Nicht zu vergessen die gute alte Methode bar zu zahlen.
Wer mit Karte bezahlt gibt nun mal Sachen preis die bei Barzahlung niemand erfährt.

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Offline Niti007

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #38 am: 12. Oktober 2019, 11:43:55 »
Hi,
es geht weiter! Bekam ein Schreiben in dem steht:
Es wird beabsichtigt die Zahlung der Unterkunftskosten für den Wohnwagen ab 01.10 einzustellen.
Folgendes ist passiert, um es kurz zu fassen:
Die Aussendienstler waren nicht etwa bei mir am Wohnwagen, die sind zur Besitzerin des Campingplatzes und haben nach den Eigentumsverhältnissen gefragt. Dort wurde Ihnen mitgeteilt das der Wohnwagen einer Frau xxx gehört mit der ich keinen Mietvertrag habe. Zweiter Grund ist, das Untervermietung der Wohnwagen verboten wäre und Dauercamper auch.
Daraufhin habe ich meinen Vermieter kontaktiert. Woher sollte ich wissen wer der Besitzer ist? Auch habe ich ihm mitgeteilt das die, die Besitzerin kontaktiert haben. Der ist daraufhin aus der Haut gefahren. Der Wohnwagen ist tatsächlich von seiner Lebensgefährtin gekauft worden, allerdings hat er ihn bezahlt. Sie intressiert sich nicht mehr dafür und er wollte ihn verkaufen. Auf diese Verkaufsanzeige ( das heißt auf mehrere) hatte ich angerufen um zu fragen ob auch eine Vermietung gehen würde. Dem stimmte er zu. Den Mietvertrag hat ER mit mir gemacht. Das man einen Wohnwagen auf einem Platz nicht überall vermieten kann hatte ich schon gehört, wird aber trotzdem gemacht. Vor allem können ja Familie und Verwandte den nutzen. Dauercamper über das ganze Jahr wohnen dort sehr viele, auch fest gemeldete. Von einem weiß ich auch das er Hartz 4 bekommt. Dauercamping war dort noch nie verboten. Der Besitzer meinte auch das die Job-com weit über ihre erlaubten Schritte geht, indem sie Auskünfte von ihm und seiner Lebensgefährtin verlangt und das auch rufschädigend gegenüber ihm, seiner Lebensgefährtin und mir ist.
Wenn ich die Unterhaltskosten nicht bezahlen kann sitze ich auf der Strasse! Durch die Zwangsräumung auf dem anderen Platz war ich 2 Wochen obdachlos. Das ist ein schlimmes Gefühl. Beim Sozialgericht war ich noch nicht. Der Teamleiter hatte mir Donnerstag mitgeteilt das erst noch meine Kontoauszüge bei der Rechtsabteilung überprüft werden. Hin und Rückfahrt nach Düren kosten knapp 18 Euro und da war ich ja letzte Woche schon. Wovon das alles bezahlen. Gasflaschen zum heizen hab ich ja auch gekauft. Meine Rechtsanwältin erreiche ich erst Montag....
Ich frage mich warum die Job-com mir schriftlich zugesagt hat dort zu wohnen und woanders gemeldet zu sein um mir jetzt derart in den Rücken zu fallen?

Offline Fettnäpfchen

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #39 am: 12. Oktober 2019, 15:55:21 »
Niti007

Zitat von: Niti007 am 12. Oktober 2019, 11:43:55
Es wird beabsichtigt die Zahlung der Unterkunftskosten für den Wohnwagen ab 01.10 einzustellen.
Das wäre dann ja schon passiert der 01 ist vorbei.

Hast du keinen schriftlichen Mietvertrag dann hast du halt einen mdl. Vertrag das gibt es auch und ist nicht zu beanstanden. Die mtl. Mietzahlungen kannst du belegen?
Gerade beim nachlesen gesehen> Der Mietvertrag besteht mit dem Mann, okay der gilt genauso! Wichtig ist das du Miete schuldig bist egal ob mdl. o. schriftlich festgelegt!

Zitat von: Niti007 am 12. Oktober 2019, 11:43:55
Gasflaschen zum heizen hab ich ja auch gekauft.
Das gehört zu den KdU und muss vom JC ersetzt werden, logischerweise nur gegen Quittung o. ä. .

Zitat von: Niti007 am 12. Oktober 2019, 11:43:55
Meine Rechtsanwältin erreiche ich erst Montag....
wenn schon eine RAin eingeschaltet ist solltest du dieser nicht dazwischenfunken, außer du machst es dergestalt das du Gesetze oder Urteile beibringst und freundlich erwähnst das du das schon vorab recherchiert hast.

MfG FN
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Offline Niti007

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #40 am: 12. Oktober 2019, 23:05:58 »
Ich hab einen schriftlichen Mietvertrag. Der wurde auch so ganz normal akzeptiert. Die spionieren rum bei Leuten die da nichts mit zu tun haben. Und wenn die mir alle Unterkunftskosten verwehren dann war es das. Rechtsanwältin weiß noch nichts davon. Die kenne ich halt und sie war wohl in Urlaub. Hab glaube ich schon eine Art Verfolgungswahn. Irgendein Eichhörnchen rennt übers Dach und ich zucke zusammen. Dauerstress. Das merke ich auch gesundheitlich. Mein Arzt will mir ein Sauerstoffgerät andrehen, langsam denke ich es wird Zeit da der Husten immer schlimmer wird. Könnte ich nur einmal zur Ruhe kommen und DURCHATMEN. Mir geht nichts anderes mehr durch den Kopf.
Habe für Oktober nichts bekommen. Das heißt keinerlei Unterkunftskosten. Wurde mir auch jetzt erst am 8. Mitgeteilt.

Offline lea

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #41 am: 13. Oktober 2019, 01:02:09 »
Ich hab einen schriftlichen Mietvertrag. Der wurde auch so ganz normal akzeptiert. Die spionieren rum bei Leuten die da nichts mit zu tun haben. Und wenn die mir alle Unterkunftskosten verwehren dann war es das. ....

Hallo Niti,

könnte Dir einiges zum Thema schreiben, schaffe es aber zeitlich grad nicht.
Ggf. später mehr.
Jetzt erst mal das aus meiner Sicht Wichtigste in Kürze.

Dir stehen Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen zu, soweit diese angemessen sind.
Das SGB II stellt auf den tatsächlichen Wohnbedarf ab.

Auf  Deinen Fall übertragbar ist ein Urteil des Bundessozialgerichtes B 14 AS 79/09 R vom 17.06.2010 (auch genannt „Wohnmobilurteil“)
Auszug:
Zitat
„Unter einer Unterkunft im Sinne des SGB II ist jede Einrichtung oder Anlage zu verstehen, die geeignet ist, vor den Unbilden des Wetters bzw. der Witterung zu schützen und eine gewisse Privatsphäre (einschließlich der Möglichkeit, private Gegenstände zu verwahren) gewährleistet. Unter diesen Begriff der Unterkunft im Sinne des SGB II fallen auch Wohnwagen und Wohnmobile. Nicht maßgeblich ist dabei für den Begriff der Unterkunft, dass die dauerhafte Nutzung eines Wohnmobils oder Wohnwagens im öffentlichen Straßenraum ordnungsrechtlich als Sondernutzung wohl unzulässig wäre. Das SGB II stellt insofern auf den tatsächlichen Wohnbedarf (die konkrete Hilfebedürftigkeit) ab, der im Einzelfall auch durch die Nutzung eines Wohnmobils gedeckt werden kann. Jedenfalls ist es den Grundsicherungsträgern und auch den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit im Regelfall verwehrt, gegenüber den Antragstellern eigenständige ordnungsrechtliche Prüfungen vorzunehmen und insofern in der Rolle einer Sonderordnungsbehörde die jeweilige Unterkunft zu bewerten.“

Weise Deine Anwältin direkt auf dieses Urteil hin, bezieht euch im anstehenden Rechtsstreit (Widerruf der Versagung der KDU, ggf. folgende Klage(n)) darauf.

Bin seit mehr als 2 Jahren selbst betroffen (JC maßt sich die Rolle einer Sonderordnungsbehörde an und verweigert KDU Leistungen) und habe mich intensiv mit dem Thema befasst.
Alles ist vor Gericht inzwischen…und dauert…

Datenschutzrechtliche Problematiken sind bei solchen Fällen auch zu erwarten und geht ja damit schon los bei Dir

Gerne aber mal mehr dazu um ggf.  etwas zu helfen und Erfahrungen weiterzugeben und auch, weil Fragen zum Thema „alternativ Wohnen“ und wie ist das dann mit den KDU im SGBII, sich zukünftig sicher häufiger stellen dürften vor dem Hintergrund der Entwicklung der Wohnmarkt- und Mietensituation.

LG
Lea



Offline Niti007

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #42 am: 13. Oktober 2019, 11:10:26 »
Hallo Lea,
super, das passt ja zu meiner Situation. Bei mir ist es auch hauptsächlich das Wohnungsnotproblem. Die andere Seite ist di, das ich am Wohnwagen meinen kleinen Garten habe und bei schönem Wetter draussen sein kann.
Lg

Offline Lachsangler

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #43 am: 13. Oktober 2019, 11:34:52 »
@niti007,

hat man dir jetzt die KdU für Oktober bezahlt oder nicht?
„Wie Du kommst gegangen, so Du wirst empfangen“.
J.W. von Goethe.

Offline kalla

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Re: Sanktion wegen Hausbesuch auf Campingplatz
« Antwort #44 am: 13. Oktober 2019, 11:38:29 »
at Lachsangler

Es ist wohl eher eine Kürzung um Miete und Nebenkosten.
Es gibt nichts zum hochladen, gab kein Schreiben. Ohne mein Wissen bekam ich nur diese 420 Euro.
Hier auf dem Campingplatz gibt es keinen Briefkasten, keine Meldeadresse. Mir wurde es aber vom JC so schriftlich erlaubt, mich bei Bekannten anzumelden.

Wer lesen (und verstehen) kann, ist klar im Vorteil.