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Autor Thema: Bitte um Hilfe!! Räumungsklage erhalten, Jobcenter übernimmt als Darlehen nicht  (Gelesen 1451 mal)

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Online Deadpool

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Lt. Ihrem letzten Thread aus Juli hat sie ein Kind mit Pflegegrad 4, bekommt 700 Euro Pflegegeld:

https://hartz.info/index.php?topic=119242.0

Zum einen dürfte der Erfolg einer Räumungsklage angesichts eines behinderten Kindes äußerst fraglich sein. Zum anderen verstehe ich nicht, wie man das Geld vom Job-Center für die Miete nicht dafür ausgibt, besonders, wenn man zusätzlich noch anrechnungsfreies Pflegegeld zur Verfügung hat.

Und unabhängig von der Rechtslage verstehe ich nicht, wie man so verantwortungslos sein kann, die Miete nicht zu zahlen, wenn man ein behindertes Kind hat.

Offline Orakel

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Falls die Räumung wegen der ordentlichen Kündigung sowieso nicht mehr zu verhindern ist, kann es sinnvoll sein, bis zum Ende des Prozesses überhaupt keine Miete mehr zu bezahlen :blum:, weil du davon am Ende sowieso nichts hast. Spare dir das Geld dann lieber (nicht auf dem Konto wegen Pfändung, sondern gut versteckt, z.B. unter den Haferflocken in der Müslipackung).

Ganz toller Vorschlag, weil es am Ende noch teurer wird!

Durch folgende Verhaltenstipps von Profis :grins: kannst du bei einer Räumungsklage den Auszug noch lange herauszögern:
- "beim Verhandlungstermin mit Abwesenheit glänzen"
- "vor Gericht eine Mängelliste der Wohnung auszupacken. Nun müssen zunächst Gutachten eingeholt werden, was den Prozess zusätzlich verlängert."

Das interessiert kein Gericht! Schon mal was von einem Abwesenheitsurteil gehört? Eine Mängelliste aus dem Hut zaubern, um gegen 1500 Euro Mietschulden aufzurechnen? Ohne vorherige Mängelanzeige beim Vermieter?
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Online jordon

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aber im AG Brief steht, das falls ich den offenen Betrag innerhalb 2 Monate bezahle wird der fristlose Kündigung  unwirksam.
Das ist die Gesetzliche Schonfist gemäß § 569 III 2 BGB:
Zitat
Die Kündigung wird auch dann unwirksam, wenn der Vermieter spätestens bis zum Ablauf von zwei Monaten nach Eintritt der Rechtshängigkeit des Räumungsanspruchs hinsichtlich der fälligen Miete und der fälligen Entschädigung nach § 546a Abs. 1 befriedigt wird oder sich eine öffentliche Stelle zur Befriedigung verpflichtet. Dies gilt nicht, wenn der Kündigung vor nicht länger als zwei Jahren bereits eine nach Satz 1 unwirksam gewordene Kündigung vorausgegangen ist.
Diese Regelung kann man aber nur einmal innerhalb von 2 Jahren anwenden, eine gleichzeitig ausgespreochene ordentliche Kündigung ist davon unberührt.

Offline Orakel

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Zum einen dürfte der Erfolg einer Räumungsklage angesichts eines behinderten Kindes äußerst fraglich sein.

Darauf sollte sich der TE nicht verlassen! Kinder entbinden grundsätzlich nicht von mietvertraglichen Verpflichtungen, insbesondere nicht von regelmäßigen, vollständigen und pünktlichen Zahlungen der geschuldeten Miete. Im Falle der außerordentlichen fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund gem. § 543 BGB kann sich die TE nicht auf die Härtefallregelung gem. § 574 BGB berufen. Gleiches dürfte mit einiger Sicherheit auch für die ordentliche Kündigung gem. § 573 BGB gelten.

Und unabhängig von der Rechtslage verstehe ich nicht, wie man so verantwortungslos sein kann, die Miete nicht zu zahlen, wenn man ein behindertes Kind hat.

Dem stimme ich uneingeschränkt zu, wobei das grundsätzlich für jeden gilt, der Verantwortung für ein Kind trägt. Zudem gibt es zu jeder Räumungsklage eine Vorgeschichte. Es war also genug Zeit, mit dem Vermieter eine einvernehmliche Lösung zu vereinbaren.
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Offline coolio

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Zitat von: Orakel am 10. Oktober 2019, 05:38:22
Kinder entbinden grundsätzlich nicht von mietvertraglichen Verpflichtungen
grundsätzlich nicht.
behinderte Kinder auch nicht. grundsätzlich
Das Gericht wird aber kein Grundsatzurteil fällen (können) , sondern den Einzelfall betrachten müssen.
z.B. die sozialen Bindungen am derzeitigen Ort, wie ortsgebundene Behandlung und Betreuung
Ich hab z.B. eine ärztliche Bescheinigung der Umzugsunfähigkeit...

... und nu pack Dein Fahrrad wieder ein...
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Offline Orakel

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Ein Blick ins Gesetz hilft bei der Rechtsfindung!

Hör endlich auf, die Eigenbedarfskündigung, mit der du konfrontiert bist, zum Maßstab aller Dinge zu machen!
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Offline coolio

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Warum? 3 erfolgreiche Verhandlungen sind natürlich nichts gegen die unendliche Weisheit...
Nur zur Info - ich mag jetzt nicht addieren - da waren min. ca. 10 (echte) Voll-Juristen (alleine 7 Richter)  beteiligt - eher mehr .
Aber die haben wohl ihr Gesetzbuch alle auf dem Weg zum Gerichtssaal verloren ... :lachen:
Jedenfalls ist mir keiner aufgefallen, der das BGB nur selektiv lesen konnte/wollte.
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Offline Orakel

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Nee, die konnten nur eine Kündigung wegen Eigenbedarfs und eine Kündigung wegen rückständiger Miete auseinanderhalten! Das musst du noch üben ...
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Offline coolio

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Der Härtefall galt natürlich nur mir, aufgrund meiner wunderschönen blonden Locke - ich wusste schon immer, daß ich was Besonderes bin  :lachen: :lol:
Stand nicht oben schon: pack dein Fahrrad wieder ein ... und stells  hinter Deine Empathielosigkeit?
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Offline Orakel

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Geh schlafen!  :sleep:
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Offline coolio

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OT:
Ich bin über 18! Da hat auch Opi/Omi mir nix mehr zu sagen!  :mocking:
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Offline Sheherazade

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Immer wieder lustig mit anzusehen, wie alte Männer ihr letztes bißchen Testosteron zusammenkratzen.

"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Online Angie69

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Es bringt doch eh nichts darüber zu diskutieren was vielleicht sein könnte.

Der/die TE soll zum Anwalt. Nur der wird in dieser Situation helfen können. Da hier viel auf dem Spiel steht (ob nun durch eigene Schuld oder nicht) sollte nicht versucht werden es über ein Forum zu regeln. Der Anwalt wird den Härtefall vortragen. Ob dadurch die Wohnung gerettet werden kann oder lediglich Zeit geschaffen werden kann bis eine Wohnung gefunden ist  :weisnich:
Das kann niemand von uns vorhersehen.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline Orakel

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Der Anwalt wird den Härtefall vortragen.

Aber nur, wenn er § 574 Abs. 1 BGB nicht kennt. Das halte ich allerdings selbst dann für höchst unwahrscheinlich, wenn der Anwalt die Fortbildung auf hartz.info nicht nutzt.
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Online Angie69

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Ich finde dein Verhalten unmöglich. Man könnte meinen du möchtest das Menschen ihre Wohnung verlieren und funkst deshalb jedesmal in Threads rein in denen es um dieses Thema geht.

Niemand macht der te irgendwelche versprechen oder ähnliches. Es werden ganz sachlich Wege aufgezeigt die zu gehen sind

Anwalt, Wohnungssuche dokumentieren und du musst immer wieder eines draufsetzten. Wozu gibt es Verhandlungen und Einzelfallbetrachtung?

Dein Verhalten ist auf jeden Fall kindisch und schädlich für jeden Ratsuchenden und für dieses Forum. Dein ständiges zitieren von Paragraphen und klug daher reden und Rat geben in leichten Fällen ist das einzige was von dir kommt. Wärest du Anwalt würdest du verhungern da du null Raffinesse und Kampfgeist hast.

Und erspare mir kindische Sätze wie, aber du . Oder du machst das schon. Das ist nur albern da ich nichts mache. Hier ist ein Anwalt gefragt sonst nichts.
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