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Autor Thema: Welche Gründe gibt es, um jemanden in eine geschlossene Psychiatrie einzuweisen?  (Gelesen 573 mal)

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Offline rot

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Ich mache mir immer in letzter Zeit Sorgen, dass jemand irgendwie mich in eine geschlossene Psychiatrie einweisen könnte.
Welche Gründe würden dafür sprechen?
Könnte das Jobcenter mich einweisen lassen, wenn ja, nach welchen Kriterien?

Offline Greywolf08

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Wenn du eine Gefahr für dich und andere wärst.
Ansonsten kann man nich "mal so" irgendwie von jemanden in die Geschlossene eingewiesen werden.
Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
"Wir alle tragen eine Bestie in uns. Sie unterscheidet sich nur in ihrem Ausmaß, nicht in ihrer Art." ~ Douglas Preston

Online Sheherazade

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Du stellst die falschen Fragen.

Die richtige Frage wäre "Wer könnte mich einweisen lassen?", die Antwort darauf wäre dann "Nur ein Arzt".
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Offline Greywolf08

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Könnte das Jobcenter mich einweisen lassen, wenn ja, nach welchen Kriterien?
Diese Frage stand bei meiner ersten Antwort noch nich in deinem Beitrag. (nachgelegt?)
Das JC kann dich nicht einweisen lassen.

Jedes Mal, wenn man mir sagt, ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin überaus erleichtert.
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Offline Orakel

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Offline Momo123

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Ich mache mir immer in letzter Zeit Sorgen, dass jemand irgendwie mich in eine geschlossene Psychiatrie einweisen könnte.
Welche Gründe würden dafür sprechen?
Könnte das Jobcenter mich einweisen lassen, wenn ja, nach welchen Kriterien?
Hallo rot,

mit dem Thema musste ich mich auch schon auseinandersetzen. Ich kann dir sagen, das geht echt nicht so einfach wie man manchmal in Filmen sieht. Bei meinem Fall war es z.b. zwar eine "akute erhebliche Fremdgefährdung" jedoch keine Psychische Erkrankung sondern eine durch physische Reize induzierte psychische Reaktion die komplett unter Kontrolle war/ist solange keiner versucht von außen einzugreifen.

Ja, nur ein Arzt kann einweisen. Aber Das JC oder wer auch immer kann und darf den sozialpsychiologischen Dienst einschalten - also die Wahrheit schildern. Der Dienst wird dann dem Betroffenen seine Hilfe anbieten wenn er es wünscht. Der Termin beim Dienst ist vollkommen freiwillig und der Melder bekommt keine Infos über das was beim Dienst abläuft oder nicht abläuft. Bisher habe ich nur positive Erfahrungen mit dem sozialpsychiologischen Dienst gemacht.

Offline BigMama

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Wenn ich mir deine Antworten in diesem Faden hier so ansehe https://hartz.info/index.php?topic=120106.msg1369501#msg1369501 könnte das ein Hinweis auf psych. Einschränkungen sein, die jedoch alleine nicht zu einer Zwangseinweisung führen. Auch wenn du mit diesen teilweise lächerlichen Antworten diesen Eindruck im Beratungsgespräch erwecken könntest.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline Angie69

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Nicht einmal nur ein Arzt kann einweisen, es muss dann ein Richter darüber entscheiden, da es Freiheitsberaubung ist.

Man muss schon sehr sehr wirr und für sich und andere eine Gefahr darstellen um.eingespert zu werden.

Ein Jobcenter kann da überhaupt nichts ausrichten..da muss du dir keine Gedanken machen.

Selbst einen zwangsweise Betreuer ist sehr sehr schwer und auch da muss dann ganz genau geprüft werden ob jemand nicht mehr für sich selbst sorgen und geschäftsunfähig ist.
Mach dich nicht verrückt.

Psychische Erkrankung ist keine Schande und macht einen nicht rechtlos.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline mousekiller

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Nur mal als Beispiel: Ich hatte in der Kanzlei einen Mandanten, bei dem ich schon bei der ersten Begegnung den Eindruck hatte, dass der nicht alle Latten am Zaun hat. Etwa ein Vierteljahr nach Abschluss der Akte großes Trara: Anruf vom Amtsgericht, der Mandant sei wegen versuchter Brandstiftung festgenommen worden. Wärend der gesamten U-Haft saß er in einer psychiatrischen Klinik und ist mit Urteil dann auch wieder dort untergebracht worden, weil nicht zurechnungsfähig.

Soll heißen: erstens müssen schwerwiegende Gründe vorliegen, damit angenommen wird, du wärest eine Gefahr für die Allgemeinheit. Zweitens kann eine solche Anordnung der Sicherungsverwahrung nur ein Richter treffen unter Abwägung aller Möglichkeiten. Sprich, so einfach ist es nun auch nicht.
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Offline Fettnäpfchen

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Wenn du öffentlich von Suizid sprichst bist du schneller verräumt als du schauen kannst, falls sich jemand die Mühe macht und die Polizei einschaltet.

MfG FN
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Online NevAda

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Amtsärzte können durch die Polizei eine Zwangseinweisung vornehmen lassen. Die muss dann (später) von einer Richterin bestätigt werden.

Zitat von: Greywolf08 am 09. Oktober 2019, 12:54:29
Wenn du eine Gefahr für dich und andere wärst.
ODER!

Zitat von: Fettnäpfchen am 09. Oktober 2019, 17:54:33
Wenn du öffentlich von Suizid sprichst
Oder auf der Balkonbrüstung stehst (oder druntzer liegst). Oder den Mund voller Tabletten hast (welche auch immer). usw.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline rot

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Wenn ich mir deine Antworten in diesem Faden hier so ansehe https://hartz.info/index.php?topic=120106.msg1369501#msg1369501 könnte das ein Hinweis auf psych. Einschränkungen sein, die jedoch alleine nicht zu einer Zwangseinweisung führen. Auch wenn du mit diesen teilweise lächerlichen Antworten diesen Eindruck im Beratungsgespräch erwecken könntest.

Gegen Jobcentermitarbeiter mit einem psychischen Schaden, helfen leider nur solche Antworten. Man muss sich auch verbal wehren dürfen.
Wenn jemand von den Mitarbeitern dort ausflippt, sollte man ruhig bleiben und Gegenfragen stellen, die mein Gegenüber zum Nachdenken bringen.

Offline BigMama

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Mit den teilweise sehr dummen Fragen bringst du garantiert niemanden zum nachdenken.
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Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
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