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Autor Thema: Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben als Harz4 Empfänger ablehnen nach REHA  (Gelesen 2715 mal)

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Offline Suppengrün

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Darf ich als Harz4 Empfänger, die nach einer Medizinischen Reha gewährte Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben ablehnen ?


Guten Tag zusammen,

mir wurde als Harz4 Empfänger eine medizinische Rehabilitierung gewährt, diese habe ich in anspruch genommen und absolviert. Für den Fall das ich noch eine Umschulung machen wolle, ist mir Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben gewährt worden.

Meine Frage lautet nun:"Darf ich diese Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben ablehnen, ohne mit Konsequenzen durch die ARGE rechnen zu müssen ?".

Mein wunsch ist es nämlich mir einen regulären Job, unter berücksichtung meines aktuellen Leistungsbildes, zu suchen.

Vielen Dank im Vorraus
Suppengrün
:ok:


« Letzte Änderung: 29. Oktober 2019, 20:00:20 von Suppengrün »

Offline zugchef werner

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Warum Ablehnen?

Macht für mich keinen Sinn, damit kann man doch auch einen normalen Job bekommen.

Online crazy

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Wäre auch Unsinn. Wenn Du mitten in der Umschulung einen super tollen Arbeitsplatz der dich sofort aus dem Bezug bringst findest kannst Du sogar die Umschulung beenden. Du darfst sogar neben der Umschulung arbeiten in geringem Umfang schließlich ist nach 16 Uhr noch viel Tag übrig

Offline JamesBond007

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Wer diese Leistung ablehnt hat keinen Anspruch auf eine Umschulung und einen leidensgerechten Arbeitsplatz und wird der normalen Arbeitsvermittlung zugeführt. Ein formloses Schreiben reicht aus.

Offline zugchef werner

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Zitat von: JamesBond007 am 30. Oktober 2019, 11:16:28
Wer diese Leistung ablehnt
Ich kenne es so, dass die eh nur für ein Jahr bewilligt wird.
Danach muss man selbst einen Antrag stellen, macht man es nicht läuft es so...
Zitat von: JamesBond007 am 30. Oktober 2019, 11:16:28
und wird der normalen Arbeitsvermittlung zugeführt
Ich würde das nicht wollen, da bist du wieder Freiwild für das JC.

Offline Suppengrün

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Hey prima das hat ja gut geklappt, ich danke JamesBond007 für die rasche Antwort

Wer diese Leistung ablehnt hat keinen Anspruch auf eine Umschulung und einen leidensgerechten Arbeitsplatz und wird der normalen Arbeitsvermittlung zugeführt. Ein formloses Schreiben reicht aus.

Das bedeutet für mich, ein formloses Schreiben vorzubereiten, in dem ich auf "Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, verzichte"

Viel Dank für die raschen Antworten und nützlichen Tips geht an  zugchef werner, JamesBond007 und crazy



Online BigMama

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Zitat von: Suppengrün am 29. Oktober 2019, 19:18:26
Für den Fall das ich noch eine Umschulung machen wolle, ist mir Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben gewährt worden.
Ich bin nicht ganz fit in dieser Thematik und es fehlen auch ein paar Informationen. Aber hier könnten unter Umständen Probleme auftreten im Hinblick auf Leistungen aus dem Vermittlungsgudget. Ist nämlich ein anderer Träger für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit verpflichtet, wie in diesem Fall der Rententräger, dann muss dieser auch möglicherweise die Kosten für Bewerbungen tragen. Ich würde mich hierzu erst einmal genauer informieren bevor ich Leistungen eines vorrangig verpflichteten Trägers ablehne.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline zugchef werner

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Wenn die RV zuständig ist, darf das JC keinerlei Leistungen dazu erbringen. (auch keine Maßnahmen, 1 Euro Job's, VV mit RFB usw.)
Bewerbungskosten usw. laufen dann nur über die RV.

Wenn der TE diese Leistungen nicht möchte, braucht er einfach keinen Antrag mehr stellen.
Schon geschrieben. wäre ziemlich unklug, weil er ist dann wieder Freiwild für das JC.

Offline JamesBond007

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Ich war in der glücklichen Lage durch ein ärzliches Gutachten in der Reha-Abteilung gelandet zu sein. In diesem Rehaverfahren habe ich einen Vorbereitungslehrgang absolviert und im nahtlosen Übergang meine Umschulung. Der Vorbereitungslehrgang dauerte 6 Monate und die Umschulung (Ausbildung verkürzt) 2 Jahre. Nach der IHK Prüfung war ich weiterhin im der Rehaabteilung und wurde durch diese "betreut". Nach einem Jahr habe ich dieses Rehaverfahren formlos für beendet erklärt und bin jetzt in der normalen Arbeitsvermittlung.

Nach meiner Kenntnis ist das Rehaverfahren mit der Abschlußprüfung beendet.


Offline Schnuffel01

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Die Umschulung hat Dir nicht in ein Arbeitsverhältnis verholfen?

Offline zugchef werner

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Zitat von: JamesBond007 am 01. November 2019, 13:37:31
ist das Rehaverfahren mit der Abschlußprüfung beendet
Nicht unbedingt und wenn die RV zuständig ist, läuft es eh anders mit dem JC.

Offline JamesBond007

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Zitat von: JamesBond007 am 01. November 2019, 13:37:31
ist das Rehaverfahren mit der Abschlußprüfung beendet
Nicht unbedingt und wenn die RV zuständig ist, läuft es eh anders mit dem JC.

Ich war jedenfalls mit der Betreuung unzufrieden, deshalb die Beendigung des ganzen Zirkus. Mein Träger war das JC.

Zitat
Die Umschulung hat Dir nicht in ein Arbeitsverhältnis verholfen?

Manchmal wird am Bedarf vorbei umgeschult, siehe Bürokaufleute wo einfach kein Markt vorhanden. Manchmal wird man auch vom Rehaberater dazu genötigt oder es werden einem Zukunftsvisionen vorgegaukelt. Meine IHK Zeugnis ist mit der Benotung 1,6 versehen, aber Papier ist geduldig. Nein ich bin kein Bürokaufmann, meine Ausbildung ist zwar kaufmännisch aber auf einem ganz anderen Level.

Offline Woyzeck

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Kenne einige, die über Reha eine Umschulung gemacht haben. Von denen hat danach keiner im jeweiligen Job gearbeitet. Gerade in "Psycho-Rehas" scheint es üblich zu sein, dass man eine Ausbildung zum Bürokaufmann macht und diese mit Bestnoten absolviert. Ob das einem potenziellen Arbeitgeber imponiert, ist eine andere Frage. Zumal es in diesem Bereich wirklich mehr als genug Konkurrenz gibt, oft auch mit Berufserfahrung.
Liebe Grüße
Woyzeck