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Autor Thema: Lebensversicherung gekündigt, 2600 Euro erhalten, beim Jobcenter angeben ?  (Gelesen 918 mal)

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Gast47705

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Hallo,

meine Oma hatte mir damals eine Lebensversicherung gemacht, die wäre bis 2057 gelaufen davon weiß das Jobcenter auch, aber habe sie jetzt schon gekündigt da ich das Geld brauchte zum umziehen. Ich habe zwar erstausstattung von 1170 Euro bewilligt bekommen, aber alleine meine Küche kostete schon 1050 Euro und daher brauchte ich natürlich mehr für Möbel, Waschmaschine ect.

Das Geld von der Lebensversicherung habe ich jetzt auf mein Konto bekommen, 2600 Euro und wollte dann am Montag davon Möbel, Waschmaschine ect. kaufen.

Meine frage ist jetzt ob ich dem Jobcenter angeben muss, das ich meine Lebensversicherung gekündigt habe und wieviel Geld ich dadurch bekommen habe oder brauche ich das nicht ?

Beim weiterbewilligungsantrag sehen die ja spätestens das auf den Kontoauszug und können sich das eigentlich selber denken oder wäre es besser, denen jetzt bescheid zu geben ?

Gruß

Offline Hampelmann

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Beim weiterbewilligungsantrag sehen die ja spätestens das auf den Kontoauszug und können sich das eigentlich selber denken oder wäre es besser, denen jetzt bescheid zu geben ?


Denke, Du hast Dir Deine Frage schon selber beantwortet.....

Offline Hexe

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Zitat von: Gast47705 am 08. November 2019, 14:41:48
Hallo,

meine Oma hatte mir damals eine Lebensversicherung gemacht, die wäre bis 2057 gelaufen davon weiß das Jobcenter auch, aber habe sie jetzt schon gekündigt da ich das Geld brauchte zum umziehen. Ich habe zwar erstausstattung von 1170 Euro bewilligt bekommen, aber alleine meine Küche kostete schon 1050 Euro und daher brauchte ich natürlich mehr für Möbel, Waschmaschine ect.


Da du die Lebensversicherung angegeben hast, müsste es unter Schonvermögen laufen.Wie alt bist du ?
LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Gast47705

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Zitat von: Gast47705 am 08. November 2019, 14:41:48
Hallo,

meine Oma hatte mir damals eine Lebensversicherung gemacht, die wäre bis 2057 gelaufen davon weiß das Jobcenter auch, aber habe sie jetzt schon gekündigt da ich das Geld brauchte zum umziehen. Ich habe zwar erstausstattung von 1170 Euro bewilligt bekommen, aber alleine meine Küche kostete schon 1050 Euro und daher brauchte ich natürlich mehr für Möbel, Waschmaschine ect.


Da du die Lebensversicherung angegeben hast, müsste es unter Schonvermögen laufen.Wie alt bist du ?
LG Hexe

27 bin ich

Offline Hexe

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Offline CCR

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VÄM ausfüllen und angeben das man die Lebensversicherung gekündigt hat, ich mach mir da immer vom Hartz 4 antrag eine Kopie was ich zu dem Zeitpunkt ausgefüllt habe das kann ich dann gleich mit Anheften, für alle Fälle man weiß ja nie....
Meist belehrt erst der Verlust über den Wert der Dinge.

Offline kaykaiser

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Da du die Lebensversicherung angegeben hast, müsste es unter Schonvermögen laufen.

Nein, das war nur ein privilegiertes Schonvermögen, was aber während des Bezugs von ALG II frühzeitig ausgezahlt wurde. Somit zählt es auch nicht mehr zum oben genannten Schonvermögen, sondern als Einkommen nach dem Zuflussprinzip und wird daher auch angerechnet, so fern dieser Betrag nicht innerhalb eines Monats in eine gleichartige Vorsorge-Versicherung wieder angelegt wird. Du tust gut daran, dies dem JC unverzüglich zu melden.
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Online Meph1977

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Nein es Zählt nicht als Einkommen es ist eine Vermögensumwandlung. Sofern er insgesamt unter dem Freibetrag ist darf der Betrag nicht angerechnet werden. Die Lebensversicherung kann auch garkein privilegiertes Vermögen sein weil sie nicht von der Verwertung ausgeschlossen war.
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline Hexe

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Zitat von: kaykaiser am 08. November 2019, 22:44:11
Nein, das war nur ein privilegiertes Schonvermögen, was aber während des Bezugs von ALG II frühzeitig ausgezahlt wurde

Solange das Schonvermögen nicht über den Freibetrag kommt, bleibt es Schonvermögen.
Habe meine Versicherung auch vorzeitig gekündigt,ohne Anrechnung.
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Offline Czerny

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@Hexe hat schon alles erklärt, nachgereicht; https://www.anhaltspunkte.de/mobile/urteile/B_14_AS_51.15_R.htm

Gast48025

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Hallo,

meine Oma hatte mir damals eine Lebensversicherung gemacht, die wäre bis 2057 gelaufen davon weiß das Jobcenter auch, aber habe sie jetzt schon gekündigt da ich das Geld brauchte zum umziehen. Ich habe zwar erstausstattung von 1170 Euro bewilligt bekommen, aber alleine meine Küche kostete schon 1050 Euro und daher brauchte ich natürlich mehr für Möbel, Waschmaschine ect.

Das Geld von der Lebensversicherung habe ich jetzt auf mein Konto bekommen, 2600 Euro und wollte dann am Montag davon Möbel, Waschmaschine ect. kaufen.

Meine frage ist jetzt ob ich dem Jobcenter angeben muss, das ich meine Lebensversicherung gekündigt habe und wieviel Geld ich dadurch bekommen habe oder brauche ich das nicht ?

Beim weiterbewilligungsantrag sehen die ja spätestens das auf den Kontoauszug und können sich das eigentlich selber denken oder wäre es besser, denen jetzt bescheid zu geben ?

Gruß

Klar musst du das angeben und gleichzeitig lege deine Belege für den Kauf der Waschmaschine und Möbel dazu.

Der Rest wurde ja schon geschrieben. :smile:

Offline Seepferdchen

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Zitat von: Gast48025 am 09. November 2019, 10:53:59
Klar musst du das angeben und gleichzeitig lege deine Belege für den Kauf der Waschmaschine und Möbel dazu.

Rechtgrundlage haben wir auch dafür?
Der § 60 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB I gibt nur auf, Änderungen zum leistungserheblichen Sachverhalt unverzüglich mitzuteilen.
Dazu zählt eine Vermögensumwandlung, so lange die Höhe des Schonvermögens nicht überschritten wird, gerade nicht.

Online Sheherazade

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Ja. Und was leistungserheblich ist und was nicht, darf jeder Leistungsbezieher selbst entscheiden, die sind ja in der Regel auch kompetent genug dafür.

Oder doch nicht?  :scratch:
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Meine Grundrechte sind weder bedroht noch eingeschränkt. Aber ich fühle mich bedroht von Beschränkten und Rechten.

Gast48025

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Ja. Und was leistungserheblich ist und was nicht, darf jeder Leistungsbezieher selbst entscheiden, die sind ja in der Regel auch kompetent genug dafür.

Oder doch nicht?  :scratch:

Hier kann ich dir nur Zustimmen.

Offline CCR

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Da du die Lebensversicherung angegeben hast, müsste es unter Schonvermögen laufen.

Nein, das war nur ein privilegiertes Schonvermögen, was aber während des Bezugs von ALG II frühzeitig ausgezahlt wurde. Somit zählt es auch nicht mehr zum oben genannten Schonvermögen, sondern als Einkommen nach dem Zuflussprinzip und wird daher auch angerechnet, so fern dieser Betrag nicht innerhalb eines Monats in eine gleichartige Vorsorge-Versicherung wieder angelegt wird. Du tust gut daran, dies dem JC unverzüglich zu melden.
wäre die Lebensversicherung zum Zeitpunkt des Erstantrages höher gewesen als das Schonvermögen müsste er sie ja da  schon verwerten, vorausgesetzt er hat keinen Verwertungsausschluß mit der Versicherung vereinbart.
Meist belehrt erst der Verlust über den Wert der Dinge.