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Autor Thema: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?  (Gelesen 352 mal)

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Offline HeikoHammer

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Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« am: 02. Dezember 2019, 12:43:32 »
Hallo,

So wie es scheint, bekommt mein alter Vermieter wegen zwei fehlenden Monats mieten (beim Auszug. Die Nachmieter haben ihm alle nicht gepasst) einen Vollstreckungstitel.

Nun meine Frage. Benötige ich ein p Konto wenn ich nur Sozialhilfe und Pflegegeld auf mein Bankkonto erhalte? Das Pflegegeld muss ich weitergeben, die Sozialhilfe brauch ich zum Leben.

Ich frage, weil mich das p Konto Geld kostet. Die fidorbank will dann 5€ oder so monatlich haben. Lohnt sich das? Muss ich das Bankkonto umwandeln?

Offline Sheherazade

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #1 am: 02. Dezember 2019, 13:01:52 »
Ich frage, weil mich das p Konto Geld kostet.

Es kostet dich viel mehr als 5€, wenn dein Ex-Vermieter eine Kontopfändung macht.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Ein Spiegelbild der Gesellschaft: "Warum sorgen nicht alle anderen mit all ihren Kräften dafür, dass es MIR gut geht?" Schuld sind immer nur die anderen...

Offline Angie69

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #2 am: 02. Dezember 2019, 13:36:54 »
Wenn das Konto nur auf dich läuft kannst auch warten bis eine Pfändung kommt und hast dann 4 Wochen Zeit es in ein pkonto umzuwandeln

Zitat

Da der P-Kontoschutz auch für Kontopfändungen wirkt, die bis zu 4 Wochen vor Umwandlung bei der Bank zugestellt wurden, müssen Sie nicht unbedingt im Vorgriff auf eine drohende Pfändung umwandeln. Nur bei einem Gemeinschaftskonto müssen Sie schon rechtzeitig vor der Pfändung aktiv werden


Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/kredit-schulden-insolvenz/das-pkonto-als-schutz-vor-kontopfaendung-5944

Les dir bitte die verlinkte Seite durch
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline Ottokar

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #3 am: 02. Dezember 2019, 17:31:36 »
Nun meine Frage. Benötige ich ein p Konto wenn ich nur Sozialhilfe und Pflegegeld auf mein Bankkonto erhalte?
Ja. Für das Pflegegeld musst du eine Erhöhung des Grundfreibetrages um den Pflegegeldbetrag bei der Bank beantragen.
Meine Beiträge beinhalten oder ersetzen keine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit.
Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline HeikoHammer

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #4 am: 02. Dezember 2019, 17:35:01 »
Vielen Dank für eure Meinung. Das bekräftig mich in meinem Handeln.

Ich habe bereits der Bank geschrieben das Konto umzuwandeln udn auch von der regionalen Schuldenbertung eine Bescheinigung dass mir bis zu 1.494,59 € nicht gepfändet werden darf. Diese Summe reicht vollkommen aus.

Nun habe ich gemeinsam mit dem Anwalt festgestellt, dass mein Wiederspruch gegen den Mahnbescheid nicht bearbeitet wurde.

Der Mahnbescheid wurde am 29.10.2019 gedruckt. Dann hat der den Postweg zu mir gehabt. (Den gelben Brief habe ich leider nicht mehr.) Und am 11.11.2019 habe ich meinen Widerspruch gegen den Mahnbescheid persönlich beim Amtsgericht vor Ort abgegeben. Dieser wurde mir abgestempelt und davon habe ich eine Handyfoto Kopie erstellt.

Nun wurde mir 26.11.2019 (Datum vom gelben Brief) der Vollstreckungsbescheid (dort steht: "vom 25.11.2019 aufgrund des am 29.10.2019 erlassenen und am 30.10.2019 zugestellten Mahnbescheids") zugestellt.

Ich hab doch am 11.11.2019 fristgerecht Widerspruch erhoben, oder?
Der wanlt meint, man müsse erstmal dagegen vorgehen und später die fehlerhaften Pfändungen wieder zurückholen.

Ist euch sowas schon mal passiert? Oder ist woanders ein Fehler den wir nicht sehen? Oder kennt der Kläger tricks? (Leider eine rechtserfahrene Person)

Offline CCR

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #5 am: 02. Dezember 2019, 17:36:40 »
Zitat von: HeikoHammer am 02. Dezember 2019, 12:43:32
Nun meine Frage. Benötige ich ein p Konto wenn ich nur Sozialhilfe und Pflegegeld auf mein Bankkonto erhalte?

so ein P-Konto hat auch Nachteile da werden die Kreditkarten eingezogen und 0 Überziehungen sind da genehmigt.
Aber wer da gefährtet ist für den ist es allemal Sinnvoll.
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Offline Meph1977

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #6 am: 02. Dezember 2019, 17:41:48 »
Wenn du ein Konto hast dann muss dieses Konto auf dein verlangen hin zu einem P-Konto umgewandelt werden. Es dürfen keine zusätzlichen gebühren dafür verlangt werden. Wenn zu dem Konto eine Kreditkarte gehört darf diese ebenfalls nicht eingezogen werden. Das Konto ist zu den exakt gleichen Konditionen wie vor der Umwandlung fortzuführen. Das bei einem P-Konto keine Überziehung möglich ist ist ebenfalls falsch wobei es aber nicht zu Empfehlen ist bei einem P-Konto zu überziehen. Interessanterweise sind nur Beträge über 0 geschützt aber nicht darunter.

Edith sagt: Das ganze schützt allerdings nicht davor das die Bank das Konto kündigt das heist am ende kanns sein das du dann doch beim 5 euro pro monat Konto sitzt
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.

Offline CCR

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #7 am: 02. Dezember 2019, 17:53:40 »
ich kann da nur über meine Erfahrungen berichten wie es bei mir war.
Zitat von: Meph1977 am 02. Dezember 2019, 17:41:48
Wenn zu dem Konto eine Kreditkarte gehört darf diese ebenfalls nicht eingezogen werden. Das Konto ist zu den exakt gleichen Konditionen wie vor der Umwandlung fortzuführen. Das bei einem P-Konto keine Überziehung möglich ist ist ebenfalls falsch wobei es aber nicht zu Empfehlen ist bei einem P-Konto zu überziehen. Interessanterweise sind nur Beträge über 0 geschützt aber nicht darunter.


Wäre schön darüber eine Quelle zu benennen.
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Offline Meph1977

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Re: Nur Sozialhilfe braucht man ein p-Konto?
« Antwort #8 am: 02. Dezember 2019, 20:42:25 »
Das Führen als P-Konto ist eine gesetzliche verpflichtung der Bank. Dafür darf die Bank keine gebühren berechnen das wurde vom BGH schon vor Jahren klargestellt.

Zitat
Der Bundesgerichtshof stellte in mehreren Urteilen (zuletzt Urteil vom 16.7.2013, Az. XI ZR 260/12, siehe Pressemeldung BGH Nr. 123/2013) klar, dass eine Bank keine zusätzlichen Gebühren für die Führung eines Pfändungsschutzkontos verlangen dürfe. Eine solche Entgeltklausel im Preis- und Leistungsverzeichnis sei unwirksam. Auch ein Pfändungsschutzkonto sei ein ganz normales Girokonto. Es handele sich gerade nicht um eine besondere Kontoart, aus der sich für die Bank oder den Bankkunden eigenständige Pflichten ergeben. Der Bankkunde entscheide sich nicht für ein anderes oder neues Kontomodell. Er verlange lediglich den gesetzlich eingeräumten Pfändungsschutz für sein Girokonto.
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.