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Autor Thema: UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen  (Gelesen 540 mal)

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Offline Maunzi

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UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen
« am: 16. Januar 2020, 20:21:48 »
Hallo,
da das eine Kind meiner Freundin bald 12 Jahre alt wird, sie zudem auch noch ins SGB12 rutschen wird, ergeben sich einige Fragen dazu. Das JC meint hier nichts erklären zu müssen, das Sozialamt meint es muss das erst durchrechnen...   :scratch:


Bisherige Situation:
Sie kriegt ALG2
Kinder (sie hat mehrere, aber nur wegen dem Ältesten wird gefragt, die anderen sind noch etliche Jahre von der 12-Jahres-Grenze entfernt) kriegen Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt, Kindergeld und einen kleinen Betrag ~55€ vom Jobcenter (Sozialgeld wenn ich mich nicht irre, da unter 15 Jahre alt).

Neue Situation:
Sie wird ins SGB12 wechseln, aufgrund erwerbsunfähigkeit
Kinder unter 12 Jahren weiterhin wie oben, nur statt Sozialgeld Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB12.
Kind über 12... gute Frage?

Gelesen haben wir etwas zum Thema, dass eine Voraussetzung für den UVG-Bezug sei, dass das Kind nicht im Hartz4-Bezug steht (also Leistungen nach dem SGBII erhält). Den Part mit dem Einkommen lassen wir aussen vor, da hat sie keines, das fällt eh flach.

1. Wenn sie nun also ins SGB12 wechselt, zahlt ja bis zum 15. Lebensjahr nicht das Jobcenter die Leistungen für das Kind sondern das Sozialamt, ändert das was? Wäre dann ja Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB12 (so ist es zumindest bei unserem Kind der Fall).

Besteht dadurch noch Anspruch auf UVG bis das Kind 15 Jahre alt geworden ist und zurück zum JC muss?

2. Wie läuft das, wenn kein UVG mehr gezahlt wird, kriegt das Kind einfach seinen Regelsatz und der Vater kann sich freuen? Oder häufen sich dann die Schulden statt beim UVG beim JC an?
« Letzte Änderung: 16. Januar 2020, 20:44:26 von Maunzi »

Offline Sheherazade

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Re: UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen
« Antwort #1 am: 17. Januar 2020, 10:56:49 »
Neue Situation:
Sie wird ins SGB12 wechseln, aufgrund erwerbsunfähigkeit

Wird oder ist?

Vielleicht einfach mal abwarten bis was schriftliches vorliegt.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Online crazy

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Re: UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen
« Antwort #2 am: 17. Januar 2020, 13:22:18 »
Wenn EU. Ansprüche aus EU Rente hat sie keine?
Wenn KM kein eigenes Einkommen in der für weiteres
UVG erforderlichen Höhe   hat (Rente wäre auch Einkommen) dann bekommt das Kind eben einfach den RS über das Jobcenter. In Summe ändert das ja nichts,da Unterhaltsvorschuss nur das Geld vom JC mindert.Änderung UVG Amt mitteilen wenn es soweit ist dann eben ggf Veränderungsmitteilung mit Einstellung UVG ans JC

Offline Maunzi

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Re: UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen
« Antwort #3 am: 18. Januar 2020, 06:15:26 »
Sie wird - die Begutachtung ist bereits eingetroffen vom ÄD des JC, demnach unter 3h täglich über 6 Monate Dauer - jetzt laufen die Anträge bezüglich Rente, auch wenn sie nie arbeiten konnte (bereits frühzeitig schwer und unheilbar erkrankt) und daher keine Ansprüche hat, soll darüber wohl noch eine weitere Begutachtung eingeholt werden (so die SB), damit sich das Sozialamt nicht querstellen kann.

Also nein 0,0 EU-Rentenansprüche.

Sie hat keinerlei Einkünfte, wird auch keine haben.

Beim JC wärs ja klar: ab 12 nix mehr so wie du schreibst @crazy, nur wie ändert sich das eben bezüglich Wechsel ins SGB12? Da bezieht das Kind ja keine Leistungen mehr nach SGB2 (Hartz-4), demnach müsste es doch weiter UVG erhalten?

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@Czerny Spambot? Oder einfach nur sinnfreie Postings?

Offline Yavanna

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Re: UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen
« Antwort #4 am: 18. Januar 2020, 07:52:39 »

Offline SantanaAbraxas

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Re: UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen
« Antwort #5 am: 18. Januar 2020, 12:16:08 »
Hier auch
https://www.berlin.de/sen/jugend/familie-und-kinder/finanzielle-leistungen/unterhaltsvorschuss/
Merkblatt
https://www.berlin.de/sen/jugend/familie-und-kinder/finanzielle-leistungen/unterhaltsvorschuss/d-206-a-merkblatt-zum-uvg-ab-01-01-2019.pdf

"Ab Vollendung des 12. Lebensjahres besteht nur dann ein Anspruch auf die  Unterhaltsvorschussleistung
- wenn das Kind oder der alleinerziehende Elternteil keine Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch SGB) II bezieht
oder durch die Unterhaltsvorschussleistung die Hilfebedürftigkeit des Kindes vermieden werden kann
oder der alleinerziehende Elternteil ein monatliches Einkommen von mindestens 600 Euro brutto hat und nur ergänzend Leistungen nach dem SGB II bezieht."

Offline Maunzi

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Re: UVG, Hartz4, SGB12, ab 12 Jahren - Fragen
« Antwort #6 am: 19. Januar 2020, 00:19:45 »
Ah die anderen beiden Punkte kannte ich gar nicht, nur der erste Absatz wurde in den Schreiben bisher immer zitiert.

Die Hilfebedürftigkeit würde dadurch nicht vermieden werden, Einkommen hat sie keines, ABER sie und das Kind beziehen dann keine Leistungen nach SGB II sondern SGB 12.

Also sehe ich das richtig, dass weiterhin gezahlt werden müsste? Also das UVG meine ich? Oder ist das ein Denkfehler?

Nur mit 15 würde das Kind dann zum SGB 2 wechseln und damit kein UVG mehr bekommen, da wäre dann noch die Frage offen, eventuell hatte ja jemand schon diese Situation?

Zitat von: Maunzi am 16. Januar 2020, 20:21:48
2. Wie läuft das, wenn kein UVG mehr gezahlt wird, kriegt das Kind einfach seinen Regelsatz und der Vater kann sich freuen? Oder häufen sich dann die Schulden statt beim UVG beim JC an?
Und Nachtrag: wenn sie sich beim JC anhäufen, in welcher Höhe wäre das dann? Nur die die es theoretisch vom UVG gibt oder der gesamte Regelsatz samt KDU?