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Autor Thema: ausweglose Lage  (Gelesen 2617 mal)

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Gast43792

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #15 am: 11. Februar 2020, 17:19:25 »
Der Teilnehmer möchte Arbeit und ein normales Leben. Was ist daran nicht zu verstehen?

Natürlich gibt es Arbeit, die ein normales Leben garnicht ermöglicht.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

Arbeit, Arbeit über alles und notfalls im WG Zimmer unterkommen. Obwohl im Sommer wäre sicher auch das Kfz (das ja leider fehlt) zum schlafen auf dem Firmenparkplatz geeignet. Dann könnte er möglicherweise für noch etwas weniger Lohn arbeiten, weil er dann keine Miete mehr zahlt.

Oder

Arbeit sehen als das was sie ist. Ein Produktionsfaktor. Ein Angebot an den Unternehmer die Arbeit zu einem bestimmten Preis zu erhalten und damit dann Gewinn zu steigern. Da Arbeit (sagen wir eher ein halbes Menschenleben) einen gewissen Wert scheinen hier einige zu vergessen.


Der Teilnehmer hat vollkommen recht. Er ist auf dem Lande und die Verbindungen zum Arbeitsplatz wären nicht gegeben. Das liegt an der Sparpolitik und nicht am Teilnehmer. Selbstverständlich benötigt er Mobilität auf dem Dorf und für Arbeit sowieso. Wenn er arbeitet ist ein Auto überhaupt kein Luxus. Als Pendler bekommt er sogar noch Geld zurück.

Da war es wieder, das Wort "Arbeit" "arbeitet". Da hat er auch genügend Einkommen. So ists richtig dann. Der Rest, wo er sich noch mehr einschränken soll mit WG etc. für eine Arbeit, klingt schon sehr nach diesen Dingern - die früher "Arbeitslager" hießen.


Offline BigMama

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #16 am: 11. Februar 2020, 17:23:30 »
Zitat von: Gast43792 am 11. Februar 2020, 17:19:25
Da war es wieder, das Wort "Arbeit" "arbeitet". Da hat er auch genügend Einkommen. So ists richtig dann. Der Rest, wo er sich noch mehr einschränken soll mit WG etc. für eine Arbeit, klingt schon sehr nach diesen Dingern - die früher "Arbeitslager" hießen.
Du solltest solche Aussagen überdenken, bevor du sie raushaust. Erzähl das mal der Generation, aus der noch einige in Arbeitslagern schuften mussten. Wenn du dir dabei ne ordentliche Schelle holst, war sie verdient für diesen Vergleich auch wenn er in Anführungzeichen gesetzt wurde.  :no:
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
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Offline Charlie

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #17 am: 11. Februar 2020, 17:34:11 »
@BErnies

WG kann gut sein aber 32 Jahre ist dann vielleicht doch etwas zu alt für so eine Lebensform. Ansonsten, was hast Du denn für einen Vorschlag für H1?Wie kommt er aus seiner prekären Situation raus?

Gast43792

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #18 am: 11. Februar 2020, 18:39:13 »
@BErnies

WG kann gut sein aber 32 Jahre ist dann vielleicht doch etwas zu alt für so eine Lebensform. Ansonsten, was hast Du denn für einen Vorschlag für H1?Wie kommt er aus seiner prekären Situation raus?

H1 ist derzeit in keiner prekären Situation.

Aber das Jobcenter will ihn in diese bringen, so hab ich das verstanden. Prekäre Arbeit ist zwar leider erlaubt 🙄 nur ist das eine Arbeit die unter den üblichen Standards liegt. Da bin ich ganz bei H1 das er dies nicht will, da seine Situation sich damit erschwert.

Er möchte arbeiten auch das ist rauszulesen. Eine reguläre Arbeit, wo er sich zumindest ein Auto unterhalten kann um auf Arbeit zu kommen ist ein nachvollziehbarer Gedanke.

H1 ist also weder faul noch bequem. Sein Wunsch nach einer normalen Arbeit ist völlig legitim. Wer würde sich schon freiwillig in eine noch schlechtere Situation bringen wollen?

Natürlich gibt es Freibeträge, Umzugsmöglichkeiten, Sozialtickets usw. Doch all dieser Stress wäre nur aufgrund einer prekären Beschäftigung notwendig. Warum sollte er dies tun?

P.S.: Die Gesetze der Zumutbarkeit sind mir bekannt. Das soll hier ja kein politischer Diskurs sein.

Offline Papa Doc

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #19 am: 11. Februar 2020, 19:15:44 »



H1 ist also weder faul noch bequem. Sein Wunsch nach einer normalen Arbeit ist völlig legitim. Wer würde sich schon freiwillig in eine noch schlechtere Situation bringen wollen?


Im Grunde haben wir in Deutschland ein Luxusproblem.
In ca. 90 % aller Länder dieser Welt gibt es diese Form von Sozialleistungen überhaupt nicht oder nur in sehr geringem Maß. Eigentlich nur in Teilen Mitteleuropas und Skandinavien.
Nur als Beispiel die USA.. Wer dort Arbeitslos ist, der ist gezwungener Maßen so flexibel, dass er dorthin zieht, wo er wieder einen Job bekommt. Besitzt er ein Eigenheim, verkauft er es und kauft sich am neuen Wohnort wieder ein neues. Und wer von seinem Job nicht leben kann, der nimmt einen 2. oder 3. Job an.
Und viele Rentner sind dort gezwungen auch mit 80 noch im Supermarkt die Einkaufstüten zu packen, weil die dortige Altersvorsorge oft versagt, oder einfach wie 2008 am Aktienmarkt verbrennt.
Ich will nicht sagen, dass wir auch solche Verhältnisse haben sollten, im Gegenteil, aber einige Erwerbslose sollten auch ein wenig von ihrem hohen Ross und Anspruchsdenken herunter kommen.
Warum also nicht auch eine eher prekäre Beschäftigung annehmen, denn aus einem Arbeitsverhältnis heraus ist die Chance wieder etwas besseres zu finden viel höher, als aus Hartz IV. Und es werden auch Beiträge zur Altersvorsorge entrichtet, auch nicht ganz unwichtig, wenn man später wieder besser bezahlte Arbeit findet. Kleinvieh macht auch Mist.
Man sollte einfach nicht unseren Sozialstaat als Selbstverständlich ansehen und auf Ewig ist der auch nicht gesichert, da kann sich schnell manches zum Schlechten verändern.

Offline Maxvorstadt

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #20 am: 11. Februar 2020, 19:18:35 »
Jaja, das alte Argument: "Denen da geht`s noch schlechter, also seid gefälligst froh über das bisserl was ihr habt!".
International anerkannte Definition von Sklaverei= Sklaverei ist wenn Menschen unter Androhung körperlicher oder wirtschaftlicher Strafen zu Arbeiten gezwungen werden die sie nicht tun wollen !!
Religion macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie erst gar nicht damit an!!
Wir werden Menschen sein. Wir werden es sein, oder die Welt wird dem Erdboden gleichgemacht bei unserem Versuch, es zu werden.

Offline Orakel

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #21 am: 11. Februar 2020, 19:22:26 »
Die Deutschen sind dafür bekannt, dass sie auf sehr hohem Niveau jammern können ...
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Offline Rhön_Fan

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #22 am: 11. Februar 2020, 19:35:32 »
? Kann es sein, dass hier etwas sehr viel am eigentlichen Thema vorbeigeht?

Du musst dich in ärztliche Behandlung begeben und eine Therapie machen. Während der Therapie wirst du krank geschrieben und das JC muss dich in Ruhe lassen.

Was ich erwarte? Angemessen entlohnt zu werden und da denke ich schon nicht an Luxus.

Angemessen in Anbetracht welcher Gegenleistung, die du bringen kannst?

Du hast nur 3 abgebrochene Ausbildungen und eine mangelhafte psychische Belastbarkeit vorzuweisen. Der Rat von @ Birgit ist der einzig sinnvolle Weg, den du derzeit ins Auge fassen solltest.

Damit war doch eigentlich schon alles wesentliche erklärt?

Offline oldhoefi

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #23 am: 11. Februar 2020, 19:42:05 »
@H1,

Zitat von: H1 am 11. Februar 2020, 12:52:55
Letztlich zählt aber nur eins- mir eine Stelle im Niedriglohnsektor zu beschaffen und ich soll mich dafür auch noch bedanken.
Was erwartest Du von einem „Bewerbungscoach“, außer Dir – Deinen beruflichen Fähigkeiten angepasst – entsprechende Arbeitsstellen zuzutragen?

Wenn Du mehr verdienen willst, was spricht gegen zusätzliche Eigenbemühungen bei der Arbeitssuche?
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Gast43792

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #24 am: 11. Februar 2020, 21:02:17 »
@H1,
Was erwartest Du von einem „Bewerbungscoach“, außer Dir – Deinen beruflichen Fähigkeiten angepasst – entsprechende Arbeitsstellen zuzutragen?

H1 erwartet eine normale Arbeit. Keine prekäre Beschaftigung. Hat er doch geschrieben. Was nimmst Du den Bewerbungscoach in Schutz? Er drängt und erpresst H1 mit prekärer Beschäftigung unter Sanktionsandrohung um ihn zum Aufstocken zu drängen.
Leider versuchen diese Taktik viele Jobcenter, da muss man resistent bleiben. Die merken dann schnell das erpressen nix bringt.

@Papa Doc
Der Ländervergleich ist immer super. Rauspicken von dem was so viel besser ist in Deutschland. Dann schau Dir die Benzinpreise in den Ländern an. Oh mein Gott ist Deutschland schlecht an den Tankstellen, die arme Bevölkerung. Noch Fragen?

Offline Orakel

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #25 am: 11. Februar 2020, 21:16:20 »
... da muss man resistent bleiben.

Genau! Vor allem mit drei abgebrochenen Ausbildungen!

Dann schau Dir die Benzinpreise in den Ländern an.

Wie viel Liter Benzin decken den Kalorienbedarf eines Erwachsenen?
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Offline oldhoefi

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #26 am: 11. Februar 2020, 21:17:17 »
@BErnies,

meine Fragen habe ich direkt an den TE gerichtet und erwarte deshalb auch von diesem die Antworten.
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Offline crazy

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #27 am: 11. Februar 2020, 22:42:52 »
Ich weiß nicht was das Gejammere immer soll.
Wer was im Kopf hat,Berufsausbildung hat bekommt entsprechende Arbeit und Entlohnung.
Wer keine Ausbildung hat und nur Hilfsarbeiten erledigt bekommt Mindestlohn. Die Aushilfe im Kiosk oder an der Tanke kann nicht erwarten,dass dafür 15 Euro und mehr rausspringen werden. Es sei denn Sie/Er arbeitet sich hoch und macht die Buchhaltung usw...

Die Zeiten als man als Bandaffe seine ehemaligen Klassenkameraden belächelt hat,die so blöd waren eine Ausbildung für 150 Mark im Monat  zu machen sind vorbei. Die Bandaffen wurden entsorgt,der Klassenkamerad hat noch seine Arbeit...
Wer im Handwerk lernt wird immer Arbeit finden und steigenden Lohn.Mehr Lohn bildet er sich weiter

Offline Angie69

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #28 am: 12. Februar 2020, 09:26:17 »
Bei Norma bekommt man zb 12€

Man kann sich auch in anderen Jobs hocharbeiten. Kenne einige die wirklich für Mindestlohn geschuftet haben und jetzt guten Lohn bekommen. Mussten halt Leistung zeigen um zum Chef zu gehen und mehr Lohn zu verlangen.

Zudem gibt es genug Branchen die händeringend Leute suchen, die arbeiten wollen.


Von dem Gedanken in der Stadt wäre es besser halte ich nichts. Die Städte sind übervoll. Man kann auch ländlich lebend zur Arbeit kommen. Auch hier muss man notfalls mit dem Chef sprechen wenn die Anbindung schlecht ist und gemeinsam Lösungen suchen.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Gast43792

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Re: ausweglose Lage
« Antwort #29 am: 12. Februar 2020, 09:31:47 »
Wer was im Kopf hat,Berufsausbildung hat bekommt entsprechende Arbeit und Entlohnung.
Wer keine Ausbildung hat und nur Hilfsarbeiten erledigt bekommt Mindestlohn. Die Aushilfe im Kiosk oder an der Tanke kann nicht erwarten,dass dafür 15 Euro und mehr rausspringen werden. Es sei denn Sie/Er arbeitet sich hoch und macht die Buchhaltung usw...

In welcher Welt doch manche leben 🤣
Vom Jobcenter gibts erstmal prekäre Jobs unter Sanktionszwang, notfalls über die neuen Teilhabechancen. Da interessiert eine Ausbildung null. Hoch arbeiten kann man sich ganz sicher in 6 Monate befristete Stellen.

Manche haben so viele 1,- Euro Jobs gemacht und dabei jahrelange Erfahrung 🤣 gesammelt, da müsste doch ein Anfangsgehalt von 18,- Stunde brutto drin sein. 😉

@Angie69

Oh 12,- Euro bei Norma. Das ist aber toll. Schon mal was von Landesmindestlohngesetz gehört? Berlin hat das. Liegt glaub derzeit bei irgendwas von 12,35 €. und damit deutlich über den Mindeslohn der Regierung mit 9,?? € und deinem Vorschlag. Zumal 12,- Euro halbtags bei Norma natürlich total aus dem HarzIV Bezug raus hilft
und H1 ein Auto ermöglicht für die Arbeit 🤦‍♂️

15-16 Euro ist okay, alles drüber ganz gut. Man sollte sich auch immer danach richten was die SB am anderen Tischende so verdient. Bei 35-38 Stunden Woche. 30 Tage Urlaub, 5 Tage Bildungsurlaub, dazu Mutter-Kind Urlaub...