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Autor Thema: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung  (Gelesen 3980 mal)

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Offline blaumeise

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #15 am: 22. Februar 2020, 15:42:34 »
Zitat von: Unwissender am 22. Februar 2020, 11:48:13
Den Text hat er mir zwar vorgelesen (am Telefon), darin stand angeblich, das die KK nicht verpflichtet ist, zurück zu zahlen!

Ich habe gegoogelt. Das stimmt tatsächlich, denn wenn er sich im Voraus befreien lässt und eine Befreiungskarte bekommt, dann ist er vom Sammeln der Quittungen und Belege befreit für das ganze Jahr. Er muss nichts mehr nachweisen, dafür muss die Kasse aber auch nichts mehr zurückerstatten, falls er - freiwillig - doch sammelt und zu viele Zuzahlungen geleistet hat. Sein Pech.

Zitat
Wenn sich eine Überschreitung der Belastungsgrenze durch Zuzahlungen bereits im voraus absehen läßt, können die Betroffenen die Befreiung von Zuzahlungen bereits im voraus beantragen. Sie zahlen dann die Zuzahlungen bis zur Belastungsgrenze für das Folgejahr bei der Krankenkasse ein und erhalten einen Befreiungsausweis für das nächste Jahr. Auf das Sammeln von Belegen kann dann verzichtet werden. Eine Rückerstattung eventuell zuviel gezahlter Zuzahlungen ist im Jahr der Befreiung nicht möglich.
https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/leistungen-gesetzliche-krankenkassen/gesetzlich-vorgeschriebene-leistungen/zuzahlungen/

Ich gehe allerdings davon aus, dass die Kasse ihn darauf im Vorhinein schriftlich hingewiesen hat. Denn die Spielregeln müssen sie ihm schon mitteilen. Nur dann ist es meines Erachtens rechtens.

Offline Maunzi

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #16 am: 22. Februar 2020, 16:55:27 »
Exakt das versuche ich ja schon seit einigen Beiträgen zu erklären.

Ob es nun rechtens ist oder nicht, müsste vermutlich am Ende auch ein Richter entscheiden, wenns vor Gericht gehen sollte, wäre ich sehr am Aktenzeichen interessiert. Einen Präzedenzfall habe ich bis heute nicht gefunden.

Offline Sheherazade

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #17 am: 22. Februar 2020, 17:32:37 »
Es wurde im Voraus an die KV gezahlt, dann aber weniger an Zuzahlungen gebraucht als das was man bereits gezahlt hatte.

Es wurde doch aber nicht mehr als die 1 bzw. 2% an die Krankenkasse im voraus gezahlt um die Befreiung zu erhalten - dann gibt es auch nichts zurück, wenn man weniger Zuzahlung gehabt hätte.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Im Leben braucht man drei Dinge: Die Bescheidenheit, sich anderen nicht überlegen zu fühlen. Den Mut, jede Situation zu bestehen. Und die Weisheit, sich von der Dummheit mancher Menschen nicht beeindrucken zu lassen.

Offline Maunzi

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #18 am: 22. Februar 2020, 17:54:16 »
Jup, nur ist das genau der Punkt, den Unwissender bzw sein Freund nicht akzeptieren möchten und daher nach Lösungen suchen, wie man doch an diese Differenz kommt.

Offline blaumeise

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #19 am: 22. Februar 2020, 20:15:07 »
Na ja, ich versuche die ganze Zeit herauszufinden, ob die KK ihn im Vorhinein darüber aufgeklärt hat, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann. Einfach so dürfen sie meines Erachtens nicht ihre eigenen Spielregeln aufstellen. Das wäre Willkür.

Offline Sheherazade

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #20 am: 23. Februar 2020, 09:52:03 »
Zitat von: blaumeise am 22. Februar 2020, 20:15:07
Na ja, ich versuche die ganze Zeit herauszufinden, ob die KK ihn im Vorhinein darüber aufgeklärt hat, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann.
Mit Sicherheit bei Antragstellung, denn das ist eine allgemeingültige Regel bei Anträgen auf Zuzahlungsbefreiung. Offenbar ist ihm aber NACH der Zuzahlungsbefreiung etwas aus der Kostenkalkulation herausgefallen. Deshalb wird auch überall geraten, den Antrag  im Zweifel erst bei Erreichen der Kostengrenze (1% oder 2%) zu stellen und nicht schon im Januar eines Jahres.

Zitat
Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen müssen sich an den Ausgaben für ihre Gesundheit in Form von Zuzahlungen beteiligen. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Das Wichtigste in Kürze:

    Damit Sie als Patient nicht übermäßig belastet werden, gibt es Höchst- bzw. Belastungsgrenzen, bis zu denen Sie Zuzahlungen leisten müssen.
    Die Belastungsgrenze liegt bei zwei Prozent der Bruttoeinkünfte zum Lebensunterhalt aller im Haushalt lebenden Personen pro Kalenderjahr. Bei chronisch Kranken liegt die Grenze bei einem Prozent.
    Grundlage für die Berechnung ist die Summe Ihrer gesetzlichen Zuzahlungen für Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.
    Sammeln Sie und alle Angehörigen, deren Zuzahlungen berücksichtigt werden, deshalb alle Belege über geleistete Zuzahlungen und bewahren Sie diese sorgfältig auf.
    Berechnen Sie Ihre persönliche Belastungsgrenze.
    Wenn die Zuzahlungen die persönliche Belastungsgrenze erreicht haben, stellen Sie bei der Krankenkasse zusammen mit den Einkommensnachweisen einen Antrag auf Befreiung von der Zuzahlung für das laufende Jahr. Die Krankenkasse stellt nach Prüfung eine Bescheinigung aus.


Quelle

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Offline Unwissender

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #21 am: 23. Februar 2020, 10:22:03 »
Die KK hat vorher nicht darauf hingewiesen, das es keine Rückzahlung gibt! Es wurde nur das Angebot (um keine Belege sammeln zu müssen) zur Vorauszahlung gemacht!

Woher sollte er wissen, (wenn er immer den selben Betrag vorab überweist und dann den Ausweis bekommt) das sein Arzt mitten im Jahr zwei Medikamete absetzt, für die er nun nicht mehr Zuzahlen muss? Jetzt erreicht er das 1% nicht mehr und zahl auch nciht mehr voraus, da er ja nun weiss, das er ein bestimmtes Medikament nicht mehr nehmen muss!

Zum Glück habe das Problem nicht mit der AOK! Die erstattet immer zu viel gezahlte Beiträge, wiel man sonst "seine" Belastunsgrenze übersteigt!

@Maunzi:
Zum Beispiel hatte ich das schon bei diversen BKKs, DAKs, IKKs, KKHs usw. das zuviel gezahltes Geld mittels formlosen Antrag und mittels Nachweis der Apotheke zurückgezahlt wurden!



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Offline Sheherazade

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #22 am: 23. Februar 2020, 10:36:26 »
Zum Glück habe das Problem nicht mit der AOK! Die erstattet immer zu viel gezahlte Beiträge, wiel man sonst "seine" Belastunsgrenze übersteigt!

Das macht jede Krankenkasse. Aber dein Freund möchte scheinbar Geld von der Vorauszahlung in Höhe der Belastungsgrenze zurückhaben obwohl er die Bealstungsgrenze NICHT übersteigt.
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Offline blaumeise

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #23 am: 23. Februar 2020, 12:13:13 »
Zitat von: Unwissender am 23. Februar 2020, 10:22:03
Die KK hat vorher nicht darauf hingewiesen, das es keine Rückzahlung gibt! Es wurde nur das Angebot (um keine Belege sammeln zu müssen) zur Vorauszahlung gemacht!

Dieses Schreiben würde ich gerne einmal vollständig (anonymisiert natürlich) lesen. Könntest du das bitte einscannen und hochladen?

Offline Unwissender

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #24 am: 24. Februar 2020, 11:36:21 »
Leider hat er das WS- Schreiben schon entsorgt, da auch die Klagefrist schon abgekaufen ist! Im Schreiben bezog sich die KK eh nur auf die 1 bzw. 2 % Regelung, die gezahlt werden muss!

Das hörte sich für mich so an, als müsste man das Leisten, egal ob man zuzahlen muss oder nicht!  :scratch:
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Offline blaumeise

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #25 am: 24. Februar 2020, 14:48:00 »
Hat er das ursprüngliche Schreiben von der KK noch, das Infoschreiben, als er den eigentlich Antrag auf vorzeitige Befreiung gestellt hat, und in dem er z. B. darauf hingewiesen worden ist, dass er keine Belege sammeln muss? Falls die Infos auf seinem Antragsformular standen (das er eingereicht hat), dann hat er sich doch sicher eine Kopie von seinem Antrag gemacht.

Wenn nicht, ist das hier vergebliche Liebesmüh. Wir hätten Konkretes gebraucht.

Offline Unwissender

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #26 am: 25. Februar 2020, 09:59:54 »
Glaub nicht! Den hat er mal vor Jahren bekommen! Aber soviel ich weiss, war es wie bei mir, das da nur ein formloses Schreiben mit der Kontoverbindung kam und dem Heinweis, das der Befreiungsausweis nach festgestelltem Zahlungseingang zugeschickt wird.

Wer denkt schon dran das der Mist nochmal gebraucht wird! Also Klage und Kassenwechsel?
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Offline blaumeise

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #27 am: 25. Februar 2020, 10:42:57 »
Zitat von: Unwissender am 25. Februar 2020, 09:59:54
Glaub nicht! [...] Aber soviel ich weiss,
Das reicht mir nicht, sorry.

Zitat von: Unwissender am 25. Februar 2020, 09:59:54
Also Klage und Kassenwechsel?
Bei den dürftigen Infos kann ich nichts dazu sagen.

Offline Unwissender

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #28 am: 26. Februar 2020, 09:53:17 »
Es wurde jetzt sowohl beim Bundesgesunheits,- und beim Justizministerium eine Anfrage gestellt! Hoffentlich wird dadurch geklärt ob das Rechtens ist! Jetz heisst es warten und  :coffee: trinken!
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Offline Sheherazade

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Re: Krankankasse verweigert Erstattung von Überzahlung
« Antwort #29 am: 26. Februar 2020, 11:28:36 »
Es wurde jetzt sowohl beim Bundesgesunheits,- und beim Justizministerium eine Anfrage gestellt!

Hoffentlich etwas deutlicher und ausführlicher als hier.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

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