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Autor Thema: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren  (Gelesen 741 mal)

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Online HeikoHammer

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Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« am: 25. Februar 2020, 21:28:08 »
Hallo,

ich wüsste gerne, wie der Ablauf des "§ 495 a ZPO schriftliches Verfahren" ist.
Der Kläger hat seine Argumente genannt und diese mir zugestellt. innerhalb der ersten 14 Tage muss ich meine Absicht mich dagegen zu wären anzeigen. Innerhalb von weiteren 14 Tagen muss ich meine Argumente dem Gericht mitteilen.

Woran erkenne ich ob das Gericht der Meinung ist, genug Informationen zu haben. Ich habe die Möglichkeit eine Mündliche Verhandlung zu verlangen. Das würde ich gerne tun. Aber das kann ich erst, wenn ich weiß, wann der Termin für das Urteil feststeht.

Werde ich darüber informiert?
Versteht ich was ich meine?

Wenn ich meine Sachen nächste Woche hinschicke, weiß ich nicht ob die Richterin die Kläger nochmal auf meine Argumente erwidern lassen will oder gleich zum Urteil kommt.

Offline mousekiller

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #1 am: 26. Februar 2020, 07:35:53 »
Innerhalb der 14 Tag musst du lediglich anzeigen, dass du die Absicht hast dich zu verteidigen. Dass kannst du auch selbst machen. Bei einem Zivilprozess ist es jedoch empfehlenswert, einen Anwalt hinzuzuziehen, damit du nicht in irgendwelche Fallstricke tappst.

Merkwürdig ist, dass die Notfrist zur Gegenargumentation hier auf 14 Tage verkürzt worden ist. Üblicherweise beträgt diese 4 Wochen.

Kannst du mal den Text im Wortlaut einstellen bitte?

Ob es eine Verhandlung gibt, entscheidet letzten Endes der Richter. Danach berechnen sich auch die Gerichtskosten.

Du kannst allerdings über den Anwalt Prozesskostenhilfe beantragen, wenn du zu wenig Einkommen hast.
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Online HeikoHammer

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #2 am: 26. Februar 2020, 23:21:31 »
Danke dass du mich unterstützt. Ich weiß das sehr zu schätzen.

Der Beschluss kommt vom Amtsgericht.

Im Anhang habe ich die beiden Bereiche abfotografiert.

Offline mousekiller

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #3 am: 27. Februar 2020, 07:44:41 »
Okay, ich sehe es.

Also: schriftliches Verfahren wird bei Mahnbescheiden generell angeordnet, damit der Richter sehen kann, worum es überhaupt geht. Du kannst wie gesagt jetzt einen Anwalt einschalten und Prozesskostenhilfe beantragen. Wenn du das nicht möchtest, sammel alle Gegenbeweise zusammen und geh mit diesen und dem Anschreiben zu den Rechtspflegern beim Amtsgericht Oldenburg. Die helfen dir weiter. Wichtig ist, dass du die Fristen zwingend einhältst, anderenfalls gibt es ein Versäumnisurteil, wonach du dann den Anspruch der Gegenseite zahlen musst. Eine Wiedereinsetzung in den früheren Stand wäre dann nämlich an sehr enge Vorschriften gebunden.

Und noch etwas: Solltest du die Klage verlieren, wirst du auch die Kosten der anwaltlichen Beauftragung der Gegenseite bekommen. Sollte es aber soweit kommen, kann ich dir gern wieder helfen, damit die Kosten nicht in exorbitante Höhe schnellen.
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Online HeikoHammer

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #4 am: 28. Februar 2020, 11:49:36 »
Um erstmal die erste Frist zu wahren, würde ich folgendes Schreiben, reicht das aus?

Zitat
Geschäftsnummer: 4 C 4XXXX / XX

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beabsichtige mich gegen den Kläger zu verteidigen.
Die Klageerwiderung reiche ich in der genannten Frist nach.

Gruß
XY

Außerdem frage ich mich, wenn ich Prozesskostenhilfe erhalte (Hatte ich schon mal) und bei diesem Vorfahren vollständig verliere (sehr unwahrscheinlich, es ist auf beiden Seiten zu Missverständnisse gekommen) kann ich doch eh nicht die Schulden zahlen. Ich lebe unterhalb der Pfändungsgrenze. Wenn das so ist, macht es doch für den Kläger keinen Sinn, oder? (Ich hab ihm das gesagt, aber er will mir eins reinwürgen.)

Wo ist die Gefahr für mich?

Offline Sabine13

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #5 am: 28. Februar 2020, 12:31:17 »
Zitat von: HeikoHammer am 28. Februar 2020, 11:49:36
Ich lebe unterhalb der Pfändungsgrenze. Wenn das so ist, macht es doch für den Kläger keinen Sinn, oder?
Nachdem der Sachverhalt nicht klar ist, um was dem ganzen Verfahren vorausgegangen ist, kann man hier keine seriöse Antwort geben.

Online HeikoHammer

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #6 am: 28. Februar 2020, 13:30:16 »
Zitat von: HeikoHammer am 28. Februar 2020, 11:49:36
Ich lebe unterhalb der Pfändungsgrenze. Wenn das so ist, macht es doch für den Kläger keinen Sinn, oder?
Nachdem der Sachverhalt nicht klar ist, um was dem ganzen Verfahren vorausgegangen ist, kann man hier keine seriöse Antwort geben.

Ich musste aus gesundheitlichen Gründen ausziehen. Dies habe ich 10 Monate vorher angekündigt. Es gab Bewerbungsgespräche mit Nachmietern bei den Vermietern. Dann hat der Nachbar sich entschieden die Wohnung mit anzumieten wenn er einen Durchbruch machen darf. Dies wurde ihm vor 5 Monate vor meinem Auszug erlaubt. Als ich dann eine Wohnung gefunden habe und Formel gekündigt habe, als ich dann auszog, passte es dem Nachbar nicht die Wohnung zur Weihnachtszeit zu übernehmen. Darauf hat der Vermieter auf die 3 Monate Kündigungsfrist behaart.

Er hat meine Kaution einbehalten und will sogar noch weitere 300€ haben.

Offline Sabine13

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #7 am: 28. Februar 2020, 13:42:37 »
Wenn du das ganze nicht schriftlich hast, dass der Nachbar in die Wohnung einzieht, bzw. diese übernimmt und du vorzeitig aus dem Mietvertrag kommst, wirst du wohl auf der Forderung und den damit verbundenen Kosten sitzen bleiben.

Offline Sheherazade

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #8 am: 28. Februar 2020, 13:46:08 »
Ja, so sieht es wohl aus.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Im Leben braucht man drei Dinge: Die Bescheidenheit, sich anderen nicht überlegen zu fühlen. Den Mut, jede Situation zu bestehen. Und die Weisheit, sich von der Dummheit mancher Menschen nicht beeindrucken zu lassen.

Offline mousekiller

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #9 am: 28. Februar 2020, 13:53:21 »
Es gibt für dich keine wirkliche Gefahr, solange du auf die Schreiben fristgemäß reagierst.

Sofern du tatsächlich verlieren solltest, kommt nach Abschluss des Verfahrens ein Kostenfestsetzungsantrag der Gegenseite. Dann kannst du bereits reagieren und dort bestimmt eine Ratenzahlung vereinbaren.

Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt, sondern günstigenfalls ein Vergleich geschlossen wird. Dann trägt jede Partei die anwaltlichen Kosten selbst. Solltest du dann Prozesskostenhilfe haben, dürfte es für dich kostenfrei bleiben.
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Online HeikoHammer

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #10 am: 18. März 2020, 21:28:16 »
Wenn das Schreiben vom Gericht mit dem Datum 18.02.2020 vom Postboten unterzeichnet wurde, wann ist dann die Frist um? Ich hab es hochgeladen und dort steht 2x14 Tage.

Also welcher ist der letzte Tag?

Offline Wuff

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #11 am: 18. März 2020, 21:50:25 »
Gestern

Online HeikoHammer

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Re: Mahnbescheid Widerspruch - schriftliches Verfahren
« Antwort #12 am: 18. März 2020, 22:08:22 »
Wenn das gestern war, dann habe ich es bereits vorgestern abgegeben. Dann war das sehr gut. =)
Danke. Das beruhigt mich nochmals. Dachte die ganze Zeit, ich hätte mich verrechnet.