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Autor Thema: Arbeiten in Deutschland  (Gelesen 810 mal)

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Offline Iffets

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Arbeiten in Deutschland
« am: 14. März 2020, 14:08:04 »
Hallo.
Ich bin Italienerin und lebe seit 1,5 Jahren hier. Ich arbeite jetzt 9 Monate, aber werde nächste Monat gekündigt. Ich kenne mich nicht aus was ich jetzt machen soll. Einige sagen man muss 1 Jahr arbeiten, bevor man Sozialhilfe beantragen kann....wenn ihr weiterhelfen könnt freue ich mich sehr. Ich bin für jede Ratschlag dankbar.

Offline SantanaAbraxas

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #1 am: 14. März 2020, 15:43:53 »
Schau mal hier

https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/7.html
§ 7 SGB II Leistungsberechtigte

https://www.gesetze-im-internet.de/freiz_gg_eu_2004/__2.html
§ 2 Recht auf Einreise und Aufenthalt

Offline Yavanna

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #2 am: 15. März 2020, 07:51:25 »
Wenn du gekündigt wirst (durch die Agentur für Arbeit festgestellte unfreiwillige Arbeitslosigkeit), hast du erst mal grundsätzlich einen nachrangigen Arbeitnehmerstatus und bist damit leistungsberechtigt nach dem SGB II.
Wie lange du ALG II erhalten kannst, hängt von der Dauer der Beschäftigung ab. In deinem Fall 9 Monate, weniger als ein Jahr, hast du einen 6 Monate andauernden nachrangigen Arbeitnehmerstatus. Hättest du durchgehend länger als ein Jahr gearbeitet, wäre der nachrangige AN-Status unbefristet.

Offline Sabine13

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #3 am: 15. März 2020, 08:30:21 »
@Yavanna

Was passiert dann nach 6 Monaten mit der Sicherstellung des Lebensunterhaltes der TS, wenn sie noch keine Arbeit gefunden hat?

Offline Yavanna

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #4 am: 15. März 2020, 09:13:04 »
Dann gibts keine Leistungen mehr. Sie hält sich nur zur "Arbeitssuche" in Deutschland auf und ist von Leistungen ausgeschlossen. Wenn sie keine Arbeit findet (es reicht schon eine nicht auskömmliche, Aufstocken mit ALG II ist möglich), muss sie im schlimmsten Fall gehen, bzw. gucken wie sie klar kommt.
Das Freizügigkeitsrecht regelt, dass man sich aufhalten darf, nicht dass Deutschland verpflichtet ist, für den Lebensunterhalt aufzukommen.
Durch Arbeitsaufnahme erhält man einen laufenden Arbeitnehmerstatus, da reicht ein Minijob.

Offline KatharinaAs

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #5 am: 16. März 2020, 10:32:46 »
Durch Arbeitsaufnahme erhält man einen laufenden Arbeitnehmerstatus, da reicht ein Minijob.

Ist das sicher mit dem Minijob? Ich dachte man braucht einen sozialversicherungspflichtigen Job  :scratch:

Offline Yavanna

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #6 am: 16. März 2020, 10:56:44 »
Definition des Arbeitnehmers aus den AVV zum Freizügigkeitsgesetz/EU (Punkt 2.2.1.1)

http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_03022016_MI12100972.htm

Sobald du Arbeitnehmer bist, hast du einen Arbeitnehmerstatus und demnach einen Anspruch auf ALG II. Was auf den Verlust der Stelle folgt, s.o.

Offline BigMama

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #7 am: 16. März 2020, 14:47:25 »
Nicht jedes JC akzeptiert eine geringfügige Beschäftigung ohne Weiteres. Daher sollte man sich nicht darauf verlassen. Einige JC legen es darauf an, dass eine eindeutige und klare Regelung erfolgt.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline Sabine13

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #8 am: 16. März 2020, 18:56:46 »
Zitat von: BigMama am 16. März 2020, 14:47:25
Nicht jedes JC akzeptiert eine geringfügige Beschäftigung ohne Weiteres.
Akzeptieren für was?
Für den Aufenthaltsstatus ist nicht das JC zuständig und gegen den Arbeitnehmerstatus können sie ja schlecht sein.

Offline Yavanna

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #9 am: 17. März 2020, 07:33:53 »
Nicht jedes JC akzeptiert eine geringfügige Beschäftigung ohne Weiteres. Daher sollte man sich nicht darauf verlassen. Einige JC legen es darauf an, dass eine eindeutige und klare Regelung erfolgt.

Es gibt eine klare Regelung. Wenn das JC sie nicht beachtet, ist das was anderes. Dann muss der Betroffene in Widerspruch gehen, bzw. später klagen.
Leider wie bei allem, wenn das JC sich nicht an bestehende Gesetze hält.

Offline BigMama

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #10 am: 17. März 2020, 09:39:40 »
Es gibt keine eindeutige gesetzliche Regelung hinsichtlich des Bestehens des AN-Status.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
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Offline Sabine13

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Re: Arbeiten in Deutschland
« Antwort #11 am: 22. März 2020, 14:49:12 »
... dann mußt du ins Gesetz schauen, bzw. entsprechende Urteile zitieren, die es mittlerweile gibt.