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Autor Thema: Jedem 3. Hartz IV Bezieher fehlt Geld für gesundes und vollwertiges Essen  (Gelesen 2419 mal)

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Offline Sabine13

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Zitat von: Hexe am 14. April 2020, 16:52:02
Der RS ist dauerhaft zu niedrig und das seit 2005.

Auch wenn du das dauerhaft behauptest, erkläre mir, warum bei besagtem Beispiel man noch in die Arbeit gehen soll.

Die anderen Vorteile wie Tafel und Kleiderkammer (bitte jetzt aber nicht das Argument, dass diese jetzt geschlossen sind) sowie weitere Vergünstigungen fördern nur die Lachattacken gegenüber der sich selbst versorgenden Gesellschaft.

Offline Hexe

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Zitat von: Sabine13 am 14. April 2020, 17:01:37
Die anderen Vorteile wie Tafel und Kleiderkammer (bitte jetzt aber nicht das Argument, dass diese jetzt geschlossen sind)

 :wand: :wand: :wand:
LG Hexe
Ich erteile keine Rechtsberatung sondern gebe nur meine eigene Erfahrung weiter

Offline Sabine13

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 :sleep: :sleep:

Offline Hexe

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416.- statt 571.- Euro Hartz IV sind 155.- Euro zu wenig ...

Vom Betrug des Steuerfreibetrages für Erwerbstätige durch den niedrigen Regelsatz will keiner etwas wissen.Hat der Staat gleich 2x gespart.
Das haben die Erwerbstätigen dann sicherlich verdient.
LG Hexe
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Offline Sabine13

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Du kannst noch zig Videos einstellen @Hexe, ist aber keine Erklärung dafür, warum ein Familienvater noch arbeiten gehen soll, wenn er sogar Gefahr läuft, weniger Finanzmittel zu haben, als ein Hartz IV Empfänger.

Online Angie69

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Der Familienvater könnte dann aufstocken und hätte mehr als vorher ohne Arbeit. Denke da muss man rechnen da man dann zb Kindergeld zusätzlich hat


Allerdings ist es tatsächlich so, für viele Familien (Mutter, Vater und zwei Kinder) lohnt sich in die Arbeit gehen nicht. Rein geldtechnisch gesehen.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline Orakel

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Genau! Arbeiten gehen hat sich noch nie gelohnt!
Rechtlicher Hinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen meiner Beiträge fragen Sie bitte Ihren Rechtsanwalt oder Steuerberater. Rechtsanwälte und Steuerberater sind allerdings berechtigt, sich die Beantwortung Ihrer Fragen bezahlen zu lassen.
Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben // wird die rechte Form dem Geiste geben. (Johann Wolfgang von Goethe)
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

Online NevAda

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Zitat von: Angie69 am 14. April 2020, 18:24:57
Allerdings ist es tatsächlich so, für viele Familien (Mutter, Vater und zwei Kinder) lohnt sich in die Arbeit gehen nicht. Rein geldtechnisch gesehen.
Das gilt nur für Kurzsichtige. Was, wenn die Kinder ausziehen? Wer will Dich nach 20 Jahren Hartz4?
Das gilt nur für Hoffnungslose. Keine Chance auf auskömmliches Einkommen?

Nein, auch "rein geldtechnisch gesehen" stimmt das höchstens für den Moment.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Orakel

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Also bei mir ist das so: Immer wenn ein Jahr rum ist, will das Finanzamt von meinem sauer verdienten Geld etwas haben. Also wenn ICH arbeite, lohnt es sich für das Finanzamt, nicht aber für mich.
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Online Angie69

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Ich habe nirgends geschrieben das ich so denke.

Also bitte nicht unterstellen was nirgends steht.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Online NevAda

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Ich habe nirgends geschrieben das ich so denke.

Also bitte nicht unterstellen was nirgends steht.
Zitat von: Angie69 am 14. April 2020, 18:24:57
Allerdings ist es tatsächlich so, für viele Familien (Mutter, Vater und zwei Kinder) lohnt sich in die Arbeit gehen nicht. Rein geldtechnisch gesehen.
Stimmt. Du hast nur über Fakten geschrieben, nicht dass Du so denkst.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Wuff

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Zitat von: Hexe am 14. April 2020, 16:52:02
Der RS ist dauerhaft zu niedrig und das seit 2005.

Auch wenn du das dauerhaft behauptest, erkläre mir, warum bei besagtem Beispiel man noch in die Arbeit gehen soll.

Die anderen Vorteile wie Tafel und Kleiderkammer (bitte jetzt aber nicht das Argument, dass diese jetzt geschlossen sind) sowie weitere Vergünstigungen fördern nur die Lachattacken gegenüber der sich selbst versorgenden Gesellschaft.
Informiere dich doch mal bitte über das Lohnabstandsgebot und dann stelle dir eine ganz simple Frage:

Warum wurde mit der Einführung von Hartz IV und auch schon davor mit dem Bashing gegen Arbeitslose, das ganze nicht mehr berichtet und doch erst 2010 abgeschafft?

Offline oldhoefi

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Zitate entnommen aus dem im Eingangsbeitrag verlinkten Artikel.

Zitat
Laut den Daten konnten sich 30,3 Prozent der Bezieher von Grundsicherungsleistungen nicht jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder gleichwertigen vegetarischen Nahrungsmitteln finanziell leisten.
Für „vollwertige Mahlzeiten“ bedürfen es nicht jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch oder vegetarische Ersatzprodukte.

Zitat
Laut Studienergebnisse sind von der unzureichenden Versorgung etwa 769.000 Menschen betroffen.
Eine „unzureichende Versorgung“ ist noch lange nicht gegeben, wenn nicht jeden zweiten Tag Fleisch oder Fisch zu sich genommen werden.

Diese Menschen müssten aufgrund „Fleisch-/Fischmangel“ längst wegen Unterversorgung schwer krank oder noch mit schlimmeren Folgen behaftet sein. Was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann.

Bei dieser Studie – die vmtl. auf Befragung von ALG II Empfängern basiert – dürfte der Wunschgedanke nach Fleisch und Fisch im Fokus gelegen haben.

Das es auch genügend andere Alternativen gibt, um sich gesund und vollwertig zu ernähren, scheint abwegig zu sein. Und den Wunschbraten auf einmal die Woche zu beschränken (wie zu Omas Zeiten) kommt erst gar nicht in den Sinn.

Sorry, aber dafür fehlt mir das Verständnis. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich persönlich bei meinem Essverhalten andere Prioritäten setze. Denn Fleisch und Fisch müssen nicht jeden zweiten Tag sein, ob man es sich nun finanziell leisten kann oder auch nicht.

Zitat
Die Daten stammen allerdings aus dem Jahre 2018, wie das Bundesamt mitteilte. Zu diesem Thema liegen noch keine neueren Auswertungen vor.
Und diese veralteten Daten (die sich darauf folgend ggf. verbessert haben könnten) werden von der Linken-Abgeordneten Zimmermann heran gezogen, um einen „Corona-Zuschlag“ von EUR 200/Monat/Kopf für ALG II Empfänger zu fordern.

Zugleich scheint immer noch nicht bei allen angekommen zu sein, dass keine Rechtsgrundlage und somit kein Anspruch für einen „Corona-Zuschlag“ im SGB II existieren. Aber wiederkehrend muss dieser vermeintliche „Corona-Zuschlag“ herhalten – von wem und in welchem Zusammenhang auch immer – um sich selbst in ein gutes Licht rücken zu wollen.

Ich persönlich kann diesen angeblichen „Corona-Zuschlag“ einfach nicht mehr lesen, womit nur falsche Hoffnungen geweckt werden. Bis dahin eine ggf. Entscheidung getroffen wird (die ich stark anzweifle, denn ansonsten gäbe es diesen Zuschlag bereits) ist die Corona-Krise längst vorbei. Dann verflüchtigt sich der „Corona-Zuschlag“ von selbst.
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“ (Heinrich Heine)

Offline Einfachicke

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Du verkennst aber, welche Sachleistungen geboten werden.



Das Problem ist, dass einige Läden sich weigern "Sachleistungen" als Zahlungsmittel entgegen zu nehmen. Die sollen auch nicht besonders gut schmecken, egal wie lange man sie kocht.

Offline Meph1977

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Also einerseits ist es ja so das der ursprünglich geplante Satz der Hartz Komission damals schon höher vorgesehen war wie er heute ist. Andererseits denke ich einfach mal morgens um 8 in Aldi und mal die Kühltheke von Produkten mit 30% Aufklebern befreien. Das hab ich 2 Monate während ich noch im ALG2 bezug war gemacht. Danach war mein Gefrierschrank so voll das ich aber wirklich garnix mehr reinbekommen hab.
Seid vorsichtig was ihr dem JC erzählt. Die machen aus nem französischen Rotwein eine rothaarige Französin und drehen euch noch eine BG mit der Französin an.