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Autor Thema: Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung bei Minijobbern  (Gelesen 315 mal)

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Offline crazy

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Viele Betriebe versuchen jetzt ihre Minijobber los zu werden. Dies geht gar nicht so einfach, wie es sich die Betriebe und auch die betroffenen Arbeitnehmer denken.
Die Corona Krise und die Schließungen der z.B. Gastronomie ist kein Kündigungsgrund! Der Minijobber stellt seine Arbeitskraft zur Verfügung, der AN muss weiter den vereinbarten Lohn zahlen!

https://www.klugo.de/rechtsgebiete/coronavirus-rechte/minijob-und-corona
Hier ist das auch ganz gut dargestellt.

Da Minijobber auf Sozialversicherungsabsicherung verzichten steht ihnen kein Kurzarbeitergeld zu. Trotzdem sind sie wie alle Arbeitnehmer geschützt vor Willkür der Arbeitgeber. Der Umstand, dass die angebotene Arbeitskraft vom Arbeitgeber zur Zeit nicht genutzt werden kann stellt keinen Kündigungsgrund dar!
Wer also seinen Minijob mit dem Hinweis- Kneipe geschlossen auf Grund der behördlichen Anordung- gekündigt bekommen hat, hat sehr gute Chancen sich seinen Lohn noch holen zu können. Der AG muss den Lohn weiter zahlen und jetzt wo langsam die Gastronomie wieder anläuft auch den AN weiter beschäftigen.

Offline Sabine13

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Re: Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung bei Minijobbern
« Antwort #1 am: 13. Mai 2020, 14:36:19 »
Zitat von: crazy am 13. Mai 2020, 11:01:15
Wer also seinen Minijob mit dem Hinweis- Kneipe geschlossen auf Grund der behördlichen Anordung- gekündigt bekommen hat, hat sehr gute Chancen sich seinen Lohn noch holen zu können.
Eines sollte der AN einmal selbst überprüfen, ob für seinen Betrieb der Kündigungsschutz überhaupt greift:

Zitat
Das Kündigungsschutzgesetz (kurz: KSchG) ist dann einschlägig, wenn es sich nicht um ein Kleinunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern handelt. Das geht aus § 23 KSchG explizit hervor.

Hat der Betrieb weniger als 10 Mitarbeiter, kann dem AN ganz normal gekündigt werden, meistens mit dem Zusatz "aus betrieblichen Gründen". Teilzeitbeschäftigte und Minijobber zählen hierzu anteilig.