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Autor Thema: Halbes Haus / Grundstück erben mit H4? Was bedeutet das für mich?  (Gelesen 1432 mal)

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Offline Fragezeichen?!

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Hallo,

wollte euch mal mitteilen, das am Montag ein Schreiben vom JC kam. Ab 01.06.2020 zahlen sie keine Miete mehr an meine Mutter. An sich doch frech, denn wir wissen immer noch nicht, wer was geerbt hat, da das Amtsgericht erst mal familiäre Informationen angefordert hat. Also wieviele Kinder sind da, gibt es Enkel usw.. Das wurde von meiner Mutter eingereicht, aber einen Bescheid haben wir noch nicht bekommen. Wie kommt also das JC dazu, bereits jetzt für den kommenden Monat die Miete zu streichen, wenn absolut nicht klar ist, wer was bekommt oder nicht? Ist Widerspruch sinnvoll?

Ausserdem soll ich einen Erbschein vorlegen. Kann ich auch noch nicht, da ich nicht weiß, ob ich geerbt habe. Ausserdem kostet dieser laut Amtsgericht Aussage zwischen 300-500 Euro. Das Geld habe ich nicht. Meine Mutter auch nicht, da sie eine minimale Rente erhält. Was ist, wenn ich keinen vorlegen kann?

Übernehmen die grundsätzlich 50% der Unkosten? Anfallen würden Versicherungen für Gebäude und Grundstück (mehrere Versicherung wie Elementar, Hausrat, Feuer und Wasser usw.), Müllgebühren, Grundsteuer sowie Kanal und Wasser. Da kommt einiges zusammen. Und egal, ob die Wohnung meiner Mutter ein bisschen grösser ist als meine - sie kann ja unmöglich den Grossteil selbst zahlen. Alleine die Versicherungen liegen ja schon um die 1000 Euro im Jahr.

Online Sabine13

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Zitat von: Fragezeichen?! am 20. Mai 2020, 17:19:35
Ausserdem soll ich einen Erbschein vorlegen.
Hier kannst du etwas zum Erbschein nachlesen und ob dieser überhaupt notwendig ist:
https://www.familienrecht.net/erbschein/

Offline RedChili

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Der Erbschein ist für die Grundbuchberichtigung notwendig. Da brauchen wir nicht drüber diskutieren.

Offline Fragezeichen?!

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Wie sieht das mit den Unkosten aus - werden die zu 50% übernommen? Und warum bekommen manche H4 Empfänger dann noch Kaltmiete bezahlt und meine Mutter bekommt keinen Cent mehr?

Dürfen die überhaupt vorher schon die Miete streichen, wenn noch nicht mal klar ist, ob ich überhaupt erbe?

Online Sabine13

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Zitat von: RedChili am 20. Mai 2020, 21:19:10
Der Erbschein ist für die Grundbuchberichtigung notwendig
Ist diese Aussage aus dem Link falsch?

Zitat
Brauche ich einen Erbschein, wenn ein Testament vorliegt?
Liegt ein notarielles Testament vor, reichen in der Regel eine beglaubigte Kopie sowie das gerichtliche Eröffnungsprotokoll aus. In einem solchen Fall ist ein Erbschein, um das Grundbuch zu berichtigen, unnötig. Existiert allerdings nur ein privates, handschriftliches Testament, ist ein Erbschein erforderlich.

Offline RedChili

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vermutlich liegt kein Testament vor.
Es kann somit auch kein notarielles Testament vorliegen, was einen Erbschein obsolet machen würde. Fang doch bitte nicht schon wieder irgendwelche Nebenkriegsschauplätze an und frag nach irgendwelchen Aussagen von irgendwelchen Verlinkungen.
Ich habe mir bei der Aussage
Der Erbschein ist für die Grundbuchberichtigung notwendig.
schon was gedacht und auch die vorliegenden Informationen berücksichtigt.

Online Sabine13

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@RedChili

Auch ich habe mir bei meiner Nachfrage was gedacht, denn der TS schreibt hier:
Zitat von: Fragezeichen?! am 20. Mai 2020, 21:22:36
wenn noch nicht mal klar ist, ob ich überhaupt erbe?
... und das geht wohl nur, wenn ein Testament vorliegt, dass er vom Erbe ausgeschlossen ist. Ohne Testament wäre er doch einer der Erben?

Aus "Vermutungen" und "es ist noch nicht klar" läßt das Möglichkeiten in allen Richtungen zu.

Sich darüber Klarheit zu verschaffen wäre sicherlich nicht verkehrt, um allen Spekulationen aus dem Weg zu gehen.

Offline RedChili

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@RedChili

Auch ich habe mir bei meiner Nachfrage was gedacht, denn der TS schreibt hier:
Zitat von: Fragezeichen?! am 20. Mai 2020, 21:22:36
wenn noch nicht mal klar ist, ob ich überhaupt erbe?
... und das geht wohl nur, wenn ein Testament vorliegt, dass er vom Erbe ausgeschlossen ist. Ohne Testament wäre er doch einer der Erben?
Du biegst es dir nur wieder zurecht. Es ist von Anfang an klar, dass es kein Testament gibt. TE hat es nur noch nicht akzeptiert, dass er kraft Gesetzes bereits Erbe ist. Und zwar genau seit dem Moment, in dem der Vater verstorben ist.

Online NevAda

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Und woher weiß das JC, dass er einen Teil des Hauses erben wird? Woher weiß das JC vom Tod? Woher weiß das JC, dass sie nicht enterbt ist? Woher weiß das JC, dass sie nicht 12 Brüder hat? Woher weiß das JC, dass das Haus nicht völlig überschuldet ist, TE das Erbe also ausschlagen könnte?
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Online Sabine13

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@RedChili

Ich biege überhaupt nicht hin, aber wenn du feststellst,
Zitat von: RedChili am 20. Mai 2020, 21:51:23
Es ist von Anfang an klar, dass es kein Testament gibt.
... dann erkläre doch bitte einmal diese Worte:
Zitat
vermutlich liegt kein Testament vor.

Es scheint, dass du mehr weißt, wie der TS, der nicht mit absoluter Sicherheit sagen kann, ob es ein Testament gibt oder nicht.


@NevAda
Man wird dich jetzt mit den vielen Fragen sicherlich steinigen, denn diese sind doch schon alle beantwortet, bzw. irrelevant  :zwinker:




Offline RedChili

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Es scheint, dass du mehr weißt, wie der TS, ...
Testamentseröffnungen und die Bekanntgabe desselben an die Erben bzw an die Beteiligten haben beim Nachlassgericht oberste Priorität und werden somit zeitnah erledigt.
Da bereits im Eingangsbeitrag davon die Rede ist, dass der Vater schon verstorben ist und das dann in Kombination mit der Aussage "vermutlich liegt kein Testament vor.", denn im Regelfall wissen zumindest Ehegatten von Testamenten und die Mutter hätte wohl was gesagt, dann ist aus den vorliegenden Informationen die einzig logische Konsequenz, dass es kein Testament gibt.

Der Eingangsbeitrag ist vom 09.05. und wir haben mittlerweile den 20.05. Zum Zeitpunkt des Eingangsbeitrags war der Vater bereits verstorben und somit gehe ich davon aus, dass der Sterbefall schon min. zwei bis drei Wochen zurückliegt. Auch das JC hat sich schon hinsichtlich des Erbfalls gemeldet, was ebenfalls darauf schließen lässt, dass schon ein paar Wochen seitdem vergangen sind.

Online Angie69

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Die te ist zwar bereits Erbe nur was/ wie viel sie erbt ist doch noch unklar. Richtig?

Sollten jetzt 12 Halbgeschwister auftauchen hätten die ja auch Anspruch.

Also müsste die te doch jetzt zunächst Widerspruch einlegen und zudem erklären daß sie keinen Erbschein vorlegen kann solang noch das Gericht forscht und die Höhe der Erbschaft ungeklärt ist.

Nur was ist wenn sie zum 1.06 die Miete bekommen würde und am 15.6 stellt sich heraus sie ist das einzige Kind. Muss sie dann die Miete zurückzahlen?
Denn im Grunde kann sie doch auch nicht die Hälfte der Nebenkosten beantragen da ihr ja aktuell die Hälfte des Hauses nicht gehört und vermutlich eher nur 1/4 gehören wird.
„Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. "

Offline RedChili

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Sollten jetzt 12 Halbgeschwister auftauchen hätten die ja auch Anspruch.
Dann wäre aber der Satz aus dem Eingangsbeitrag schon falsch:
....und werde eventuell die Hälfte des Elternhauses erben. Der andere Teil geht an meine Mutter, .....

Zitat von: Angie69 am 20. Mai 2020, 22:30:19
daß sie keinen Erbschein vorlegen kann
Der Erbschein geht das JC auch nichts an.

Zitat von: Angie69 am 20. Mai 2020, 22:30:19
die Höhe der Erbschaft ungeklärt ist.
Die Nachlassmasse ermitteln die Erben eigenständig und nicht das Nachlassgericht.

Zitat von: Angie69 am 20. Mai 2020, 22:30:19
Muss sie dann die Miete zurückzahlen?
Ja, weil ihr keine Kaltmiete mehr zusteht.

Zitat von: Angie69 am 20. Mai 2020, 22:30:19
Denn im Grunde kann sie doch auch nicht die Hälfte der Nebenkosten beantragen da ihr ja aktuell die Hälfte des Hauses nicht gehört
Die Nebenkosten sind anteilig zu den bewohnten Qm zu ermitteln und dann entsprechend auf die Parteien im Haus umzulegen.

Online Angie69

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@RedChili

Herzlichen Dank für die sachliche Aufklärung. Damit sollte nun auch die te ihren Widerspruch formulieren können.
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