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Autor Thema: Darf das JC - während ALG I Bezug - zur vorzeitigen Rente auffordern!?  (Gelesen 1003 mal)

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Offline Hustensaft

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@ Alle,


ich habe derzeit noch eine Klage am laufen (mit RA) zur Aufforderung vorzeitig in Rente zu gehen. Meine Anwältin ist der Meinung, dass man während ALG I Bezug - nicht - aufgefordert werden darf in vorzeitig Rente zu gehen. Während des ALG I Bezuges wurde ich auch noch in eine Maßnahme der Agentur f. Arbeit gesteckt. Ich habe noch aufstockende Leistungen des JC erhalten.




Hustensaft

Offline CCR

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nein das ist nur im Hartz4 Bezug möglich.
hier aber doch.
Zitat von: Hustensaft am 20. Mai 2020, 18:10:32
Ich habe noch aufstockende Leistungen des JC erhalten.
wenn das JC zuständig.
Zitat
Nach § 12a Satz 2 Nummer 1 SGB II sind Leistungsberechtigte bis zur Vollendung des 63. Lebensjahres nicht verpflichtet, eine Rente wegen Alters vorzeitig in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus wurden mit der „Verordnung zur Vermeidung unbilliger Härten durch Inanspruchnahme einer vorgezogenen Altersrente“ (Unbilligkeitsverordnung) in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung weitere Ausnahmen geregelt, bei deren Vorliegen keine Verpflichtung zur vorzeitigen Inanspruchnahme einer Altersrente besteht (Verlust eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld, bevorstehende abschlagsfreie Altersrente, bevorstehende Erwerbstätigkeit).


Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
www.harald-thome.de › files › UnbilligkeitsV-ndV
PDF
« Letzte Änderung: 20. Mai 2020, 19:10:46 von CCR »
Den Vater kennt man an dem Kind, / Den Herrn an seinem Hausgesind.

Offline Quinky

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Meiner Meinung nach ist eine vorzeitige Verrentung (ausser eigener Wille) nicht möglich!
Warum?
Weil bei ALGI noch Einzahlungen in den Rentenanspruch erfolgen. Bei einer vorzeitigen Verrentung würde man um Rentenansprüche BETROGEN. Niemand kann zum betrügen lassen aufgefordert werden!

Offline Hustensaft

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@ Quinky,


Deine Antwort mit Begründung stimmt mich zuversichtlich.
Hoffentlich sieht das der Richter genau so!


Hustensaft

Offline Quinky

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Du hast doch ohnehin einen Nebenverdienst (sofern ich frühere Threads von Dir richtig interpretiere).
Mit einem Nebenverdienst ist eine frühere Verrentung ebenfalls nicht möglich, da bei einem Nebenverdienst ebenfalls noch Rentenansprüche eintreten. Jedoch:
Sobald ein Rentner einen Nebenverdienst hat, wird er um seine Rentenansprüche betrogen (Das ist seit Jahrzehnten bereits so, aktuell werden ca. 1.000.000 Rentner um ihre Rente (Ansprüche während der Rentenzeit) betrogen).
Diese verbrecherischen Regelungen haben die Regierungsoberen festgelegt, obwohl sie selbst Ansprüche auch nach dem Renteneintrittsalter erwerben!

Gruß
Ernie

Offline Sabine13

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Zitat von: Quinky am 22. Mai 2020, 20:25:56
Mit einem Nebenverdienst ist eine frühere Verrentung ebenfalls nicht möglich, da bei einem Nebenverdienst ebenfalls noch Rentenansprüche eintreten.
... aber nur wenn man auf die Befreiung zur RV nicht verzichtet hat.

Trotzdem ist mir hier das nicht ganz verständlich, da du am 30. Oktober 2018 in einem anderen Thread schriebst:

Zitat
Ich bin im August 2018 65 Jahre geworden. Und die Leistungen die ich v. 01.04.18 - 30.09.18 v. JC erhalten habe mit der Rente verrechnet wird!!!

Damit könntest du doch bereits seit März 2019 in Altersrente sein.

Offline Quinky

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Sabine13:

Das hier:
Mit einem Nebenverdienst ist eine frühere Verrentung ebenfalls nicht möglich, da bei einem Nebenverdienst ebenfalls noch Rentenansprüche eintreten.


... aber nur wenn man auf die Befreiung zur RV nicht verzichtet hat

Rentenansprüche haben damit nichts zu tun. Jeder Rentner zahlt durch den Arbeitgeber in die RV ein. Allerdings werden die Rentenansprüche daraus genullt!! Der Rentner selbst zahlt von seinem Lohn nichts in die RV ein, jedoch der AG MUSS seinen Teil immer zahlen, auch wenn der Rentner davon nichts hat. Die wird die RV durch die Rentner subventioniert.

Gruß
Ernie

Offline Sabine13

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...du schreibst aber von Rentenansprüchen und da geht man normalerweise davon aus, dass der AN gemeint, denn bei Pauschalabgaben ergeben sich keine Einzelanprüche unter dem geschilderten Umstand. Auch hat der AN nichts davon wenn der AG pauschale KV Beiträge bezahlt.

Offline Quinky

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Auch hat der AN nichts davon wenn der AG pauschale KV Beiträge bezahlt.

Beim 450€-Gesetz führt der AG 30% Pauschalsteuer ab. Davon sind 15% Rentenversicherungsbeitrag, die bei allen arbeitenden Menschen zu Rentenversicherungsansprüchen führt (außer die Mindest-Lebens-RV-Einzahlung von 5 Jahren ist nicht erfüllt). Selbstverständlich wird nur der abgeführte Beitrag zu Rentenansprüchen, d.h. bei einem vollen 450€-Job und keiner freiwilligen Einzahlung zur RV ergibt das im Jahr einen Rentenanspruch von ca. 3,20€/Monat je vollem Jahr im 450€-Job.
Bei Rentnern wird ebenfalls die Pauschalsteuer abgeführt, auch 15% RV-Beitrag, führt jedoch zu keiner höheren Rente!

Gruß
Ernie

Offline Sheherazade

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Bei Rentnern wird ebenfalls die Pauschalsteuer abgeführt, auch 15% RV-Beitrag, führt jedoch zu keiner höheren Rente!

Aber auch nicht zu einer höheren Anwartschaft. Deshalb sollte man bei einem Minijob nicht auf die Rentenversicherungspflicht verzichten.

Trotzdem interessiert mich noch die Antwort auf das hier:
Trotzdem ist mir hier das nicht ganz verständlich, da du am 30. Oktober 2018 in einem anderen Thread schriebst:

Zitat
Ich bin im August 2018 65 Jahre geworden. Und die Leistungen die ich v. 01.04.18 - 30.09.18 v. JC erhalten habe mit der Rente verrechnet wird!!!

Damit könntest du doch bereits seit März 2019 in Altersrente sein.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Meine Grundrechte sind weder bedroht noch eingeschränkt. Aber ich fühle mich bedroht von Beschränkten und Rechten.

Offline Ottokar

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Zitat
§ 1 Grundsatz
Hilfebedürftige sind nach Vollendung des 63. Lebensjahres nicht verpflichtet, eine Rente wegen Alters vorzeitig in Anspruch zu nehmen, wenn die Inanspruchnahme unbillig wäre.

§ 2 Verlust eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld
Unbillig ist die Inanspruchnahme, wenn und solange sie zum Verlust eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld führen würde.
=> http://www.gesetze-im-internet.de/unbilligkeitsv/

Ergo ist bei sog. Aufstockern die Inanspruchnahme vorzeitiger Altersrente wegen des Bezuges von ALG I unbillig - also nur solange, bis der ALG I Bezug beendet ist.
Meine Beiträge beinhalten oder ersetzen keine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit.
Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline Sabine13

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Zitat von: Sheherazade am 23. Mai 2020, 09:39:41
Zitat von: Quinky am Heute um 09:15:01
Bei Rentnern wird ebenfalls die Pauschalsteuer abgeführt, auch 15% RV-Beitrag, führt jedoch zu keiner höheren Rente!

Aber auch nicht zu einer höheren Anwartschaft.
Ein Rentner braucht keine höhere Anwartschaft, somit hat er nur den Vorteil des Geldes bei einem 450 Euro Job.

Offline Quinky

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Zitat von: Sheherazade am 23. Mai 2020, 09:39:41
Zitat von: Quinky am Heute um 09:15:01
Bei Rentnern wird ebenfalls die Pauschalsteuer abgeführt, auch 15% RV-Beitrag, führt jedoch zu keiner höheren Rente!

Aber auch nicht zu einer höheren Anwartschaft.
Ein Rentner braucht keine höhere Anwartschaft, somit hat er nur den Vorteil des Geldes bei einem 450 Euro Job.

Und die RV-Beiträge, die der Arbeitgeber zahlt, kassiert der Staat einfach ein!

Kannst Du oder willst Du mich nicht verstehen?
Ich bin gegen diese Ungerechtigkeit, das Rentner, die durch ihre Arbeit durch den Arbeitgeber RV-Beiträge erwirtschaften, nichts davon haben.
JEDER 450€-Jobber bekommt für seine Arbeit Rentenbeträge gutgeschrieben.
Noch mal zum mitschreiben:
Ich bin ab 1.2.2013 in Rente gegangen. Vor diesem Renteneintritt habe ich auf 450€-Basis gearbeitet, nach diesem Renteneintrittsdatum ebenfalls weiter auf 450€-Basis gearbeitet.
Sämtliche Beiträge vor diesem Datum wurde bei meiner Rente berücksichtigt.
Bis zum 1.2.2013 hat der Arbeitgeber monatlich 67,50€ (15% von 450€) über die Pauschalsteuer an die Rentenkasse abgeführt. Dafür bekomme ich Rente.
Nach dem 1.2.2013 hat der Arbeitgeber ebenfalls monatlich 67,50€ (15% von 450€) über die Pauschalsteuer an die Rentenkasse abgeführt. Dafür bekomme ich keine!!! Rente.
Warum werden Renteneinzahlungen nur bis zum Renteneintritt berücksichtigt, Zahlungen nach diesem Datum jedoch einfach von der RV einkassiert? Ich habe die Arbeitsleistung erbracht, der AG hat Renteneinzahlungen getätigt, ich bekomme nichts, wie ca. 1.000.000 arbeitende Rentner.

Gruß
Ernie

Offline Sheherazade

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Das nennt sich Solidaritätsprinzip.
"Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!" "Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt!" (M.Ende)

Meine Grundrechte sind weder bedroht noch eingeschränkt. Aber ich fühle mich bedroht von Beschränkten und Rechten.

Offline Hustensaft

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@ Quinky:
ich hatte vor 3/4 Jahren einen versicherungspflichtigen Nebenverdienst. Zeitungszusteller (ca. 750 €). Ich wurde erst in den letzten 1,5 Jahren zur Rente aufgefordert u. da. hatte ich keinen Nebenverdienst mehr. Seit 7 Monaten habe ich wieder einen Nebenverdienst(Zusteller Super Sonntag im LK Harz) BKN-Mini, also ein Minijob (ca. 200 €). Da werden aber keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt.


@ Sabine13:
ich bin jetzt Altersrentner, ab April 2019.
Von 2016-2017 habe ich 1 Jahr Bufdi gemacht. Danach gibt es 1/2 Jahr ALG I. Und während dieses halben Jahres hat mich das JC zur vorzeitigen Rente aufgefordert. und für mich den Rentenantrag gestellt u. ab April 18 - 30. September 18 noch Leistungen gezahlt. Im Sept./Okt. war der Zwangsrentenantrag dann durch (mit Abzügen). Da habe ich die Rentenzahlungen rückwirkend  ab April 18 in einer Summe erhalten. Da meine Rente natürlich - etwas - höher ist als ALG II wurden die letzten 6 Monate mit den Rentenzahlungen verrechnet. Hoffentlich ist das verständlich ausgedrückt. Und seit ca. 8 Monaten läuft die Klage diesbezüglich am SG (mit Rechtsanwältin).


Und Ottokar hat das bestätigt was Quinky geschrieben hat.  Da wird der Richter nicht drum herum kommen mir Recht zu geben!


Hustensaft