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Autor Thema: Rückfall in BG und Hartz IV möglich?  (Gelesen 350 mal)

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Offline Raava

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Rückfall in BG und Hartz IV möglich?
« am: 18. Juni 2020, 15:08:03 »
Liebe Forenmitglieder,

ich bin seit Oktober 2019 Studentin und beziehe momentan noch(!) BAföG. Ich lebe bei meinen Eltern in einer Mietwohnung. Meine Eltern beziehen Hartz IV und leben in einer Bedarfsgemeinschaft. Vor meiner Antragstellung auf BAföG wurde ich auch als ein Teil der Bedarfsgemeinschaft behandelt und das Jobcenter zahlte dementsprechend auch für mich ALG II-Leistungen. Da ich ja nun BAFöG-berechtigt bin und inzwischen BAföG beziehe, ist das nicht mehr der Fall.

Da nun das Einkommen von meinem BAFöG auf das "Einkommen" (JC-Zahlungen) meiner Eltern angerechnet wurde, erhalten sie nun weniger Geld vom JC als zuvor und ich bin dazu genötigt, jeden Monat die Hälfte von dem, was mir vom BAföG-Amt überwiesen wird, zwecks finanzieller Unterstützung meiner Eltern an sie abzugeben, da ihnen das Geld vom JC sonst nicht ausreicht. Da ich bei ihnen Zuhause lebe und daher keinen eigenen Haushalt habe, erhalte ich monatlich lediglich 474€ vom BAföG-Amt. Da ich aber die Hälfte davon an meine Eltern gebe und die andere Hälfte später zurückzahlen muss, habe ich nicht viel vom BAföG und werde wahrscheinlich keinen Folgeantrag stellen. Mein Bewilligungszeitraum läuft bis September 2020.

Jetzt die Frage: ist es möglich, dass ich nach dem Ablaufen des BWZ wieder vom JC als Mitglied der BG eingestuft werde? (Ich wäre ja aber eigentlich weiterhin BAföG-berechtigt und würde später, sollte ich in eine eigene Wohnung ausziehen können, wahrscheinlich BAföG erneut beantragen, da ich in dem Fall eine höhere Auszahlung erwarten kann.)

Und: Muss ich dem JC überhaupt mitteilen, dass ich nicht vorhabe, einen Folgeantrag zu stellen oder bin ich auch nach Ablaufen des BWZ raus und hab nichts mehr mit dem JC zu tun? Muss ich denen also gar nichts mehr von mir mitteilen?


Ich hätte vor, nach Auslaufen des BWZ - oder falls sich die Möglichkeit schon vorher ergibt - einen Minijob aufzunehmen, bei dem man ja heutzutage 450€ verdient. Da ein Minijob steuerfrei ist, muss ich mir keine Sorgen darüber machen, auf ein Teil des Geldes verzichten zu müssen.

Muss ich dem JC mitteilen, dass ich einen Minijob aufnehmen werde bzw. will? Würde ich einen Minijob noch im BWZ aufnehmen, wäre das wahrscheinlich nicht der Fall, aber falls ich erst nach Ablaufen des BWZ - also wenn ich *kein* BAföG mehr beziehe - müsste ich denen dann davon mitteilen, dass ich

a) kein BAföG mehr beziehe
und
b) dass ich stattdessen aus anderer Quelle (=aus einem Minijob) Einkommen erzielen will?

Daraus ergäbe sich wiederum für mich die Frage, ob mein Einkommen aus dem Minijob auf das "Einkommen" meiner Eltern angerechnet wird oder ob es beim Alten bleibt.

Und: da ich gerne im weiteren Verlauf meines Studiums Praktika absolvieren würde und/oder eine Werkstudentenstelle annehmen würde, wie würde es sich mit anderen Einkommensquellen (Praktika, Werkstudentenstjob, Teilzeitarbeit...) verhalten? Vor allem, da es viele Praktika und Werkstudentenjobs gibt, die oberhalb der 450€-Vergütung liegen. Könnte sich das JC auch da einschalten?

Ich möchte sehr gerne keinerlei Verbindung mehr zum Jobcenter haben. Der einzige Grund, weshalb dies überhaupt der Fall ist, sind meine Eltern. Beide können nicht arbeiten, also sind sie auf die Zahlungen des JCs angewiesen. Ich habe aber andere Ziele. Ich möchte gerne ausziehen (was aber ggf. auch ein Problem darstellen könnte, meinem Vater zufolge...) und Jobs bzw. Tätigkeiten annehmen können, egal welcher Art - ob Praktikum, Teilzeit- oder Werkstundenten- oder Minijob -  und das ohne(!!) immer im Hinterkopf an möglichen Ärger mit dem JC denken zu müssen.

Oder werde ich etwa für immer (auf irgendeiner Art und Weise) mit dem JC zu tun haben? Mein Vater sagt außerdem noch, dass er und meine Mutter ausziehen müssten, wenn ich es täte. Und auch sonst hätte ich nicht genug Geld, um auszuziehen. Ich habe keine gute Beziehung zu meinen Eltern und muss zur Uni pendeln. Da ist es doch verständlich, dass ich ausziehen und unabhängig von ihnen und insbesondere vom JC werden möchte und ohne Sorgen und Ängsten wie andere Bürger meines Weges fortschreiten möchte.

Ich wollte mich aufgrund alldem erstmal hier erkundigen, um zu sehen, ob Außenstehende Lösungen sehen, die ich nicht erkennen kann. Ich bin mir darüber bewusst, dass hier alle Angaben ohne Gewähr sind, aber nach Rat zu suchen ist ja erlaubt. Einen Besuch zum Sachbearbeiter schlage ich nicht aus, nur sagen ja SBs was Unterschiedliches und auch dann sind mündliche Angaben nicht bindend.

Falls es irgendeine Rolle spielt, noch ein paar Daten:

1) Ich bin unter 25 Jahre alt.
2) Ich bin gesetzlich familienversichert durch meine Eltern.
3) Bei dem Studium handelt es sich um eine Erstausbildung; ist also kein Zweitstudium o.Ä.


Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit und für jeden Beitrag.

Offline NevAda

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Re: Rückfall in BG und Hartz IV möglich?
« Antwort #1 am: 18. Juni 2020, 15:24:47 »
Hallo.
Also gaaaaaaaaanz langsam:
Deinen Eltern wird Dein "Einkommen" nicht angerechnet, aber sie bekommen vom JC keine Miete (JC-Jargon: KdU, Kosten der Unterkunft) mehr für Dich. Du musst also von Deinem BAföG ein Drittel der Warmmiete zahlen. (Stimmt das mit dem Berechnungsbogen des JC überein?)

Du darfst ausziehen. Ganz ohne JC. Deine Eltern müssen anschließend das JC darüber informieren. Wenn ihre Miete dann nicht angemessen ist für zwei Personen (was Du überprüfen solltest, vermutlich "denken" Deine Eltern das bloß), haben sie sechs Monate Zeit, bis sie die Überschreitung selber zahlen müssen.

Alles, was Du zusätzlich an Einkommen erzielst, wird natürlich auch nicht auf das ALG2 Deiner Eltern angerechnet. (Es gibt nicht bei jedem Minijob 450 Euro Lohn, es ist die Maximalgrenze, bis zu der es ein Minijob ist.)

Du wirst kein ALG2 kriegen, wenn Du dem Grunde nach BAföG-berechtigt bist.

Edit:
Den Besuch beim JC kannst Du Dir sparen. Du erfährst dort nichts, was Du nicht auch hier gehört haben wirst. Und verbindlich ist Gehörtes genau so wie unser Geschriebenes.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.

Offline Sheherazade

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Re: Rückfall in BG und Hartz IV möglich?
« Antwort #2 am: 18. Juni 2020, 15:26:04 »
Da nun das Einkommen von meinem BAFöG auf das "Einkommen" (JC-Zahlungen) meiner Eltern angerechnet wurde, erhalten sie nun weniger Geld vom JC als zuvor und ich bin dazu genötigt, jeden Monat die Hälfte von dem, was mir vom BAföG-Amt überwiesen wird, zwecks finanzieller Unterstützung meiner Eltern an sie abzugeben, da ihnen das Geld vom JC sonst nicht ausreicht.

Du wirst nur genötigt, deinen Anteil an den Kosten der Unterkunft an deine Eltern abzugeben und deine sonstigen Lebenshaltungskosten selbst zu bezahlen. Also nicht anderes als würdest du irgendwo alleine wohnen.

Dein Gesamteinkommen besteht aus Bafög und Kindergeld.
Klasse ist, wenn du viel zu sagen hättest, dich aber fürs Schweigen entscheidest.

Neidische Menschen streuen Gerüchte in die Welt. Dumme Leute erzählen sie weiter. Und Vollidioten glauben sie.

Offline Raava

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Re: Rückfall in BG und Hartz IV möglich?
« Antwort #3 am: 18. Juni 2020, 15:40:24 »
Hallo.
Also gaaaaaaaaanz langsam:
Deinen Eltern wird Dein "Einkommen" nicht angerechnet, aber sie bekommen vom JC keine Miete (JC-Jargon: KdU, Kosten der Unterkunft) mehr für Dich. Du musst also von Deinem BAföG ein Drittel der Warmmiete zahlen. (Stimmt das mit dem Berechnungsbogen des JC überein?)

Du darfst ausziehen. Ganz ohne JC. Deine Eltern müssen anschließend das JC darüber informieren. Wenn ihre Miete dann nicht angemessen ist für zwei Personen (was Du überprüfen solltest, vermutlich "denken" Deine Eltern das bloß), haben sie sechs Monate Zeit, bis sie die Überschreitung selber zahlen müssen.

Alles, was Du zusätzlich an Einkommen erzielst, wird natürlich auch nicht auf das ALG2 Deiner Eltern angerechnet. (Es gibt nicht bei jedem Minijob 450 Euro Lohn, es ist die Maximalgrenze, bis zu der es ein Minijob ist.)

Du wirst kein ALG2 kriegen, wenn Du dem Grunde nach BAföG-berechtigt bist.

Edit:
Den Besuch beim JC kannst Du Dir sparen. Du erfährst dort nichts, was Du nicht auch hier gehört haben wirst. Und verbindlich ist Gehörtes genau so wie unser Geschriebenes.

Danke für deine Antwort! Sie beruhigt mich nun sehr. :-) Ich müsste nachschauen, was auf dem Berechnungsbogen steht, aber dass ich nur ein Drittel statt einer Hälfte zahlen sollte - und dann noch bezogen auf die Warmmiete - war mir bisher nicht bewusst. Da müsste ich meinen Vater fragen, wie da die Warmmiete ist. Soweit ich weiß, liegt die Miete zwischen 500-550€, ungefähr in dem Rahmen. Ich habe bisher immer 200€ abgegeben, da sie von mir in der Zahl verlangt wurden vom Vater. Von meinem BAföG blieben mir da natürlich nur noch 274€ übrig, aber bisher hab ich den Rest dann immer weggesteckt aufs Sparkonto, damit ich meine Schulden möglichst problemlos direkt tilgen kann.


Du schreibst, dass meine Eltern den JC erst *anschließend* informieren müssten. Müsste das nicht eigentlich *vor* dem Auszug geschehen? Sonst könnten sie (und evtl. ich auch) in eine unnötige bzw. vermeidbare Notlage kommen.

Hat für das JC die Miete oder die Wohnungsgröße Vorrang? Im Netz steht, dass man zu zweit bis zu 65 Quadratmeter besetzen darf. Meiner Mutter zufolge leben wir bereits in einer ca. 60 Quadrameter - Wohnung! Da müsste ich natürlich einen Blick in den Mietvertrag schauen, um die genaue Zahl zu sehen, aber sollte es unter 65 qm liegen, dann müssten sie nicht ausziehen. Oder spielen die Quadratmeter da eher eine Nebenrolle und die Miethöhe ist hier entscheidend?

Offline crazy

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Re: Rückfall in BG und Hartz IV möglich?
« Antwort #4 am: 18. Juni 2020, 15:53:08 »
Raava,
Du verstehst da tatsächlich etwas falsch.
So lange du mit deinen Eltern lebst versorgen sie dich. Bis zu deiner Studiumsaufnahmen haben deine Eltern für dich 339 Regelsatz und 1/3 der Miete gehabt. 202 kamen dabei über das Kindergeld, der Rest über das Jobcenter.
Jetzt als Student bist Du verpflichtet BaföG zu nutzen, dies ist eine vorrangige Leistung gegenüber deinem Sozialgeld welches Du über deine Eltern erhalten hast.
Deine Eltern bekommen immer noch 202 Euro Kindergeld für Dich und Du hast noch 474 Euro oben drauf.
Das JC rechnet dein Einkommen (BaföG und Kindergeld) gegen deinen Bedarf in Höhe von Regelsatz plus 1/3 der Miete deiner Eltern. Es muss aber noch 100 Euro von deinem BaföG abziehen, dies ist dein Freibetrag den Du ja auch benötigst um die zusätzlichen Kosten für das Studium zu bezahlen.
Offensichtlich hast Du dann mindestens genau so viel oder gar mehr als Du über deine Eltern vorher hattest, deshalb steht bei Dir dann null Euro Bedarf.
Deine Eltern beherbergen dich aber weiter und sie geben dir vermutlich auch weiter zu Essen, deine Wäsche dreht die Runden in der Familienwaschmaschine und Du musst dir weder Klopoapier noch anderes was man so gemeinsam nutzt selbst kaufen.
Deshalb gibst Du deinen Eltern selbstverständlich für diese Dinge etwas ab.
Ob ein Teil des Kindergeldes bereits deinen Eltern als Einkommen zugeordnet wurde, wissen wir nicht. Das ist eigentlich das Einzige was dich benachteiligt so lange Du bei deinen Eltern wohnst - sollte Bafög und Kige höher sein als dein Bedarf nach SGB 2 wird der Überhang vom Kige an deine Eltern übertragen, sie bekommen also weniger für sich selbst als vor deinem Studium. Mindestens musst Du von deinem Bafög behalten 100 Euro plus den jetzt gültigen Regelsatz in Höhe von 338 von denen Du jedoch dann deinen Eltern einen Anteil an Kostgeld noch abgeben musst, denn diese können dich nicht von ihrem Regelsätzen mit durchfüttern.
Das ist auch in vielen anderen Familien der Fall- die Kinder geben was von ihrem Verdienst ab wenn sie in die Ausbildung kommen. Es ist keine Besonderheit nur in Alg2 Familien. Nur dass man sich außerhalb des Alg2 privat einigt und die Beträge frei verhandelt.

Selbstverständlich kannst du als volljährige Studentin aus deinem Elternhaus ausziehen. Dann bekommst Du das Kindergeld auf dein Konto plus das BaföG und  musst davon eben dein Zimmer oder deine Wohnung bezahlen und alles was Du sonst noch benötigst. Als nicht zu hause lebender Student hast du 744 Euro als Höchstförderungsbetrag (Grundbedarf 419 plus Wohnkostenzuschuss 325) plus 202 Euro Kindergeld. Damit musst Du dann auskommen.
Bisher erhälst Du als zu hause lebender Student den selben Grundbedarf in Höhe von 419 Euro plus noch 55 Euro Wohnkostenzuschuss über BaföG plus das Kindergeld welches deine Eltern auf ihr Konto bekommen.
Ob deine Eltern dann vielleicht eine andere Wohnung suchen müssen, weil sie weiter vom Jobcenter abhängig sind muss dich gar nicht interessieren. Es ist nun mal der Lauf der Zeit, dass Kinder flügge werden und auch müssen. Ob das nun jetzt oder in einem oder zwei Jahren passiert- das Ergebnis ist sowieso gleich.

Offline NevAda

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Re: Rückfall in BG und Hartz IV möglich?
« Antwort #5 am: 18. Juni 2020, 16:33:08 »
Zitat von: Raava am 18. Juni 2020, 15:40:24
Du schreibst, dass meine Eltern den JC erst *anschließend* informieren müssten. Müsste das nicht eigentlich *vor* dem Auszug geschehen? Sonst könnten sie (und evtl. ich auch) in eine unnötige bzw. vermeidbare Notlage kommen.
Bevor Du ausgezogen bist, ist noch nichts Leistungsrelevantes passiert.

Zitat von: Raava am 18. Juni 2020, 15:40:24
Hat für das JC die Miete oder die Wohnungsgröße Vorrang? Im Netz steht, dass man zu zweit bis zu 65 Quadratmeter besetzen darf. Meiner Mutter zufolge leben wir bereits in einer ca. 60 Quadrameter - Wohnung! Da müsste ich natürlich einen Blick in den Mietvertrag schauen, um die genaue Zahl zu sehen, aber sollte es unter 65 qm liegen, dann müssten sie nicht ausziehen. Oder spielen die Quadratmeter da eher eine Nebenrolle und die Miethöhe ist hier entscheidend?
Die Wohnungsgröße ist höchstens in Bezug auf die Nebenkosten entscheidend, es geht nur um die Kosten.

Zitat von: crazy am 18. Juni 2020, 15:53:08
Ob deine Eltern dann vielleicht eine andere Wohnung suchen müssen, weil sie weiter vom Jobcenter abhängig sind muss dich gar nicht interessieren. Es ist nun mal der Lauf der Zeit, dass Kinder flügge werden und auch müssen. Ob das nun jetzt oder in einem oder zwei Jahren passiert- das Ergebnis ist sowieso gleich.
Oder willst Du bis an Dein Lebensende deswegen bei Deinen Eltern wohnen bleiben?

Zitat von: Raava am 18. Juni 2020, 15:40:24
Ich habe bisher immer 200€ abgegeben, da sie von mir in der Zahl verlangt wurden vom Vater.
Das ist aber großzügig von Deinem Vater gerechnet, da Du ja sicherlich auch Strom (und ggf. auch Internet) auf ihre Kosten nutzt.
Ich profitiere permanent unmittelbar von Menschenrechtsverletzungen.