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Autor Thema: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten  (Gelesen 3140 mal)

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Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #15 am: 22. Mai 2020, 06:43:35 »
Zitat

automatisch verlängert.
Für Weiterbewilligungszeiträume, die ab 01.04.2020 bis längstens 31.08.2020 beginnen würden, müssen somit keine Weiterbewilligungsanträge gestellt werden.


https://hartz.info/index.php?topic=121895.0

Das deine Bewilligung vom Februar ist hab ich entweder überlesen und stand nirgends.

Widerspruch ist somit nicht mehr möglich du musst einen Überprüfungsantrag stellen. Ich würde wie gesagt nur mit der umzugsunfähig argumentieren.

Einen Mitbewohner kannst du ja weiterhin suchen aber erwähnen würde ich es nicht.
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Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #16 am: 22. Mai 2020, 11:26:05 »
Ich wollte den Zeitpunkt der Antragstellung in meinem ursprünglichen Beitrag ergänzen. Leider kann ich ihn nicht mehr bearbeiten.

Zum Attest: Sollte dort etwas ganz bestimmtes drin stehen? Also nicht fähig für Wohnungssuche, Umzug und Mitbewohnersuche oder reicht einfach Umzug?

Ich dachte, es sei sinnvoller, wenn ich direkt alle Gründe aufführe. Sonst heißt es, ok Sie sind umzugsunfähig, aber einen Mitbewohner können Sie doch suchen.
Wenn mein Antrag mit „nur“ dem Attest abgelehnt werden sollte, müsste ich danach Widerspruch einlegen und erläutern, warum ich keine/n MitbewohnerIn finden konnte.
« Letzte Änderung: 22. Mai 2020, 11:59:30 von pinkpepper »

Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #17 am: 22. Mai 2020, 11:47:15 »
Was die Unmöglichkeit der Wohnungssuche und Unmöglichkeit eines Umzugs anbelangt, mußt du das entsprechend nachweisen.

Ob das fehlende Finden es Studenten/Studentin wegen geschlossener Grenzen ausreicht, ist nicht abschätzbar, da du auch an jede andere Einzelperson das Zimmer/Raum untervermieten könntest.

Auch hier müßtest du entsprechende Nachweise erbringen.

Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #18 am: 22. Mai 2020, 12:02:00 »
Die Grenzen sind ja nur ein minimaler Aspekt. Es mangelt einfach an Bewerbungen aufgrund der aufgeführten Gründe, die ja auch für deutsche Studierende gelten.
Für eine WG interessieren sich größtenteils Studierende.

Meinst du mit Nachweis für die Unmöglichkeit der Wohnungssuche und Unmöglichkeit eines Umzugs ein ärztliches Attest?

Muss ich nachweisen, dass dieses Semester digital durchgeführt wird??

Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #19 am: 22. Mai 2020, 12:11:59 »
Wie schon geschrieben, finde ich das Argument der Nichtuntervermietung sehr dünn, da hier die Beweisführung schwer bis gar nicht möglich ist.

Da die Höhe des auszugleichenden Mietanteils nicht bekannt ist, kann man auch nicht über eine andere Möglichkeit der Unter/Vermietung nachdenken.

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #20 am: 22. Mai 2020, 12:12:15 »
Naja ich finde es halt wiedersprüchlich

Du beantragst die Übernahme der tatsächlichen KdU wegen Umzugsunfähigkeit. Sprich eine Senkung der KdU durch Umzug ist nicht möglich.
Normalerweise wird dich dann das Jobcenter zum Gutachten schicken und besagt das Gutachten du bist umzugsunfähig muss das Jobcenter die komplette KdU übernehmen.

Jetzt willst du aber gleichzeitig dem Jobcenter erzählen ich könnte aber doch die KdU senken.


Verstehst du worauf ich hinaus will?

Um nicht falsch verstanden zu werden ich sage nicht such dir keinen Mitbewohner. Ich sage nur ich würde es dem Jobcenter nicht vorankündigen. Du weißt nicht wie lang es dauert bis du jemanden findest mit dem die zb deine Küche und Bad teilen willst.
Du weißt nicht ob es funktioniert und wie lange.
Warum also schon vorher die Pferde scheu machen? Es bringt dir keinen Vorteil. Eher bietest du dem Jobcenter eine Begründung zur Ablehnung die komplette KdU zu übernehmen.
Wenn du jemanden gefunden hast dann kannst du immer noch überlegen ob du den Überprüfungsantrag zurück ziehst .
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Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #21 am: 22. Mai 2020, 13:04:26 »
Danke für deine ausführliche Rückmeldung.

Ja, ich verstehe worauf du hinauswillst. Ich bin mir unsicher, daher versuche ich vorab alle Möglichkeiten durch zu sprechen.

Beim Erstantrag hatte ich eine Mitbewohnerin, die frühzeitig ausziehen musste. Auf die Schnelle hatte ich keinen Ersatz gefunden, sodass das Job Center die Kosten übernommen hat. Nun hab ich eben Bedenken, wenn ich ein Attest einreiche, indem Unfähigkeit zur Wohnungssuche und Umzug steht, dass das Job Center dann argumentiert, ich hätte einen neuen Mitbewohner suchen können.

Daraufhin meine Überlegung, ob in dem Attest auch stehen soll, dass ich unfähig bin einen Mitbewohner zu suchen und zu finden. Oder ob ich direkt in dem Antrag diesen Punkt schon aufgreifen soll. Eben umzugsunfähig attestiert und keinen Mitbewohner aufgrund der aktuellen Situation gefunden.

Verstehst du auch was ich meine? :) Ich weiß nicht, wie das JC denkt und will unnötige und ärgerliche Schreiben vermeiden.

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #22 am: 22. Mai 2020, 13:10:33 »
Ich verstehe. Gut wenn es im Attest steht das du zb wegen Keimphobie keinen Mitbewohner haben kannst (,nur zb) oder eben aus anderen gesundheitlichen Gründen dann  ist das natürlich wieder etwas anderes.

Ich habe die Möglichkeit nicht auf dem Schirm gehabt diesen Punkt ins Attest aufzunehmen. Zudem müsste das natürlich dein Arzt beurteilen.

Rede doch einfach mit ihm.
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Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #23 am: 22. Mai 2020, 13:11:56 »
Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:04:26
Beim Erstantrag hatte ich eine Mitbewohnerin, die frühzeitig ausziehen musste.
Da du das bisher nicht erwähnt hast, konnte keiner davon ausgehen, dass du bereits Erfahrung auf dem Gebiet hast.

Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:04:26
Daraufhin meine Überlegung, ob in dem Attest auch stehen soll, dass ich unfähig bin einen Mitbewohner zu suchen und zu finden.
Ungeachtet, wer so etwas bescheinigt, dass du unfähig bist, einen Mitbewohner zu suchen - Vergangenheit zeigt ja etwas anderes - wäre ich mir nicht sicher, ob da nicht ein Schuß in eine noch unbekannte Richtung losgeht.

Man stelle ich jemanden vor, der attestiert nicht in der Lage ist, für sein freies Zimmer jemanden zu suchen.  :weisnich:

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #24 am: 22. Mai 2020, 13:17:35 »
Keimphobie zb

Ich würde gerade derzeit niemand in meiner Wohnung wollen. Derjenige nutz meine Küche mein Bad und hat vielleicht Besuch der ebenfalls mein Bad nutzt
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Offline Sheherazade

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #25 am: 22. Mai 2020, 13:19:40 »
Daraufhin meine Überlegung, ob in dem Attest auch stehen soll, dass ich unfähig bin einen Mitbewohner zu suchen und zu finden.

Und diese Unfähigkeit beruht auf welchem gesundheitlichen Problem?
Klasse ist, wenn du viel zu sagen hättest, dich aber fürs Schweigen entscheidest.

Neidische Menschen streuen Gerüchte in die Welt. Dumme Leute erzählen sie weiter. Und Vollidioten glauben sie.

Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #26 am: 22. Mai 2020, 13:22:39 »
Naja, ich kann mir das schon vorstellen, da ich lange Zeit dazu nicht fähig war. Es ist ein großer Aufwand, eine Anzeige zu schalten, Bilder zu machen, all die heterogenen Nachrichten zu lesen, beurteilen, zu beantworten. Bewerber einzuladen, Verträge abzuschließen. Wenn man nicht mal in der Lage ist aufzustehen, wie soll man das dann hinbekommen?!

Aber das war auch gar nicht meine ursprünglicheIdee, sondern darauf bin ich durch die Beiträge gekommen. Deshalb wollte ich ja in meinem Antrag auf zwei Aspekte eingehen. Zum einen ein Attest, das belegt, dass ich nicht in der Lage bin umzuziehen. Und zum anderen eine Begründung, warum ich kein Mitbewohner finden kann.

Es handelt sich um eine Differenz in Höhe von 140 €.

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #27 am: 22. Mai 2020, 13:26:00 »
Wenn es dir so schlecht ging rede mit deinem Arzt. Bis du nicht weißt was er dir ins Attest schreibt kann man nicht viel zum weiteren Vorgehen sagen. Also ich zumindest  :zwinker:
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Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #28 am: 22. Mai 2020, 13:30:28 »
Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:22:39
Es handelt sich um eine Differenz in Höhe von 140 €.
Ich lese immer wieder Anzeigen, wo Menschen einen trockenen Raum/Zimmer suchen, wo sie Möbel oder Umzugsgut zwischenlagern können. Ob das bei dir eine Option ist, weiß ich nicht.

Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 13:22:39
Es ist ein großer Aufwand, eine Anzeige zu schalten, Bilder zu machen, all die heterogenen Nachrichten zu lesen, beurteilen, zu beantworten. Bewerber einzuladen, Verträge abzuschließen. Wenn man nicht mal in der Lage ist aufzustehen, wie soll man das dann hinbekommen?!
Das mag für dich so sein und wenn dir das jemand bescheinigt, wäre das ein Baustein, den ich aber sehr vage betrachte und vermutlich abgelehnt wird. Dann beginnt erst einmal ein jahrelanger Gerichtsstreit und die Frage wird dann immer aktueller: Wie kann sich jemand ohne Fremdhilfe eine monatliche Eigenbeteiligung von 140 Euro leisten?

Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #29 am: 22. Mai 2020, 13:33:29 »
Dieser Arzt formuliert immer sehr allgemein und ich hatte mit ihm heute telefoniert. Er hat mich gefragt, was dort im Detail drin stehen soll.

Muss denn Diagnose und Auswirkungen aufgeführt sein?
Das liegt dem JC schon seit Beginn vor.

Der Arzt jetzt würde schreiben, dass eine gravierende Erkrankung vorliegt, die mein Leben so sehr einschränkt, dass ich bis dato nicht fähig bin, eine Wohnung zu suchen und einen Umzug durchzuführen.


Danke Sabine für deine Rückmeldung! Das ist auch eine Idee mit dem Unterstellen. Darauf bin ich noch nicht gekommen.

Ja, über all diese Fragen und Auswirkungen zerbreche ich mir den Kopf...
Ohne Fremdhilfe kann ich diese Eigenbeteiligung nicht leisten. Dafür brauche ich das JC. Werden die das eher nicht so sehen? 🙈


Dass der Arzt mir bescheinigt, keinen Mitbewohner aufgrund meiner Krankheit zu finden, ist für mich persönlich auch aktuell fraglich. Was aber definitiv Fakt ist, dass es überaus schwierig ist aufgrund von Corona, einen Mitbewohner zu finden. Ich habe ja eine Anzeige geschaltet, aber es gibt kaum Bewerber und wie ich bereits geschrieben hatte war ein Einzug für April gedacht. Der ist ins Wasser gefallen.