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Autor Thema: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten  (Gelesen 3175 mal)

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Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #30 am: 22. Mai 2020, 13:37:03 »
Nachdem du deine vorherige Antwort entsprechend erweitert hast, macht meine ursprünglich, hier verfaßte, Antwort keinen Sinn mehr.
« Letzte Änderung: 22. Mai 2020, 14:17:05 von Sabine13 »

Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #31 am: 22. Mai 2020, 14:12:55 »
Ok, ich kann laut System keine weitere Antwort schreiben, sondern soll meinen Beitrag hier bearbeiten. Das wird dadurch ein bisschen unübersichtlich.

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #32 am: 22. Mai 2020, 18:11:43 »
Aus eigener Erfahrung interessiert es beim Jobcenter niemand wovon man lebt, wenn man selbst so viel auf die Miete drauf zahlt. Dann müssten die sich ja mit dem Folgen der zu geringen angemessenen KdU auseinander setzen

Meiner Meinung  nach muss nun schnellstens das Attest her
Dann schnellstens der Überprüfungsantrag mit Aufforderung der Übernahme der tatsächlich anfallenden KdU.

Hier steht noch einiges zu diesem Thema
https://www.hartziv.org/blog/20190731-hartz-iv-kostensenkungsverfahren-fuer-kosten-der-unterkunft.html


Leider hast du sehr lang gewartet. Der Widerspruch hätte innerhalb drei Monate bearbeitet werden müssen der Überprüfungsantrag in 6 Monaten.kommt eine Ablehnung musst du Widerspruch einlegen und erst bei erneuter Ablehnung kann man Klage einreichen.

Ich bin leider überfragt wie man das etwas beschleunigen kann  :weisnich:
Im Grunde ist das Problem aktuell das du dem Jobcenter noch nicht die notwendigen Informationen gegeben hast und sie damit auch keine Abhilfe schaffen konnten, man kann ihnen nichts vorwerfen.

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Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #33 am: 22. Mai 2020, 18:18:33 »
Zitat von: Angie69 am 22. Mai 2020, 18:11:43
Aus eigener Erfahrung interessiert es beim Jobcenter niemand wovon man lebt, wenn man selbst so viel auf die Miete drauf zahlt.
Das liest du hier doch laufend, dass die Hilfsbedürftigkeit angezweifelt wird, wenn User von wenig Geld leben und dann aufgrund zuneige gehender Finanzmittel beim JC vorstellig werden.Immer kommt die Frage: Von was haben sie in der Vergangenheit gelebt?
Und ein Gericht - sofern es zum Rechtsstreit kommt - wird sich die Frage auch stellen, wie man monatlich, über einen längeren Zeitraum, 140 Euro überbrücken kann.


Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #34 am: 22. Mai 2020, 18:30:56 »
Nein das fragt niemand. Glaub es mir. Wozu auch? Hat ja auch nichts damit zu tun ob das Jobcenter übernehmen muss oder nicht

Spielt aber keine Rolle bei dem weiteren Vorgehen jetzt. Das ist vielleicht irgendwann relevant

Frage ist wie den Ablauf beschleunigen.
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Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #35 am: 22. Mai 2020, 19:41:54 »
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das nun richtig verstanden hat. Bevor ich ALG II bezogen habe, hatte ich Mitbewohner, so dass die Miete eben geteilt wurde. Mit Bezügen hatte ich zunächst ebenfalls eine Mitbewohnerin, dann wurde die volle Miete vom Job Center übernommen. Ich persönlich musste also nie überbrücken oder genügend finanzielle Mittel dafür vorweisen.

Ja, da hast du recht. Dass so viel Zeit vergangen ist, hat auch viel mit meiner Erkrankung an sich zu tun. Und ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass ich einen Mitbewohner finde. In den drei Monaten, von Januar bis März, waren Interessenten da und die Absage fand kurzfristig im April statt. Der Widerspruch innerhalb der ersten drei Monate hätte inhaltlich und zeitlich nicht zusammen gepasst. Verstehst du was ich meine?

Meint ihr nicht, dass das JC aufgrund von Corona kulanter oder nachsichtiger ist?

Eine andere Frage: was wäre, wenn ich bsp. einen Mitbewohner auf Zeit für zwei Monate finden würde. Würde das JC danach die Kosten „automatisch“ auf Antrag wieder übernehmen?

Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #36 am: 22. Mai 2020, 19:57:00 »
Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 19:41:54
Meint ihr nicht, dass das JC aufgrund von Corona kulanter oder nachsichtiger ist?
Nein, das Gesetz hat sich in den elementaren Bereichen nicht geändert.

Zitat von: pinkpepper am 22. Mai 2020, 19:41:54
was wäre, wenn ich bsp. einen Mitbewohner auf Zeit für zwei Monate finden würde. Würde das JC danach die Kosten „automatisch“ auf Antrag wieder übernehmen?
Nicht in voller Höhe, da wäre der Manipulation Tür und Tor geöffnet.

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #37 am: 22. Mai 2020, 20:01:45 »
Du musst dich nicht rechtfertigen. Ich bin selbst krank und weiß wie das ist. Ich habe das selbst durch mit Umzugsunfähigkeit.
Und ich weiß dass es keinen interessiert von was man lebt. Ist ja auch unlogisch. Das Jobcenter kann ja auch bis 30% aufrechnen wenn sie Rückforderungen haben. Wäre komisch würden sie dann fragen von was man lebt. Sie würden dann indirekt zugeben daß sie den Menschen zuviel aufrechnen. Deshalb schweigen sie.

Den Widerspruch hättest du innerhalb eines Monats einlegen müssen. Die Bearbeitungszeit sind drei Monate
Deshalb bleibt meiner Meinung nach nur der Überprüfungsantrag mit Attest.

Für die Bearbeitung des Überprüfungsantrag hat das Jobcenter 6 Monate Zeit.



@all
Kann der te Antrag stellen auf Vorauszahlung zu erwartender Leistungen oder ähnliches?
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Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #38 am: 22. Mai 2020, 20:06:12 »
Okay, ich würde jetzt folgendermaßen vorgehen:

ich stelle einen Antrag mit einerseits einem Attest. Dieses belegt, dass ich umzugsunfähig bin. Andererseits begründe ich, warum ich die Kosten nicht senken konnte durch einen Mitbewohner. Dazu führe ich diverse Gründe, die ich im Verlauf erläutere, auf.

Die Kosten auf eine andere Art zu senken, sind übrigens unmöglich. Ich hatte den Winter über keine Heizung an. Meine Gas- bzw. Heizkosten sind geringer als der Durchschnittsverbrauch für eine Person. Der Wasserverbrauch ist auch sehr gering. Andere Nebenkosten vom Vermieter aus kann ich nicht beeinflussen.

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #39 am: 22. Mai 2020, 20:10:34 »
Gut dann mach das so  :ok:

Vielleicht meldet sich noch jemand bezüglich einer Möglichkeit das ganze zu beschleunigen da eine unzumutbare Härte vorliegen würde ohne diese 140€
Da bin.ich aber leider nicht genug rechtlich bewandert

Wie gesagt ich habe das durch mit zu hoher Miete und die wird nun übernommen.
Du kannst dein Schreiben auch vorher hier anonymisiert einstellen. Dann kann man drüber schauen, viele Augen sehen viel
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Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #40 am: 22. Mai 2020, 20:14:44 »
Zitat von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:01:45
Kann der te Antrag stellen auf Vorauszahlung zu erwartender Leistungen oder ähnliches?
Der TS bekommt doch jetzt seine Leistungen.
Die Kostensenkungsaufforderung ist eine andere Baustelle.

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #41 am: 22. Mai 2020, 20:19:44 »
Ähm. Sabine13 wir reden die ganze Zeit von der KdU nur darauf bezog sich meine Frage



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Offline pinkpepper

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #42 am: 22. Mai 2020, 20:23:15 »
Vielen Dank für eure Hilfe!

Hier über den Antrag lesen lassen, ist auch eine super Idee!

Darf ich fragen, was genau in deinem Attest stand? Persönliches, Diagnose etc. gerne xxx. Vielleicht auch per Nachricht?

Offline Angie69

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #43 am: 22. Mai 2020, 20:53:55 »
Es stand nur drin das auf Grund psychischer Erkrankungen ein Umzug derzeit unzumutbar sei

Ich habe dann einen Antrag auf Übernahme der KdU in tatsächlich anfallender Höhe gestellt (damit auch evtl Nachzahlungen übernommen werden)

Dann wurde ich zum Gutachten zum Gesundheitsamt geschickt und nachdem dort die Umzugsunfähigkeit bestätigt wurde habe ich die komplette KdU erhalten und die Monate ab Antrag wurden nachgezahlt.
Zusätzlich habe ich dann gleich noch ein Jahr davor verlangt weil mich im Jobcenter niemand aufgeklärt hat dass ich diesen Antrag auf Umzugsunfähigkeit stellen kann und habe dann zusätzlich ein Jahr die selbstbezahlte KdU erhalten.

Hier wäre also die Frage, fällt mir so auf, ob deine Erkrankung bekannt ist und du aufgeklärt wurdest.

Hast du zb auch schon einen Schwerbehindertenausweis?
Hast du dir überhaupt schon Hilfen geholt?
Gerade bei psychischen Erkrankungen bekommt man wirklich viel Unterstützung man muss sie nur beantragen. Ist etwas anstrengend aber es lohnt sich da man Hilfe bekommt um auch wieder stabiler zu werden und in Phasen in denen man nicht so kann wie man möchte wird man unterstützt
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Offline Sabine13

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Re: Corona und Wohnungsgröße/-Kosten
« Antwort #44 am: 22. Mai 2020, 20:55:08 »
Zitat von: Angie69 am 22. Mai 2020, 20:19:44
wir reden die ganze Zeit von der KdU nur darauf bezog sich meine Frage
Das ist schon klar.
Der TS muß jetzt die entsprechenden Nachweise erbringen, ohne diese der vor dir gemachte Vorschlag abgelehnt werden muss.