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Autor Thema: Von BG zur WG  (Gelesen 1069 mal)

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Offline Florian

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Von BG zur WG
« am: 16. Juli 2020, 16:00:30 »
Mahlzeit,
ich bräuchte bei folgender Angelegenheit mal euren Rat:
Kurz vorweg zur info, ich gehe vollzeit Arbeiten, meine Freundin ist Arbeitunfähig aufgrund von Krankheiten.
aktuell wohnen wir, zusammen mit ihren Sohn, in einer BG. Bei uns läuft schon länger nicht mehr alles rund in der Beziehung und wir wollen uns trennen, da sie aber aufgrund ihrer Krankheiten viele körperliche probleme hat, haben wir überlegt eine Wg nach dem umzug zu gründen. Die idee da hinter ist simpel. eine Gewisse räumliche trennung und trotzdem jemand der im Notfall vor ort ist.
Finanzielle Trennung ist kein problem und ich würde in der neuen wohnung der hauptmieter sein, mit ihr als untermieterin.
jetzt die Frage:
wie sehr kann uns das jobcenter steine in den weg legen, aufgrund der gemeinsamen vergangenheit?

Schhönen Donnerstag noch

Offline BigMama

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #1 am: 16. Juli 2020, 16:08:31 »
Ich gehe mal davon aus, dass das JC, diese Veränderung von BG zu WG nicht ohne harten Kampf hinnehmen wird.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
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Offline Ghostwriter

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #2 am: 16. Juli 2020, 16:24:35 »
Puuuuh, jetzt wird´s anstrengend. Das ist mittlerweile die gefühlte 10. Anfrage innerhalb weniger Tage zum gleichen Thema.

Einfach mal in den anderen Themenbereichen dazu mitlesen.

Auch ein Wohnungswechsel von Hauptmieter/Hauptmieterin hin zu Hauptmieter/Untermieterin wird aus euch keine WG machen! Einfach mal für den anderen einstehen und gut ist und wenn, wie ihr es geschrieben habt, nicht mehr "rund läuft", dann trennen, aber richtig und ganz.

Offline Fettnäpfchen

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #3 am: 17. Juli 2020, 10:31:05 »
Florian

Am besten wäre wohl zwei kleinere nebeneinander liegende Wohnungen!
Von einer bestehenden BG durch Umzug in eine erneut gemeinsame Whg. eine WG zu werden wird nicht klappen. Trennung ist ein Grund für einen Umzug und wenn man räumlich getrennt wohnt ist man auch keine gemeinsame BG mehr.

MfG FN
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Offline Florian

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #4 am: 17. Juli 2020, 12:08:28 »
Das Problem wird sein 2 wohnungen in unmitellbarer nähe zu finden, wovon eine noch für H4 geeignet ist.  :sad:

trotzdem danke

Offline Klorakel

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #5 am: 17. Juli 2020, 12:55:58 »
Nun könnte man behaupten, dass Ihr schon immer eine WG wart und nur durch Unwissenheit zu einer BG erklärt wurdet. Wenn man rückwirkend keinerlei gemeinsamen wirtschaftlichen Handelns beweisen kann gemäß einer Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft dann sehe ich hier keinerlei Probleme.

Ich würde so vorgehen:

Mann als Hauptmieter unterzeichnet den Mietvertrag und holt beim Vermieter zugleich eine Erlaubnis zur Untermietung. Frau und Kind melden sich 1 Tag später in dieser Wohnung als Untermieter (Einwohnermeldeamt) an. Das ganze als Veränderungsmitteilung an das JC. Selbstverständlich unter Vorlage eines Mietvertrags (Untermietvertrag) zwischen Mann+ Frau(Kind) hier empfielt es sich eine Pauschalmiete zu nehmen mit welcher alle Kosten abgegolten sind, erspart die Vorlage einer jährlichen Betriebskostenabrechnung und andere Unannähmlichkeiten für den Hauptmieter.

Mit dieser Untervermietung seid Ihr erstmal eine WG und somit Vertragspartner.

Die rechtliche und moralische Beurteilung überlasse ich gerne den anderen Mitgliedern.


Der Coronavirus hat den kriminellen der Arbeitsagenturen, Jobcenter und Zeitarbeitsfirmen die Handschellen angelegt.

Offline BigMama

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #6 am: 17. Juli 2020, 12:58:25 »
Zitat von: Klorakel am 17. Juli 2020, 12:55:58
Nun könnte man behaupten, dass Ihr schon immer eine WG wart und nur durch Unwissenheit zu einer BG erklärt wurdet.
Dann hätte das Bestehen einer BG gleich angezweifelt werden müssen und nicht erst zum jetzigen Zeitpunkt.
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Offline Klorakel

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #7 am: 17. Juli 2020, 13:00:56 »
Zitat von: Klorakel am 17. Juli 2020, 12:55:58
Nun könnte man behaupten, dass Ihr schon immer eine WG wart und nur durch Unwissenheit zu einer BG erklärt wurdet.
Dann hätte das Bestehen einer BG gleich angezweifelt werden müssen und nicht erst zum jetzigen Zeitpunkt.

Sie haben erst jetzt darüber Kenntnis erlangt....(durch dieses Forum) ggf. habe das Jobcenter rechtswidrig gehandelt oder ist seiner Informationspflicht nicht nachgekommen.
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Offline BigMama

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #8 am: 17. Juli 2020, 13:04:14 »
Das ist wohl wenig glaubwürdig.
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Offline bebe82

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #9 am: 17. Juli 2020, 18:38:34 »
V. a. mit gemeinsamen Kind...

Offline crazy

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #10 am: 17. Juli 2020, 18:54:46 »
...zumal der Wille für sie und Kind zu sorgen besteht.
Entweder man kann sich nicht mehr aufs Fell gucken und geht oder man bleibt zusammen.
Das Kriseln beendet sich nicht in dem man ein paar Euro mehr für sich als Regelsatz hat und AE ist sie auch nicht,weil er für sie und Kind sorgen will auf Grund der Erkrankung. Räumliche Trennung wäre auch in neuer Wohnung nicht anders,Bad,Küche Flur zusammen und sowieso durch die Unterstützung ständiges sehen und umeinander hocken.
Ergo entweder Nägel mit Köppen oder lassen. Es bleibt unbenommen nach der Arbeit regelmäßig so lange man nichts anderes vor hat mal vorbeizuschauen oder zu fragen ob man noch was mit einkaufen soll und ansonsten hat jeder seine Wohnung. Alles andere geht beim JC eh nicht durch

Offline Klorakel

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #11 am: 20. Juli 2020, 15:38:46 »
V. a. mit gemeinsamen Kind...

Sohn der Freundin, Er kein Vater des Kindes.
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Offline blaumeise

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Re: Von BG zur WG
« Antwort #12 am: 22. Juli 2020, 18:59:58 »
Zitat von: Florian am 16. Juli 2020, 16:00:30
aktuell wohnen wir, zusammen mit ihren Sohn, in einer BG. Bei uns läuft schon länger nicht mehr alles rund in der Beziehung und wir wollen uns trennen, da sie aber aufgrund ihrer Krankheiten viele körperliche probleme hat, haben wir überlegt eine Wg nach dem umzug zu gründen.

Zieht ihr denn in den Bereich eines ganz anderen Leistungsträgers? Dann wären die Chancen größer, dass sie nichts von eurem bisherin BG-Stand wissen. Aber selbst wenn sie euch das erste Jahr in Ruhe lassen, weil sie ahnungslos sind. Spätestens danach kann das JC vermuten, dass eine VuE vorliegt, und dann ist es Sache deiner Ex-Freundin, dies zu widerlegen. Ist sie dazu gesundheitlich in der Lage? Denn du solltest nicht für sie einspringen und ihr im JC beistehen, das wäre kontraproduktiv.

Das Problem ist, wenn ihr bereits eine BG wart und jetzt gemeinsam umzieht in eine neue Wohnung, dann habt ihr echt ein sehr, sehr großes Problem, dem JC glaubwürdig darzulegen oder gar zu beweisen, dass keiner für den anderen einsteht. Es muss eine Wirtschaftsgemeinschaft vorliegen, um eine VuE zu sein, aber wenn es deiner Ex-Freundin mal schlecht geht, würdest du dann nicht auch finanziell einspringen - zumindest für das Kind?

Ich sehe ehrlich gesagt keine großen Chancen, dass das JC euch das problemlos abnimmt. Wäre deine Freundin bereit, notfalls vor Gericht zu gehen? Oder wärt ihr bereit, weiterhin eine BG zu sein? Das solltet ihr unbedingt vorher klären.

Zur Info: https://hartz.info/index.php?topic=30.0