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Autor Thema: vorl. Einstell. der Zahlung von Leistungen wegen ang. Nicht-Mitwirkung  (Gelesen 352 mal)

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Offline ElRubinho

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Hallo,
ich bin seit zwei Jahren schwer erkrankt. Es handelt sich um eine Nervenerkrankung für die eine komplette Diagnose noch aussteht.
Ich musste wegen dieser Krankheit meine Tätigkeit aufgeben und kam erstmal in ALGI Bezug. Die stellten relativ schnell fest, dass mir Krankengeld zustehen müsste und stellten die Zahlung ein. Die Krankenkasse widerum war nicht bereit Krankengeld wegen früherer Verbindlichkeiten zu zahlen und ich landete schnell beim Jobcenter.
Diese veranlassten ein Gutachten bei dem festgestellt wurde, dass ich die nächsten sechs Monate nicht arbeitsfähig (weniger als 3 Stunden) bin. Das wiederholte sich nochmal und beim dritten Mal (persönliche Begutachtung!) wurde dann festgestellt, dass es sich um eine dauerhafte Einschränkung handelt.
Ich wurde pünktlich zu Beginn der Corona-Zeit aufgefordert einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen.
Dazu hatte ich ewige Wartezeit zu einem Termin im Rathaus im Rentenbüro, ebenfalls musste ich noch Papiere beschaffen deren Bearbeitungszeit bei den Ämtern sowieso schon (warum auch immer) länger dauern.
Natürlich nahm ich den Termin trotzdem wahr und konnte natürlich nicht alles abliefern. Was weitere Termine erforderte.
Die Rentenversicherung schrieb mir zwischenzeitlich einen Brief mit der Aufforderung den Antrag zu bearbeiten, da sie sonst die Frist aufheben. Ich teilte denen den Stand der Dinge mit und mich erreichte Mitte dieses Monats ein Schreiben von denen, dass sie wegen fehlender Mitwirkung eingestellt haben. "FunFact": Das Rentenbüro kommuniziert nicht mit der Rentenversicherung automatisch wegen Datenschutz...
Das ist die Geschichte dazu und jetzt zum Jobcenter:
Das Jobcenter erhielt ebenfalls ein Schreiben von der Rentenversicherung, dass ich nicht mitwirken würde. Am 23.06. erhielt ich einen Brief vom Jobcenter, mit Betreff: vorläufige Einstellung von Zahlungen mit dem Hinweis der fehlenden Mitwirkungspflicht bei der Rentenversicherung. Kurioserweise hatte ich den nächsten Tag den Folgetermin im Rentenbüro. Auf Auskunft des Jobcenters darf mir die Sachbearbeiterin im städtischen Rentenbüro nicht belegen, dass ich mit wirke - sondern nur die Rentenversicherung selbst?! Sie hat sich auch sofort darum gekümmert - entsetzt warum sie das nicht ausstellen darf.
Morgen ist der Erste des Monats, kein Geld auf dem Konto. Mein derzeitiges Vermögen bewegt sich im Cent Bereich. Nachweise gibts keine, da alles derzeit nur telefonisch abläuft (E-Mails werden von allen Seiten ignoriert).
Wie kann ich dafür sorgen, dass die schnellstmöglich wieder den Hahn aufdrehen und wie kann es sein, dass die erstmal sperren ohne mich vorher wenigstens mal zu kontaktieren und zu befragen?

Offline crazy

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Wenn Du die Mitwirkung jetzt nachgeholt hast kannst Du das mit der Bestätigung der RV belegen und dann gibt es auch wieder Geld vom JC bis der Antrag erledigt ist.
Rente geht vor Alg2 daher bist Du verpflichtet diesen Antrag zu stellen. Zügig und ohne schuldhaftes verzögern. Der SB musste so handeln,da er die Information hatte,dass Du es nicht tust. Deine Pflicht wäre es gewesen den SB über die Verzögerung wegen Unterlagenbeschaffung zu informieren und auch der DRV diese Info zukommen zu lassen