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Autor Thema: Jobcenter sieht Darlehen als Einkommen.  (Gelesen 3138 mal)

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Offline oldhoefi

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Re: Jobcenter sieht Darlehen als Einkommen.
« Antwort #45 am: 31. Juli 2020, 16:55:35 »
@Marcus1,

eingestellte Zitate sind als solche zu kennzeichnen und mit Quellenangaben zu versehen. Das gilt sowohl für Beiträge aus diesem Forum, als auch für „aufgestöberte“ Artikel/Beiträge von anderen Internet-Seiten.

Leistungsminderungen / Sanktionen = nachlesbar in §§ 31 ff SGB II

Einkommen = nachlesbar in §§ 11 ff SGB II

Aufgrund der völlig unterschiedlichen Rechtsgrundlagen wird deutlich erkennbar, dass diese nicht wild durcheinander gemischt werden können.

Ich hatte es schon einmal geschrieben, wende Dich mit Deinem Anliegen an einen fachkundigen Rechtsanwalt – was Du augenscheinlich laut Antwort # 35 nun getan hast.

Dann sollte man dem Anwalt seine rechtlichen Kompetenzen nicht absprechen, sondern diesem seine Arbeit machen lassen. Und nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen, was Rechtsanwälte verständlicherweise überhaupt nicht mögen.

Anstatt weiter selbst aus dem Internet „irgendetwas“ heraus zu fischen, was „vielleicht“ zu Deinen eigenen (falschen) Auffassungen passen könnte. Womit dieses Forum mit erforderlichen Richtigstellungen nur unnötig weiter beschäftigt wird.

Zumal Deine hier unbelegten (!) Sachverhalte äußerst komplex sind, welche in einem öffentlichen Laien-Forum – parallel zu einem involvierten Rechtsanwalt - nicht abgehandelt werden können und auch nicht sollen.

Wende Dich mit Deinen weiteren Fragen an den nunmehr eingeschalteten Rechtsanwalt – von meiner Seite gibt es dazu nicht mehr zu schreiben.
"Kaum wird es schwierig, zweifeln viele Deutsche am ganzen System."

Giovanni di Lorenzo (deutsch-italienischer Journalist *1959)

Offline Marcus1

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Re: Jobcenter sieht Darlehen als Einkommen.
« Antwort #46 am: 31. Juli 2020, 17:09:56 »
Stimme ich vollkommen zu.
Danke für die Infos.

Offline Marcus1

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Re: Jobcenter sieht Darlehen als Einkommen.
« Antwort #47 am: 06. August 2020, 16:20:49 »
BigMama, und auch anderen, interessiert es vielleicht wie es weitergeht.
Es gibt ein paar Neuigkeiten.

Anwältin kontaktiert. Die Anwältin ist eher streng und wenn eine Klage keinen Aussicht auf Erfolg hätte, würde Sie mir das auch mitteilen. Aber nach Durchsicht aller Unterlagen wird Sie nun eine Klage vorbereiten.


Mir ist aufgefallen das es auch einen „Eingliederungsvertrag“ gibt. Anfang 2020.
In dem auch drin steht das ich eine „Arbeitsunfähigkeitsnachweis“ einreichen muss.

Haben dem Jobcenter gemailt das so etwas nur durch „Private Diagnostik“ möglich sei.
Und habe binnen 24 Stunden eine Mail vom Jobcenter zurück bekommen, wo drin steht, dass das Jobcenter diese Nachweis nun nicht mehr braucht. „Eingliederungsvertrag“ wird „angepasst“. Pffff.
Weil man hätte genug Diagnostik ... Anfang 2019. (Vom MDK Gutachten der TK)
Das waren auch „private Untersuchungsmethoden“ (keine Kassenärztliche Leistung).
Und das Jobcenter wird wohl das selbst erst mal nicht mehr ärztlich prüfen.

Bin also „arbeitsunfähig“ bei denen im System. Muss meine „Arbeitsunfähigkeit“ aber auch nicht mehr Nachweisen.

Das wird mir evtl. auch bei der Klage helfen. Da Anfang 2020 ja drauf bestanden wurde.
Und jetzt nicht mehr.

Und auch wenn das Jobcenter keinen Nachweis mehr fordert. Aufgrund meiner Gesundheit benötige ich die privaten Untersuchungen nach wie vor. Und dafür auch Darlehen von Familie / Freunde. Werde mich jetzt aber nicht mehr mündliche Aussagen wie: „Das mit den Darlehen geht schon in Ordnung“ verlassen. .. sondern zusehen, dass es vom Jobcenter eine schriftliche Zusage gibt… Zusätzlich zu den Darlehensverträgen.

Offline Marcus1

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Re: Jobcenter sieht Darlehen als Einkommen.
« Antwort #48 am: 24. August 2020, 18:13:38 »
Nachtrag.
Werde nun doch nicht klagen. Ist zu riskant da in der Vergangenheit die Darlehensverträge eben auch nicht zu 100% wasserdicht sind.
Obwohl das Geld dafür auch schon ausgegeben wurde. Bei Krankheiten die "dauerhaft" sind müssen evtl. dann doch Familienangehörige die Kosten tragen.
Und es gibt noch mehr Gründe, die gegen eine Klage sprechen.

In Zukunft muss einfach jeder Darlehensvertrag fest an einen medizinischen Zweck gebunden sein.
Und ich muss mir im Vorfeld schriftlich vom Jobcenter bestätigen lassen, das das Darlehen ok ist.