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Autor Thema: bereits angerechnetes Erbe  (Gelesen 4813 mal)

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Offline Kolibri

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bereits angerechnetes Erbe
« am: 03. August 2020, 15:29:54 »
Hallo zusammen,

ich brauche mal einen Rat.
Mein Vater ist im Oktober 2015 verstorben, was ich dem Jobcenter umgehend mitgeteilt habe.
Darauf erhielt ich ein Schreiben, in dem mir mitgeteilt wurde was ich einzureichen haben.
Anlage EK
Veränderungsmitteilung
und als Nachweise Kontoauszüge.

Zum Erbe gehörten eine Versicherung und das Girokonto. Es gab ein handschrifliches Testament, dieses habe ich dem Amtsgericht vorgelegt, es wurde eröffnet und beglaubigt.
Jeweils eine Abschrift für die Bank und Versicherung.
Nachdem das Geld auf meinem Konto war habe ich dem Jobcenter wie fordert, Kopien meiner Kontoauszüge
geschickt. Das Geld wurde mir bis auf den Freibetrag angerechnet, bzw. ich bin 9 Monate aus dem Leistungsbezug gefallen.
Danach habe ich wieder einen Antrag gestellt.

Nun erhalte ich ein Schreiben vom Jobcenter, es ist zu prüfen inwieweit für mich ein Anspruch auf Leistung besteht.
Mit dem Zusatz, wenn ich meiner Mitteilungspflicht nicht nachkomme, können mir die Geldleistungen entzogen werden.

-Anlage VM

zusätzlich aufgeführt:
-Testament
-Nachlassverzeichnis

Bin nun total perplex, nach so vielen Jahren.... und frage mich was das soll.
Meinen Pflichten bin ich doch nachgekommen...Mitteilungspflicht/Zuflussprinzip = Kontoauszüge.
Bin ich verpflichtet dem Jobcenter das Testament vorzulegen?  und ein Nachlassverzeichnis habe ich nicht.
Den alten Hausrat habe ich damals von einer Haushaltsauflösung abholen lassen.

LG
Kolibri

Offline vanessa

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #1 am: 03. August 2020, 17:14:09 »
Testament und Nachlassverzeichnis, geht kein JC irgendetwas an. (oft gibt es so was nicht mal)

Bist du unter deinem Freibetrag, stehen dir auch wieder Leistungen zu.

Offline Ottokar

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #2 am: 03. August 2020, 17:21:26 »
Zitat von: Kolibri am 03. August 2020, 15:29:54
Danach habe ich wieder einen Antrag gestellt.
Wann?

Zitat von: Kolibri am 03. August 2020, 15:29:54
Nun erhalte ich ein Schreiben vom Jobcenter, es ist zu prüfen inwieweit für mich ein Anspruch auf Leistung besteht.
In welchem Zusammenhang wurde diese Forderung gestellt?
Meine Beiträge beinhalten oder ersetzen keine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit.
Für eine verbindliche Rechtsberatung und -vertretung suchen Sie bitte einen Anwalt auf.


Offline Kolibri

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #3 am: 03. August 2020, 20:23:09 »
Testament und Nachlassverzeichnis, geht kein JC irgendetwas an. (oft gibt es so was nicht mal)
das die sowas dann fordern.....kann ich auf mich auf einen Paragraphen beziehen wenn ich das ablehne, die widersprechen ja gern
Bist du unter deinem Freibetrag, stehen dir auch wieder Leistungen zu.

ja, nach der 9 monatigen Sperre war ich unter meinem Freibetrag und habe einen Antrag gestellt der bewilligt wurde.
Seitdem beziehe ich bis heute Leistung.

 wenn ich die Vorlage von Testament/Nachlassverzeichnis ablehne, kann ich mich auf einen Paragraphen beziehen? die widersprechen ja gerne

@ Ottokar
ich versuche mal das Schreiben hier hochzuladen.
Als Betreff steht : Aufforderung zur Mitwirkung
dann die Auflistung der geforderten Unterlagen.
Anlage VM, welche Konten, Testament, Nachlassverzeichnis und dann noch Unterlagen zu meinem Eigenheim.

Die Angaben zu meinem Eigenheim kennen die, habe ich schon mehrmals machen müssen.



Grund für Beitragsänderung durch Ottokar: Anhänge entfernt da nicht (ausreichend) anonymisiert.
« Letzte Änderung: 04. August 2020, 10:36:22 von Ottokar »

Offline Kolibri

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #4 am: 03. August 2020, 21:51:03 »
ich konnte das Schreiben vom Jobcenter nur als pdf-datei anhängen, ich hoffe das ist ok.

zu meinem Eigenheim, das ist der zweite Punkt der mir Sorgen macht.
Die angemessene Größe von 500 qm überschreitet mein Grundstück, ich habe  1000qm.
Das Haus steht im vorderen Teil des Grundstücks (105qm Wohnfläche).
Vom hinteren Teil kann ich nichts abteilen und verkaufen, weil
1. keine Zufahrt möglich ist, da von allen drei Seiten
    Nachbargrundstücke angrenzen.
2. schreibt der Bebauungsplan vor, das nur ein EFH/Doppelhaus auf dem Grundstück gebaut werden darf.

Habe dem Jobcenter schonmal alles vorgelegt und es wurde auch so bewilligt und selbstbewohntes Eigentum wäre Schonvermögen.
Ich wohne schon seit 1995 in dem Haus.
Kann nun doch verlangt werden, das ich alles verkaufen muß? Mir ist gerade Angst und Bange.





Online CCR

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #5 am: 03. August 2020, 22:02:50 »
Zitat von: Kolibri am 03. August 2020, 20:23:09
Die Angaben zu meinem Eigenheim kennen die, habe ich schon mehrmals machen müssen.

Zitat von: Kolibri am 03. August 2020, 21:51:03
Habe dem Jobcenter schonmal alles vorgelegt und es wurde auch so bewilligt und selbstbewohntes Eigentum wäre Schonvermögen.
Ich wohne schon seit 1995 in dem Haus.
Kann nun doch verlangt werden, das ich alles verkaufen muß? Mir ist gerade Angst und Bange.

wenn es so wäre hätten sie den verkauf längst gefordert.
100qm Eigentum für Hamburg ist schon sehr viel und du hast 1000qm
In den grossen Städten tranken viele Männer weniger aus Langeweile als vielmehr wegen des Lebens in permanenter Unterdrückung.

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #6 am: 03. August 2020, 22:07:44 »
Was hast du denn außer dem Geld geerbt? Hausrat, Wertgegenstände...?

Offline Kolibri

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #7 am: 03. August 2020, 22:16:12 »
alles geerbt das Haus mit Grundstück nehme ich an.

nein, das Haus mit Grundstück hat mein Vater mir schon 1997 per Schenkungsvertrag/notariell überschrieben. Zum dem Zeitpunkt war ich noch nicht arbeitslos.
Gestorben ist mein Vater Oktober 2015 und geerbt habe ich das Geld vom Girokonto und einer Versicherung.

Online CCR

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #8 am: 03. August 2020, 22:21:37 »
Zitat von: Kolibri am 03. August 2020, 22:16:12
Zitat von: CCR am Heute um 22:02:50

    alles geerbt das Haus mit Grundstück nehme ich an.

sorry ich hab meine Antwort geändert.
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Online Fylou

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #9 am: 03. August 2020, 23:09:20 »
Erstaunlich dass das Jc erst jetzt alles fordert, vor allem wegen dem großen Haus/Grundstück. Und mit dem Nachlassverzeichnis wollen sie schauen was du außer Geld noch geerbt haben könntest. Vielleicht hat der Sachbearbeiter gewechselt und deshalb die "Neugier" des Jc  :weisnich:


Online crazy

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #10 am: 04. August 2020, 08:49:49 »
Schreib zurück, sie sollen sich die Akte etc aus 2015 ansehen. Das damals erhaltene Erbe ist gemäß der Bescheide verbraucht. Anlage VM , da trägst Du das ein, was Du jetzt hast. Also 10 Euro im Portemonnaie und x Euro auf Girokonto plus ggf Sparbuch etc und gut ist.
Ein Nachlassverzeichnis kann man vom Haupterben verlangen, um den Nachlass zu ermitteln und seinen Anteil zu fordern. Du warst allein Erbe ? Warum solltest Du dir selbst was aufschreiben? Und der Auszug, was drauf war hast Du bereits 2015 abgegeben.
Zu deinem Eigentum musst Du dir keine weiteren Gedanken machen. Du wohnst da seit zig Jahren im Bezug von Alg2...

Offline Ottokar

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #11 am: 04. August 2020, 10:38:27 »
Leider hast du die Frage nicht beantwortet, in welchem Zusammenhang diese Forderung gestellt wurde. Hast du einen Antrag beim JC gestellt, oder kam das einfach so mitten im Bewilligungszeitraum?
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Online crazy

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #12 am: 04. August 2020, 16:57:08 »
Er ist seit 2015 und vorher schon im Betug+ lediglich 9 Monate in 2015 wurden wegen Erbe seinerzeit rausgenommen, danach wieder Bezug. Was die rund 4 Jahre später wollen? Das Ding ist längst durch!!!

Online CCR

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #13 am: 04. August 2020, 17:24:35 »
die nehmen dismal das erforschen besonders genau.

Zitat
JC) ist gehalten, den wirklichen Willen der Antragstellerin oder des Antragstellers – ggf. durch Rückfragen – zu erforschen und den Antrag auszulegen.
In den grossen Städten tranken viele Männer weniger aus Langeweile als vielmehr wegen des Lebens in permanenter Unterdrückung.

Offline Kolibri

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Re: bereits angerechnetes Erbe
« Antwort #14 am: 04. August 2020, 21:22:04 »
guten Abend, danke für eure Antworten.

Leider hast du die Frage nicht beantwortet, in welchem Zusammenhang diese Forderung gestellt wurde. Hast du einen Antrag beim JC gestellt, oder kam das einfach so mitten im Bewilligungszeitraum?

das kam einfach so, mitten im Bewilligungszeitraum. Mein Weiterbewilligungsantrag (ab Mai) wurde ganz normal bewilligt.

Schreib zurück, sie sollen sich die Akte etc aus 2015 ansehen. Das damals erhaltene Erbe ist gemäß der Bescheide verbraucht. Anlage VM , da trägst Du das ein, was Du jetzt hast. Also 10 Euro im Portemonnaie und x Euro auf Girokonto plus ggf Sparbuch etc und gut ist.
Ein Nachlassverzeichnis kann man vom Haupterben verlangen, um den Nachlass zu ermitteln und seinen Anteil zu fordern. Du warst allein Erbe ? Warum solltest Du dir selbst was aufschreiben? Und der Auszug, was drauf war hast Du bereits 2015 abgegeben.
Zu deinem Eigentum musst Du dir keine weiteren Gedanken machen. Du wohnst da seit zig Jahren im Bezug von Alg2...
ok, werde es so machen. ja war Alleinerbe.
Er ist seit 2015 und vorher schon im Betug+ lediglich 9 Monate in 2015 wurden wegen Erbe seinerzeit rausgenommen, danach wieder Bezug. Was die rund 4 Jahre später wollen? Das Ding ist längst durch!!!
daher bin ich auch aus allen Wolken gefallen, nach über 4 Jahren. Das ist doch alles erledigt.
Die 9 Monate Sperre, war 2016. Oktober 2015 ist mein Vater verstorben und da die Kündigungsfrist der Wohnung 3 Monate betrug (zum 31.1.2016) Konnte ich dann auch erst
das Girokonto auflösen. Das Geld wurde dann auf mein Konto übertragen und ich habe umgehend dem Jobcenter einen Kontoauszug vorgelegt.

die nehmen dismal das erforschen besonders genau.

Zitat
JC) ist gehalten, den wirklichen Willen der Antragstellerin oder des Antragstellers – ggf. durch Rückfragen – zu erforschen und den Antrag auszulegen.

was bedeutet denn "den Antrag auszulegen" ?