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Autor Thema: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft  (Gelesen 3765 mal)

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Gast44574

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Hallo,

ich habe vor einigen Wochen einen Teil des Hauses und Grundstücks geerbt, da mein Vater verstorben ist. Beides gehörte beiden zusammen - es gab keine Gütertrennung. Der Teil, der meinem Vater mit gehörte ging nun an mich weiter. Es wurde jedoch kein Geld, keine Lebensversicherungen oder sonstiges Hab und Gut geerbt. Ich wohne seit vielen Jahren in der Kellerwohnung für die das JC bisher immer Miete gezahlt hat. Oben wohnten die Eltern, dort wohnt weiterhin meine Mutter. Nun bekam ich umgehend vom JC die Aufforderung einen Erbschein vorzulegen. Der Grundbucheintrag wurde entsprechend geändert. Dort steht "Erbengemeinschaft jeweils 1/2. Nachdem das JC den Erbschein erhalten hat, bekam ich ein Schreiben, das ich meinem Posting anhängen werde. Ich werde daraus nicht ganz schlau. Ich bewohne einen Teil des Hauses (meine Wohnung hat 50 Quadratmeter und galt seit Jahren als angemessen vom JC), bewohne die Immobilie also selbst zu einem Teil. Das Haus kann ich nicht verkaufen, weil die andere Hälfte meiner Mutter gehört, die schon älter ist und ein Umzug als Belastung anzusehen wäre. Ich zahle von meinem Regelsatz ausserdem meine Weiterbildung, die mich im Monat ca. 140 Euro kostet, denn die Übernahme der Kosten wurden vom JC abgelehnt. Ich bin also stets bereit meine Situation zu verbessern, und komme dafür auch noch selbst auf. Mir bleiben im Monat gerade noch ein paar Euro übrig. Denn ich muß auch Geld für Medikamente zahlen, die die KK nicht übernimmt.

Wie ist dieses Schreiben jetzt zu verstehen?

1. Ich werde gezwungen zu einem Notar zu gehen um die Erbengemeinschaft aufzulösen? Laut Auskunft kostet der Notar ca. 1400 Euro. Von was soll ich das bezahlen? Meine Mutter kann und will auch keinen Notar bezahlen - sie bekommt eine sehr kleine Rente und Witwenrente, das reicht gerade zum Leben und für die Unkosten im und um das Haus herum.

2. Verstehe ich das richtig, das das JC nichts mehr zahlen will, wenn ich die Erbengemeinschaft nicht auflöse? Oder ist es so zu verstehen, das das Geld als Darlehen gezahlt wird, und ich es zurück zahlen muß, sobald der Bewilligungsbescheid abgelaufen ist?

3. Macht sich hier eventuell das JC am Erbe zu schaffen bezüglich "Übergang des Erbes an das JC / den Bund"?

Ich werde natürlich Widerspruch einlegen, muß aber zunächst wissen, was dieses Schreiben zu bedeuten hat. Hoffe ihr könnt mir helfen.

Danke und Gruß!

Fragezeichen?!

Offline Ottokar

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #1 am: 07. August 2020, 17:49:30 »
Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 16:30:10
Beides gehörte beiden zusammen - es gab keine Gütertrennung.
...
Der Grundbucheintrag wurde entsprechend geändert. Dort steht "Erbengemeinschaft jeweils 1/2.
Zunächst mal stimmt da was nicht mit dem Erbteil.
Wenn Haus und Grundstück Vater und Mutter gemeinsam gehörte und es kein Testament gab, beträgt der Nachlass des Vaters 1/2 des Hauses und Grundstückes.
Da beide Erben zu gleichen Teilen erben, geht 1/4 des Erbteiles an die Mutter und 1/4 an den Sohn, damit gehören der Mutter 3/4 des Hauses und Grundstückes und dem Sohn 1/4.

Sofern dieses 1/4 von der Fläche her dem von dir bewohnten Teil gehört, nutzt du dieses für dich selbst und musst somit ab sofort keine Kaltmiete mehr zahlen.
Hier könnte man imho notariell die Besitzverhältnisse regeln und so die Erbengemeinschaft auflösen, sodass zwei Eigentümer im Grundbuch stehen.
Wie das zu errreichen ist, dazu wirst du dich von einem Fachanwalt beraten lassen müssen, da das Thema viel zu komplex ist.
Andernfalls wird das JC den Anspruchsübergang nach § 33 SGB II geltend machen, was letztlich in einer Zwangsversteigerung des Hauses enden wird.
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Gast44574

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #2 am: 07. August 2020, 18:26:48 »
Hallo Ottokar,

im Schreiben vom Nachlassgericht und im Erbschein steht das 1/2 meiner Mutter gehören und 1/2 mir. Wenn die das so geschrieben haben, geh ich davon aus, das das stimmt, ansonsten hätte das Nachlassgericht ja einen Fehler gemacht. Da ich noch nie etwas geerbt habe, habe ich davon auch keinerlei Ahnung.

Miete zahle ich ja nicht mehr, weil ich in der unteren Wohnung im Haus lebe. Miete bekam ich bis zu dem Tag, wo ich geerbt habe. Dann fiel die Miete weg und die Unkosten. Seitdem bekomme ich den Regelsatz + Unkosten wie Müll, Gebühren für die Stadt usw..

Wieso kann das JC eine Zwangsversteigerung fordern? Das Haus gehört wie Du geschrieben hast zu 3/4 meiner Mutter. Meine Mutter hat niemals Geld von der Arge oder JC bekommen. Wieso sollte der JC sie zwingen können, das Haus zu verlassen, sich eine Wohnung zu suchen und das Haus zwangsversteigern lassen? Was geht das Haus das JC an? Was zahlen die denn schon im Monat, das das einen Verkauf rechtfertigen würde? Ich habe das so verstanden, das ALG II weiter bezahlt wird, aber als Darlehen.


Offline Ottokar

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #3 am: 07. August 2020, 18:57:48 »
Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 18:26:48
im Schreiben vom Nachlassgericht und im Erbschein steht das 1/2 meiner Mutter gehören und 1/2 mir.
Dann gehörten Haus und Grundstück allein deinem Vater. Das erklärt auch, warum deine Mutter im Grundbuch als Teil der Erbengemeinschaft geführt wird.

Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 18:26:48
Wieso kann das JC eine Zwangsversteigerung fordern?
Weil dein Erbe nunmal im SGB II Einkommen darstellt, das JC kann somit auf einer Erbauseinandersetzung bestehen.
Sobald aber du und deine Mutter als Eigentümer von Haus und Grundstück im Grundbuch steht, ist dein Anteil daran als selbst genutztes Wohneigentum geschützt.
Euch wird also nichts anderes übrig bleiben, als genau das zu realisieren. Zur Umsetzung benötigt ihr in jedem Fall einen Notar.

Dieser Fall macht wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, seinen Nachlass noch zu Lebzeiten zu ordnen, um solchen Fallstricken zu entgehen.
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Gast44574

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #4 am: 07. August 2020, 19:11:18 »
Also ich weiß nur, das beide zuvor im Grundbuch eingetragen waren. Als mein Vater verstarb wurde sein Name dort quasi durch meinen ersetzt. Eventuell kann ich da ja auch noch mal bei der Rechtspflegerin nachfragen, die hat das bearbeitet. Und es war keine Gütertrennung vorhanden. Mehr weiß ich leider auch nicht. Meine Mutter hatte zuvor noch gesagt, er möge sich um alles kümmern, da er zuletzt schwer krank war, aber irgendwie hat ihn das nicht mehr interessiert.

Ich werde mich morgen erkundigen, was diese Erbauseinandersetzung beim Notar ungefähr kosten würde. Ich fand eine Tabelle im Internet, aber ob die stimmt weiß ich auch nicht. Und vor allem scheint es darum zu gehen, wie hoch der Wert von Haus und Grundstück ist, um die Gebühren zu berechnen. Da steht mal als Beispiel genannt Wert 80.000 Euro und an Gebühren ca. 750 Euro. Wenn dann kann ich das nur machen, wenn mir die Bank einen Kredit gibt, was bei ALG II wohl nicht gerade aussichtsreich ist.

Also hab ich zwei Möglichkeiten:

a) Erbengemeinschaft auflösen und Notar bezahlen, dann bekomme ich weiterhin ALG II und die Unkosten bezahlt - aber nicht als Darlehen sondern so wie zuvor auch?

b) die Erbengemeinschaft bleibt bestehen, falls Notar zu teuer bzw. ich keinen Kredit bekomme - JC kann Zwangsverkauf der Immobilie fordern?  Oder es wird als Darlehen weiter bezahlt und ich muß den Gesamtbetrag dann zurück zahlen?

Gruß!

Offline Ottokar

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #5 am: 07. August 2020, 20:20:02 »
Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 19:11:18
Als mein Vater verstarb wurde sein Name dort quasi durch meinen ersetzt.
Das würde bedeuten, dass es sehr wohl ein Testament gab und dein Vater dir alles vererbt hat.

Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 19:11:18
Wenn dann kann ich das nur machen, wenn mir die Bank einen Kredit gibt, was bei ALG II wohl nicht gerade aussichtsreich ist.
Aber mit einer Immobilie als Sicherheit dürfte das kein Problem sein.

Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 19:11:18
a) Erbengemeinschaft auflösen und Notar bezahlen, dann bekomme ich weiterhin ALG II und die Unkosten bezahlt - aber nicht als Darlehen sondern so wie zuvor auch?
korrekt

Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 19:11:18
b) die Erbengemeinschaft bleibt bestehen, falls Notar zu teuer bzw. ich keinen Kredit bekomme - JC kann Zwangsverkauf der Immobilie fordern?
Nein, das JC kann nur die Erbauseinandersetzung fordern, was hier im Ergebnis das Gleiche zur Folge hätte wie in Fall a), deshalb verstehe ich auch nicht, weshalb das JC hier dieses sinnlose Theater veranstaltet.
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Online RedChili

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #6 am: 07. August 2020, 23:26:17 »
Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 16:30:10
Beides gehörte beiden zusammen - es gab keine Gütertrennung.
...
Der Grundbucheintrag wurde entsprechend geändert. Dort steht "Erbengemeinschaft jeweils 1/2.
Zunächst mal stimmt da was nicht mit dem Erbteil.
Doch, das stimmt alles soweit und wurde dem Nutzer bereits im Elo-Forum über fünf Seiten mehrmals und ausgiebig erklärt.

Zitat von: Ottokar am 07. August 2020, 17:49:30
Da beide Erben zu gleichen Teilen erben, geht 1/4 des Erbteiles an die Mutter und 1/4 an den Sohn, damit gehören der Mutter 3/4 des Hauses und Grundstückes und dem Sohn 1/4.
Das ist und bleibt nach wie vor korrekt.

Zitat von: Gast44574 am 07. August 2020, 18:26:48
Hallo Ottokar,

im Schreiben vom Nachlassgericht und im Erbschein steht das 1/2 meiner Mutter gehören und 1/2 mir. Wenn die das so geschrieben haben, geh ich davon aus, das das stimmt, ansonsten hätte das Nachlassgericht ja einen Fehler gemacht.
Das vom Nachlassgericht ist die (Gesamt-)Erbquote, die auf dem Erbschein ausgewiesen wurde. Das andere, was dir jetzt auch noch Ottokar richtig erklärt hat, sind die Quoten die allein das Grundbuch betreffen.

Gast44574

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #7 am: 08. August 2020, 13:23:17 »
@Ottokar: Testament ist nicht vorhanden. Das haben wir auch beim Amtsgericht / Nachlassgericht so angegeben.

Aber es steht doch so im Schreiben des JC, das im Falle der Nichtauflösung der Erbengemeinschaft mein Teil des Erbes an das JC / den Bund geht. Für mich heisst das, das sie sich das Haus / Grundstück einverleiben wollen, wenn ich den Notar nicht bezahle.

@RedChill: das wurde mir im anderen Forum erklärt, aber einiges was dort gepostet wurde stimmt nicht. Und ich denke ich habe das Recht auch in anderen Foren nach Hilfe zu fragen.


Offline Ottokar

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #8 am: 08. August 2020, 14:17:09 »
Fakt ist, das rechtlich gesehen eine Erbengemeinschaft eine Zwangsgemeinschaft ist, die bereits von gesetzeswegen aufgelöst werden muss. Denn solange die Erbengemeinschaft besteht, darf kein Erbe frei über den Nachlass verfügen.
Lies dazu mal hier unter Beachtung des Auseinandersetzungsvertrages. Das ist genau das, was hier erforderlich ist. Im Auseinandersetzungsvertrag wird geregelt, wem was gehört und wer was und wie nutzen darf.
Der Auseinandersetzungsvertrag kann zwar grundsätzlich frei zwischen den Erben geschlossen werden, muss aber - da es sich hier um eine Immobilie und Grundbesitz handelt - hier schriftlich niedergelegt und zusätzlich notariell beglaubigt werden. Lies dazu auch nochmal hier.
Das hat nichts mit dem JC zu tun, sondern wäre auch so zwingend erforderlich.
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Gast44574

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #9 am: 08. August 2020, 15:49:00 »
Vielen Dank Ottokar - jetzt blicke ich da endlich durch :-) Gut, dann werde ich mich am Montag erkundingen, wie hoch in etwa die Notarkosten sind, und ob ich Geld von der Bank bekomme. Sonst könnte ich das gar nicht machen.

Ist die Erbengemeinschaft dann grundsätzlich immer (!) verpflichtet diese aufzulösen? Ich frage nur deshalb, weil sich meine Mutter über die Briefe vom JC sehr aufgeregt hat. Den Ärger bekomme leider ich ab. Da ich vorher schon im Haus unten die Wohnung gemietet und bewohnt habe, dachten wir, das bleibt alles beim alten. Natürlich zahlt das JC keine Miete mehr, das ist klar. Aber wir wollten das einfach so machen, das meine Mutter weiterhin die obere Wohnung bewohnt und ich die Kellerwohnung. Meine ist kleiner wegen dem Heizungs,- Tank- und Kellerraum, aber für mich ausreichend. Ich habe Garage und eben auch Garten. Wir gingen also davon aus, das wir da keine Änderungen vornehmen müssen. Deshalb hab ich auch das Schreiben vom JC zunächst nicht verstanden, aber wenn das grundsätzlich so ein muß, dann kommen wir um den Notar ja nicht herum.

Gruß!

Gast44574

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #10 am: 08. August 2020, 16:45:41 »
EDIT: kann den Beitrag oben leider nicht mehr bearbeiten, hätte aber eine Frage zu dieser Aussage auf einer Webseite für Erbrecht bzw. Erbengemeinschaft:

"Jede Verfügung muss dabei durch notarielle Beglaubigung festgehalten werden, damit der Miterbe im Nachhinein nicht sagen kann, er hätte seinen Anteil noch nicht zur Gänze erhalten.

Teil der so zustehenden Verfügungsgewalt ist auch, dass ein Miterbe seinen Erbteil an Dritte verkaufen darf".

Quelle: https://www.anwalt.org/erbengemeinschaft/

Mir geht es um diesen Satz "...das ein Miterbe (in diesem Falle ich) seinen Erbteil an Dritte verkaufen darf". Ich will aber nicht verkaufen, denn ich wohne in der Wohnung schon seit Jahren, sprich ich nutze es als selbstbewohntes Eigenheim. Kann das JC dann nicht von mir verlangen, das ich meinen Anteil verkaufe? Damit sie nicht mehr zahlen müssen, weil es dann ja Einkommen ist?

Online Deadpool

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #11 am: 08. August 2020, 17:05:11 »
Das JC macht das doch gerade, damit du deinen Miteigentumsanteil nicht verwerten musst. Denn, wenn dir tatsächlich allein nur 1/4 des Hauses gehört, ist es für eine Person angemessenes Vermögen und vor Verwertung geschützt, solange du dort wohnst.

Bei Miteigentum wie jetzt wird das ganze Miteigentum als Vermögen betrachtet. Und da das zu groß ist (ohne notarielle Teilung) müsstest du es verwerten.

Grob gesagt: das JC will dich im Prinzip informieren, wie du dein Eigentum schützt.

Gast44574

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #12 am: 08. August 2020, 17:16:17 »
Ok, alles klar - vielen Dank Deadpool! Dann rufe ich morgen mal einen Notar an. Werde dann berichten, sobald sich neues ergeben hat. Falls jemand auch mal in dieser Lage sein sollte.

Gruß!

Online RedChili

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #13 am: 08. August 2020, 23:04:05 »
@RedChill: das wurde mir im anderen Forum erklärt, aber einiges was dort gepostet wurde stimmt nicht. Und ich denke ich habe das Recht auch in anderen Foren nach Hilfe zu fragen.
Natürlich darfst du auch anderswo nachfragen. Aber insbesondere die Frage hinsichtlich der Erbquoten und Miteigentumsanteile im Grundbuch wurde dir ellenlang und mit zig beispielen zur Verdeutlichung erklärt. Des Weiteren steht im Elo-Forum das gleiche wie hier, was sich im Endeffekt also nur gegenseitig bestätigt.

Gast44574

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Re: Haus und Grundstück zum Teil geerbt - Fragen zur Erbengemeinschaft
« Antwort #14 am: 13. August 2020, 18:33:03 »
Genau darum ging es mir ja. In manchen Foren wird dieses und jenes erzählt, und man weiß nicht, wem man jetzt glauben kann. Da in beiden Foren ungefähr das gleiche dazu geschrieben wurde, weiß ich nun bescheid. Ist doch an sich ein Kompliment an alle User, ob hier oder im anderen Forum. Ihr kennt euch aus und ich hab das quasi zweimal bestätigt bekommen.

Gruß!