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Autor Thema: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze  (Gelesen 4861 mal)

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Online Else Kling

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Man könnte den Kindern auch ein Zimmer (unter)vermieten. Dann wären die Mietkosten gesenkt.

Offline Saftkutscher

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@alle

Die Idee mit den 50,- von den Kids ist interessant, aber zum Scheitern verurteilt.
Spätestens in der NK-Abrechnung wären die Zahlungen aufgeführt.

Bleibt wohl nur ein 450,-Job, da hätte ich wenigstens mal 170,- ausgeglichen, sofern das Amt die Fahrkosten anerkennt.

Und ja, ich will hier wohnen bleiben.

Offline lisa63

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@Saftkutscher
und wie ist es mit diesem Vorschlag?
Man könnte den Kindern auch ein Zimmer (unter)vermieten. Dann wären die Mietkosten gesenkt.

Online crazy

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Und warum hast Du dich dann bislang nicht um Arbeit bemüht, wenns doch jetzt wo es eng wird dann doch geht?
Du wusstest doch was auf euch zukommt und 4 Kinder sind kein Hinderungsgrund für Geld selbst verdienen...
Bestenfalls arbeitest Du auch mal mehr als nur den Betrag rahszuhaben der euch fehlt für Mietzuzahlung. Miete steigt regelmäßig, da musst Du hinterher. 

Offline Saftkutscher

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@lisa

Der Einzige, der dafür in Frage käme, ist der Sohn, den ich rauskomplimentiert hab.
Alles anderen fallen raus, wegen Kinder oder verheiratet.

@crazy

Erst mal Arbeit finden und dem stehen meine Gesundheit und mein Alter entgegen.
Ü40 und ohne vernünftige Ausbildung ist es schon schwer, wenn man gesund ist.
Ich werde meine Fühler ausstrecken, aber mich auf keinen Fall in einen Job stürzen, der mich auf die Dauer überanstrengt, das hatte ich schon mal.

Offline blaumeise

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Dann bleibt nur noch übrig: Entweder ihr senkt eure Ansprüche bezüglich Wohnen oder eure Ausgaben für alles andere.

Dasitzen und warten, dass die Dinge von selbst in eurem Sinne passieren, das wird nicht geschehen.

Online NevAda

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Dann bleibt nur noch übrig: Entweder ihr senkt eure Ansprüche bezüglich Wohnen oder eure Ausgaben für alles andere.
Auch wenn es hart klingt: Das Problem haben alle, deren Ansprüche ihre Einnahmen übersteigen. Die meisten können es sich nicht leisten, zu zweit eine 6-Personen-Unterkunft zu unterhalten.
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Offline Saftkutscher

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Re: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze
« Antwort #67 am: 22. September 2020, 13:08:37 »
Hallo Freunde,

ich ging eigentlich davon aus, dass die Angelegenheit mit der Ablehnung vom Tisch wäre, aber heute kam ein neuer Aufhebungs- und Leistungsbescheid vom Jobcenter.

Ich zitiere:
Gemäss §67 Abs. 3 SGBII wird das Kostensenkungsverfahren für 6 Monate ausgesetzt. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass mit Ablauf dieses Zeitraumes das Verfahren wieder auflebt.

Somit bekomme ich bis inkl. Januar meinen Mietanteil wieder voll anerkannt. Ein Aufschub von 6 Monaten, das hilft mir weiter.

Der dazugehörige Absatz:
(3) § 22 Absatz 1 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass die tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung für die Dauer von sechs Monaten als angemessen gelten. Nach Ablauf des Zeitraums nach Satz 1 ist § 22 Absatz 1 Satz 3 mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Zeitraum nach Satz 1 nicht auf die in § 22 Absatz 1 Satz 3 genannte Frist anzurechnen ist. Satz 1 gilt nicht in den Fällen, in denen im vorangegangenen Bewilligungszeitraum die angemessenen und nicht die tatsächlichen Aufwendungen als Bedarf anerkannt wurden.

Bei der Grusi wurde das ja abgelehnt.
Sollte ich jetzt mit Hinweis auf den §67 dem widersprechen und einen Aufschub fordern?

Offline BigMama

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Re: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze
« Antwort #68 am: 23. September 2020, 13:08:17 »
Du solltest dich nun dringend um eine Arbeitsstelle bemühen, um nach den sechs Monaten Aufschub nicht wieder an der gleichen Stelle zu stehen, wie jetzt auch.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline Saftkutscher

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Re: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze
« Antwort #69 am: 23. September 2020, 18:35:46 »
guter Rat :)
wäre auch dafür
Nur, wer stellt einen Herzkranken 61jährigen ein, DAS ist die elementare Frage.
In die Falle Zeitarbeit werde ich mich auf keinen Fall mehr begeben.

Offline Birgit63

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Re: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze
« Antwort #70 am: 24. September 2020, 06:24:36 »
Dann wirst du dich nach einer angemessenen Wohnung umschauen müssen. Dir muss doch auch klar sein, dass du nicht zu zweit in einem so großen Haus wohnen bleiben kannst. 200,00 Euro über der Angemessenheitsgrenze ist kein Pappenstiel. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die  vielen Quadratmeter beheizt werden müssen, sonst schimmelt es.

Online Fylou

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Re: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze
« Antwort #71 am: 24. September 2020, 08:04:29 »
Schaut einfach auch mal weiter: wie wird das werden wenn ihr in Rente geht?

Da wird wohl auch Grundsicherung fällig und da geht das ganze Spiel von vorne los.  Eure Wohnung wird immer zu teuer bleiben und ihr könnt es alleine nicht tragen. Noch schlimmer wird es, wenn dann einer alleine wäre.

Auch wenn es schwer fällt: jetzt etwas neues suchen, solange man noch vieles selber machen und die Kinder helfen können.

Offline blaumeise

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Re: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze
« Antwort #72 am: 24. September 2020, 11:09:15 »
Jetzt geht das Thema eigentlich von vorne los.


Zitat von: Saftkutscher am 22. September 2020, 13:08:37
Ich zitiere:
Gemäss §67 Abs. 3 SGBII wird das Kostensenkungsverfahren für 6 Monate ausgesetzt. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass mit Ablauf dieses Zeitraumes das Verfahren wieder auflebt.

Du hast nur einen Aufschub bekommen durch Corona. Das löst aber das grundsätzliche Problem nicht.

Offline Der Friese

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Re: Finanzieller Druck durch Reduzierung der KdU auf die Angemessenheitsgrenze
« Antwort #73 am: 24. September 2020, 14:59:18 »
Jetzt geht das Thema eigentlich von vorne los.


Zitat von: Saftkutscher am 22. September 2020, 13:08:37
Ich zitiere:
Gemäss §67 Abs. 3 SGBII wird das Kostensenkungsverfahren für 6 Monate ausgesetzt. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass mit Ablauf dieses Zeitraumes das Verfahren wieder auflebt.

Du hast nur einen Aufschub bekommen durch Corona. Das löst aber das grundsätzliche Problem nicht.

Und anders sieht er das doch auch nicht.  :zwinker:

"Somit bekomme ich bis inkl. Januar meinen Mietanteil wieder voll anerkannt. Ein Aufschub von 6 Monaten, das hilft mir weiter."