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Autor Thema: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !  (Gelesen 2121 mal)

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Online Fylou

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #15 am: 17. September 2020, 13:57:29 »
Ums mal runterzubrechen: auf sein Recht bestehen ist nicht immer der einfachste Weg. Oder auch: der Klügere gibt nach.

Das JC sitzt am längeren Hebel und das interessiert es nicht, ob ihr 1,2 oder 5 Monate ohne Geld dasteht. Es riskiert damit nichts, da selbst wenn es vors Gericht geht es keine Strafe zu erwarten hat. Anders als der Leistungsbezieher, der im Zweifel Schulden macht, seine Wohnung nicht zahlen kann etc.

Ob du jetzt den Stress möchtest...also Zeit, Geld und Nerven da rein investierst oder Zähne knirschend die Bescheinigung einreichst, das musst du entscheiden. Außer dass dich der Vermieter schief anschaut droht dir mit der Bescheinigung kein Übel. Rauswerfen kann er dich nicht deswegen und in Corona-Zeiten beziehen viele Leute auf einmal ALG2, die von Kurzarbeit etc getroffen wurden. Das ist kein Makel. :empathy:

Online Schneeglöckchen

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #16 am: 17. September 2020, 14:02:20 »
@ Sheherazade

Sorry, sollte jetzt kein Vorwurf sein oder so klingen.
Ich frage euch nur nach eurer Meinung und eurem Wissen (Erfahrungen) und was ihr halt tun würdet. Ich bin zum ersten Mal in dieser Situation und habe daher keinerlei Erfahrungen, was rechtens ist und was nicht und wie man ggf. die Dinge angeht.

Also du würdest die Mieterbescheinigung besorgen.

@ Fylou

Stimmt, im Netz findest du diverse Vordrucke. Die uns vom JC übersandte ist schon recht ausführlich (zwei Seiten voll). Können die denn darauf beharren, das man ihren Vordruck ausfüllt oder könnte ich mir jetzt auch eine "einfachere" im Netz suchen und diese einreichen?

@ NevAda

Ich persönlich streite nicht gern, mein Mann ist da kämpferischer. ;) Wenn man es mal so ausdrücken möchte.
Nun ja, er wird Anfang Oktober sein 1. Gehalt bekommen. Das reicht aber nicht, also sind wir auf "Aufstocker" angewiesen.

Online Sheherazade

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #17 am: 17. September 2020, 14:10:20 »
Also du würdest die Mieterbescheinigung besorgen.


Ja, wenn ich das Geld brauche um zu überleben.

Zitat
Stimmt, im Netz findest du diverse Vordrucke. Die uns vom JC übersandte ist schon recht ausführlich (zwei Seiten voll). Können die denn darauf beharren, das man ihren Vordruck ausfüllt oder könnte ich mir jetzt auch eine "einfachere" im Netz suchen und diese einreichen?

Du kannst auch den Kopf rauskopieren, das Formular also neutralisieren.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Gast44779

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #18 am: 17. September 2020, 18:22:51 »
Aber die beharren vehement auf dieser Bescheinigung und wollen die Entscheidung der Leistungen ab Oktober von der Vorlage der Mietbescheinigung abhängig machen (§ 66 SGB I). Frist haben die mir bis zum 25.09. gesetzt.
Es gibt keine derartige Pflicht! Mietvertrag und nachgewiesene Kosten (Rechnungen usw.) reichen hier vollkommen aus. Punkt.
Dieses Thema über Mietbescheinigungen wurde schon 100fach hier behandelt.
Und sollte dein Ehemann nachweislich das erste Gehalt nach Antritt der Stelle erst im Folgemonat bekommen haben steht euch für den vorherigen ebenso natürlich der komplette ALG II Satz zu.

Offline blaumeise

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #19 am: 18. September 2020, 09:51:10 »
Das bedeutet aber dann doch irgendwie, obwohl es nicht rechtens ist, sollte man letztendlich doch nachgeben und die Mieterbescheinigung besorgen? Also zumindest verstehe ich eure Aussagen nun so.  :scratch:

Du hast andere Möglichkeiten im anderen Thread genannt bekommen. Du kannst zum Gericht gehen. Du kannst nachweislich schriftlich eine Begründung für die Forderung des JC nach einer zusätzlichen Mietbescheinigung verlangen. Es könnte sein, weil:
Zitat von: Schneeglöckchen am 17. September 2020, 13:22:22
Also ich würde sagen, pie mal Daumen ... es ist so geblieben.
Pi mal Daumen reicht nicht, wenn es Änderungen gab.

Außerdem würde ich das Telefonieren endlich bleiben lassen, mich entscheiden, in welche Richtung ich gehen will, und dann Nägel mit Köpfen machen.

Online Schneeglöckchen

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #20 am: 23. September 2020, 08:12:35 »
Nach vielem hin und her und Überlegungen anstellen, haben wir die Mietbescheinigung an unseren Vermieter weitergeleitet mit der Bitte diese auszufüllen. Gestern Abend schrieb er mir eine Nachricht, das er dies tun würde. Nun, kurze Frage: meine Frist ist am Freitag (25.09.) zur Einreichung der fehlenden Unterlagen. Ich kann jetzt aber nicht absehen, ob ich die Mietbescheinigung von ihm bis dahin schon zurückerhalten habe, oder eben noch nicht. Ich würde dann die Kontoauszüge entsprechend ans JC weiterleiten und dann etwas dazu schreiben, das ich die Mietbescheinigung an den Vermieter gegeben habe, diese aber noch nicht zurückbekommen habe. Können die mir daraus wieder einen Strick drehen und Probleme bereiten?
Ich meine, ich habe die ja nun (wenn auch zähneknirschend) an ihn weitergegeben und das ich die eventuell nicht pünktlich zurück habe, dafür kann ich dann ja nun wirklich nichts, oder?

Offline Yavanna

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #21 am: 23. September 2020, 08:40:40 »
Ich würde mit der Einreichung der Kontoauszüge, wie du vorgeschlagen hast, um eine Fristverlängerung bitten, weil der Vermieter die Mietbescheinigung noch nicht zurückgegeben hat. Die Verlängerung sollte schriftlich mit konkretem Datum erfolgen, damit sich hinterher nicht "jemand nicht erinnern kann".

Von wann war denn die Aufforderung zur Mitwirkung. Ein :teuflisch: SB könnte natürlich argumentieren, du hättest genug Zeit gehabt.

Im schlimmsten Falle können zunächst Leistungen wegen mangelnder Mitwirkung versagt werden. Die Versagung muss zurückgenommen werden, wenn die Mitwirkung nachgeholt wird. Steht so, oder so ähnlich auch im Versagungsbescheid drin. Sollte so einer ins Haus flattern, Widerspruch einlegen und schnellstmöglich die Mietbescheinigung nachreichen.

Offline blaumeise

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #22 am: 23. September 2020, 09:13:19 »
Zitat von: Yavanna am 23. September 2020, 08:40:40
Von wann war denn die Aufforderung zur Mitwirkung.

Guckst du hier: https://hartz.info/index.php?topic=123241.msg1428429#msg1428429

Offline Maunzi

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #23 am: 23. September 2020, 09:44:15 »
Problem ist wohl weniger diese Frist, als die Tatsache, dass die Zahlungsanweisung für Oktober dann erstmal durch sein dürfte -> es wird so oder so nicht zur pünktlichen Zahlung kommen.

Sagmal habt ihr schon durchgerechnet, ob mit Wohngeld etc vielleicht auch auszukommen wäre?

Online Schneeglöckchen

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #24 am: 23. September 2020, 13:17:33 »
@Yavanna

Schriftlich wäre es ja, da ich die Kontoauszüge vorab per Mail verschicken werde und erst im Anschluss dann noch per Post hinterher. Ich finde nur die Angabe eines Datums etwas kritisch, da ich ja selbst überhaupt nicht weiss, wann der Vermieter das machen wird. Nicht das ich mir damit dann selbst ins Fleisch schneide!?

@ Maunzi

Daran habe ich mittlerweile auch gedacht, werde hierzu aber einen separaten Thread eröffnen, da neue Frage.  :yes:

Online Fylou

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #25 am: 23. September 2020, 15:27:17 »
Dann schreibe eine Email "Die Mietbescheinigung habe ich meinem Vermieter am Tag X überreicht und werde sie einreichen, sobald sie mit ausgefüllt wieder vorliegt".


Offline Yavanna

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #26 am: 23. September 2020, 17:52:36 »
@Yavanna

Schriftlich wäre es ja, da ich die Kontoauszüge vorab per Mail verschicken werde und erst im Anschluss dann noch per Post hinterher. Ich finde nur die Angabe eines Datums etwas kritisch, da ich ja selbst überhaupt nicht weiss, wann der Vermieter das machen wird. Nicht das ich mir damit dann selbst ins Fleisch schneide!?


Ich meinte, dass das JC dir schriftlich bestätigt, dass die Frist bis xy verlängert wird, nicht dass du ein Datum angibst. Nur zur Sicherheit, damit du was in der Hand hast und sich nicht später vom JC aus auf die ursprüngliche MiWi bezogen wird.

Online Schneeglöckchen

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #27 am: 23. September 2020, 19:52:23 »
@ Yavanna

Ach so.  :grins:
Ich bin noch nicht so lange dabei und hatte es anders verstanden.

Offline Maunzi

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #28 am: 24. September 2020, 19:16:11 »
Ob es eine Fristverlängerung gibt oder nicht kommt aufs Selbe raus -> Zahlung wird nicht pünktlich angewiesen werden für den kommenden Monat.

Daher ja auch der Gedanke zumindest mal einen Wohngeldrechner zu nutzen um einen groben Überblick zu kriegen, ob das helfen könnte. Das würde dem Theater ein Ende setzen und geht in einigen Städten auch schneller als die Bearbeitung beim JC.

Online Schneeglöckchen

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Re: wiederholte Aufforderung zur Mitwirkung unter Androhung keiner Leistungen !
« Antwort #29 am: 25. September 2020, 07:52:34 »
Ich habe gestern in unserer Gemeinde mit der zuständigen SB für Wohngeld gesprochen und ihr meine/unsere Lage erklärt. Sie meinte folgendes zu mir (so würde sie es zumindest kennen):

Normalerweise prüft das JC selbst, ob der Empfänger von ALG II Wohngeldberechtigt wäre und finanziell damit plus eventuell KiZu zurecht käme. Dann würde das JC den Empfänger dazu auffordern Wohngeld zu beantragen, weil sie dann ja nicht mehr für diesen zahlen müssten.

Ist das tatsächlich so, läuft das normalerweise so ab? Habe ja nun seit 6 Monaten Leistungen erhalten und bisher hat mich niemand dazu aufgefordert Wohngeld zu beantragen.   :scratch: Wenn die Aussage oben so stimmt, dann müsste ich aktuell davon ausgehen das mir das Geld nicht zusteht, oder?

Da ich aber lieber vom JC "los" wäre, um mit denen nichts mehr zu tun haben zu müssen, wäre es mir auch egal den Rundfunkbeitrag zahlen zu müssen.

Jedenfalls schickt sie mir nun einen Antrag zu und mit der Liste an Unterlagen, die sie von uns benötigt. Ich denke, ich werde es auf jeden Fall probieren.  :weisnich:


Daher ja auch der Gedanke zumindest mal einen Wohngeldrechner zu nutzen um einen groben Überblick zu kriegen, ob das helfen könnte. Das würde dem Theater ein Ende setzen und geht in einigen Städten auch schneller als die Bearbeitung beim JC.

Das habe ich ausprobiert und ich würde laut Rechner auch etwas bekommen von denen. Aber nun weiss ich immer noch nicht, ob ich mich dafür sozusagen vorher vom JC abmelden müsste?