hartz.info erhebt und verarbeitet Daten um seine Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Fehler zu analysieren.
Teilweise benötigen wir dazu deine Zustimmung, diese kannst du jederzeit widerrufen. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Mit Klick auf "Cookies ablehnen" kannst du die erforderliche Zustimmung ablehnen.

Ich stimme zu

Autor Thema: ärztliche begutachtung im SG Verfahren  (Gelesen 5362 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline jeschik

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 517
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #30 am: 11. Oktober 2020, 15:41:47 »
Hallo Phoenix,
Zitat von: Phoenix am 11. Oktober 2020, 14:49:39
Du willst also einen höheren GdB erreichen. Dann musst Du auch daran denken, dass der GdB ca. alle 2 Jahre auf Aktualität überprüft wird. Das  kann auch eine Rückstufung bedeuten!!!
Ja das weiss ich, aber bisher habe ich auf beiden fachgebieten zusammen nur insgesamt 20 prozent, die wohl auch bestand haben werden.

Zitat von: Phoenix am 11. Oktober 2020, 14:49:39
Ein höherer GdB bringt Dir eigentlich nur dann einige Vorteile wenn Du noch in Arbeit stehst, oder eine Arbeitsaufnahme durch das JC unmittelbar bevorsteht bzw. Du Bewerbungen schreiben musst.

Das JC darf Dich nur nach Deinen noch vorhandenen Fähigkeiten unter Berücksichtigung der körperlichen / geistigen Beschwerden vermitteln.

Ja stimmt davon hat man in alg2/grundsicherung rein garnichts, darum gehts mir auch nicht. ist ja klar das es mir hier um gerechtigkeit geht.

Zitat von: Phoenix am 11. Oktober 2020, 14:49:39
Mir persönlich würde ein GdB von locker 70 % zustehen.
Ich habe mich aber mit 50 % zufrieden gegeben weil diese unbefristet also lebenslang gelten und ich damit künftige Nachprüfungen und evtl. Streit vermeide.
Über welchen träger, sicher die Rentenversicherung oder ? bei mir ist es ja die uk. 50-70 Prozent ist schon einiges, da werde ich nie dran kommen. Kannst mir gern eine pm schicken und mal schildern was du hast.




Offline Phoenix

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 352
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #31 am: 11. Oktober 2020, 17:03:50 »
Wenn Dein Unfall mit 10 Jahren passiert ist und Du heute z.B. 50 Jahre jung bist geht Dir nach ca. 40 Jahren um Gerechtigkeit durch einen höheren GdB!

Das Ganze all die vielen Jahre lang ohne Schmerzmittel bei chronischen Schmerzen
und
ohne psychiatrische Behandlung (weder Psychoklinik noch Psychopharmaka) bei posttraumatischen Belastungssyndrom. Wer hat diese Diagnose eigentlich gestellt?

Wer soll heute noch an einen Kausalzusammenhang mit dem Unfall glauben, wenn auf beiden Gebieten nie eine ärztliche-klinische Behandlung erfolgte?

Online The Witch

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 858
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #32 am: 11. Oktober 2020, 17:08:40 »
Nur fürs Protokoll (da hier einiges durcheinander geht und Phoenix das offenbar nicht auf die Kette kriegt):

Der GdB steht hier gar nicht zur Debatte, der wird von einer ganz anderen Stelle beurteilt. Hier geht es um eine Erhöhung einer gesetzlichen Unfallrente, die im Kern bereits zuerkannt ist.

Offline Phoenix

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 352
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #33 am: 11. Oktober 2020, 17:42:06 »
Dass der GdB durch das Versorgungsamt festgestellt wird ist mir auch bekannt Mr. Witch.

Auch die Erhöhung einer gesetzl. Unfallrente setzt eine Erhöhung /  Verschlechterung der orthopädischen und psychischen Beschwerden höhergradig voraus.

Nach den vorliegenden 20 % wurden damals die Beschwerden als minderschwer gewertet.
Jetzt einen höheren Prozentsatz zu erreichen um Gerechtigkeit zu erlangen, - wie er schrieb - setzt sehr wohl eine bedeutsame Verschlechterung des Beschwerdengrades voraus, was durchaus eines Grades der Behinderung (GdB) gleich kommt.

Offline jeschik

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 517
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #34 am: 11. Oktober 2020, 17:55:24 »
Zitat von: Phoenix am 11. Oktober 2020, 17:03:50
Wenn Dein Unfall mit 10 Jahren passiert ist und Du heute z.B. 50 Jahre jung bist geht Dir nach ca. 40 Jahren um Gerechtigkeit durch einen höheren GdB!

Das Ganze all die vielen Jahre lang ohne Schmerzmittel bei chronischen Schmerzen
und
ohne psychiatrische Behandlung (weder Psychoklinik noch Psychopharmaka) bei posttraumatischen Belastungssyndrom. Wer hat diese Diagnose eigentlich gestellt?

Wer soll heute noch an einen Kausalzusammenhang mit dem Unfall glauben, wenn auf beiden Gebieten nie eine ärztliche-klinische Behandlung erfolgte?

Klar wird das unter den gesichtspunkten schwer, aber versuchen muss ich es, wenn nicht jetzt, dann garnicht mehr.
Diese Diagnose hat bisher keiner gestellt,das habe ich in den raum geworfen, da dieses belastungssyndrom zum unfalltrauma und allem drum herum mehr als passt, hatte ja schon geschrieben was genauer in dem psych. gutachten diagnostiziert wurde.
für die körperlichen beschwerden gabs schon behandlungstermine, man war also mehrmals bei ärzten vorstellig. für die seelischen beschwerden gab es hier schon einige bemühungsversuche meinerseits, aber keine behandlung in dem sinne, die gründe sind zahlreich, kann man nicht auf schnell erklären.

Zitat von: Phoenix am 11. Oktober 2020, 17:42:06
Nach den vorliegenden 20 % wurden damals die Beschwerden als minderschwer gewertet.
Jetzt einen höheren Prozentsatz zu erreichen um Gerechtigkeit zu erlangen, - wie er schrieb - setzt sehr wohl eine bedeutsame Verschlechterung des Beschwerdengrades voraus, was durchaus eines Grades der Behinderung (GdB) gleich kommt.
Ich würde den weg nicht beschreiten wenn keine verschlechterungen vorliegen. Habe ja auch nicht ohne grund gesagt, das eine reine bewertung nach gliedertaxe in meinem fall ein schlechter witz ist, würdest du wohl verstehen wenn ich dir das genauer schildern würde.


Offline Phoenix

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 352
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #35 am: 12. Oktober 2020, 08:47:12 »
Ich hoffe mal, dass Du einen Behindertenausweis besitzt oder wenigstens beim zuständigen Versorgungsamt bereits einen beantragt hast.

Ab 30 % Behinderung kannst Du dich einem Schwerbehinderten gleichstellen  lassen.
Das bringt z.B. bei der Arbeitsvermittlung erhebliche Vorteile.
Die Gleichstellung wird auf Grund des Ausweises vom JC vorgenommen.

Online The Witch

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 858
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #36 am: 12. Oktober 2020, 09:30:08 »
Einen Ausweis gibt es erst ab einem GdB von 50 (und nein, das sind keine Prozente). Der TE hat aber angegeben, einen GdB von 20 zuerkannt zu haben.

Eine Gleichstellung würde außerdem nicht durch ein Jobcenter, sondern durch die Agentur für Arbeit erfolgen. Für eine Gleichstellung genügt jedoch nicht allein der GdB, es müssen weitere Kriterien vorliegen.

Offline Phoenix

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 352
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #37 am: 12. Oktober 2020, 10:14:38 »
Das ist definitiv falsch.
Ich habe nicht geschrieben, dass man bei GdB 30 % einen Schwerbehindertnausweis bekommt,
sondern, dass man sich bei GdB 30 % einem Schwerbehinderten gleichstellen lassen kann.

Früher hieß es "Agentur für Arbeit" - bei uns wurde es vor Jahren schon in Jobcnter umbenannt.

Offline BigMama

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 4820
  • Für das Können gibt es nur einen Beweis: das TUN!
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #38 am: 12. Oktober 2020, 10:18:43 »
Zitat von: Phoenix am 12. Oktober 2020, 10:14:38
Früher hieß es "Agentur für Arbeit" - bei uns wurde es vor Jahren schon in Jobcnter umbenannt.
Du verwechselst hier zwei Behörden. Die Argen wurde in JC umbenannt. Die Agentur für Arbeit gab und gibt es auch weiterhin. Sie ist u.a. für die Leistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld I) zuständig.

Zitat von: Phoenix am 12. Oktober 2020, 10:14:38
Ich habe nicht geschrieben, dass man bei GdB 30 % einen Schwerbehindertnausweis bekommt,
Du nutzt die falsche Begrifflichkeit. GdB bedeutet Grad der Behinderung. Dieser ist 30 und nicht 30 %. Der Volksmund spricht zwar von den Prozenten, richtigerweise muss es jedoch GdB heißen.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline Sheherazade

  • Urgestein
  • ****
  • Beiträge: 38162
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #39 am: 12. Oktober 2020, 10:23:49 »
Früher hieß es "Agentur für Arbeit"


Und heute heißt es eben Bundesagentur für Arbeit, die sind immer noch da (obwohl bei uns immer noch Agentur für Arbeit am Gebäude steht). Hier für dich eine genaue Erklärung zu Jobcenter.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Phoenix

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 352
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #40 am: 12. Oktober 2020, 10:41:20 »
Ui ich nehme meine Aussage zurück nachdem ich gerade nachgeschaut habe.
Jobcenter und Agentur für Arbeit sind gemeinsam in dem riesigen neuen Gebäude bei uns untergebracht.

Offline jeschik

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 517
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #41 am: 12. Oktober 2020, 11:00:39 »
Zitat von: Phoenix am 12. Oktober 2020, 08:47:12
ch hoffe mal, dass Du einen Behindertenausweis besitzt oder wenigstens beim zuständigen Versorgungsamt bereits einen beantragt hast.
Habe ich damals vor vielen Jahren beim Versorgungsamt beantragt, wurde aber abgelehnt, daher jetzt erst der weg über uk und sg, um später hier bei neu antragsstellung mehr chancen zu haben.

Zitat von: The Witch am 12. Oktober 2020, 09:30:08
Der TE hat aber angegeben, einen GdB von 20 zuerkannt zu haben.
Ich habe nie was von GdB geschrieben, in meinem Fall bei der Uk wird hier immer von MdE gesprochen.

Online The Witch

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 858
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #42 am: 12. Oktober 2020, 12:09:50 »
Zitat von: jeschik am 12. Oktober 2020, 11:00:39
Ich habe nie was von GdB geschrieben, in meinem Fall bei der Uk wird hier immer von MdE gesprochen.

Du hast erst gestern in Beitrag #30 auf die Frage nach dem GdB angegeben

Hallo Phoenix,
Zitat von: Phoenix am 11. Oktober 2020, 14:49:39
Du willst also einen höheren GdB erreichen. Dann musst Du auch daran denken, dass der GdB ca. alle 2 Jahre auf Aktualität überprüft wird. Das  kann auch eine Rückstufung bedeuten!!!
Ja das weiss ich, aber bisher habe ich auf beiden fachgebieten zusammen nur insgesamt 20 prozent, die wohl auch bestand haben werden.

Offline Phoenix

  • schon länger hier
  • **
  • Beiträge: 352
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #43 am: 12. Oktober 2020, 12:32:43 »
Einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vor 20 Jahren und den jetzigen psychischen Beschwerden herzustellen halte ich für extrem schwierig und für nicht zielführend.

Einfacher ist es diese Psychobeschwerden darzulegen wie sie sich im Alltag bemerkbar machen und so die Leistungsfähigkeit  ebenso wie die soziale Ausgrenzung massiv beeinträchtigen.
Auslöser psychischer Belastungen können auch die Lebensumstände sein.

Offline jeschik

  • Vielschreiber
  • ***
  • Beiträge: 517
Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #44 am: 12. Oktober 2020, 12:42:23 »
Zitat von: The Witch am 12. Oktober 2020, 12:09:50
Du hast erst gestern in Beitrag #30 auf die Frage nach dem GdB angegeben
Dann sorry, aber ich hatte nie selbst GdB erwähnt, ihr wisst ja selbst das dies bei der uk nach mde geht.

Zitat von: Phoenix am 12. Oktober 2020, 12:32:43
Einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vor 20 Jahren und den jetzigen psychischen Beschwerden herzustellen halte ich für extrem schwierig und für nicht zielführend.

Einfacher ist es diese Psychobeschwerden darzulegen wie sie sich im Alltag bemerkbar machen und so die Leistungsfähigkeit  ebenso wie die soziale Ausgrenzung massiv beeinträchtigen.
Auslöser psychischer Belastungen können auch die Lebensumstände sein.
Verstehe ich auch das dies nach so langer zeit schwierig wird. Und stimmt es können auch die Lebensumstände selbst ein Auslöser von psych. Beschwerden sein. Dies ist bei mir zum grössten Anteil aber nicht der Fall. Und wenn der Unfall zu den Lebensumständen geführt hat, ist das wieder eine Folge Folge und keine direkte Unfallfolge richtig?
Du hälst es also für sinnvoll wie ich auch schon vor hatte, Beispiele aus dem normalen Alltag schriftlich festzuhalten, die so die psych. Beschwerden verständlicher darstellen?