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Autor Thema: ärztliche begutachtung im SG Verfahren  (Gelesen 5241 mal)

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Offline Phoenix

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #60 am: 17. November 2020, 17:28:24 »
Erst wenn die vorhandenen Gutachten zweifelhaft sind oder erkennbar fehlerhaft wird vom Gericht ein Obergutachter bestellt.
Dessen Feststellung ist dann bindend

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #61 am: 17. November 2020, 17:47:50 »
Zitat von: Phoenix am 17. November 2020, 17:28:24
Erst wenn die vorhandenen Gutachten zweifelhaft sind oder erkennbar fehlerhaft wird vom Gericht ein Obergutachter bestellt.
Dessen Feststellung ist dann bindend
meinstens trägt man ja selbst diese zweifel vor, weswegen man in die nächste instanz geht. aufgrund dessen werden dann sicher vermehrt neue Gutachten beauftragt ? 
In erster Instanz ist es nun nicht zur erneuten psych. begutachtung gekommen, weil der orthop. Gutachter das psych. vorgutachten für schlüssig hält, obwohl er Fachfremd wäre. :scratch:

Offline Phoenix

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #62 am: 17. November 2020, 18:08:39 »
Frage doch einfach den Gutachter wie er als Orthopäde ohne Psychoausbildung ein psychologisches Gutachten bewerten kann.

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #63 am: 17. November 2020, 18:22:31 »
Zitat von: Phoenix am 17. November 2020, 18:08:39
Frage doch einfach den Gutachter wie er als Orthopäde ohne Psychoausbildung ein psychologisches Gutachten bewerten kann.
Es ging ja schon aus dem schreiben des Sg hervor, das es dem orthop. Gutachter obliegen soll, zu entscheiden ob er eine weitere  psych. begutachtung für sinnvoll erachtet. Ich fand das von Anfang an absurd, deswegen hatte ich hier ja den Thread gestartet. Das Gericht wird dann auch nichtmehr anders handeln und sich voll auf die Meinung des orthop. Gutachters stützen.

Offline Phoenix

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #64 am: 17. November 2020, 18:38:18 »
Es ist ein Verfahrensfehler, wenn ein Gutachter der auf psychologischen Gebiet nicht als Gutachter gelistet ist ein fremdes Gutachten bewerten soll.
Aber solange man das Gutachten nicht kennt und auch den Orthop.GA nicht prüfen kann kann man keine 100 pro Aussage treffen.

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #65 am: 17. November 2020, 18:48:02 »
Zitat von: Phoenix am 17. November 2020, 18:38:18
Es ist ein Verfahrensfehler, wenn ein Gutachter der auf psychologischen Gebiet nicht als Gutachter gelistet ist ein fremdes Gutachten bewerten soll.
Aber solange man das Gutachten nicht kennt und auch den Orthop.GA nicht prüfen kann kann man keine 100 pro Aussage treffen.
Ich werd über eine weitere instanz gehen sobald mir das urteil zugegangen ist. Das muss ich zumindest versuchen, man hat ja sonst keine wahl. Finde sowas auch echt verrückt, aber das ist dieses ganze system. Auch wenn über die Uk begutachtet wurde, hier gilt auch der orthop GA als Hauptgutachter und dieser hat von der Uk auch damals das psych. Gutachten zugesandt bekommen, weil der Hauptgutachter die Gesamt MdE festzulegen hat, aus beiden Fachgebieten. Ja ja ja, alles echt verrückt, aber alles erlebt.

Offline Phoenix

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #66 am: 17. November 2020, 18:55:00 »
Stell lieber die Urteilsbegründung erstmal anonymisiert hier rein.
Es gibt hier echte Sozialexperten. Im Zivilrecht bin ich besser bewandert als im Sozialrecht.

Die nächste Instanz kostet Geld. Und wenn´s um GA geht oft sehr viel Geld
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Und  wieder mit PKH für die nächste Instanz?

Vorsorglicher Hinweis:
Wenn Dein Antrag auf erneute PKH abgelehnt wird, hast die Möglichkeit sofortige Beschwerde (§ 127 Abs. 3 Satz 1 ZPO) einzulegen.

Das ist aber eine sogenannte "Notfrist" und die ist nicht verlängerbar.

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Re: ärztliche begutachtung im SG Verfahren
« Antwort #67 am: 17. November 2020, 19:05:00 »
Du meinst beim Lsg bekommt man dann keine Pkh genehmigt ? und Gutachtenkosten in dieser Instanz muss der verlierer hinterher bezahlen oder wie?