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Autor Thema: Pauschale Renovierungskosten - In Vorleistung - Klage SG  (Gelesen 1479 mal)

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Offline blaumeise

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Re: Pauschale Renovierungskosten - In Vorleistung - Klage SG
« Antwort #30 am: 24. September 2020, 11:34:35 »
Zitat von: Last Man Standing am 23. September 2020, 14:25:10
Originaltext:
Zitat

    "Hiermit beantrage ich die Übernahme von Renovierungskosten in angemessener Höhe.
    Aufgrund der Mietvertraglichen Regelung bin ich verpflichtet eine Renovierung durchzuführen. Ich bat bereits den Mieterschutzbund die vertragliche Regelung zu überprüfen. Unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sieht der Bund die Klausel als wirksam an. Die Kopie der Klausel lege ich diesem Antrag bei.
    Welche Informationen werden für die Berechnung der Renovierungskosten noch benötigt? Was muss ich wie ausmessen und welche Angaben fehlen noch?

    Außerdem möchte ich die Übernahme der Kosten eines Helfers beantragen. Aufgrund der Schwerbehinderung bin ich nicht in der Lage die Renovierung alleine durchzuführen."

Ich glaube, dass du hier vom JC zu viel erwartet und zu wenig Eigeninitiative gezeigt hast. Du wolltest vom JC eine Anleitung, wie du die Renovierungskosten errechnen sollst, anstatt dass du geschrieben hast: x Euro für Wandfarbe (2 Räume), y Euro für Pinsel und Farbroller usw.

Ich vergleiche es mal mit Umzugskosten. Wenn jemand Umzugskosten beantragt und erst mal fragt, was muss ich wie machen, um auf die Anzahl der Umzugskartons zu kommen, und wie errechnet sich dann der Preis dafür (etwas übertrieben ausgedrückt), dann denkt der SB: das muss er doch selber wisssen, ER wohnt doch in der Wohnung, ER will doch umziehen, ER will den Antrag stellen.

Zitat von: Last Man Standing am 23. September 2020, 14:25:10
Woher soll ich wissen, was das Jobcenter als angemessen erachtet? Außerdem hätte es doch überhaupt keinen Unterschied gemacht. Ich hätte so oder so nur die 4,- pro Bodenflächenquadratmeter übernommen bekommen.
Wenn du mehr Geld für nötig hältst, dann hättest du das aber konkret hineinschreiben müssen als Begründung. Warum und wofür du wie viel mehr Geld brauchst. Warum du mit 120,- Euro keinesfalls auskommst. Das hätte in den Widerspruch oder spätestens in die Klageschrift hineingehört. Wenn du auf eine Leistung pochst, die sich nach dem tatsächlichen Bedarf richtet, dann musst du in deinem eigenem Interesse irgendwann auch mal angegeben, was denn der tatsächliche Bedarf ist und wieso.


Ob eine Schätzung der Richterin "erlaubt" war oder nicht, kann ich nicht sagen.