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Autor Thema: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?  (Gelesen 426 mal)

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Offline Schneeglöckchen

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Hallo Zusammen,

Wir haben als Bedarfsgemeinschaft ja bisher ALG II bezogen, mein Mann arbeitet nun und wird im Oktober sein erstes Gehalt bekommen. Derzeit läuft Antrag auf Weiterbewilligung bzw. Aufstocker, da er nicht genug verdienen wird.

Ich habe mir nun überlegt, ob es sinnvoller wäre stattdessen Wohngeld und Kinderzuschlag zu beantragen. Wenn ich es richtig verstanden habe, bekommt man Wohngeld nur dann, wenn man kein ALG II erhält, richtig? Und Kinderzuschlag wiederum kann ich nur beantragen, wenn ich Wohngeld erhalte. Ist das für mein Verständnis erst einmal so richtig?

Wenn ja, kann mir jemand einen "guten" Wohngeldrechner empfehlen? Ich weiss, es gibt online diverse Modelle, habe auch schon einige davon ausprobiert und jedes Mal kommt etwas anderes dabei heraus.  :schock:
Kann mir jemand sagen, ob das dann annähernd hinkommt mit dem online berechneten Betrag und dem, was man dann tatsächlich bekommt?

Ich möchte bzw. muss ja vorher wissen, ob das Geld damit zum Leben ausreichen würde für uns.  :schaem:

Online Fylou

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #1 am: 23. September 2020, 15:26:14 »
Der vom BMI ist eigentlich ganz gut: klick

Du musst dazu nur deine Mietstufe herausfinden, da gibt es ein Dokument auf der Seite.

Und du bekommst entweder ALG2 oder Wohngeld. Solange das Wohngeld nicht berechnet ist bekommst du weiter ALG2, wenn sich was überschneidet klären das entweder die Behörden unter sich oder du musst etwas zurückzahlen.

Offline Schneeglöckchen

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #2 am: 23. September 2020, 15:32:53 »
Dankeschön Fylou.

Das heisst jetzt für mich, ich könnte ohne Probleme Wohngeld beantragen (müsste ja erst einmal abwarten ob und was ich bekommen würde) und dann würden die Ämter unter sich klären, wer für mich weiter zahlen würde?
Oder müsste ich tatsächlich hingehen und mich vom ALG II erst "abmelden" und dann Wohngeld beantragen? Weiss jetzt nicht die beste oder reguläre Vorgehensweise.  :scratch:

Online Sheherazade

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #3 am: 23. September 2020, 15:35:46 »
Im Wohngeldantrag kann man angeben, dass man derzeit noch ALGII bezieht. Die Ämter regeln das dann untereinander.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Beno 57

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #4 am: 23. September 2020, 15:47:40 »
Zitat von: Schneeglöckchen am 23. September 2020, 15:22:40
Ich habe mir nun überlegt, ob es sinnvoller wäre stattdessen Wohngeld und Kinderzuschlag zu beantragen.

Wichtig dazu :
Befreiung vom Rundfunkbeitrag entfällt
Wohngeld enthält keine Heizkosten
und eine  Nachzahlung  aus  einer Betriebskostenabrechnung muss auch selbst gezahlt werden. 

Online crazy

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #5 am: 23. September 2020, 16:30:21 »
Dafür gibt es aber zum Wohngeld weiter BuT außerdem kommt ja noch Kizu oben drauf. Und bei Wohngeld bekommt man auch Rundfunkbeitragsbefreiung
Das Topping ist einfach, dass man vom JC nicht mehr belästigt wird. Auch nicht als Hausfrau wenn der Mann nicht genug verdient um diese zu bezahlen

Offline Beno 57

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #6 am: 23. September 2020, 16:52:57 »
Zitat von: crazy am 23. September 2020, 16:30:21
Und bei Wohngeld bekommt man auch Rundfunkbeitragsbefreiung

Dazu mal reingereicht:
Die Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht ist geregelt in § 6 Abs. 1 Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RGebSTV). In  Nr. 2 sind Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII) und in Nr. 3 Empfänger von Sozialgeld und Arbeitslosengeld II (SGB II) von Rundfunkgebühren befreit, wenn ein entsprechender Antrag gestellt wird. Die Empfänger von Wohngeld werden in § 6 Abs. 1 RGebSTV nicht genannt. Da darüber hinaus weder das WoGG noch die Vorschriften des SGB II und SGB XII selbst Regelungen zur Rundfunkgebührenbefreiung enthalten, sind Wohngeldempfänger nicht von der Rundfunkgebührenpflicht befreit. Lediglich kann über § 6 Abs. 3 RGebSTV in besonderen Härtefällen ein Antrag auf Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht bei der zuständigen Landesrundfunkanstalt gestellt werden.

Offline Yavanna

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #7 am: 23. September 2020, 17:56:04 »
Wohngeld und Kinderzuschlag sind vorrangige Leistungen (§ 12a SGB II) https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/12a.html und demnach in Anspruch zu nehmen, wenn ein Anspruch besteht / dieser höher ist als der ALG II Bezug.


Offline Schneeglöckchen

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #8 am: 23. September 2020, 19:50:48 »
Erstmal danke an alle.  :sehrgut:

Das Topping ist einfach, dass man vom JC nicht mehr belästigt wird. Auch nicht als Hausfrau wenn der Mann nicht genug verdient um diese zu bezahlen

Ja, genau. Ich möchte nach Möglichkeit einfach mit dem JC nichts mehr zu tun haben!


Dafür gibt es aber zum Wohngeld weiter BuT außerdem kommt ja noch Kizu oben drauf.

Was ist mit BuT gemeint?

Wichtig dazu :
Befreiung vom Rundfunkbeitrag entfällt
Wohngeld enthält keine Heizkosten
und eine  Nachzahlung  aus  einer Betriebskostenabrechnung muss auch selbst gezahlt werden. 

Ich bezahle lieber Rundfunkbeitrag, bin dann aber das Amt los. Also ich würde dies vorziehen.

Online Fylou

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #9 am: 23. September 2020, 20:14:17 »
BuT = Bildung und Teilhabe, also für deine Kinder. Die 150€ pro Schuljahr, Unterstützung bei Klassenfahrten etc.

Leistungen BuT

Offline Schneeglöckchen

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #10 am: 23. September 2020, 20:15:31 »
Dankeschön Fylou

Offline Beno 57

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Re: Wohngeld / Kinderzuschlag besser als ALG II bzw. Aufstocker ?
« Antwort #11 am: 23. September 2020, 20:38:45 »
Zitat von: Yavanna am 23. September 2020, 17:56:04
Ich bezahle lieber Rundfunkbeitrag, bin dann aber das Amt los. Also ich würde dies vorziehen.



Anspruch auf Wohngeld hat man aber nur wenn das Einkommen 80 % des Bedarfs beträgt.
Beispiel :
Regelsatz 432,00 €
Regelsatz 250,00 € Kind
Miete z,B.480,00 €
Gesamtbedarf = 1162 € = 100 % = 929.60 € = (80% )