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Autor Thema: Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum  (Gelesen 1031 mal)

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Offline Markus01

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Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum
« am: 03. November 2020, 16:40:56 »

Hallo zusammen,

ich frage hier für einen Freund, der zum ersten Mal mit dem Thema ALG 1 zu tun hat und daher keinerlei Ahnung hat.

Folgender Sachverhalt:
er ist, coronabedingt, arbeitslos geworden und hat nun kürzlich ein Praktikum absolviert. Dieses findet in einer 300km entfernten Stadt statt. Das Praktikum ist unbezahlt. Der Arbeitgeber hat zugesagt die Hotelkosten für die Zeit des Praktikums zu übernehmen, was er auch zunächst tat und überwieß. Nun sagt er aber, dass ja das Arbeitsamt diese zahlen würde und mein Kumpel solle sich die Hotelkosten vom Amt holen und dann an den AG überweisen. Dummerweise ist zum Thema Hotelkosten nix im Arbeitsvertrag vermerkt. Ich kenne es nur von Fahrkosten, dass der AG zahlen muss es seidenn er schließt es explizit aus. Gibt es sowas ähnliches hier auch, oder sollte man dem AG einfach sagen "wende dich selbst ans Arbeitsamt und sag dene, dass du nicht zahlen willst?"


Danke für Eure Antworten!

LG

Online Deadpool

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Re: Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum
« Antwort #1 am: 03. November 2020, 22:27:45 »
Ist dieses Praktikum denn überhaupt von der Agentur für Arbeit als "Maßnahme bei einem Arbeitgeber (MAG)" genehmigt worden?

Offline crazy

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Re: Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum
« Antwort #2 am: 04. November 2020, 09:24:58 »
Die Rechnung ist bezahlt, im Nachhinein gibt es da eh nix mehr vom Arbeitsamt.
Der AG kann die Unterbringung dann von der Steuer absetzen

Online Beluga2

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Re: Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum
« Antwort #3 am: 04. November 2020, 10:31:05 »
ich frage hier für einen Freund, der zum ersten Mal mit dem Thema ALG 1 zu tun hat
er [hier: der „Freund“] ist, coronabedingt [hier: COVID-19-Epidemie im Jahr 2020], arbeitslos geworden und hat nun kürzlich ein Praktikum [in einer Firma] absolviert. Dieses [„Praktikum“] findet in einer 300km entfernten Stadt statt. Das Praktikum ist unbezahlt. Der Arbeitgeber hat zugesagt die Hotelkosten für die Zeit des Praktikums zu übernehmen, was er [hier: der „Arbeitgeber“] auch zunächst tat und [die „Hotelkosten“ auf das Giro-Konto seines Praktikanten] überwieß. Nun sagt er [hier: der „Arbeitgeber“] aber, dass ja das Arbeitsamt diese [„Hotelkosten“] zahlen würde und mein Kumpel [hier: der „Praktikant“] solle sich die Hotelkosten vom Amt [hier: „Arbeitsamt“] holen und dann [die vom „Arbeitsamt“ erstatteten „Hotelkosten“] an den AG [kurz von: „Arbeitgeber“] [auf das Giro-Konto seines „Arbeitgebers“] überweisen. Dummerweise ist zum Thema Hotelkosten nix im Arbeitsvertrag vermerkt. Ich kenne es nur von Fahrkosten, dass der AG zahlen muss es seidenn er schließt es explizit aus.
Warum hat der „Arbeitgeber“ „zunächst“
die „Hotelkosten“ für einen unbezahlten Praktikanten erstattet?
Am Besten ist es, wenn der „Praktikant“
den „Arbeitsvertrag“ und die ganzen Auslagen (hier: „Hotelkosten“)
zum Rechtsanwalt nimmt.
Außerdem sollen die Informationen
zu den Bereichen des Einfühlungsverhältnisses,
die ganzen bewältigten Tätigkeiten, Arbeitszeiten, alle Auslagen etc.
zum Rechtsanwalt mitgenommen werden.
« Letzte Änderung: 04. November 2020, 11:21:56 von Beluga2 »

Offline Markus01

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Re: Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum
« Antwort #4 am: 04. November 2020, 13:59:54 »
Danke für Eure Antworten!

@Beluga, du würdest nur weil der AG sagt "hol dir das ma beim Amt wieder" direkt so einen Aufwand und zum Anwalt gehen? Wofür denn? Es hat doch keiner was vorgestreckt.
Das finde ich mal total sinnlos.

Online Beluga2

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Re: Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum
« Antwort #5 am: 04. November 2020, 14:27:45 »
ich frage hier für einen Freund, der zum ersten Mal mit dem Thema ALG 1 zu tun hat
er [der „Freund“] ist, coronabedingt [hier: COVID-19-Epidemie im Jahr 2020], arbeitslos geworden und hat nun kürzlich ein Praktikum [in einer Firma] absolviert. Dieses [„Praktikum“] findet in einer 300km entfernten Stadt statt. Das Praktikum ist unbezahlt. Der Arbeitgeber hat zugesagt die Hotelkosten für die Zeit des Praktikums zu übernehmen, was er [hier: der „Arbeitgeber“] auch zunächst tat und [die „Hotelkosten“ auf das Giro-Konto seines Praktikanten] überwieß. Nun sagt er [hier: der „Arbeitgeber“] aber, dass ja das Arbeitsamt diese [„Hotelkosten“] zahlen würde und mein Kumpel [hier: der „Praktikant“] solle sich die Hotelkosten vom Amt [hier: „Arbeitsamt“] holen und dann [die vom „Arbeitsamt“ erstatteten „Hotelkosten“] an den AG [kurz von: „Arbeitgeber“] [auf das Giro-Konto seines „Arbeitgebers“] überweisen. Dummerweise ist zum Thema Hotelkosten nix im Arbeitsvertrag vermerkt. Ich kenne es nur von Fahrkosten, dass der AG zahlen muss es seidenn er schließt es explizit aus.
nur weil der AG [kurz von: „Arbeitgeber“] sagt "hol dir das ma beim Amt wieder" [, anstatt die „Hotelkosten“ direkt auf das Giro-Konto des „Praktikanten“ zu überweisen,] direkt so einen Aufwand und zum Anwalt gehen? Wofür denn? Es hat doch keiner [der drei Parteien, hier: Arbeitgeber, „Praktikant“ und „Arbeitsamt“] was [hier: Geld] vorgestreckt[/geliehen].
Das finde ich mal total sinnlos.
In diesem Sachverhalt werden verschiedene Rechtsgebiete berührt.
Bei weiteren Fragen bitte an den Rechtsanwalt wenden.

Und in diesem Forum:
Probearbeit: Was muss man beachten
Quelle: https://hartz.info/index.php?topic=53354.0
in diesem Beitrag weiterführend:
       Ratgeber Praktikum/Probearbeit
       Quelle: https://hartz.info/index.php?topic=10282.0

« Letzte Änderung: 04. November 2020, 15:02:40 von Beluga2 »

Offline Maunzi

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Re: Hotelkosten bei weit entferntem Praktikum
« Antwort #6 am: 04. November 2020, 21:04:10 »
Zitat von: Markus01 am 04. November 2020, 13:59:54
Es hat doch keiner was vorgestreckt.
Doch - zumindest aus seiner Sicht - der Arbeitgeber!

Sofern es nur bei diesem Praktikum blieb -> egal, was solls, soll der sich doch aufn Kopf stellen? Die Agentur für Arbeit wird das nicht bezahlen.

Wurde daraus (Stichwort "Arbeitsvertrag") doch Arbeit, dann wäre es doch zu klären, ggf über einen Anwalt, da hier vermutlich recht zeitnah eine Kündigung reinschwebt, wenn der AG die Kosten nicht erstattet kriegt... anhand des Verhaltens, würde ich den AG durchaus so einschätzen und in der Probezeit muss er das nichtmal begründen.