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Autor Thema: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?  (Gelesen 2688 mal)

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Offline Maunzi

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #15 am: 05. November 2020, 18:39:56 »
@Phoenix danke, aber es ist nix in seinem Besitz, was ernsthaft wertvoll wäre^^ Momentan ist der Besitz dank der Erkrankungen eher von Schulden überschattet.

@Charlie Das ist mir ja klar, nur kommen wir da wieder zur Eingangsfrage: Kann ich es ausschlagen ohne Konsequenzen vom Sozialamt erwarten zu müssen? Insbesondere, wenn ich aufgrund der Umstände absolut nicht einschätzen kann, ob da ggf noch was zu holen wäre.

Momentan wär die Situation klar, da Schulden existieren - aber nehmen wir mal an, es wäre in 1 Jahr so weit, da wüsste ich dann nicht ob sich eventuelle Restschulden durch den Verkauf des Eigentums aufheben würden und ggf noch ein Gewinn herausspringt.

Kurz: Schlage ich aus - > chance, dass das Amt mir nen Strick dreht, falls doch noch Erbmasse da war. Schlage ich nicht aus -> Chance, dass ich im Schuldensumpf versinke... Und mal ganz abgesehen von gewissen Ausschlagungsfristen die es einzuhalten gilt, würde ich mit dem Rumwühlen in der Erbmasse ja je nach Umstand auch die Erbschaft antreten...

Offline Phoenix

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #16 am: 05. November 2020, 18:47:03 »
Wenn der Erbfall eintritt lässt Dir das Gericht wochenlang Zeit das Erbe zu sortieren.
Wenn Du selbst es gesundheitlich nicht kannst wird ein Nachlassverwalter eingesetzt.
Deine Schwester könnte sich z.B. darum kümmern. Sie erbt ja auch mal.

Offline RedChili

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #17 am: 05. November 2020, 19:04:14 »
Zitat von: Gast47337 am 05. November 2020, 18:06:45
Ein Nachlassverwalter wird sich um alles kümmern.
Liest du auch mal den gesamten Thread? Wer soll denn die Einsetzung eines Nachlassverwalters beantragen?

Zitat von: Maunzi am 05. November 2020, 18:39:56
nur kommen wir da wieder zur Eingangsfrage: Kann ich es ausschlagen ohne Konsequenzen vom Sozialamt erwarten zu müssen? Insbesondere, wenn ich aufgrund der Umstände absolut nicht einschätzen kann, ob da ggf noch was zu holen wäre.
Dann schlägst du das Erbe wegen vermuteter Überschuldung aus und fertig. Soll das Sozialamt doch den Nachweis führen, dass du dich bewusst hilfebedürftig gemacht hast, falls man dir das vorwirft.

Zitat von: Phoenix am 05. November 2020, 18:47:03
Wenn Du selbst es gesundheitlich nicht kannst wird ein Nachlassverwalter eingesetzt.
Ein Nachlassverwalter ist kein Allheilmittel und wird auch nur dann vom Nachlassgericht eingesetzt, wenn der Nachlass zumindest die Kosten des Nachlassverwalters deckt. Wenn, wie hier vorliegend, der Nachlass ohnehin überschuldet ist, dann wird das Nachlassgericht den Antrag auf Einsetzung eines Nachlassverwalters ablehnen.

Offline Maunzi

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #18 am: 05. November 2020, 19:33:34 »
Mal angenommen, dem Amt wird der Beweis gelingen, dass ggf etwas vorhanden war. Was passiert denn dann? Wird mir das quasi als theoretisch vorhandenes angerechnet oder wie?

Offline hamburgerjung

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #19 am: 07. November 2020, 10:21:11 »
Dann schlägst du das Erbe wegen vermuteter Überschuldung aus und fertig. Soll das Sozialamt doch den Nachweis führen, dass du dich bewusst hilfebedürftig gemacht hast, falls man dir das vorwirft.
Lustige Idee ... nur vollkommen an den rechtlichen Gegebenheiten vorbei.

Warum das Erbe ausschlagen? Annehmen und falls sich herausstellt, dass nur Schulden vorhanden sind, ein Verfahren auf Nachlassinvolenz beantragen.

Online crazy

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #20 am: 07. November 2020, 11:02:38 »
Das ist doch derzeit nur hätte sollte könnte.
Derzeitiger Stand:
Der irgendwann mal Erblasser  lebt noch= nix Erben, dazu muss der Mann erstmal von seinem Ableben Gebrauch machen. Mein Bio Vater war schon 30 Jahre eigentlich Tod gesagt , er hat dagegen so lange gekämpft
Was überhaupt mal irgendwann vorhanden sein wird, weiß auch keiner, zumal ein lebendiger Mensch in keiner Weise verpflichtet ist irgendetwas zum Vererben übrig zu lassen

Was also soll gerettet werden?

Was ginge wäre,  er macht ein Testament, Beratung beim Notar. Darin setzt er eine Tochter als Alleinerbin ein, dann bleibt für die andere nur der gesetzliche Pflichtteil. Sind dann auf wundersame Weise dann doch Werte oder ein heimliches gut gefülltes Sparbuch vorhanden, bekommt die Pflichtteilsberechtigte dann davon ihren Anteil.Ist nur Sperrmüll und Altkleidersammlung vorhanden, wird der Pflichtteil nicht eingefordert und die Alleinerbin kann zusehen wie sie den Kram los wird.

Was wirklich mal wieder ein Unding ist, die Frage wie rettet man etwas vor der Verwertung, damit es nicht der Gemeinschaft aller zu Gute kommt indem man als Hilfebedürftiger durch das ererbte Geld dann mal ein paar Monate nicht von dieser Gemeinschaft durchgeschleppt werden muss. Sollte man also doch mal zu Geld kommen ist es selbstverständlich dies dann auch für den Lebensunterhalt zu verwenden.

Gast47337

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #21 am: 07. November 2020, 15:23:59 »
Ein hochverschuldeter Verwandter von mir war verstorben. Niemand, weder seine Eltern, seine Schwester noch die übrige Verwandtschaft wollte das Erbe annehmen. Nach und nach wurde jedes Mitglied der Familie angeschrieben. Innerhalb einer festgesetzten Frist mußte das Erbe ausgeschlagen werden. Dazu mußte ich zu einen Notar mit der Erbausschlagung beauftragen. Das kostet natürlich wieder was. Der Notar fragt nach den Vermögensverhältnissen des Verstorbenen und danach richtet sich der Betrag den man zahlen muß. Und schon ist man das Erbe los.


Offline RedChili

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #22 am: 07. November 2020, 17:32:54 »
Zitat von: hamburgerjung am 07. November 2020, 10:21:11
Lustige Idee ... nur vollkommen an den rechtlichen Gegebenheiten vorbei.
Sprichst du von deinem Beitrag?

Zitat von: hamburgerjung am 07. November 2020, 10:21:11
Warum das Erbe ausschlagen?
Wurde bereits mehrfach erklärt. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Zitat von: hamburgerjung am 07. November 2020, 10:21:11
Annehmen und falls sich herausstellt, dass nur Schulden vorhanden sind, ein Verfahren auf Nachlassinvolenz beantragen.
Auch für die Nachlassinsolvenz muss der Nachlass zumindest soweit werthaltig sein, dass die Kosten für das Nachlassinsolvenzverfahren gedeckt sind. Ist das nciht gegeben, dann wird das Verfahren mangels Masse abgelehnt und der Erbe steht mit einem Haufen Schulden da, für die er dann nämlich mit seinem Privatvermögen haftet.
Genaus deswegen raten alle zur Ausschlagung und für die Nachlassinsolvenz gilt stattdessen:
Zitat von: hamburgerjung am 07. November 2020, 10:21:11
Lustige Idee ...

Zitat von: Gast47337 am 07. November 2020, 15:23:59
Dazu mußte ich zu einen Notar mit der Erbausschlagung beauftragen.
Die Ausschlagung kann auch beim Nachlassgericht erklärt werden. Ist auch günstiger als beim Notar.

Offline Maunzi

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #23 am: 07. November 2020, 21:18:32 »
Glaube hier läuft mal wieder einiges durcheinander...

Mein Vater will das Thema geklärt haben, damit ich nicht am Ende auf Schulden sitze oder Ärger kriegen sollte, wenn ich das Erbe abgelehnt habe, aufgrund der Unübersichtlichkeit und dem Unwissen, ob nun was da ist oder nicht.

Ich habe weder vor irgendwas am Amt vorbeizuschleusen noch will ich irgendwem Schaden zufügen. Es geht nur drum die Fragen aus dem Eingangsposting zu klären, damit ich im Falle eines Falles keine Fehler mache und er auch beruhigt sein kann.

Bringt das mit dem Pflichtteil denn irgendetwas? Wäre doch genauso 50% wie wenn ich "normal" erben würde? Sind ja nur zwei Kinder, nix weiter (Enkel würden ja erst etwas kriegen, wenn wir Kinder nö sagen - nur sind beide Enkelkinder unter 5 Jahre alt und daher entscheiden wohl auch wir - seine Kinder - über das Erbe der Enkel?)

Finde das Thema ehrlich gesagt auch anstrengend, aber ihr würd ihm auch gern etwas Ruhe in der Hinsicht gönnen, indem man eine praktikable Lösung für alle Fälle hat.

Offline RedChili

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #24 am: 07. November 2020, 23:20:22 »
Zitat von: Maunzi am 07. November 2020, 21:18:32
Mein Vater will das Thema geklärt haben,
Dann wäre es tatsächlich am sinnvollsten, wenn dein Vater ein Testament verfasst.

Zitat von: Maunzi am 07. November 2020, 21:18:32
Bringt das mit dem Pflichtteil denn irgendetwas? Wäre doch genauso 50% wie wenn ich "normal" erben würde?
Der Pflichtteil besteht aus der Hälfte des gesetzlichen Erbteils und somit bei dir 25%. Der Pflichtteil ist auch nur ein Geldanspruch gegen den Erben.
Des Weiteren ist es dann auch so, dass nichts mit der Erbschaft zu tun hast und daher auch keine Schulden übernehmen musst. Es wäre dann allerdings so, dass sich der Miterbe mit allem rumschlagen muss, was die Erbangelegenheit so mit sich bringt. Bankangelegenheiten, Versicherungen, Schulden, etc.
Ihr solltet also auch gemeinsam besprechen, ob das für alle Beteiligten in Ordnung wäre.

Offline hamburgerjung

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #25 am: 08. November 2020, 09:18:01 »
Auch für die Nachlassinsolvenz muss der Nachlass zumindest soweit werthaltig sein, dass die Kosten für das Nachlassinsolvenzverfahren gedeckt sind. Ist das nciht gegeben, dann wird das Verfahren mangels Masse abgelehnt und der Erbe steht mit einem Haufen Schulden da, für die er dann nämlich mit seinem Privatvermögen haftet.
Was für ein Unsinn!

Wird ein Nachlassinsolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen, geht den Erben in diesem Fall rechtskräftig ein Beschluss zu, mit dem sie sich erfolgreich gegen vorhandene Forderungen sowie Mahn- und Zwangsvollstreckungsverfahren der Gläubiger des Erblassers zur Wehr setzen können.

Offline RedChili

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #26 am: 08. November 2020, 16:57:59 »
Zitat von: hamburgerjung am 08. November 2020, 09:18:01
Was für ein Unsinn!
Redest du wieder über deine eigenen Beiträge?

Anstatt irgendwas hier ohne jegliche Quellenangabe zu zitieren, solltest du dich lieber mal besser informieren. Aber anscheinend schreiben deiner Ansicht nach auch Volljuristen nur "Unsinn":
Zitat
Sind nicht ausreichend finanzielle Mittel vorhanden, die die Deckung der Kosten für die Nachlassverwaltung ermöglichen, kann die Anordnung der Nachlassverwaltung (§ 1981 BGB) für die Nachlassinsolvenz mangels Masse abgelehnt werden (§ 1982 BGB).
[...]
Grundsätzlich sind beim Nachlassinsolvenzverfahren die Kosten jedoch recht hoch. Das Gericht kann im Zweifel sogar die Eröffnung der Nachlassinsolvenz verweigern, wenn abzusehen ist, dass die Erbmasse in keiner Weise für die Deckung der Kosten genügt.
Quelle: https://www.anwalt.org/nachlassinsolvenz/

Offline hamburgerjung

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #27 am: 09. November 2020, 08:26:40 »
Zitat von: hamburgerjung am 08. November 2020, 09:18:01
Was für ein Unsinn!
Redest du wieder über deine eigenen Beiträge?

Anstatt irgendwas hier ohne jegliche Quellenangabe zu zitieren, solltest du dich lieber mal besser informieren. Aber anscheinend schreiben deiner Ansicht nach auch Volljuristen nur "Unsinn":
Zitat
Sind nicht ausreichend finanzielle Mittel vorhanden, die die Deckung der Kosten für die Nachlassverwaltung ermöglichen, kann die Anordnung der Nachlassverwaltung (§ 1981 BGB) für die Nachlassinsolvenz mangels Masse abgelehnt werden (§ 1982 BGB).
[...]
Grundsätzlich sind beim Nachlassinsolvenzverfahren die Kosten jedoch recht hoch. Das Gericht kann im Zweifel sogar die Eröffnung der Nachlassinsolvenz verweigern, wenn abzusehen ist, dass die Erbmasse in keiner Weise für die Deckung der Kosten genügt.
Quelle: https://www.anwalt.org/nachlassinsolvenz/

Du solltest auch verstehen, was Du da liest. Die Kosten des Nachlassinsolvenzverfahrens selbst sind hoch, nicht aber die Verweigerung des Gerichts.

Und dann anwalt.org zitieren ...

Lies lieber nochmal genau nach:
https://anwalt-kg.de/insolvenzrecht/das-nachlassinsolvenzverfahren/#:~:text=Wird%20ein%20Nachlassinsolvenzverfahren%20mangels%20Masse,Erblassers%20zur%20Wehr%20setzen%20k%C3%B6nnen.

Offline RedChili

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #28 am: 09. November 2020, 09:11:06 »
Zitat von: hamburgerjung am 09. November 2020, 08:26:40
Du solltest auch verstehen, was Du da liest.
Danke der Nachfrage, aber ich verstehe was von Nachlass- und Insovenzrecht. Könnte an meinem erfolgreich absolviertem Studium liegen.

Zitat von: hamburgerjung am 09. November 2020, 08:26:40
Die Kosten des Nachlassinsolvenzverfahrens selbst sind hoch, nicht aber die Verweigerung des Gerichts.
Der Satz ergibt überhaupt keinen Sinn. Die Verweigerung des Gerichts ist nicht hoch?

Zitat von: hamburgerjung am 09. November 2020, 08:26:40
Lies lieber nochmal genau nach:
Hab ich und die dortigen Angaben sind so nicht richtig bzw unvollständig. Worauf die Anwälte hinaus wollen, ist die Dürftigkeitseinrede gem. § 1990 BGB. Das muss aber vom Erben ggü. dem Gläubiger auch entsprechend angezeigt werden. Nur steht davon nichts auf der tollen Anwalttsseite.

Offline hamburgerjung

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Re: Erbe Ausschlagen erlaubt? Folgen?
« Antwort #29 am: 09. November 2020, 11:14:14 »
Zitat von: hamburgerjung am 09. November 2020, 08:26:40
Du solltest auch verstehen, was Du da liest.
Danke der Nachfrage, aber ich verstehe was von Nachlass- und Insovenzrecht. Könnte an meinem erfolgreich absolviertem Studium liegen.

Zitat von: hamburgerjung am 09. November 2020, 08:26:40
Die Kosten des Nachlassinsolvenzverfahrens selbst sind hoch, nicht aber die Verweigerung des Gerichts.
Der Satz ergibt überhaupt keinen Sinn. Die Verweigerung des Gerichts ist nicht hoch?

Zitat von: hamburgerjung am 09. November 2020, 08:26:40
Lies lieber nochmal genau nach:
Hab ich und die dortigen Angaben sind so nicht richtig bzw unvollständig. Worauf die Anwälte hinaus wollen, ist die Dürftigkeitseinrede gem. § 1990 BGB. Das muss aber vom Erben ggü. dem Gläubiger auch entsprechend angezeigt werden. Nur steht davon nichts auf der tollen Anwalttsseite.
Und? Was willst Du nun sagen?

Oben schreibst Du, dass beim Insolvenzverfahren hohe Kosten anfallen. Und dass der Erbe bei Ablehnung mangels Masse mit einem Haufen Schulden da steht.

Und genau das stimmt nicht!

Ich zitiiere nochmal Brenecke:
Stellt sich heraus, dass der Nachlass voraussichtlich nicht ausreichen wird, um die Kosten des Verfahrens zu decken, wird das Verfahren gar nicht erst eröffnet. In diesem Fall haftet der Erbe auch dann nur mit dem Nachlassvermögen.