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Autor Thema: Kumpel ist arbeitssuchend gemeldet, bekommt VV ohne RFB, muss er sich bewerben?  (Gelesen 1717 mal)

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Offline Kaffeesäufer

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Moin,

Frage fürn Freund,

er musste sich arbeitssuchend melden , ab 19.1.21 dann arbeitslos weil sein befristeter Vertrag ausläuft, Verlängerung ausgeschlossen.

Er ist leicht einzuschüchtern von den Ämtern, mündlich wurde ihm mitgeteilt er muss sich auf VV bewerben sonst Sperrzeit.

Er bekommt nun VV zugeschickt, unpassende wie immer...ohne RFB, wollte sich dann gleich drauf telefonisch beschweren dort, konnte es ihm ausreden, ohne RFB keine Sperrzeit, er ist aber trotzdem derart verunsichert durch seine Existenzängste(relativ unbegründet)

Gibt es da Urteile/ § wo ich ihm weiterleiten kann dass er sich darauf nicht bewerben muß und auch nicht den Antwortbogen ausfüllen muß vom VV? Hat er früher immer gerne gemacht  :scratch:

Hab ihm gesagt dass die VV ohne RFB für den Papierkorb sind....will aber das untermauern eben mit Urteilen bzw § dass er beruhigt sein kann.

Offline Sheherazade

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Dann druck ihm das hier mal aus.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

Vergesst die Achse des Bösen, es ist die Achse des Blöden, die uns das Genick brechen wird.

Offline Ghostwriter

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Will dein Kumpel wieder in Arbeit kommen?

Es ist müssig, darüber nachzudenken, ob er sich nun bewerben will will oder nicht, ob mit RFB oder ohne. Jede Bewerbung hilft einem weiter.

Offline Sheherazade

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Jede Bewerbung hilft einem weiter.

Gerade frisch in ALGI hilft einem nicht zwingend jede Bewerbung auf  "Sch...jobs" weiter. Die Stellenangebote ohne RFB sind meistens schlecht bezahlte ZA-Angebote - wenn es diese Jobs denn überhaupt gibt.
Prävention ist keine Hysterie, Ignoranz kein Mut.

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Offline Kaffeesäufer

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Es war diesmal keine ZA, aber die Umstände sprechen eindeutig dagegen, der Lohn, die Entfernun 100km Hin und zurück, 1 Kind (2) Pflegegrad 3, 2. Kind wird diese Tage geholt per Kaiserschnitt.
Er will was in der Nähe haben und nur Tagschicht damit er seine Frau besser unterstützen kann.Er hat schon diverse Stellen durch als faul in dem Sinne wie es das Klischee entspricht ist er nicht.Die Umstände müssen eben auch beachtet sein.

Offline crazy

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Umstände interessieren nicht. Er hat eine Familie zu ernähren!
Er bewirbt sich auf alles was kommt und einigermaßen passt. Ob dabei iwas rauskommt weiß man ja vorher nicht. Am Tag des Kaiserschnitts kann er eben keinen Vorstellungstermin vereinbaren und gut ist.
Und wenn es eben 100 KM weg ist, macht er 4 Wochen Testarbeit mit Zimmer und holt dann Familie nach. Da Arbeitgeber so schlecht mit der Firma umziehen können muss man als AN eben dorthin ziehen wo die Arbeit ist. Wer das nicht einsieht sitzt 20 Jahre in Kleinkleckersdorf und wartet dass der Tag rumgeht wenn nicht iwann dort ein Gewerbegebiet hochgezogen wird vor Rentenalter

Offline Kaffeesäufer

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Selbst ich würde für kein AG umziehen und ich bin alleine.Bin doch nicht verrrückt.Wems Spass macht soll das tun.


Online NevAda

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Ich würde auch nicht "für ein AG" umziehen. Aber für eine Stelle, die mich ernährt und vielleicht sogar zufrieden macht - sicher.
Wir sind hier nicht bei Wünschdirwas sondern bei ISSO.

Online BigMama

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  • Für das Können gibt es nur einen Beweis: das TUN!
100 km ein Weg oder insgesamt? Mit PKW sind 50 km doch keine Strecke. Ich fahr auch täglich 40 km zur Arbeit.
Die Welt wird nicht von skrupellosen Verbrechern, finstren Kapitalisten oder machtgierigen Despoten regiert, sondern von einer gigantischen, weltumspannenden RIESENBLÖDHEIT.
Wer´s nicht glaubt, ist schon infiziert.
(Michael Schmidt-Salomon, GBS-Sprecher)

Offline Ghostwriter

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Zitat von: BigMama am 28. November 2020, 17:49:01
100 km ein Weg oder insgesamt?

siehe hier:

Zitat von: Kaffeesäufer am 28. November 2020, 12:52:11
die Entfernun 100km Hin und zurück,

Offline Yavanna

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Zitat von: BigMama am 28. November 2020, 17:49:01
100 km ein Weg oder insgesamt?

siehe hier:

Zitat von: Kaffeesäufer am 28. November 2020, 12:52:11
die Entfernun 100km Hin und zurück,

Die Aussage ist eben nicht eindeutig und die Nachfrage somit berechtigt.

a) Hin 100km, zurück 100km = 200km
b) Hin und zurück 100km = 50km pro Strecke

@Ghostwriter: Du hast selber lieber nicht geschrieben, was du daraus liest, wenn es dir doch klar ist  :no:

Offline blaumeise

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Es zählt nicht die Kilometerzahl, sondern die Pendelzeit, ob die Stelle zumutbar ist oder nicht. Und zwar gemäß § 140 Abs. 4 SGB III:
Zitat
4) 1Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. 2Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. 3Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab.[...]

Die Pendelzeit wird berechnet von Tür zu Tür.

Hier gibt's mehr Infos aus dem Ratgeber für ALG-II-Bezieher, aber das kann man m. E. übertragen: Zumutbarkeitskriterien nach § 10 SGB II bei Jobs und Maßnahmen zur Eingliederung  ==>  https://hartz.info/index.php?topic=4593.0

Offline Kaffeesäufer

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100km sind zusammen,also 50km einfach. Pendelzeit ist im Rahmen.Solange kein Stau ist.

Nun da er sich ja nicht drauf bewerben muss ist es ja ok.Fürn Mindestlohn ist sowas nicht tragbar diese Stelle.Rechnet sich einfach nicht, auch bei einer Arbeitsstelle muss man wirtschaftlich rechnen und nicht auf Teufel komm raus jeden Job annehmen.

Ich selber hab mich jahrelang kaputt geackert für gutes Geld, ich hab mir geschworen dass ich mich für meinen AG mehr weiter kaputt machen werde, hab gelernt dass Gesundheit am wichtigsten ist.Scheiß aufs Geld.Ich selber hab auch soweit Ruhe vorm Amt mit NULL Vorschlägen seit leider 10 Jahren, mein Gutachten lässt nicht viel zu, für die DRV natürlich bin ich fit für 6 Stunden arbeiten.....schaffe aber nur 3-4 Std wenn ich mal nen passenden Minijob habe.(Hatte ich schon) nunja ich schweife ab in mein Reich.....

Da der Kollege neigt dass das ganze ihn überfordert mit der Zeit, Kind mit Pflegegrad 3 , 2. Kind wird heute geholt und da wird es wohl auch gut möglich sein dass es leider nicht ganz gesund ist....
er hat auch paar Bewerbungen in der Nähe laufen wo aber auf Eis gelegt sind wegen der Pandemiekrise, alles nicht so einfach.
Helfe ihm privat so gut wie es geht.

Wenn nun dann immer noch unpassende VV kommen die nerven versteh ich ihn da vollkommen.Glaube werde ihn mal begleiten zum Amt, ab Ende Januar kann er sich arbeitslos melden.Da er relativ gut verdient hat fallen in der ersten Zeit sowieso die Mindestlohnangebote weg.