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Autor Thema: Attest für einen Bildungsgutschein - Fragen dazu  (Gelesen 454 mal)

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Offline habeniezeit

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Attest für einen Bildungsgutschein - Fragen dazu
« am: 20. November 2020, 11:06:56 »
guten Tag, meine Hausärztin hat mir ein Attest ausgestellt das besagt dass ich aufgrund gesundheitlicher Gründe einen Berufswechsel dringend nötig habe.

Ich habe bisher in meinem Leben 1 Ausbildung angefangen aber nach 3 Monaten abgebrochen.

Ausserdem benötige ich über das Jobcenter eine Beratung welcher Bildungsgutschein für mich am geeignetsten wäre. Als mein Berater mir gleich am ersten Termin eine AGH aufschwätzen wollte habe ich diesen abgesagt. Seitdem ich angefangen habe ihn per email mit meiner Krankenakte zu bombardieren kommt kein Lebenszeichen mehr von ihm.

Ich bin leider aufgrund einer chronischen Krankheit seit mehreren Jahren arbeitslos.

Die Jobcenter machen es sich ja sehr einfach mit: "du hast doch internet, such selber". Die werden doch dafür bezahlt um mich zu beraten und nicht andersrum. Mir eine AGH auf den Tisch knallen ist doch keine Leistung!

Ist ein ärztliches Attest vom Hausarzt so ausreichend? Und wie gehts jetzt weiter? Ich möchte zwar einen Termin dort, aber nur um ausführlich beraten zu werden, welche Bildungsgutscheine wirklich Aussicht auf einen zukunftsfähigen Job haben. Und ich möchte auf keinen Fall eine 0815 EGV unterschreiben!


Falls das hier nicht hingehört, bitte verschieben statt löschen. Danke


Online BigMama

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Re: Attest für einen Bildungsgutschein - Fragen dazu
« Antwort #1 am: 20. November 2020, 12:21:57 »
Zitat von: habeniezeit am 20. November 2020, 11:06:56
guten Tag, meine Hausärztin hat mir ein Attest ausgestellt das besagt dass ich aufgrund gesundheitlicher Gründe einen Berufswechsel dringend nötig habe.
Das wird das Jobcenter sicherlich durch ein ärztliches Gutachten durch das Gesundheitsamt oder den ärztlichen Dienst prüfen lassen.

Zitat von: habeniezeit am 20. November 2020, 11:06:56
Ausserdem benötige ich über das Jobcenter eine Beratung welcher Bildungsgutschein für mich am geeignetsten wäre. Als mein Berater mir gleich am ersten Termin eine AGH aufschwätzen wollte habe ich diesen abgesagt. Seitdem ich angefangen habe ihn per email mit meiner Krankenakte zu bombardieren kommt kein Lebenszeichen mehr von ihm.
Kann ich nachvollziehen. Was soll denn dein Berater tun, wenn du ihn mit deiner "Krankenakte bombardierst"? Wieso hast du deinem Berater denn deine gesundheitlichen Einschränkungen in der Form zugänglich gemacht? Das kann ich nicht nachvollziehen. Ein Attest, wie jetzt offenbar vorhanden, hätte sicherlich auch ausgereicht. Oder diente das Borbardieren dem Abwiegeln einer AGH? Dann könntest du dir damit evtl. ein Eigentor geschossen haben. Denn wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mal mehr in der Lage ist an einer AGH teilzunehmen, hat unter Umständen auch nicht die körperliche oder psychische Stabilität eine Qualifizierung erfolgreich zu absolvieren.

Zitat von: habeniezeit am 20. November 2020, 11:06:56
Die Jobcenter machen es sich ja sehr einfach mit: "du hast doch internet, such selber". Die werden doch dafür bezahlt um mich zu beraten und nicht andersrum. Mir eine AGH auf den Tisch knallen ist doch keine Leistung!
Ja, die Berater sollen dich in erster Linie beraten, was für dich in Frage kommt. Die Aufforderung, sich mit dem Arbeitsmarkt, einzelnen Berufen und Tätigkeitsfeldern auseinanderzusetzen kann ich sehr gut nachvollziehen denn das ist deine Aufgabe. Du solltest schon wissen, was du willst. Es nützt nix wenn der Berater raten soll, was vielleicht etwas für dich sein könnte. Im blödesten Fall bügelst du den Vorschlag gleich ab in dem du weitere gesundheitliche Einschränkungen anmerkst.

Zitat von: habeniezeit am 20. November 2020, 11:06:56
st ein ärztliches Attest vom Hausarzt so ausreichend? Und wie gehts jetzt weiter? Ich möchte zwar einen Termin dort, aber nur um ausführlich beraten zu werden, welche Bildungsgutscheine wirklich Aussicht auf einen zukunftsfähigen Job haben. Und ich möchte auf keinen Fall eine 0815 EGV unterschreiben!
Hier scheinst du ja zu wissen was du willst. Dann solltest du auch gut vorbereitet in das Gespräch starten. Alleine die Forderung, ich will nen Bigu und jetzt zaubert was aus dem Hut, wird dich nicht weiterbringen.
Du solltest erst mal wissen in welche berufliche Richtung es gehen soll.


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Re: Attest für einen Bildungsgutschein - Fragen dazu
« Antwort #2 am: 20. November 2020, 12:22:41 »
Zitat von: habeniezeit am 20. November 2020, 11:06:56
Ist ein ärztliches Attest vom Hausarzt so ausreichend?

Nein. Für eine (abschlussorientierte) Weiterbildung mit Bildungsgutschein müssen weitere Bedingungen erfüllt sein. Insbesondere reicht ein Attest vom Hausarzt nicht aus, wenn gesundheitliche Gründe angeführt werden.

Eine AGH dient im Vorfeld normalerweise dazu, das Durchhaltevermögen festzustellen - was sehr sinnvoll ist, wenn bereits Ausbildungen /Weiterbildungen abgebrochen wurden.

Offline habeniezeit

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Re: Attest für einen Bildungsgutschein - Fragen dazu
« Antwort #3 am: 22. November 2020, 18:30:40 »
danke für euere freundlichen Antworten.

Es gibt da auch 1 Euro Jobs in der Verwaltung, damit hätte ich kein Problem. Aber da ich mich bereits in der Vergangenheit dafür interessiert habe, weiss ich dass es dort praktisch unmöglich ist rein zu kommen. Ich benötige einen ruhigen Arbeitsplatz wo ich mich auf meine Arbeit gut konzentrieren kann. War nie so der Teamplayer obwohl es an Lernfähigkeit nie gefehlt hat.

1 Euro Job ist meistens mit handwerklichen Tätigkeiten verbunden. Ich habe durchaus eine ruhige Hand, hätte nichts dagegen z.b. zu lernen wie man Handys repariert, aber ein lautes Umgebungsklima am Arbeitsplatz macht mich einfach kaputt, bekomme davon ein Burn Out.

Ich leide auch an Tinnitus , das Problem ist dass man sowas weder heilen noch nachweisen lassen kann. Da wird man schnell als Spinner abgestempelt.

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Re: Attest für einen Bildungsgutschein - Fragen dazu
« Antwort #4 am: 22. November 2020, 19:39:05 »
Wie alt bist Du?
Und was willst Du mit einer ABM ????
Wenn Du keine Ausbildung hast, brauchst Du jetzt dringend eine.
In welchem Bereich, die Bewerbungen dazu, alles Deine Aufgabe!
Was Du erwarten kannst vom Arbeitsberater: Ggf Teilhabeleistungen, Gleichstellung u.ä.
Tinnitus hab ich seit 30 Jahren. Zudem Probleme mit der Belüftung, höre oft nur Rauschen oder alles gedämpft. Ist aber kein Grund nicht zu arbeiten. Wenn man danach ginge könnten 50% der arbeitenden Bevölkerung wegen iegendetwas nicht arbeiten.
Also raus aus der Komfortzone. Atbeit und Menschen lassen das Eine oder Andere auch mal vergessen