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Autor Thema: Nebenkostenabrechnung.  (Gelesen 373 mal)

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Offline posaidon

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Nebenkostenabrechnung.
« am: 20. November 2020, 19:39:27 »
Ist man in der Pflicht diese einzureichen? Musste all die Jahre keine abgeben, Miete seit 6 Jahren gleichbleibend. Ich habe auch noch nie eine bekommen vom Vermieter,  was für mich ok ist. 

Online Fylou

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #1 am: 20. November 2020, 19:41:19 »
Dein Vermieter muss eine machen wenn die Abschläge zahlst und keine Pauschalen. Die Abrechnungen kannst du bis zu 4 Jahre rückwirkend verlangen. Und natürlich will das Jc sehen, ob du zu viel gezahlt hast und etwas zurückbekommen kannst.

Offline JensM1

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #2 am: 20. November 2020, 19:59:30 »
Zitat
Und natürlich will das Jc sehen, ob du zu viel gezahlt hast und etwas zurückbekommen kannst.

Scheinbar nicht, normalerweise wird die spätestens beim WBA mit angefordert.

Du hast Änderungen in deinen Verhältnissen mitzuteilen. Wenn es mangels Abrechnung keine gibt, sehe ich dich nicht in der Pflicht, diese Abrechnungen einzufordern. Das gehört m. E. mit zur Beratungs- und Ermittlungspflicht des JC. Kannst du dann irgendwann rückwirkend für 4 Jahre nach Ende Leistungsbezug machen und dir ggf. noch offene Guthaben auszahlen lassen :cool:.

Online Fylou

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #3 am: 20. November 2020, 20:07:31 »
Zitat
§ 2 SGB II Grundsatz des Forderns
(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen.

Genau, ich lass das JC meine Abschläge zahlen und wenn ich aus dem Bezug bin fordere ich alles vom Vermieter zurück. Tolle Anleitung zum Betrug...  Das Jc zahlt die Abschläge nur, wenn sie in der Höhe auch anfallen. Wenn der Vermieter keine Abrechnung macht kann man nicht wissen, ob die Vorauszahlungen auch so stimmen.

Offline posaidon

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #4 am: 20. November 2020, 20:07:55 »
Ich muss alle 6 Monate WBA stellen  und das ist  das  1. Mal das ich eine einreichen soll. Vorher noch nie.  500€ Kaltmiete und 300€ Nebenkosten für 6 Personen ist glaube ich nicht viel, zumal die 6 . Person ihren Mietanteil selber zahlt und ich  auch nur Aufstocker bin.

Online Fylou

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #5 am: 20. November 2020, 20:10:54 »
Wenn du keine Pauschale zahlst sondern Abschläge muss der Vermieter aber von Verbrauch abrechnen.

Offline JensM1

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #6 am: 20. November 2020, 20:26:20 »
Zitat
Genau, ich lass das JC meine Abschläge zahlen und wenn ich aus dem Bezug bin fordere ich alles vom Vermieter zurück. Tolle Anleitung zum Betrug.

Da hast du nicht unrecht Fylou. Aber mich ärgert als Steuerzahler viel mehr diese schlampige Bearbeitung vom JC, als dass OP dann am Ende eben wegen dieser Fehlbearbeitung evtl. noch ein paar Euro mitnehmen kann.

JEDEM Mitarbeiter in der Leistungsabteilung muss klar sein, dass es jährliche Heiz- und Betriebskostenabrechnungen gibt. Wenn die nicht von allein eingereicht werden, sind die anzufordern, Punkt. Wenn ein Mitarbeiter nicht einmal das auf die Reihe bekommt, aber umgekehrt die Vermittlung die Leute in Maßnahmen schickt, die individuell oft völlig ungeeignet sind, ebenfalls einen Haufen Geld kosten etc., dann sei dem SGB II Empfänger die Mitnahme der nie nachgefragten Guthaben zumindest von mir gegönnt. Und mir ist dabei völlig klar, dass es sich um eine Ausnahme handelt, die meisten Mitarbeiter bei solchen Sachen völlig korrekt arbeiten, tlw. sehr überlastet sind etc.

Wenn so etwas schon vergessen wird, was ist dann mit Kindergeld, konnte man bis Ende 2018 noch 4 Jahre nachträglich beantragen, jetzt immerhin noch 6 Monate und ich kenne viele Fälle, wo Leistungsempfänger trotz offensichtlichem Anspruch (arbeitslos, 19 Jahre alt o. ä., Ausländer mit § 25 Abs. 3 AufenthG und Aufforderung bei Beginn Leistungsbezug und dann nie wieder etc.) nicht aufgefordert werden. Sprich wenigstens die ganz einfachen Sachen sollten die JC Mitarbeiter schon auf die Reihe bekommen, sonst haben die dort einfach nichts zu suchen. Und ich gehe mal davon aus, dass das deren Kollegen (m/w) genauso sehen.

Offline Maunzi

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #7 am: 20. November 2020, 20:27:05 »
Zitat von: JensM1 am 20. November 2020, 19:59:30
Kannst du dann irgendwann rückwirkend für 4 Jahre nach Ende Leistungsbezug machen und dir ggf. noch offene Guthaben auszahlen lassen :cool:.

Leuten die solchen Anleitungen nachgehen wünscht man doch, dass dann raus kommt: hups es wurde zu wenig bezahlt, Sie müssen dann mal eben 3000€ nachzahlen! Und nein das würde das JC dann nicht einfach mal eben übernehmen...

Offline JensM1

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #8 am: 20. November 2020, 20:29:09 »
Zitat
Leuten die solchen Anleitungen nachgehen wünscht man doch, dass dann raus kommt: hups es wurde zu wenig bezahlt, Sie müssen dann mal eben 3000€ nachzahlen! Und nein das würde das JC dann nicht einfach mal eben übernehmen...

Warum sollte das JC das auch übernehmen, wenn der Vermieter die Abrechnung nicht innerhalb der Jahresfrist erstellt, ist die Nachzahlung verfristet...

Offline posaidon

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Re: Nebenkostenabrechnung.
« Antwort #9 am: 20. November 2020, 20:40:11 »
Ich musste bisher nichts nachzahlen und bekam auch nichts zurück. Ich wohne gut und günstig habe meine Ruhe und keinen Ärger mit dem Vermieter.  Und ganz nebenbei zahle ich auch Lohnsteuer und jegliche andere Steuer auch. Aber meine Frage wurde beantwortet. Danke