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Autor Thema: Vermögen Edelmetall  (Gelesen 364 mal)

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Offline Bibili

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Vermögen Edelmetall
« am: 23. November 2020, 15:02:03 »
Hallo zusammen,


ich habe mich bereits zum Thema (Schon)Vermögen informiert und weis um die geltenden Freibeträge etc. allerdings lies sich mein spezieller Fall mit Eigenrecherche nicht zweifelsfrei beantworten, daher hoffe ich hier eine Antwort auf meine Frage zu finden :-)


Folgende Situation:

Wir sind eine Bedrafsgemeinschaft mit 5 Personen (2 Erwachsene+3 Kinder unter 15) Dieses Jahr gab es ja wegen Corona den Kinderbonus. Diesen haben wir für die Kinder in Edelmetall angelegt.

Jetzt steht der Weiterbewilligungsantrag an und ich bin mir etwas unsicher wie dieses "Vermögen" behandelt wird.

Vorab: Ich will und werde das Edelmetall natürlich angeben, ich plane nichts zu verheimlichen.

Wie das manchmal so ist, denkt man aber nicht immer primär an das Jobcenter und an das was da evtl. kommen könnte und so kam es das wir beim Kauf nicht daran gedacht haben was das JC dazu sagen könnte/wird.

Meine Frage ist:

Es ist kein weiteres Vermögen vorhanden, wie wird dieses Edelmetall gehandhabt? Fällt es unter den Freibetrag? Müssen wir es aufbrauchen? Und für den Weiterbewilligungsantrag: Ist das angeben in der Anlage "VM" korrekt? Bzw. ist die dortige Angabe ausreichend?


Für alle Antworten bedanke ich mich vorraus :-)

Offline Yavanna

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Re: Vermögen Edelmetall
« Antwort #1 am: 23. November 2020, 15:11:15 »
Schon im "normalen" Leistungsbezug beträgt der Vermögensfreibetrag für minderjährige Kinder 3.100,00 + einmalig 750,00
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__12.html

Zitat
(2) Vom Vermögen sind abzusetzen
1.ein Grundfreibetrag in Höhe von 150 Euro je vollendetem Lebensjahr für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende volljährige Person und deren Partnerin oder Partner, mindestens aber jeweils 3 100 Euro; der Grundfreibetrag darf für jede volljährige Person und ihre Partnerin oder ihren Partner jeweils den nach Satz 2 maßgebenden Höchstbetrag nicht übersteigen,
1a.ein Grundfreibetrag in Höhe von 3 100 Euro für jedes leistungsberechtigte minderjährige Kind,
2.Altersvorsorge in Höhe des nach Bundesrecht ausdrücklich als Altersvorsorge geförderten Vermögens einschließlich seiner Erträge und der geförderten laufenden Altersvorsorgebeiträge, soweit die Inhaberin oder der Inhaber das Altersvorsorgevermögen nicht vorzeitig verwendet,
3.geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen, soweit die Inhaberin oder der Inhaber sie vor dem Eintritt in den Ruhestand aufgrund einer unwiderruflichen vertraglichen Vereinbarung nicht verwerten kann und der Wert der geldwerten Ansprüche 750 Euro je vollendetem Lebensjahr der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person und deren Partnerin oder Partner, höchstens jedoch jeweils den nach Satz 2 maßgebenden Höchstbetrag nicht übersteigt,
4.ein Freibetrag für notwendige Anschaffungen in Höhe von 750 Euro für jeden in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Leistungsberechtigten.

Mit den aktuellen Regeln, wird nur bei erheblichem Vermögen geprüft.
https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Anworten-zugang-sgb2/faq-zugang-sgb2.html#:~:text=Verf%C3%BCgen%20Antragsteller%20%C3%BCber%20erhebliches%20Verm%C3%B6gen,Leistungen%20der%20Grundsicherung%20f%C3%BCr%20Arbeitsuchende.&text=Leistungen%20nach%20dem%20SGB%20II%20k%C3%B6nnen%20also%20nur%20erbracht%20werden,zu%20ber%C3%BCcksichtigendes%20Verm%C3%B6gen%20gedeckt%20werden.

Zitat
Was "erhebliches Vermögen" ist, lässt sich mit Blick auf Vorschriften des Wohngeldgesetzes bestimmen (siehe § 21 Nummer 3 des Wohngeldgesetzes in Verbindung mit Rz. 21.37 Wohngeld-Verwaltungsvorschrift). Danach liegt erhebliches Vermögen in der Regel dann vor, wenn die Summe des sofort verwertbaren Vermögens (Barmittel und sonstige liquide Mittel wie zum Beispiel Girokonten, Sparbücher, Schmuck, Aktien) der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied sowie jeweils 30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied übersteigt (Beispiel: Die A lebt mit ihrem Ehemann B und dem gemeinsamen Kleinkind C in einer Bedarfsgemeinschaft. "Erheblich" wäre ein Vermögen von 120.000 Euro [= 60.000 Euro für A zzgl. jeweils 30.000 Euro für B und C]).

Dürfte wohl eher kein Problem sein. Ich denke nicht, dass ihr für jeweils 30.000,00 Edelmetall gekauft habt  :zwinker:

Offline Bibili

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Re: Vermögen Edelmetall
« Antwort #2 am: 23. November 2020, 16:03:49 »
Vielen Dank für die rasche Antwort :-)

Nein, wir haben natürlich nicht für 30.000€ pro Kopf Edelmetall gekauft :-p

Es geht wirklich nur um den Kinderbonus den es dieses Jahr gab, in unserem Fall also 900€.

Das war auch mein Empfinden das es in den Freibetrag fallen müsste, das beruhigt doch etwas :-)