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Autor Thema: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)  (Gelesen 1136 mal)

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Offline okmpl

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Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« am: 14. Januar 2021, 09:34:08 »
Hallo sehr geehrtes Forum,
ich hoffe hier etwas Beistand und Hilfe zubekommen.
Ich wohne in meinem Elternhaus mit meinem Vater und Bruder zusammen.
Mein Bruder und ich sind im ALG II bezug.
Ich möchte einen Untermietvertrag erstellen.
Das Jobcenter fordert eine genaue auflistung der Nebenkosten.
Ich habe nun schon ein paar Std. recherchiert, so soll dies garnicht zulässig sein und ggf. dazu dienen weniger zu bezahlen.
Ich bin komplett überfordert, meine "Betreuerin" hat erst in 2 Wochen Zeit.
Würde mich über eine Antwort sehr freuen
Liebe Grüße

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #1 am: 14. Januar 2021, 09:41:38 »
Wer soll wem denn untervermieten?
Dein Vater soll mit euch beiden separat eine pauschale Kostenbeteiligung vereinbaren. Das ist völlig legitim.
Bei einer Frau ist das wie bei einem Mercedes.
Da kann man mitunter noch einiges Optimieren
*Ralf Richter

Offline okmpl

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #2 am: 14. Januar 2021, 10:17:28 »
Danke für die schnelle Antwort.
Wir Söhne bei meinem Vater zur Untermiete.
Pauschal wird ja nicht verlangt sondern eine genaue Auflistung wie 40 € Wasser

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #3 am: 14. Januar 2021, 10:24:10 »
Das heisst, du hast bzgl. der Unterkunftskosten noch nichts eingereicht?
Wenn nein dann:
Wenn ich eine pauschale Beteiligung vereinbart, kann das JC soviel wollen wie es will, gibt es dann halt nicht.
Das würde ja die Pauschale "ab absurdum" führen. 
Bei einer Frau ist das wie bei einem Mercedes.
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*Ralf Richter

Online crazy

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #4 am: 14. Januar 2021, 10:25:07 »
Ihr lebt da zu dritt und teilt euch die Bleibe?
Dann eben alles was ein Mieter zahlen muss einfach durch drei.
Das JC möchte nicht, und das ist nachvollziehbar, dass euer Vater sich durch eure Zahlungen bereichert.
Euer Vater kann euch natürlich eine Auflistung unterschreiben
Gesamtkosten, Aufteilungsschlüssel= Anteil für dich und Anteil für deinen Bruder.
Da ihr beide im Bezug seid sollte euer jeweiliger Anteil auch identisch sein, wenn ihr da alle gemeinsam wohnt und nicht eigene Wohnungen im Haus jeweils allein nutzt.

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #5 am: 14. Januar 2021, 10:31:25 »
@crazy:
Wieso bereichert man sich durch eine KBV?
Man rechnet je Sohn ein Drittel der Kosten aus und vereinbart diese Pauschal.

Hier sehe ich absolut keine Bereicherung. Im Gegenteil, je nach Verbrauch macht man eher ein Minus.
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*Ralf Richter

Online crazy

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #6 am: 14. Januar 2021, 10:45:35 »
Man bereichert sich wenn man mehr berechnet als anteilig Kosten anfallen.
Innerhalb einer gemeinsamen Bleibe mit Eltern ist das JC da alarmiert und hakt nach.
Klar geht Pauschale, dies sollte jedoch nicht das Maximale der KdU eines Singles sein sondern irgendwie realistisch und nachvollziehbar.
Hier sind 2 Jungs, beide Leistungsbezieher, beide gleiche Kostenbeteiligung.
Welche Kosten in der Beteiligung drin sind sollte erkennbar sein. Einzelpositionen mit Einzelkosten ist nicht erforderlich bei Pauschalisierung wenn keine jährliche Abrechnung innethalb der Familie stattfinden soll

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #7 am: 14. Januar 2021, 11:36:44 »
Zitat von: crazy am 14. Januar 2021, 10:45:35
Klar geht Pauschale, dies sollte jedoch nicht das Maximale der KdU eines Singles sein sondern irgendwie realistisch und nachvollziehbar.
Das sehe ich ähnlich, daher:
Zitat von: crazy am 14. Januar 2021, 10:45:35
Man rechnet je Sohn ein Drittel der Kosten aus und vereinbart diese Pauschal.

Bei einer Frau ist das wie bei einem Mercedes.
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*Ralf Richter

Offline Ghostwriter

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #8 am: 14. Januar 2021, 11:43:18 »
Zitat von: okmpl am 14. Januar 2021, 09:34:08
Ich bin komplett überfordert

Wo genau ist denn die Überforderung? Dein Vater wird doch Belege haben, was er jährlich für´s Haus bezahlt, angefangen von Gebäudeversicherung über Wasserverbrauch, Müllgebühren bis Straßenreinigung. Alles mal auflisten und durch 3 Teilen, schon hat man "seine" Kostenbeteiligung.

Zitat von: crazy am 14. Januar 2021, 10:45:35
Man bereichert sich wenn man mehr berechnet als anteilig Kosten anfallen

Nur persönliche Anmerkung dazu:

Viel zu oft habe ich hier schon Beiträge gelesen, indem - indirekt - genau danach gefragt wurde, bzw. in den örtlichen Richtlinien hat man dann eine 15m² "Bude" genau zum max. Angemessenheit vermietet.

Offline okmpl

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #9 am: 14. Januar 2021, 11:47:43 »
Doch ich habe schon etwas eingereicht, aber keine Kosten aufgelistet.
Mein Bruder hatte am Telefon paar fragen beantwortet und bekam dann ca 70 € zum Regelsatz dazu.
Mehr wäre wohl nicht drinn.
Aufeinmal werden Nachweise benötigt.
Wir sind beide Ü25.
Ich versuche einen Mietvertrag zu erstellen und Poste ihn dann hier.
Mein Vater leidet unter Demenz, mein Bruder und ich sind Schwerbehindert.
Soll ich meine Zimmer ausmessen um genau Angaben machen zu können ?
Bin seit Stunden am lesen und noch kaum weiter gekommen


Online Fylou

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #10 am: 14. Januar 2021, 12:00:19 »
Du kannst eine Pauschalmiete für alles machen, oder eine Grundmiete + Nebenkostenpauschale oder Nebenkostenvorauszahlung.

Pauschale, wenn du keine Abrechnung jedes Jahr machen willst.Dann steht dir aber anteilig auch keine Nachzahlung zu.
Vorauszahlung, dann musst du jedes Jahr den Verbrauch und die Vorauszahlung verrechnen. Guthaben gehört anteilig dem JC, Nachzahlung übernimmt anteilig das JC.

Ich würde zu einer Pauschale raten, wenn die Kosten überschaubar sind und ihr bisher keine großen Nachzahlungen an Wasser, Heizung etc hattet. Dann ersparst du dir das jährliche Einreichen.


Als Grundmiete kannst du die Kosten fürs Haus zusammenrechnen und durch 3 teilen. Oder du nimmst nur die Nebenkosten, das musst du überlegen.

Online crazy

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #11 am: 14. Januar 2021, 14:40:03 »
Die Kosten für ein selbstgenutztes bezahltes Eigenheim= Neben und Heizkosten
70 Euro mal 3=210
Für ein Haus? Könnte hinkommen ca. Strom zahlt man ja aus dem Regelsatz genau wie der gemeinsam genutzte Relefon/Internetanschluss

Offline Quinky

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #12 am: 14. Januar 2021, 16:38:14 »
210€ für ein komplettes Haus? ca.-Werte

Grundsteuer: 900€
Heizkosten. 1.500€
Versicherung. 600€
Wasser. 400€
Müllabfuhr 350€
Abwasser 700€

nur um einige zu nennen = 4.450€ : 12 rund 400€

Bei einem kompletten Haus kann man ja nicht von 70qm ausgehen, sondern mit Sicherheit jenseits der 100qm
.

Offline Fettnäpfchen

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #13 am: 14. Januar 2021, 17:16:04 »
 :flag:

Nur am Rande:
Ein Eigentümer kann keinen Untermietvertrag machen sondern einen Mietvertrag oder eben erwähnte KbV.

Sollten elektrische Geräte gemeinsam verwendet werden kann man dafür auch eine Nutzungspauschale mit geltend machen. Beim pauschalen Mietvertrag darf laut Urteil auch der Stromanteil vom JC nicht herausgerechnet werden!
Unterkunftskosten und Urteile
Zitat
- Urteil vom 27.02.2008, Az. B 14/7b AS 64/06 R:
Eine Pauschalmiete ist gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II vom Leistungsträger zu übernehmen.
Zitat
- Urteil vom 07.05.2009, B 14 AS 14/08 R:
Monatliche Mietgebühren für Einbaugeräte, hier die einer Kücheneinrichtung, gehören zu den Unterkunftskosten nach § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II und sind vom Leistungsträger zu bezahlen.
Zitat
- Urteil vom 24.11.2011, Az. B 14 AS 151/10 R:
Keine Minderung des Regelbedarfes bei Pauschalmieten, keine Minderung der Pauschalmiete um den in der Regelleistung enthaltenen Anteil für Haushaltenergie.
Das Leistungssystem des SGB II lässt eine individuelle Bedarfsermittlung bei den in der Regelleistung enthaltenen Bedarfen grundsätzlich nicht zu. Die von der Rechtsprechung entwickelte Behandlung der Kosten der Warmwasserbereitung, die der Gesetzgeber mit § 20 Abs 1 Satz 1 SGB II nF ("... ohne die auf die Heizung und Erzeugung von Warmwasser entfallenden Anteile ...") fortentwickelt hat, ist auf die Stromkosten als Bestandteil einer Inklusivmiete nicht übertragbar.
(Anm. Ottokar: damit hat das BSG seine in B 14/7b AS 64/06 R vertretene Rechtsauffassung zum Abzug von Haushaltenergie bei Pauschalmieten aufgegeben.)

MfG FN
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Online crazy

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Re: Untermietvertrag vom Vater Eigenheim (Nebenkosten)
« Antwort #14 am: 14. Januar 2021, 17:31:55 »
Quinky , weißt Du genaueres? Grundsteuer ist abhängig vom Alter des Hause, Grundstücksgröße und dem Hebesatz.
Genau wie die übrigen von dir angesetzten Kosten. Alles in allem  lieg ich z.B bei rund 250 mit ca 150qm .../Monat